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Eine fast vegane Dinnerparty

Ich lade für mein Leben gerne Freund_innen zum Essen ein. Und damit meine ich nicht nur spontane Spaghetti-mit-Tomatensauce-Abende oder Mittagessen zwischen zwei Vorlesungen, sondern auch wochenlang herbeigefieberte Dinnerpartys mit allem Drum und Dran.

Zu einer solchen Dinnerparty habe ich letzte Woche geladen. Sechs Gänge für zehn Gäst_innen, davon einige (ich!) vegetarisch, einer vegan. Challenge accepted.

Das Menü und die improvisierte Tischdeko

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Abiparty-Buffet

Zum Abitur meiner Schwester sollte es, genau wie für meines, eine Gartenparty geben. Weil der ganze Vormittag und Nachmittag vor dem geplanten Fest für die offiziellen Zeugnis-Überreichungs-Feierlichkeiten an der Schule vorgesehen waren, musste ich das Buffet schon am Vortag vorbereiten.

Es folgt eine „Rezept“-Sammlung, damit ich mich für die nächste, ähnliche Gelegenheit wieder erinnern kann:

Abiparty-Buffet
Filoteigröllchen und Quiche Lorraine im Vordergrund, Radieschenschnee, Feigenaufstrich und Lachscreme im Hintergrund

Für die Filoteigröllchen klebte ich zwei Teigplatten mit etwas Butter zusammen, schnitt sie in kleine Rechtecke und füllte diese mit einer Mischung aus geraspelten Zucchini, Feta, Oregano, Salz und Pfeffer. Außen bestrich ich sie ebenfalls mit Butter und streute Kräuter darüber. Frisch aus dem Ofen waren sie weitaus besser als am Folgetag, wo sämtliche Knusprigkeit geschwunden war.

Die Quiche Lorraine bereitete ich nach diesem Rezept zu, nur dass ich für den Boden auf das allerbeste Pie-Rezept von Stella Parks zurückgriff.

Der Radieschenschnee war schon immer einer der „Pflicht-„Aufstriche bei Buffets, zu denen meine Mama beitrug. Er besteht aus körnigem Frischkäse, Radieschen, Salz und Pfeffer, die einfach in einer Küchenmaschine kleingehäkselt/vermischt werden.

Den Feigenaufstrich lernte ich letztes Jahr kennen. Er besteht nur aus kleingehackten Frühlingszwiebeln und getrockneten Feigen, die mit Frischkäse und etwas Salz verrührt werden. Klingt unspektakulär, schmeckt aber völlig überraschend und lecker.

Abiparty-Buffet
Nochmal Filoteigrollen, Blätterteigschnecken und ein Aufstrich, an den ich mich schon nicht mehr erinnere.

Zumindest eine vegane Option sollte es geben, weshalb ich Blätterteig mit Tomatensauce (Zwiebel, Knoblauch, Zucchini, Pilze, Tomaten sehr stark eingekocht) füllte und zu Schnecken backte.

Abiparty-Buffet
Broccoli Slaw und Orzo-Salat

Das Broccoli Slaw von Smitten Kitchen ist endlich mal ein „sattmachender“ Salat ohne Zutaten, gegen die ich allergisch bin. Fein gehobelter Brokkoli wird mit gerösteten Mandeln, Zwiebeln und Cranberries vermischt und mit einem super Dressing aus Buttermilch und viel Mayo vermengt. Im Originalrezept scheint mir dieses aber viel zu wenig, ich kippte letztlich die doppelte Menge Dressing über das Gemüse.

Den Orzo-Salat halte ich für den besten Nudelsalat der Welt. Das Rezept, handgeschrieben auf einer Karteikarte, stammt von einer Verwandten aus den USA und ist eigentlich supereinfach. Orzo-Nudeln kochen, abkühlen lassen und mit Olivenöl vermischen. Rote Paprika, Pecans (oder Walnüsse), Korinthen, ein paar Knoblauchzehen und viel frische Petersilie hacken und mit Salz und Pfeffer drunterrühren. Ziehen lassen, fertig.

An den Desserts der Party war ich ausnahmsweise mal kaum beteiligt. Es gab eine Käsesahnetorte aus der Bäckerei Siebenhandl, eine Windbeutel-Torte und Schokomuffins von meiner Tante und Lavendel-Eis.

Lavendel-Eis

Harcha und ein marokkanisches Abendessen mit Freund_innen

Ich habe schon viel zu lange nicht mehr marokkanisch gegessen. Deshalb habe ich kürzlich ein paar Freund_innen eingeladen, darunter eine Marokkanerin, um das zu ändern.

Harira und Speckia

Es gab Harira, eine Suppe mit Linsen und Kichererbsen, mit Speckia, meinem frittierten Lieblingsgebäck. Leider kann ich euch dazu keine Rezepte präsentieren, denn die Suppe kochte meine marokkanische Freundin ohne dass ich genau mitgeschrieben hätte. Speckia hatte weder sie noch ich jemals selbst gemacht, deshalb hielt ich mich an ein Rezept aus dem Internet, mit dem ich allerdings nicht zufrieden bin. Eigentlich sollte das Gebäck in einer ganz bestimmten Form frittiert werden, doch mein Teig hielt so schlecht zusammen, dass es nur Rechtecke wurden. In Sirup getränkt und mit Sesam bestreut haben sie aber immerhin nicht schlecht geschmeckt.

Taktouka und Zaalouk

Zum Dippen gab es Taktouka und Zaalouk, die aus Tomaten und gerösteten Paprika bzw. Auberginen gemacht sind. Für ersteres und auch das Harcha habe ich mich an ein Rezept von My Moroccan Food gehalten. Mit dem Begriff Harcha könnt ihr jetzt wahrscheinlich nicht so viel anfangen… Es sind die kleinen Grieß-Fladenbrote auf dem Titelbild, die entweder pur oder mit Frischkäse, Honig, Marmelade, Dips, etc gegessen werden.

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Ein Abendessen mit Freundinnen

In der vergangenen Woche habe ich ein paar Freundinnen zum Abendessen eingeladen. Ein ganzes Menü war mir zu aufwendig und zu schwierig zu kalkulieren, deshalb habe ich viele verschiedene kleine Gerichte zubereitet. Die ausnahmsweise mal nicht süßen Rezepte habe ich in Teilen schonmal hier gebloggt, auf die anderen verlinke ich oder beschreibe kurz die Zutaten, damit ich mich später wieder daran erinnern kann 😉

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Geburtstagsbuffet

Jetzt sind schon wieder fast zwei Wochen seit meiner Geburtstagsparty vergangen und bevor ich noch die Details vergesse, verlinke ich hier einmal die Rezepte zum wunderbaren Buffet. Einen Großteil davon habe ich meinen beiden Tanten Jeannie und Julia, meiner Schwester Ella und außerdem noch Mama, Felix und Kathi zu verdanken. Ihr seid wirklich super!

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Links mit Flamingos ein angeschnittener Mornetkuchen, gebacken von meiner Mama. Dahinter außen unscheinbare, innen knallbunte Cakepops von meiner Schwester und Kathi.

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An der süßen Front gab es noch Krapfen, gebacken und verziert von meiner Schwester und Felix. Der kümmerte sich übrigens um die zuckersüße Verzierung der Torte (zu sehen auf dem Titelbild) aus der Bäckerei Siebenhandl. Auf der Etagère im Hintergrund zweierlei Süßigkeiten meinerseits, nämlich Windbeutel mit Sahnefüllung und Vanillemarshmallows.

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Am Abend kam noch eine kleine Himbeertarte als Geschenk dazu und Matcha-Cupcakes von mir. Das Rezept dazu folgt in Kürze!

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Damit meinen Gästen nicht der Magen zusammenpappt, gab es auch Nicht-Süßes. Hier verausgabte sich meine Tante Julia mit gefüllten Eiern, kleinen Pumpernickelhäppchen mit Shrimps und „Marienkäfern“ und kleinen Blätterteigteilchen.

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Meine Tante Jeannie machte sagenhaftes Roastbeef, einen superleckeren Zucchini-Salat mit Ziegenkäse und Feigen und noch dazu Zucchini-Käse-Spieße, die es leider auf kein Foto geschafft haben.

Ich hoffe der kleine Einblick in meiner Geburtstagsparty zum Nicht-mehr-Teenblogger-Jahr hat euch gefallen, allerliebste Grüße!05

Bastilla

Lange schon hat es kein marokkanisches Rezept mehr hier gegeben, geschweige denn einen „Neues aus Marokko“-Post. Doch mein Freiwilligendienst in Rabat geht in rasanten Schritten auf sein Ende zu und mir geht langsam die Zeit aus, noch dieses oder jenes irgendwann anzuschauen/auszuprobieren/etc.

Dem Angebot eines Freundes aus Casablanca, einen Foodblogging-Nachmittag inklusive Schritt-für-Schritt-Bastilla-Zubereitung zu veranstalten, kam ich deshalb nach gut einem halben Jahr endlich nach. Neben Couscous und Tajine gehört Bastilla in ihren verschiedenen Variationen eindeutig zu den Nationalgerichten Marokkos. Traditionellerweise wird sie zu großen Festen wie Hochzeiten serviert, kleine 1-Portionen-Bastillas kann man aber auch in fast jeder Konditorei erstehen. Es gibt sie gefüllt mit Taubenfleisch (seeeehr teuer), Meeresfrüchten und, wie diese hier, mit Hühnchen, Honig, Mandeln und Zimt. Gesüßtes Fleisch klingt erstmal sehr seltsam, schmeckt aber doch ziemlich lecker. So lecker, das diese Art der Bastilla zu meinen liebsten landestypischen Spezialitäten zählt.

Ich konnte die Zubereitung aus Zeitmangel leider nicht von ganz vorne verfolgen, habe mir das Ganze aber trotzdem erklären lassen. Eine Geling-Garantie kann ich nicht geben, aber dieses Blog ist auch zu großen Teilen Gedächtnisstütze für mich selbst und in ein paar Monaten bin ich bestimmt froh, das alles soweit festgehalten zu haben. Also, auf geht’s, yalla, ntaibou bastilla!

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Ein ganzes Hühnchen und ein Kilo Zwiebeln wird mit reichlich Petersilie und zwei Knoblauchzehen im Schnellkochtopf gegart. Gewürzt wird das Ganze mit 1 EL Ingwer, 1/2 TL Pfeffer, 1/2 TL Zimt, 1 EL Kurkuma, etwas Safran und Salz. Wenn das Hühnchen fertig ist, wird es herausgenommen und das Fleisch von den Knochen getrennt. Währenddessen wird die Soße im Schnellkochtopf reduziert. Später wird das Fleisch wieder dazugegeben. (Keine Schritt-für-Schritt-Fotos hierfür, da ich leider noch nicht dabei war).

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Ein bisschen Puderzucker und Zimt kommt als Würze dazu.

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Für die andere Hälfte der Füllung werden gut  500 g Mandeln gehäutet, getrocknet und goldig frittiert.

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Dann kommt die Moulinette zum Einsatz: grobes Mandelpulver sollte reichen.

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Das wiederum wird ebenfalls mit 1 EL Zimt und zwei EL Puderzucker vermischt.

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Eine große Metallform wird gut gebuttert und überlappend mit fertig gekauften Bastilla-Blättern ausgelegt. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch mit Strudel- oder Filoteig klappt.

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Nach weiterem Bestreichen mit Butter wird eine Handvoll Mandeln auf dem Teig verteilt. Gefolgt von der vorbereiteten Hühnchenfüllung, die gleichmäßig ausgebreitet wird.

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Danach werden die Teigblätter vorsichtig über die Mitte zusammengefaltet. Dabei ist natürlich wieder reichlich Butter im Spiel. Bastilla ist wirklich kein kalorienarmes Gericht!

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Ein letztes Bastillablatt wird daraufgelegt und die Ränder „unten“ versteckt. Bleiben noch Bastillablätter übrig, werden diese kleingeschnitten als Dekoration obenauf drapiert.

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Nach 20-25 Minuten im mittelheißen Ofen ist die Bastilla (fast) fertig. Es folgen noch Honig, Mandeln und Zimt-Puderzucker als Garnitur, bis die Bastilla serviert werden kann. Lecker!

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Falls ihr übrigens auf Instagram dieses Spiegelei gesehen habt – das war es vorher, im Hühnerstall auf dem Dach:

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Ganz lieben Dank nochmals an Medy und seine Familie für diesen tollen Kochnachmittag/abend. Choukran bzaaaaaaf! 🙂

Salbei-Scones mit Walnüssen

Kürzlich habe ich im Souq Salbei entdeckt und mir gleich einen Bund gekauft. Nachdem ich zwei Tage lang Salbei mit brauner bzw. Nussbutter zu allem möglichem gegessen hatte, blieb immer noch etwas übrig. Nach kurzer Foodgawker-Recherche entschied ich mich, zur Abwechslung Scones (angelehnt an dieses Rezept) zu backen. So kam es, dass es nach dreimonatiger Pause (seit dem selbstgemachtem Salsa-Dip) einmal wieder ein nicht-süßes Rezept in der Zuckerbäckerei gibt!

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Die Scones schmecken warm mit etwas zerlaufener Butter und ein bisschen Salz besonders lecker. Ich könnte mir aber auch gut irgendein Chutney dazu vorstellen, z. B. Griacherl-Ingwer oder Tomate.

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Selbstgemachter Salsa-Dip für Nachos

Vergangene Woche konnte ich endlich einmal wieder ein Freiluftkino in meinem Garten veranstalten. Ein Beamer, ein guter Film, alle Sitzgelegenheiten des Hauses auf einem Haufen und viele Freunde – der perfekte (Früh-)Sommerabend. Doch eins ist bei so einer Filmparty auch ganz wichtig: Die richtige Verpflegung. Es gab Erdbeer-Rhabarber-Sangria, zwei Freunde brachten Mojito-Zutaten mit und natürlich gab es auch klassisches Bier und Saft für alle Autofahrer.

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Was die Snacks angeht, standen wie immer Nachos hoch im Kurs. Deshalb habe ich mir gedacht – wieso nicht mal Dip selbermachen? Wenn man Ketchup selbstmachen kann, müsste auch das klappen. Und tatsächlich: meine spontane, rezeptlose Kreation wurde so lecker, dass ich nicht einmal mehr Popcorn zu machen brauchte!

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Im Kino gibts zwar immer Eis am Stil, doch um endlich mal meine Eismaschine mehr in Gebrauch zu nehmen, machte ich außerdem noch Zimteis für meine Gäste, das Rezept dazu zeige ich euch, meine liebsten Leser, in den nächsten Tagen.

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Bagels

Das erste Rezept in der nagelneuen Zuckerbäckerei!

Schon seit Love & Olive Oils Kitchen Challenge habe ich vor Bagels zu machen. Vor kurzem bin ich dann in der Stadtbücherei auf ein neues Backbuch gestoßen, nämlich Noch ein Stück von Leila Lindholm. Mal abgesehen davon, dass unglaublich viele tolle Schokoladenrezepte darin sind – ich habe 5 eingemerkt – ist auch ein Rezept für Bagels darin. Das kam mir gar nicht so kompliziert vor und nachdem Samstagnachmittag war, beschloss ich endlich Bagels zu backen. Sie sind echt gut geworden – lieblingsverdächtig!

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Griacherl-Ingwer-Chutney

Immer noch auf der Suche nach Rezepten für meinen 10l-Eimer Griacherl, kam ich auf die Idee, ein Chutney zu machen. Ein passendes Rezept fand ich nicht, denn wenn ich die Griacherl, wie in den meisten Chutneys auch noch in Essig kochen würde, wäre es wirklich viel zu sauer. Mein selbsterfundenes „Rezept“ hat sich jedoch als Glücksfall erwiesen. Das Chutney schmeckt unglaublich lecker, vor allem zu gebratenem Geflügel.
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