Schlagwort-Archive: ausnahmsweise nicht süß

Harcha und ein marokkanisches Abendessen mit Freund_innen

Ich habe schon viel zu lange nicht mehr marokkanisch gegessen. Deshalb habe ich kürzlich ein paar Freund_innen eingeladen, darunter eine Marokkanerin, um das zu ändern.

Harira und Speckia

Es gab Harira, eine Suppe mit Linsen und Kichererbsen, mit Speckia, meinem frittierten Lieblingsgebäck. Leider kann ich euch dazu keine Rezepte präsentieren, denn die Suppe kochte meine marokkanische Freundin ohne dass ich genau mitgeschrieben hätte. Speckia hatte weder sie noch ich jemals selbst gemacht, deshalb hielt ich mich an ein Rezept aus dem Internet, mit dem ich allerdings nicht zufrieden bin. Eigentlich sollte das Gebäck in einer ganz bestimmten Form frittiert werden, doch mein Teig hielt so schlecht zusammen, dass es nur Rechtecke wurden. In Sirup getränkt und mit Sesam bestreut haben sie aber immerhin nicht schlecht geschmeckt.

Taktouka und Zaalouk

Zum Dippen gab es Taktouka und Zaalouk, die aus Tomaten und gerösteten Paprika bzw. Auberginen gemacht sind. Für ersteres und auch das Harcha habe ich mich an ein Rezept von My Moroccan Food gehalten. Mit dem Begriff Harcha könnt ihr jetzt wahrscheinlich nicht so viel anfangen… Es sind die kleinen Grieß-Fladenbrote auf dem Titelbild, die entweder pur oder mit Frischkäse, Honig, Marmelade, Dips, etc gegessen werden.

Harcha und ein marokkanisches Abendessen mit Freund_innen weiterlesen

Ein Abendessen mit Freundinnen

In der vergangenen Woche habe ich ein paar Freundinnen zum Abendessen eingeladen. Ein ganzes Menü war mir zu aufwendig und zu schwierig zu kalkulieren, deshalb habe ich viele verschiedene kleine Gerichte zubereitet. Die ausnahmsweise mal nicht süßen Rezepte habe ich in Teilen schonmal hier gebloggt, auf die anderen verlinke ich oder beschreibe kurz die Zutaten, damit ich mich später wieder daran erinnern kann 😉

Ein Abendessen mit Freundinnen weiterlesen

Geburtstagsbuffet

Jetzt sind schon wieder fast zwei Wochen seit meiner Geburtstagsparty vergangen und bevor ich noch die Details vergesse, verlinke ich hier einmal die Rezepte zum wunderbaren Buffet. Einen Großteil davon habe ich meinen beiden Tanten Jeannie und Julia, meiner Schwester Ella und außerdem noch Mama, Felix und Kathi zu verdanken. Ihr seid wirklich super!

partybuffet02

Links mit Flamingos ein angeschnittener Mornetkuchen, gebacken von meiner Mama. Dahinter außen unscheinbare, innen knallbunte Cakepops von meiner Schwester und Kathi.

partybuffet03

An der süßen Front gab es noch Krapfen, gebacken und verziert von meiner Schwester und Felix. Der kümmerte sich übrigens um die zuckersüße Verzierung der Torte (zu sehen auf dem Titelbild) aus der Bäckerei Siebenhandl. Auf der Etagère im Hintergrund zweierlei Süßigkeiten meinerseits, nämlich Windbeutel mit Sahnefüllung und Vanillemarshmallows.

partybuffet04

Am Abend kam noch eine kleine Himbeertarte als Geschenk dazu und Matcha-Cupcakes von mir. Das Rezept dazu folgt in Kürze!

partybuffet05

Damit meinen Gästen nicht der Magen zusammenpappt, gab es auch Nicht-Süßes. Hier verausgabte sich meine Tante Julia mit gefüllten Eiern, kleinen Pumpernickelhäppchen mit Shrimps und „Marienkäfern“ und kleinen Blätterteigteilchen.

partybuffet06

Meine Tante Jeannie machte sagenhaftes Roastbeef, einen superleckeren Zucchini-Salat mit Ziegenkäse und Feigen und noch dazu Zucchini-Käse-Spieße, die es leider auf kein Foto geschafft haben.

Ich hoffe der kleine Einblick in meiner Geburtstagsparty zum Nicht-mehr-Teenblogger-Jahr hat euch gefallen, allerliebste Grüße!05

Bastilla

Lange schon hat es kein marokkanisches Rezept mehr hier gegeben, geschweige denn einen „Neues aus Marokko“-Post. Doch mein Freiwilligendienst in Rabat geht in rasanten Schritten auf sein Ende zu und mir geht langsam die Zeit aus, noch dieses oder jenes irgendwann anzuschauen/auszuprobieren/etc.

Dem Angebot eines Freundes aus Casablanca, einen Foodblogging-Nachmittag inklusive Schritt-für-Schritt-Bastilla-Zubereitung zu veranstalten, kam ich deshalb nach gut einem halben Jahr endlich nach. Neben Couscous und Tajine gehört Bastilla in ihren verschiedenen Variationen eindeutig zu den Nationalgerichten Marokkos. Traditionellerweise wird sie zu großen Festen wie Hochzeiten serviert, kleine 1-Portionen-Bastillas kann man aber auch in fast jeder Konditorei erstehen. Es gibt sie gefüllt mit Taubenfleisch (seeeehr teuer), Meeresfrüchten und, wie diese hier, mit Hühnchen, Honig, Mandeln und Zimt. Gesüßtes Fleisch klingt erstmal sehr seltsam, schmeckt aber doch ziemlich lecker. So lecker, das diese Art der Bastilla zu meinen liebsten landestypischen Spezialitäten zählt.

Ich konnte die Zubereitung aus Zeitmangel leider nicht von ganz vorne verfolgen, habe mir das Ganze aber trotzdem erklären lassen. Eine Geling-Garantie kann ich nicht geben, aber dieses Blog ist auch zu großen Teilen Gedächtnisstütze für mich selbst und in ein paar Monaten bin ich bestimmt froh, das alles soweit festgehalten zu haben. Also, auf geht’s, yalla, ntaibou bastilla!

bastillapost_5

Ein ganzes Hühnchen und ein Kilo Zwiebeln wird mit reichlich Petersilie und zwei Knoblauchzehen im Schnellkochtopf gegart. Gewürzt wird das Ganze mit 1 EL Ingwer, 1/2 TL Pfeffer, 1/2 TL Zimt, 1 EL Kurkuma, etwas Safran und Salz. Wenn das Hühnchen fertig ist, wird es herausgenommen und das Fleisch von den Knochen getrennt. Währenddessen wird die Soße im Schnellkochtopf reduziert. Später wird das Fleisch wieder dazugegeben. (Keine Schritt-für-Schritt-Fotos hierfür, da ich leider noch nicht dabei war).

bastillapost_6

Ein bisschen Puderzucker und Zimt kommt als Würze dazu.

bastillapost_2

Für die andere Hälfte der Füllung werden gut  500 g Mandeln gehäutet, getrocknet und goldig frittiert.

bastillapost_3

Dann kommt die Moulinette zum Einsatz: grobes Mandelpulver sollte reichen.

bastillapost_4

Das wiederum wird ebenfalls mit 1 EL Zimt und zwei EL Puderzucker vermischt.

bastillapost_7

Eine große Metallform wird gut gebuttert und überlappend mit fertig gekauften Bastilla-Blättern ausgelegt. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch mit Strudel- oder Filoteig klappt.

bastillapost_8

Nach weiterem Bestreichen mit Butter wird eine Handvoll Mandeln auf dem Teig verteilt. Gefolgt von der vorbereiteten Hühnchenfüllung, die gleichmäßig ausgebreitet wird.

bastillapost_9

Danach werden die Teigblätter vorsichtig über die Mitte zusammengefaltet. Dabei ist natürlich wieder reichlich Butter im Spiel. Bastilla ist wirklich kein kalorienarmes Gericht!

bastillapost_10

bastillapost_11

Ein letztes Bastillablatt wird daraufgelegt und die Ränder „unten“ versteckt. Bleiben noch Bastillablätter übrig, werden diese kleingeschnitten als Dekoration obenauf drapiert.

bastillapost_12

Nach 20-25 Minuten im mittelheißen Ofen ist die Bastilla (fast) fertig. Es folgen noch Honig, Mandeln und Zimt-Puderzucker als Garnitur, bis die Bastilla serviert werden kann. Lecker!

bastillapost_14

Falls ihr übrigens auf Instagram dieses Spiegelei gesehen habt – das war es vorher, im Hühnerstall auf dem Dach:

bastillapost_1

Ganz lieben Dank nochmals an Medy und seine Familie für diesen tollen Kochnachmittag/abend. Choukran bzaaaaaaf! 🙂

Salbei-Scones mit Walnüssen

Kürzlich habe ich im Souq Salbei entdeckt und mir gleich einen Bund gekauft. Nachdem ich zwei Tage lang Salbei mit brauner bzw. Nussbutter zu allem möglichem gegessen hatte, blieb immer noch etwas übrig. Nach kurzer Foodgawker-Recherche entschied ich mich, zur Abwechslung Scones (angelehnt an dieses Rezept) zu backen. So kam es, dass es nach dreimonatiger Pause (seit dem selbstgemachtem Salsa-Dip) einmal wieder ein nicht-süßes Rezept in der Zuckerbäckerei gibt!

salbei-scones mit walnüssen_2

Die Scones schmecken warm mit etwas zerlaufener Butter und ein bisschen Salz besonders lecker. Ich könnte mir aber auch gut irgendein Chutney dazu vorstellen, z. B. Griacherl-Ingwer oder Tomate.

Salbei-Scones mit Walnüssen weiterlesen

Selbstgemachter Salsa-Dip für Nachos

Vergangene Woche konnte ich endlich einmal wieder ein Freiluftkino in meinem Garten veranstalten. Ein Beamer, ein guter Film, alle Sitzgelegenheiten des Hauses auf einem Haufen und viele Freunde – der perfekte (Früh-)Sommerabend. Doch eins ist bei so einer Filmparty auch ganz wichtig: Die richtige Verpflegung. Es gab Erdbeer-Rhabarber-Sangria, zwei Freunde brachten Mojito-Zutaten mit und natürlich gab es auch klassisches Bier und Saft für alle Autofahrer.

salsa-dip_2

Was die Snacks angeht, standen wie immer Nachos hoch im Kurs. Deshalb habe ich mir gedacht – wieso nicht mal Dip selbermachen? Wenn man Ketchup selbstmachen kann, müsste auch das klappen. Und tatsächlich: meine spontane, rezeptlose Kreation wurde so lecker, dass ich nicht einmal mehr Popcorn zu machen brauchte!

salsa-dip_3

Im Kino gibts zwar immer Eis am Stil, doch um endlich mal meine Eismaschine mehr in Gebrauch zu nehmen, machte ich außerdem noch Zimteis für meine Gäste, das Rezept dazu zeige ich euch, meine liebsten Leser, in den nächsten Tagen.

Selbstgemachter Salsa-Dip für Nachos weiterlesen

Bagels

Das erste Rezept in der nagelneuen Zuckerbäckerei!

Schon seit Love & Olive Oils Kitchen Challenge habe ich vor Bagels zu machen. Vor kurzem bin ich dann in der Stadtbücherei auf ein neues Backbuch gestoßen, nämlich Noch ein Stück von Leila Lindholm. Mal abgesehen davon, dass unglaublich viele tolle Schokoladenrezepte darin sind – ich habe 5 eingemerkt – ist auch ein Rezept für Bagels darin. Das kam mir gar nicht so kompliziert vor und nachdem Samstagnachmittag war, beschloss ich endlich Bagels zu backen. Sie sind echt gut geworden – lieblingsverdächtig!

Bagels weiterlesen

Griacherl-Ingwer-Chutney

Immer noch auf der Suche nach Rezepten für meinen 10l-Eimer Griacherl, kam ich auf die Idee, ein Chutney zu machen. Ein passendes Rezept fand ich nicht, denn wenn ich die Griacherl, wie in den meisten Chutneys auch noch in Essig kochen würde, wäre es wirklich viel zu sauer. Mein selbsterfundenes „Rezept“ hat sich jedoch als Glücksfall erwiesen. Das Chutney schmeckt unglaublich lecker, vor allem zu gebratenem Geflügel.
Griacherl-Ingwer-Chutney weiterlesen

11: Kürbis-Quittenchutney von frauheuberg

Heute darf ich euch wieder einen Post einer befreundeten Bloggerin präsentieren. Ines alias frauheuberg habe ich bei Shoot the food in München kennengelernt und sie hat für meinen Adventskalender Kürbis-Quittenchutney gemacht. Danke dafür!

Hallo liebe Leser der Zuckerbäckerei! Wir freuen uns so sehr, dass wir mit euch und der wunderbaren Jana heute auch ein Türchen im Zuckerbäckerei – Adventskalender öffnen dürfen (vielen lieben Dank für die Einladung!!!). Wenn auch etwas pikanter unterwegs, aber nicht minder lecker, versprochen, präsentieren wir euch eine kleine, aber feine Adventsgenuss – Idee…auch schön als kleines Mitbringsle für liebe Freunde oder zum selber genießen… 


Für das weihnachtliche Kürbis-Quittenchutney braucht man:
2-3 große Quitten
1 kleiner Kürbis (gleiche Menge wie Quitten)
4 Knoblauchzehen
4 rote Zwiebeln
Peperoni, frisch 1 x
Rotweinessig
Rohrzucker
Ingwer gerieben
Currypaste scharf
Paprikapulver rosenscharf
Salz, Pfeffer
Öl

reicht für ca. 5 Gläser á 250 ml

Zunächst die Quitten und den Kürbis schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln und Knoblauch zerkleinern und andünsten. Die gehackten Quitten,- und Kürbisstücke hinzugeben, ein wenig kochen lassen. Den Rohrzucker und den Essig hinzufügen, die Hitze reduzieren und köcheln lassen, bis die Kürbis,- und Quittenwürfel zerfallen. Mit Currypaste, Paprikapulver, Ingwer und frischer Peperoni (Achtung von Augen fernhalten!!!) würzen. Dann mit Zucker und Essig abschmecken, so dass alles schön feucht bleibt. Wenn man möchte noch ein bisschen Zimt für den „Weihnachtszauber“ dazugeben und wenn nötig, dass Ganze noch mit Hilfe eines Handmixers leicht zerdrücken (bissfertig). 

Das Chutney schmeckt ganz wunderbar zu Ente und Wild, ist aber auch lecker als Brotaufstrich…mhhh…einmal probiert und für immer verführt…also schnell den Kochlöffel schwingen, dem winterlichen Adventszauber mit diesen kleinen Scharfmachern einheizen und ein Lächeln aufs Gesicht zaubern…gelingt bestimmt…alles Liebe und eine wunderbare  kuschelige Adventszeit…

Post aus meiner Küche #3 – Picknick!

Und wieder ist ein Päckchen, gefüllt mit selbstgemachten Leckereien, vor meiner Haustür gelandet! In der dritten Runde von Post aus meiner Küche habe ich mit Steph von Mini Matriachin getauscht. Danke dafür, Steph!

Sie hat mir eine ziemlich große Auswahl an Eingemachten und sogar eine Picknickdecke geschickt! Die Rezepte zu Aqua de Jamaica, einem mexikanischen Hibiskussirup, französischen Weißweinschalotten, Joghurtbällchen mit Schwarzkümmel und rosa Pfeffer und Straciatellakuchen im Glas hat sie hier auf ihrem Blog veröffentlicht.

 Von mir bekommt Steph Shutterbeans Rosmarin-Knäckebrot und Fudge Ripples Tomatenchutney.

Als Nachspeise beim Picknick gibts noch selbstgemachtes Granola mit Cranberries ohne bestimmtes Rezept, das am besten mit etwas Joghurt schmeckt.

Rosmarin-Knäckebrot nach einem Rezept von Shutterbean
Zutaten
260 g Mehl
1 EL gehackter Rosmarin
1 TL Backpulver
1 TL Salz
120 ml Wasser
70 ml Olivenöl
+ grobes Meersalz, Olivenöl und Rosmarinnadeln zum Bestreuen

Den Ofen auf 230° C vorheizen und ein Backblech in der Mitte des Ofens platzieren.

Alle Zutaten in einer Schüssel erst verrühren, dann zu einer Teigkugel verkneten.

Etwa golfballgroße Teigportionen auf einem Backpapier sehr dünn ausrollen und unmittelbar vor dem Backen mit Olivenöl bestreichen und mit Meersalz sowie Rosmarinnadeln bestreuen.

Das Backpapier auf das Blech im Ofen legen und das Knäckebrot 8-10 Minuten backen, bis es stellenweise bräunt.

Abkühlen lassen und luftdicht lagern.

Tomaten-Chutney nach einem Rezept von Fudge Ripple
Zutaten
450 g Kirschtomaten
3 Knoblauchzehen
1/2 TL zerdrückter Pfeffer
5 cm Ingwer
100 ml Apfelessig
200 g brauner Zucker
Salz

für 2 kleine Gläser Chutney

Die Tomaten waschen und halbieren. Den Knoblauch sowie den Ingwer fein hacken.
Alle Zutaten in einen großen Topf geben und 45 Minuten ziehen lassen.

Anschließend bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis sich die Masse dunkel färbt und eine marmeladenartige Konsistenz bekommt, was etwas länger als eine Stunde dauern sollte.

Das Chutney evtl. noch abschmecken und dann in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen. Kopfüber abkühlen lassen.

Granola
Zutaten
100 g Haferflocken
50 g gehobelte Mandeln
40 g Kokos
1 EL geschrotete Leinsamen
2 EL brauner Zucker
1 EL Honig
3 EL Öl
Salz
Zimt
+ getrocknete Cranberries

Den Ofen auf 135° C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Haferflocken, Mandeln, Kokos, Leinsamen und Zucker vermischen.

In einer zweiten Schüssel Honig, Öl, Salz und Zimt verrühren.

Die Haferflockenmischung mit der Ölmischung verrühren und gleichmäßig auf dem Backblech verteilen.

Für eine Stunde lang backen, dabei alle 15 Minuten umrühren.

Abkühlen lassen und mit getrockneten Cranberries und Joghurt genießen.