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BRUDER

Bruder Küche&Bar, Windmühlgasse 20, 1060 Wien

Jede_r der/die mich nach einer Lokalempfehlung in Wien fragt, bekommt das Bruder als Antwort. Seit ich mal für eine Radioreportage über fermentierte Getränke dort war und später auch immer wieder um einfach dort zu essen oder trinken, bin ich vollauf begeistert vom Bruder. Es ist hip und cool, gleichzeitig gemütlich und elegant und vor allem sind alle Getränke und Speisen auf der Karte etwas ganz Besonderes.

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Zuckersüß 362

In den vergangenen zwei Wochen habe ich Zimtschnecken nach Bravetart gebacken und zwei Biskuitrouladen zu unterschiedlichem Grad ruiniert (einmal „links“ herum aufgerollt, einmal völlige Gummikonsistenz), das erste Mal halbwegs akzeptables Chebakia aka Speckia frittiert und dazu gleich noch Harira gekocht. Und dann habe ich superspontan spätabends Crêpes Suzettes gemacht, weil mich drei Freunde im Videocall an eine ähnliche IRL-Runde mit diesem Dessert erinnert haben.

Essen von der Curryinsel

Vor mittlerweile 10 Tagen (wöchentlich bloggen ist schon wieder gescheitert) habe ich mich beim traditionellen Lieferserviceabend (ich freu mich echt auf die Öffnung der Lokale!) für ein Restaurant entschieden, in dem ich schon mal essen war: Die Curryinsel, ein srilankisches Lokal in der Josefstadt.

Gemüse Pakoda (links) und Kadalai Vadai (rechts) mit tollem Krautsalat

Als Vorspeise gab es Kadalai Vadai (oben rechts) und Gemüse Pakoda (links davon im Bild). Ersteres waren handtellergroße Laibchen aus gelben Linsen mit Curryblättern, Fenchelsamen und großzügig Chili. Die Beilage dazu, ein überraschender Krautsalat, mit Karotten (die ich allergiebedingt geflissentlich herausfischen musste), Gurken und Ananasstückchen (!) in einer cremigen Joghurtsauce mit grobem Senf.

Den gleichen Salat gab es zum Pakoda, das die Lieferfahrt leider eher schlecht überstanden hat. Der Kichererbsenteig mit Karottenstückchen darin (also keine Karotten im Teigmantel)wurde offenbar einfach in spontaner Form herausfrittiert, sodass die Teiggebilde an manchen Stellen weich und an anderen knusprig sein sollten. Durch die vergangene Zeit bis zum Tisch im Wohnzimmerrestaurant waren sie leider ziemlich zäh.

Ich hatte als Hauptspeise Masala Thosai mit Sambar, also gefüllte Pfannkuchen mit scharfer flüssiger Gemüsesauce. Ohne einen Blick in die Karte hätte ich auf Kichererbsen- oder Sojamehl getippt, tatsächlich waren die Fladen aus Reismehl und u. a. mit Kartoffeln gefüllt. Die Konsistenz-Kombination aus recht dicken, elastischen Reispfannkuchen, weich gekochter Gemüsefüllung und sehr flüssiger Sauce fand ich sehr spannend. Nicht-süß-gefüllte Pfannkuchen/Palatschinken/Fladen habe ich bis jetzt echt unterschätzt.

Meine übliche Restaurantbegleitung entschied sich für ein Gericht mit sehr vielen verschiedenen Geschmäckern: veganes Saadam, also fünf verschiedene Curries mit Reis. Dazu gab es das knusprigfrittierte Papadam-„Brot“, das mich geschmacklich und von der Konsistenz an Pombären erinnert, obwohl die aus Kartoffel- und nicht Linsenmehl gemacht sind. Das zusätzlich bestellte Parota ist ein gerolltes in der Pfanne gebackenes Fladenbrot, das offenbar die srilankische Variante von marokkanischem Msimn, das zu Rfissa gereicht wird.

Pizza-/Cocktail-Take-Away-Spaziergang

Beste Margherita der Nachbarschaft von der Pizzeria Luna Rossa

Letzten Freitag war ich dann das erste Mal seit Wochen wieder (halbwegs) aus. Also eigentlich nur für einen langen Spaziergang, aber dank guter Planung und Handdesinfektionsmittel mit Pizza und Cocktails.

Von der Pizzeria Luna Rossa an der Währingerstraße (beste der ganzen Gegend, wirklich!) gabs ofenfrische Margherita to go. Als die aufgegessen war (irgendwo beim Übergang vom 9. in den 8. Bezirk) fing ich an, durch das Take-Away-Menü der Matikibar zu scrollen und entschied mich schließlich für eine Bride from Ipanema, meine Begleitung wollte einen Wabelabedabdab haben.

zwei cocktails im schraubglas
Bride from Ipanema und Wabelabedabdab an der Fensterdurchreiche der Matikibar

Nur ein paar Minuten später waren wir in der Gardegasse angekommen und unsere bestellten Drinks wurden frisch zusammengeschüttelt und im Schraubglas durch das Fenster ausgegeben. Mein blassrosa Bride from Ipanema-Cocktail bestand aus Chachaca, Maraschino, Limette, Cranberry, Kokos und Orangenbitters und erinnerte mich insgesamt ein bisschen an ein nicht zu süßes Sahnebonbon. Der Drink war mit einem schönen Cranberry-Spießchen dekoriert und damit eins nicht vom Schraubverschluss weg trinken muss, gabs einen Papierstrohalm dazu. Die mag ich leider überhaupt nicht, da sie superschnell aufweichen und dem Getränk ein komisches Mundgefühl und einen komischen Geschmack verleihen…

Der Wabelabedabdab, etwas dunkler im Rotton und mit gecrushtem Eis, Thymian und einem Maraschino-Kirschen-Spießchen im Glas, bestand laut Karte aus Gin, Strega, Chambord, Zitrone, Amarenakirschsirup, simple Sirup und Pfirsichbitters. Beeindruckt hat er mich vor allem deshalb, weil er mit Strega einen ziemlich intensiven Kräuterlikör enthält, der durch die Fruchtaromen des Beerenlikörs und Sirups aber gut aufgefangen wurden. Zum gemütlichen Trinken fanden wir schließlich eine Parkbank unter einem Baum ein paar Straßenzüge von der Bar entfernt. Auf dem Weg sahen wir noch einige Paare (as in 2 Leute, nicht offensichtlich Liebesbeziehungen) , die es sich auf Eingangstreppchen, Picknickbänken, aufgelassenen Restauranttischen mit Getränken und Snacks bequem gemacht haben – ein wenig Hoffnung für gemütliche Sommerabende gibt es also noch…

Wir kamen auch beim Moby Dick, der Nachfolgebar meines allerliebsten Botanical Garden, vorbei und holten uns dort noch eine To-Go-Tüte mit meiner allerliebsten Espresso-Martini-Variation, Opium Espresso (der jetzt endlich auch auf der Moby Dick-Karte steht!). Diese Bar verfolgt ein etwas anderes Konzept, statt einzelner bereits dekorierter Drinks gibt es „Kits“ mit jeweils zwei Portionen. In unserem Fall ein kleines Fläschchen mit Opium Espresso (Wodka, Espresso, Schokoladenlikör, Mohnsirup), Deko-Mohn-Chips, Snackerdnüssen, Nachschub-Eiswürfel im Plastiksackerl und einer Zusammenbau-Anleitung. Die ignorierte ich aber geflissentlich und trank meine Hälfte des Cocktails mit meinem mitgebrachten Metallstrohhalm (Planung ist alles!) schon auf dem Heimweg. Doch auch hier musste ich feststellen: Aus der dünnwandigen Coupette, schön schaumig aufgeschüttelt, schmeckt Opium Espresso sehr viel besser, da der starke Kaffee so nicht alle anderen Aromen ausstechen kann…

Ansonsten habe ich auch noch an vielen gleichzeitigen Deadlines (Planung wäre alles gewesen) gearbeitet, sodass ich eine Radiosendung zum Thema Konserven (noch bis Freitag auf Ö1 nachzuhören), ein Videoreferat über Risikokommunikation und zwei kleine Essays für die Uni abgeben konnte. Und ich habe die Schütte-Lihotzky-Biografie fertiggelesen, die ich Anfang April bei einer Uni-Wien-Alumni-Verlosung gewonnen habe, dazu hoffentlich bald ein Buchpost. In der Zwischenzeit: Meine liebsten Links der letzten Tage.

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Jahresrückblick 2019

Ich lese sehr gerne die Jahresrückblicke anderer Leute (z.B. Soul Zeppelin, Heibie, Anke Gröner, Trois Etoiles), und deshalb will ich jetz auch noch *schnell* einen schreiben. Denn wofür habe ich sonst das ganze Jahr über eine digitale Strichliste geführt?

Im Blog landeten 31 Rezeptposts (Lieblinge: Buttermilcheis mit Obstbrand, Olivenöl-Brownies und Schoko-Bananen-Muffins)und 34 Zuckersüß-Linksammlungen (nicht unbedingt ein wöchentlicher Rhythmus…), außerdem noch 17 andere, denn insgesamt habe ich dieses Jahr 82 Posts veröffentlicht. Neu sind die Kategorien Cocktails, Bücher und Lokale, die letzten beiden ein Versuch, alles etwas übersichtlicher zu machen. Hat nicht so gut geklappt, denn am liebsten schreibe ich halt Rezept- und Zuckersüß-Posts, der Rest geht irgendwie unter.

Ich habe elfeinhalb Paar Socken gestrickt, das zwölfte ist sich gerade vor Jahreswechsel nicht mehr ausgegangen. Aber ein paar Fingerlinge habe ich auch noch zusammengebracht!

Ich habe 22 Bücher fertiggelesen: Versteckte Jahre von Anna Goldenberg, Alle, außer mir von Francesca Melandri, Super, und dir? von Kathrin Weßling, Frauen & Macht von Mary Beard, Das Millenial Manifest von Bianca Jankovska, Instagram Signature Style von Sylvia Fritzsch, Hunger von Roxane Gay, Helle Materie von Sina Kamala Kaufmann, Desintegriert euch von Max Czollek, Erinnerungen eines Europäers von Stefan Zweig, Wunderbare Jahre von Sybille Berg, Garten der verlorenen Seelen von Nadifa Mohammed, Middlesex von Jeffrey Eugenides, Makarionissi von Vea Kaiser, Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche von Reni Eddo-Lodge, Die neue ArbeiterInnenklasse von Veronika Bohrn-Mena, Aspekte des neuen Rechtsradikalismus von Adorno, Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells, Die Hauptstadt von Robert Menasse, Half of a Yellow Sun von Chimamanda Ngozi Adichie, Eure Heimat ist unser Albtraum von Hengameh Yagoobifarah, und Herkunft von Sasa Stanisic.

Außer Wunderbare Jahre, Garten der verlorenen Seelen und Vom Ende der Einsamkeit würde ich davon alle weiterempfehlen. Angefangen und aufgegeben (weil zu uninteressant oder langwierig) habe ich Nullnummer von Umberto Eco, Bullshit Jobs von David Graeber, Stamped from the Beginning von Ibram X. Kendi und Profit over People von Noam Chomsky.

Ich war in neun Museen bzw. Ausstellungen: Im Weltmuseum Wien, bei Napoli Sotteranea und dem MANN Napoli, in der Kokoschka-Ausstellung im Leopold Museum, im Palazzo Massimo in Rom, im Computerspielemuseum in Berlin, im CO Berlin, im Haus der Geschichte Österreichs und in der Uncanny Values-Ausstellung im MAK.

Im Kino war ich dagegen nur fünfmal, und außer „Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein“ über das Leben von André Heller halte ich keinen Film für erwähnenswert.

Ich war in einigen tollen Restaurants, besonders in Erinnerung geblieben sind mir das Coda in Berlin (das erste Michelin-besternte Lokal, in dem ich gegessen habe! und dann habe ich nichtmal einen Post dazu geschrieben…) und La grotta da concetta in Campobasso. Mein allerliebstes Restaurant in Wien ist das Bruder, doch auch das Mochi und das marokkanische L’Orient fand ich sehr gut.

Ich habe versucht, mich ein bisschen durch die Wiener Barszene zu trinken, bin aber allzu oft wieder im allerliebsten Botanical Garden gelandet. Dort war ich kurz vor Weihnachten zum letzten Mal, denn leider hat die Bar zum Jahresende zugesperrt. Der Opium Espresso wird mir fehlen! Ich war auch im „Nachfolgelokal“ Moby Dick, dort war ich besonders beeindruckt vom Pairing Menu zu den Cocktails. Den besten Drink des Jahres hatte ich allerdings im Bruder: eine Boulevadier-Abwandlung mit Sauerkirschferment und rauchigem Speck.

Meine kulinarischen Entdeckungen des Jahres: Aubergine im Dessert im Coda, italienisches Grünzeug (Barba di Frate, Puntarelle, Cicoria tagliata), Guanciale, Spargel-Rhabarber-Salat und (selber-)fermentierte Getränke (Kombucha/Jun/Ginger Beer).

Ich war viel unterwegs: in Italien (Campobasso, Napoli, Rom, Bologna, Lecce, Brindisi, Alberobello, Putignano, Gioia del Colle, Matera), Ljubiljana, Berlin, Salzburg, auf der Alm (drei Mal, einmal sogar mit Schneeschuhen – Premiere!) und in Budapest.

Dann habe ich mich außerdem noch teilzeitselbstständig gemacht (engagiert mich für Sketchnotes von euren Events!), einen Bachelor in Sprachwissenschaft abgeschlossen, sieben Podcastfolgen veröffentlicht und 19 Beiträge/Sendungen für Ö1 gestaltet. Ach ja, und dann ist dieses Blog hier auch noch 10 (!??!?!) Jahre alt geworden!

Zuckersüß 351

Drei Wochen ohne sonntägliches Zuckersüß! In dieser Zeit kommt viel Gebäck zusammen: Ein zweiter Versuch meiner Schoko-Cookiedough-Cupcakes (leider immer noch nicht gut genug fürs Blog), Snickerdoodles (auch als Mash-Up mit Hirschknöpf und Spitzbuben), Schoko-Cashewcookies mit Banane, Glühwein-Käsekuchen (den ich 2011 zuletzt gemacht und nie hier gepostet habe – bald aber!) und dann noch ein ganzes Plätzerlsortiment für die Vorweihnachtszeit – Hirschknöpf, Zitronenheidesand, Kastanien-Biscotti und Gewürztrüffel (aka Heiße Schokolade am Stiel).

Cocktails im Moby Dick

Ich war im Moby Dick Cocktails trinken und habe endlich was vom Pairing Menu probiert: Zum Crispy Caesar – drei Salatherzen-Hälften mit gerösteten Semmelbröseln, Parmesan und Senf(?)-Dressing – gabs den Holy Stoly (laut Menü: Koriander infused Wodka, Weißer Port, Verjus und Holunderblüte). Der Cocktail war auf eine spannende Art prickelnd (vielleicht wegen des sauren Verjus?) und dennoch in sich rund, sehr gut! Sehr viel überraschender war der nächste Gang, Fried Green Tomatoes (unter die sich jedoch ein paar rote geschmuggelt haben) mit sehr salziger Remoulade (dank Kapern und Sardellen, wenn ich mich recht erinnere) und einem Drink mit Rum, Banane(!), Limette, Ginger Beer und Kardamom: Banana Joe. Ich hätte niemals geglaubt, dass Banane-Tomate eine angenehme Kombination sein könnte, doch sogar die kleine Deko-Casali-Banane (für alle nicht-Österreicher_innen: Wikipedia) passte gut dazu.

Danach probierten ich und meine Begleitung noch den Hattori Hanzo und den Donau Mitzi. Ersterer besteht aus Wodka, Birne, Limette, Kren, Peychaud’s Bitters, Salz und Dill, weshalb ich ihn mir auf mehreren Ebenen scharf vorgestellt habe. Allerdings schmeckte er überaus rund und erinnerte mich ein kleines bisschen an Salat (liegt bestimmt am Dill). Donau Mitzi, laut Karte ein Cocktail aus Marillenbrand, Kakao infused Wodka, Espresso, Amarenakirsche und Verjus dagegen hatte ich mir süß und sanft ausgemalt, aber im direkten Vergleich zum anderen Cocktail war er geradezu agressiv. Vor allem der Kirschgeschmack (der mich stark an die Lutscher, die man nach dem Kinderarztbesuch bekommt, erinnerte) war sehr im Vordergrund und etwas warm geworden schmeckte das Ganze wie ein pappsüßer geschmolzener Eisbecher aus der Vergangenheit. Zum Schluss bekamen wir noch zwei Ananas Gin Tonics aufs Haus. Gedörrte Ananasscheiben sind wirklich cool zum draufrumknabbern, das hausgemachte Tonic war weniger sprudelig als manch gekauftes, was ich sehr gut fand.

Filme

Im Top Kino habe ich spontan L’ora legale gesehen. Die italienische Komödie handelt von einem kleinen sizilianischen Ort, der während der Sommerzeit durch einen „korrekten“ Bürgermeister völlig umgekrempelt wird, doch irgendwann wünschen sich alle die Korruption zurück. Ich fand den Film außerordentlich seicht, zum italienisch-Üben war er aber ganz gut.

Zum This Human World Festival habe ich es leider nicht geschafft, obwohl ich gerne Another Life und Overseas gesehen hätte. Immerhin habe ich einen Love Actually Filmabend veranstaltet, bei dem zwei Drittel der Anwesenden den Film schon fast auswendig kannten und wir einfach alle live kommentierten. Super Vorweihnachtsidee!

Radio & Podcast

Am 26. November (schon zu spät zum Nachhören, leider) lief meine Sendung zum Thema „Wenn Paare zusammenziehen“ auf Ö1. Für das Dienstags-Moment-Format hatte ich vorher noch nicht gearbeitet, erstmals war die ganze Geschichte „nur“ ein Porträt. Und dann gab es auch noch die Möglichkeit, live im Studio anzurufen!

In meinem Podcast ist Folge 16 mit Johanna Steiner online gegangen, sie hat mir im Setagayapark in Döbling vom Radiomachen für Ö1, dem Brotbacken und „Fischeschauen“ erzählt. Außerdem habe ich eine neue Folge aufgezeichnet – LP019 mit Hannah Poppenwimmer vom Social Attitude Magazine wird aber erst im Januar erscheinen.

Hier folgen nun meine liebsten Links der letzten Wochen:

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Zuckersüß 346

In dieser Woche habe ich ein zweites Mal Schoko-Bananen-Muffins mit Kakaonibs und Weißer Schokolade gebacken, außerdem Germknödel und zwei Pies gemacht: Einen mit Walnüssen und Ahornsirup (bald im Blog) und einen mit Äpfeln, Walnüssen und Cranberries – irgendwie wie die Apfeltarte mit Rosinen und Walnüssen und Gewürz-Eis, aber halt irgendwie auch nicht.

Cocktails

Außerdem habe ich Cocktails für Gäst_innen gemixt: Gin Basil Smash mit sehr fotogenen Blüten meines sterbenden Basilikum-Strauchs (ohne Foto), Aperol Sour mit Mandarinensaft (der Winter naht!), Dark&Stormy mit WG-eigenem Ginger Beer und Bramble, den ich so gut fand, dass ich ihm bald einen eigenen Blogpost in meiner Zuckeräckerei-Cocktail-Kategorie widmen sollte.

Uni

Die Uni hat in dieser Woche so richtig angefangen und es scheint ein interessantes Semester zu werden. Ich belege u.a. die Digitale Transformationen-Ringvorlesung, die scheinbar unendliches Funding zur Verfügung hat (Einführungsvideos für jede Einheit?! Drei Tutor_innen?!) und Studis aller Fächer „digital souverän“ (was das heißen soll, wird sich noch zeigen) machen soll. Auch spannend, aber mit Montags um 8 Uhr morgens nicht unbedingt zu meiner liebsten Uhrzeit: Ein Seminar zu Femonationalismus, also der Vereinnahmung ursprünglich feministischer Positionen für aggressiven Nationalismus (und/oder Rassismus). Aus Nostalgie habe ich beschlossen, auch noch der Vorlesung zur Geschichte der Sprachwissenschaft im 20. Jahrhundert zu folgen, obwohl ich meinen Linguistik-BA abgeschlossen habe und nicht plane, den Master im Fach zu absolvieren. Wenn ich sehr viel Sonntagsmotivation habe, schreibe ich wie während meines Erasmus-Semesters auch in Zukunft ein bisschen über die Lehrveranstaltungen – als Schreibübung, Lernreflexion und weil ich „Tagebuchblogs“ so gern lese (s. meine Zuckersüß-Motivation von Anfang 2018 und eine Liste meiner liebsten Tagebuchblogs)

Aufmacher-Medienrunde

Ansonsten war ich auch noch bei der Aufmacher-Medienrunde, diesmal mit Anja Conzett, genaueres habe ich hier aufgeschrieben.

Sketchnote zur Aufmacher-Medienrunde mit Anja Conzett von republik.ch

Hier folgen meine liebsten Links der Woche:

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Zuckersüß 311

Nachdem ich am Dienstag direkt aus dem Nachtzug in den Hörsaal  aus meinem verlängerten Wochenende zurückgekommen war, ging es zügig weiter mit mehr Uni-Zeug. Meine BA-Arbeit hat nach einem Referat ein kleines bisschen mehr Form bekommen und dank eines weiteren Referats sind  Links zu Gesichtserkennung in diesem Post gelandet.

Ansonsten habe ich einiges in Büchern gelesen, oder zumindest darin geblättert. Darunter Katrin Rönickes 100 Seiten über Emanzipation und  Noah Sows deutschland schwarz weiss, die ich aber noch genauer lesen muss, um etwas darüber zu schreiben. Wer meine Instagram-Story gesehen hat, sollte auch mitbekommen haben, dass ich Fermentation recht spannend finde. Deshalb war es ein schöner Zufall, dass ein Bekannter den neuen Noma Guide to Fermentation in meine WG mitbrachte. Anders als Sandor Katz Art of Fermentation (s. Zuckersüß 271) setzt der Guide auf exakt und technisch kontrollierte Umgebung zu Fermentation und lässt auch (alkoholische) Getränke komplett außen vor. Aber die Bilder darin scheinen sehr hilfreich (und manchmal etwas eklig: *guter* Schimmel überall) und das Design ist, wie es das skandinavische Spitzenrestaurant erwarten lässt, sehr schön anzuschauen. Bei der Gelegenheit googelte ich auch nach dem Noma und fand heraus, dass es dort sogar ein vergünstigtes Studi-Paket gibt, das mit 1000 dk (134 Euro) überraschend günstig ist. Ein Besuch dort wird sich für mich wohl zwischenzeitlich trotzdem nicht ausgehen…

Und wie das Titelbild vermuten lässt, mixte ich wieder Cocktails, allesamt aus dem Cocktailian, oder zumindest daran angelehnt. Von links nach rechts waren das eine Bramble-Variation (Gin/Zitrone/beeriger Likör), ein Aperol Sour, ein Income Tax (Gin/Wermut/Orange/Angostura), und zwei Fizzes (Wodka/Rosmarin/Zitrone und Wodka/Vanille/Mandarine).

Meine liebsten Links der Woche gibts auch noch:

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