Veganer Süßkartoffelkuchen

Am heutigen Feiertag wurde ich kurzfristig gebeten, einen veganen Kuchen auf den Tisch zu stellen. Zum Supermarkt gehen ging nicht, also musste ich mit dem Vorrat auskommen – keine großen Experimente also.

Ich hatte glücklicherweise zufällig ein paar gegarte Süßkartoffeln zur Hand und erinnerte mich an Phil Khourys veganen Briocheteig mit Süßkartoffeln, den ich in Form von veganen Dattel-Kardamom-Schleifen für den Deutschen Kochbuchpreis 2024 ausprobiert hatte. Für Germteig hatte ich allerdings nicht genug Zeit und machte mich also auf die Suche nach einem Rührteigrezept, auf das ich mich stützen könnte, in der Hoffnung, einen geschmacklich halbwegs interessanten Kuchen zu produzieren.

Ein Rezept fand ich schließlich bei Rainbow Nourishments, das setzte aber auf viele warme, herbstliche Gewürze, nach denen mir an diesem Frühsommertag gar nicht war. Ich ließ es also beim puren Süßkartoffelgeschmack und muss sagen, dass sich der ziemlich gut macht.

Die Krume ist trotz allem ziemlich dicht geworden, nächstes mal würde ich wohl noch ein bisschen mehr Backpulver unterrühren, das den Kuchen womöglich noch mehr in die Höhe treiben würde. Ich weiß nicht, ob ich mich – als großer Fan von Butter und Eiern und all ihren großartigen Backeigenschaften – jemals mit dem veganen, so oft so gatschigen Abklatsch abfinden werde, aber diesen Süßkartoffelkuchen konnte ich guten Gewissens auch nicht-veganen Gästen servieren.

Veganer Süßkartoffelkuchen – Rezept

angelehnt an dieses Rezept von Rainbow Nourishments

300 g gegarte Süßkartoffeln
125 ml neutrales Öl
350 ml vegane Milch (ich habe Hafer genommen)
190 g Zucker
2 TL Backpulver (würde nächstes Mal eher 2 1/2 bis 3 TL nehmen)
1/2 TL Natron
Salz
175 g Dinkelmehl
200 g Weizenmehl

für eine Springform mit 26 cm Durchmesser

Den Ofen auf 170°C Umluft vorheizen und den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden.

Die Süßkartoffeln pellen und in eine Rührschüssel geben. Mit dem Pürierstab fein pürieren, dann das Öl zugeben und weiter pürieren. Die vegane Milch ebenso einarbeiten.

Zucker, Backpulver, Natron und eine Prise Salz zugeben und rühren, bis die Masse glatt ist.

Dinkel- und Weizenmehl zugeben und mit dem Teigschaber einarbeiten. Wenn die Masse glatt ist, in die vorbereitete Form füllen und gleichmäßig verteilen.

Für 35-40 Minuten goldbraun backen, mit einem Holzstäbchen testen ob der Kuchen durchgegart ist. In der Form abkühlen lassen, dann daraus lösen.



Hi, ich bin Jana.
Seit 2009 veröffentliche ich hier wöchentlich Rezepte, Reiseberichte, Restaurantempfehlungen (meistens in Wien), Linktipps und alles, was ich sonst noch spannend finde. Ich arbeite als Redakteurin bei futurezone.at, als freie Audio-/Kulinarikjournalistin und Sketchnoterin. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite.

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Im Zuckersüß sammle ich (fast) jeden Sonntag meine liebsten Links der Woche: Rezepte für die Nachback-Liste, lesenswerte Blogposts, Zeitungsartikel und Longreads, Podcasts oder Musik, die mir gerade gefällt und oft genug auch Internet-Weirdness. Außerdem schreibe ich auf, was ich sonst so interessant fand: neue Rezepte in meiner Küche, Lokale, in denen ich gegessen, Pullover, die ich gestrickt oder Texte, die ich geschrieben habe.