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Kokoswaffeln

Was mich zu diesen richtig leckeren Waffeln gebracht hat, waren die Kokosflocken oben auf. Solche habe ich jetzt nämlich monatelang auf anderen Blogs bewundert und nie irgendwo zu kaufen gesehen. In Wien war ich aber mehrmals in einem Supermarkt für ausländische Lebensmittel und habe außer Reis- und Hirsemehl auch eben besagte Kokosflocken erstanden. Falls ihr das selbe Problem habt und keine findet, macht die Waffeln trotzdem, sie sind so lecker, dass sie eindeutig zu meinen Frühstückslieblings-Favoriten gehören!
nach einem Rezept von Pastry Affair

Zutaten
175 g Vollkornmehl
80 g Mehl
2 TL Backpulver
Salz
2 EL Honig
1 Ei
220 g Kokosmilch
120 ml Milch
3 EL Öl
+ Kokosflocken fürs Topping

für 4 Waffeln

Das Waffeleisen vorheizen und einfetten.

Vollkornmehl, Mehl, Backpulver und Salz vermischen.

Honig, Eier, Kokosmilch, Milch und Öl in einer zweiten Schüssel verrühren. Die Mehlmischung unterrühren, gerade bis alles vermischt ist. Der Teig kann ruhig etwas klumpig sein.

Den Teig im Waffeleisen backen. Die Waffeln mit Kokosflocken bestreuen und noch warm servieren.

Rüblitarte

Wieso sind Karotten neben Ostereiern und Osterhasen, deren Zusammenhang ich schon kurios genug finde, eigentlich so typisch „Ostern“? Und wieso taucht alles „Rübli“-Gebäck nur zu dieser Jahreszeit auf? Bei diesem Kuchen ist es wirklich schade drum, genauso wie bei dessen Vorgängern aus den letzten beiden Jahren, nämlich Karottenkuchen und Carrot Cake Whoopie Pies. Nichtsdestotrotz kam ich auch dieses Jahr wieder saisonal passend auf die Idee, Karotten in etwas Süßem zu verarbeiten. Das Rezept stammt allerdings nicht aus einer aktuellen Zeitschrift oder gar einem Blogartikel, sondern aus einem klassischen, sich nicht der Jahreszeit anpassenden Backbuch: Anniks göttliche Kuchen. Und an göttlich kommt diese Tarte schon sehr nah dran!

nach einem Rezept aus Anniks göttliche Kuchen
Zutaten
Boden
100 g kalte Butter in Stückchen
80 g Puderzucker
Mark von 1/4 Vanilleschote
Salz
1 Ei
220 g Mehl
Füllung
80 g Mehl
1/2 TL Natron
Salz
1 TL Zimt
Muskat
Mark von 1/4 Vanilleschote
100 g Zucker
1 TL Honig
2 Eier
100 ml Öl
250 g Karotten
80 g Walnüsse
70 g Rosinen
Frosting
80 g weiche Butter
100 g Puderzucker
200 g Frischkäse
Mark von 1/2 Vanilleschote
Verzierung
130 g Marzipan
50 g Puderzucker
orange und grüne Lebensmittelfarbe
gehackte Walnüsse

für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Für den Boden alle Zutaten zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 20 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Natron, Salz, Zimt, Muskat und Vanillemark vermischen.
Die Karotten schlälen und fein raspeln. Die Walnüsse grob hacken.

Den Mürbteig ausrollen, die Form damit auskleiden und mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. 15 Minuten blindbacken (mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten beschweren, damit der Teig nicht aufgeht). Aus dem Ofen nehmen und auf 160° C Umluft zurückschalten.

Währenddessen Zucker, Honig, Eier und Öl verrühren. Die Mehlmischung einrühren und zuletzt die geraspelten Karotten, die gehackten Walnüsse und die Rosinen unterheben. Diese Masse auf dem Tarteboden verteilen und 25-30 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Für das Frosting Butter und Frischkäse verrühren, dann den Puderzucker und das Vanillemark einrühren. Kühlstellen.

Die Marzipanrohmasse mit dem Puderzucker verkneten, drei Viertel des Marzipans mit oranger Farbe, ein Viertel mit grüner Farbe einfärben. Das Marzipan zu kleinen Karotten formen.

Das Frosting auf der abgekühlten Tarte verteilen. Mit Marzipankarotten und gehackten Walnüssen verzieren.

Kühl aufbewahren.

Wagner-Omas Sandgebäck mit Kakaoglasur

Dass Rezepte zu Familienklassikern werden und von Generation zu Generation weitergegeben werden, passiert nicht so oft. Doch dass sowas dann auch noch unbemerkt von Foodbloggern der Familie passiert, hätte ich mir nicht gedacht. Dieses Rezept meiner Uroma hat meine Mama vor kurzem nachgebacken, weil sie die Plätzchen so gern mag. Ich hatte zwar davor noch nie von diesen „Erbstücken“ gehört, doch war ich sofort überzeugt. Und so landet jetzt Sandgebäck auf meinem Blog, das ich absolut nicht auf dem Schirm gehabt habe und noch dazu nicht von mir gebacken wurde. Ich habe immerhin dabei zugeschaut und Fotos geschossen (auf der Etagere meiner Oma)…

Zutaten
Teig
175 g Butter
85 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 EL Rum
250 g Mehl
1 TL Backpulver
Guss
200 g Puderzucker
30 g Kakao
3 EL Milch
25 g Butter

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Butter schaumig rühren, dann Zucker, Vanillezucker und Rum einrühren.
Die Hälfte des Mehls und das Backpulver unterrühren. Das restliche Mehl mit den Händen einarbeiten. So lange Kneten, bis der Teig ganz glatt ist.

Den Teig zu Rollen mit etwa 3 cm Durchmesser drehen und kaltstellen.
1 cm dicke Scheiben abschneiden und mit einer Gabel ein Muster hineindrücken und zu kleinen „Tatzen“ formen.

Auf dem Blech verteilen und 10-15 Minuten goldbraun backen. Danach abkühlen lassen.

Währenddessen den Guss herstellen. Alle Zutaten über einem Wasserbad erhitzen und zu einer homogenen Masse verrühren. Das Sandgebäck zur Hälfte in den Guss tauchen, etwas abtropfen lassen und auf einem Gitter oder mit Backpapier belegten Blech erstarren lassen.

Schokoladentortina

Sonntagabend, 19.45 Uhr: Ich will was Süßes! Und ganz oben auf meinem Backvorhaben-Stapel liegt eine Seite aus einem SZ-Magazin… Schokoladentortina hört sich wirklich vorzüglich an! Also schnell in den Vorrat geschaut – alles da – sind ja nur fünf verschiedene Zutaten. Und 25 Minuten später habe ich was Süßes. Made my day!

nach einem Rezept aus dem SZ-Magazin 2/2013

Zutaten
100 g dunkle Schokolade
100 g Butter
3 Eier
150 g Zucker
50 g Mehl

Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen und etwa 24 Minimuffinsförmchen auf einem Blech verteilen.

Die Schokolade mit der Butter bei sehr geringer Temperatur schmelzen.

Eier und Zucker schaumig rühren und das Mehl darübersieben. Gut verrühren, dann die Schokomasse unterrühren.

In die vorbereiteten Förmchen füllen und etwa 10 Minuten backen.

Joghurt-Pancakes

Diese Pancakes waren heute meine letzte Rettung. Zwischen den Jahren ist frisches Brot nämlich Mangelware. So schaute ich also, wie immer wenn ich erstmal nicht weiter weiß, in den Kühlschrank und fand: Einen einsamen Becher Joghurt. So kam ich auf die Idee, Joghurt-Pancakes zu machen. Foodgawker brachte mir leider kein passendes Rezept, sondern wieder einmal nur viel Zeitverzögerung beim Stöbern durch sämtliche Pancakerezepte der Blogosphäre. Mein deshalb selbsterdachtes Rezept in minimaler Anlehnung an die Pancakes vom vorletzten Sommer funktionierte wider Erwarten ziemlich gut und es wurden sehr leckere Ferienfrühstücks/mittagessens-Joghurt-Pancakes mit einem Meer an Ahornsirup.

Zutaten
80 g Vollkornmehl
80 g Mehl
20 g brauner Zucker
1 TL Backpulver
Salz
1 Ei
150 g Joghurt
120 ml Milch
+ Butter für die Pfanne
Ahornsirup

für 10-15 Stück

Alle trockenen Zutaten in einer kleinen Schüssel vermischen.

Ei, Joghurt und Milch in einer zweiten Schüssel mit einen Schneebesen verrühren. Langsam die Mehlmischung einrühren und solange rühren, bis der Teig glatt ist.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen und etwas Butter darin schmelzen lassen.

Jeweils zwei Esslöffel Teig hineingeben und auf einen Durchmesser von etwa 8 cm verstreichen. Wenn der Teig anfängt zu blubbern, wenden und noch etwas bräunen. Aus der Pfanne nehmen und mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Noch warm mit Ahornsirup servieren.

14: Weißer Glühwein

Weißer Glühwein? Erschien mir anfangs recht extravagant. Vielleicht hätte ich ihn deshalb niemals nachgekocht, mit Wein kenne ich mich nämlich wahrhaftig nicht aus. Eigentlich jeder Weiße, den ich in meiner noch recht kurzen Weintrinkkarriere probiert habe, war mir zu sauer. Doch an Rezepten meiner absoluten Lieblingsfoodzeitschrift Effilee zweifle ich sehr selten. Die extravagante Zubereitungsform, ein bisschen Weißwein erst mit Zucker einkochen zu lassen ist im Nachhinein betrachtet eine sehr gute Idee und lässt mich den weißen Glühwein um einiges mehr mögen als alle Roten, die ich schon getrunken habe.

nach einem Rezept der Effilee
Zutaten
1 Flasche Riesling Kabinett
100 g Zucker
1 Zimtstange
1/2 Vanilleschote
1 Lorbeerblatt
1 Sternanis
4 Nelken
1 Orangenzeste
3 dünne Ingwerscheiben

100 ml Wein mit Zucker, Zimt, Vanille und Lorbeer aufkochen. Etwa 5 Minuten einkochen lassen, bis ein Sirup entstanden ist.

Mit dem restlichen Wein aufgießen, die restlichen Gewürze zugeben und auf Trinktemperatur erhitzen.

3: Schokoladenkaramell

Bitterschokolade, Karamell, Chili und dann auch noch Meersalz! Dass muss man einfach mögen, nicht? Ich jedenfalls könnte in dieser Kombination bis in alle Ewigkeit versinken, nicht einmal die Tatsache, dass ich diese Süßigkeit beim ersten Versuch gründlich ruiniert habe, hält mich davon ab, sie zu meinen absoluten All-Time-Fav’s hinzuzufügen.
Bei der Herstellung dieses Schokoladenkaramells ist es auf jeden Fall nötig, seine volle Konzentration darauf zu verwenden. Ein paar Sekunden zu lange über der Hitze verzieh es mir nicht und zwangen mich zum Neuanfang mit vorausgehender Topf-Schrubberei. Der hat sich aber gelohnt. So lecker!

stark abgewandelt nach einem Rezept von Brown Eyed Baker

Zutaten
450 g Sahne
4-6 kleine getrocknete Chilischoten, zerdrückt
290 g Bitterschokolade
1 1/2 TL Zimt
250 g Zucker
60 ml Wasser
Salz
40 g Butter
2 EL grobes Meersalz

für eine rechteckige Form 20×30 cm 

Die Form mit Backpapier auslegen und dieses leicht einfetten.

Die Sahne mit den Chilischoten in einem kleinen Topf aufkochen und dann von der Hitze nehmen. Für 30 Minuten ziehen lassen.

Währenddessen die Schokolade fein hacken und diese dann mit dem Zimt in eine große Schüssel geben.

Die Sahne nochmals aufkochen und abseihen. Zur Schokolade geben und eine Minute stehen lassen. Dann mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren.

Zucker, Wasser und Salz in einem großen, schweren Topf vermischen. Bei großer Hitze zum Kochen bringen, ohne ein einziges Mal umzurühren, weil der Zucker sonst kristallisieren würde. Ggf. den Topf etwas schwenken. So lange weiterkochen, bis der Zucker golden ist, dabei aber keinesfalls etwas anderes tun, es handelt sich um Sekunden!

Die Schokolade in den Topf mit dem Karamell schütten und sofort umrühren. Bei mittlerer Hitze auf 100° C erhitzen, dabei ständig rühren. Die Butter unterrühren.

Die Karamellmasse in die vorbereitete Form gießen und gleichmäßig verteilen. Mit Meersalz bestreuen und über Nacht fest werden lassen.

In gleich große Rechtecke schneiden und in Back- oder Pergamentpapier einwickeln. Kühl aufbewahren.

1: Lebkuchenhaus

Schon Dezember? Seit fast zwei Monaten backe, fotografiere und schreibe ich was das Zeug hält, um euch, meine lieben Leser, den Adventskalender 2012 zu präsentieren. Und hier ist er!
In den folgenden 23 Tagen möchte ich euch mit vielen Rezepten, darunter vier Guestposts, aber auch erstmals mit DIY-Ideen die Wartezeit bis Weihnachten verkürzen. Sollte euer Terminkalender aber trotz der angeblich stillen Zeit viel zu voll sein, gibt es natürlich zudem ein paar richtig schnelle Weihnachtsideen.
Zu diesen gehört das Lebkuchenhaus, das mittlerweile zur jährlichen Tradition geworden ist, wahrlich nicht. Ich habe mich den ganzen Buß- und Bettag damit amüsiert und empfehle euch dringend, euch ebenfalls mindestens einen halben Tag Zeit dafür zu nehmen. Abgesehen davon, dass dabei dann eine wortwörtlich zuckersüße Adventsdekoration herauskommt, macht es unglaublich Spaß mit sämtlichen Zuckerperlen, -streuseln und Süßigkeiten die die Küche so hergibt, um sich zu schmeißen.
Ich wünsche euch eine geruhsame Adventszeit und dass ihr mir ja morgen wieder ein Türchen im Zuckerbäckerei-Adventskalender öffnet!


Zutaten
Lebkuchen
250 g Honig
250 g brauner Zucker
150 g Butter
500 g (+50 g) Mehl
30 g Kakao
Salz
3 Kardamomkapseln
Korianderkörnchen, ganz
Muskatnuss, gerieben 1 TL Zimt, gemahlen
Nelken, gemahlen
Anis, gemahlen
3 EL Rum
1 TL Pottasche
1 Ei
Verzierung
1 EL Meringue Powder
250 g Puderzucker
40 ml Wasser
+ so viele Zuckerperlen, -streusel und andere bunte Süßigkeiten

für ein Lebkuchenhaus mit Bodenplatte

Am Vortag Honig, Zucker und Butter in einem kleinem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach abkühlen lassen.

Währenddessen die Kardamomsamen und die Korianderkörnchen im Mörser fein mahlen. Etwas Muskat dazureiben und die restlichen Gewürze zugeben. Den Rum in eine kleine Schüssel schütten und die Pottasche darin auflösen.

Mehl, Kakao und Salz in einer großen Schüssel vermischen und die Gewürzmischung darübersieben.

Das Ei in die Honigmasse rühren und diese dann zusammen mit dem Rum zur Mehlmischung geben. Mit den Händen zu einer Teigkugel verarbeiten.  Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Aus Karton eine Schablone für das Lebkuchenhaus fertigen.
Die Maße meines Häuschens:
Front/Rückseite: 12 cm breit, 10 cm hoch, 16,5 cm Giebelhöhe
Seiten: 16 cm breit, 10 cm hoch
Dach: 18 cm breit, 10 cm hoch
Kamin: 2,5×2,5 cm, 2,5×5 cm und zweimal 2,5cm breit und auf der einen Seite 2,5cm, auf der anderen Seite 5 cm hoch.
Tür und Fensterläden habe ich freihand eingepasst.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und drei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,3 cm dick ausrollen. Jeweils zwei Seitenflächen mit Fenstern, die Frontseite mit Tür, die Rückseite, das Dach und natürlich Tür, Fensterläden und Kamin ausschneiden und auf zwei Backblechen verteilen. Den restlichen Teig als Grundfläche ausrollen und als ganzes auf ein drittes Backblech setzen.

Jedes Blech einzeln für 15 Minuten backen. Die Lebkuchen vollständig abkühlen lassen, ggf. die Kanten gerade schneiden.

Für die Verzierung Meringue Powder und Wasser schaumig schlagen. Den Puderzucker darübersieben und die Masse wie Eiweiß steif schlagen. In einen Spritzbeutel füllen.

Zuerst die Mauern des Hauses zusammenkleben und ca. 5 Minuten trocknen lassen. Dann das Dach daraufbauen und wieder trocknen lassen. Zuletzt den Kamin, die Tür und die Fensterläden anbauen.

Mit Zuckerperlen, -streuseln und Süßigkeiten verzieren. Trocknen lassen.