Archiv der Kategorie: Zuckersüß

Zuckersüß 346

In dieser Woche habe ich ein zweites Mal Schoko-Bananen-Muffins mit Kakaonibs und Weißer Schokolade gebacken, außerdem Germknödel und zwei Pies gemacht: Einen mit Walnüssen und Ahornsirup (bald im Blog) und einen mit Äpfeln, Walnüssen und Cranberries – irgendwie wie die Apfeltarte mit Rosinen und Walnüssen und Gewürz-Eis, aber halt irgendwie auch nicht.

Cocktails

Außerdem habe ich Cocktails für Gäst_innen gemixt: Gin Basil Smash mit sehr fotogenen Blüten meines sterbenden Basilikum-Strauchs (ohne Foto), Aperol Sour mit Mandarinensaft (der Winter naht!), Dark&Stormy mit WG-eigenem Ginger Beer und Bramble, den ich so gut fand, dass ich ihm bald einen eigenen Blogpost in meiner Zuckeräckerei-Cocktail-Kategorie widmen sollte.

Uni

Die Uni hat in dieser Woche so richtig angefangen und es scheint ein interessantes Semester zu werden. Ich belege u.a. die Digitale Transformationen-Ringvorlesung, die scheinbar unendliches Funding zur Verfügung hat (Einführungsvideos für jede Einheit?! Drei Tutor_innen?!) und Studis aller Fächer „digital souverän“ (was das heißen soll, wird sich noch zeigen) machen soll. Auch spannend, aber mit Montags um 8 Uhr morgens nicht unbedingt zu meiner liebsten Uhrzeit: Ein Seminar zu Femonationalismus, also der Vereinnahmung ursprünglich feministischer Positionen für aggressiven Nationalismus (und/oder Rassismus). Aus Nostalgie habe ich beschlossen, auch noch der Vorlesung zur Geschichte der Sprachwissenschaft im 20. Jahrhundert zu folgen, obwohl ich meinen Linguistik-BA abgeschlossen habe und nicht plane, den Master im Fach zu absolvieren. Wenn ich sehr viel Sonntagsmotivation habe, schreibe ich wie während meines Erasmus-Semesters auch in Zukunft ein bisschen über die Lehrveranstaltungen – als Schreibübung, Lernreflexion und weil ich „Tagebuchblogs“ so gern lese (s. meine Zuckersüß-Motivation von Anfang 2018 und eine Liste meiner liebsten Tagebuchblogs)

Aufmacher-Medienrunde

Ansonsten war ich auch noch bei der Aufmacher-Medienrunde, diesmal mit Anja Conzett, genaueres habe ich hier aufgeschrieben.

Sketchnote zur Aufmacher-Medienrunde mit Anja Conzett von republik.ch

Hier folgen meine liebsten Links der Woche:

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Zuckersüß 345

Letzten Sonntag war ich so sehr mit der Vorbereitung der 3. Staffel meines Lieblings-Plätzchen-Podcasts beschäftigt, dass ich gar nicht dazugekommen bin, ein Zuckersüß zu schreiben, sodass dieses hier doppelt Links enthält. Aber wenn ich schon mal dabei bin: Heute ging Folge 13 mit Maria Wegenschimmel vom Sozial-Pod online! Also abonniert Lieblings-Plätzchen im Podcatcher eures Vertrauens, und auch bei Facebook, Instagram (mit Puzzlegrid, wie so ein Lifestyle-Account!) und Twitter (Trailervideos! Podcastsnippets!).

Vienna Humanities Festival

Vergangenes Wochenende war ich beim Vienna Humanities Festival, auf das ich durch ein U-Bahn-Plakat aufmerksam geworden war. Die verschiedenen Veranstaltungen machten mir einmal wieder klar, wie froh ich bin, in Wien zu wohnen und wie cool die Stadt eigentlich ist (so viel kostenloses Kulturzeug!). Los gings am Donnerstag im Volkstheater mit „Paradox Europa. In memoriam Ágnes Heller“, einem Vortrag von Shalini Randeria und einer Diskussion zwischen Ludger Hagedorn und Paul Lendvai, moderiert von Lisa Nimmervoll. Von Shalini Randeria hatte ich schonmal ein Paper für die Uni gelesen, doch sonst kannte ich keine_n einzige_n der Vortragenden.

Ich ärgerte mich ziemlich, dass ich mein iPad nicht dabei hatte, denn gerne hätte ich Shalini Randerias Gedanken grafisch festgehalten. Ihr Vortrag handelte vom Spannungsfeld Menschenrechte/Bürgerrechte und universeller/nationaler Identität und wie Europa von einem Paradox geprägt ist: gleichzeitig „Wiege“ der Menschenrechte und des Kolonialismus und Imperialismus, gleichzeitig „einzigartige“ Erfolgsgeschichte und universelles/universalisierbares Vorbild für den Rest der Welt (zumindest von Europa aus gesehen).

In der Diskussionsrunde beeindruckte mich vor allem Paul Lendvai. Er sprach sehr ruhig (und mit starkem ungarischen Akzent) und wirkte auf den ersten Blick gebrechlich, doch seine Worte trafen wie Messerstiche. Der Philosophieprofessor Ludger Hagedorn daneben ging durch die enorme Redegewandtheit Paul Lendvais fast unter.

Am nächsten Abend, in der Marxhalle, hatte ich dann mein iPad dabei und konnte sketchnoten (s.a. mein Post auf jasowieso.com). „Social Networks or Social Nightmares“ war eine Diskussionsrunde zwischen Evgeny Morozov, Max Schrems und Roger McNamee, hier moderierte Shalini Randeria. Ich war abermals sehr beeindruckt, diesmal von der Moderatorin, die extrem komplexe Themen aufbrachte und doch alles wieder zu einem roten Faden zusammenspinnen konnte. Allerdings kam es kaum zu „echten“ Diskussionen, eher stellten die drei „Internetexperten“ verschiedene Perspektiven zu Shalini Randerias Fragen vor.

„Social Networks or Social Nightmares“ Vienna Humanities Festival mit Evgeny Morozov, Max Schrems, Roger McNamee und Shalini Randeria

Am Sonntag war ich dann noch im Wien Museum bei einem Gespräch zum Roten Wien (eine Austellung, die ich auch noch unbedingt anschauen will), doch es war so unendlich schlecht moderiert, dass ich vor Ende wieder ging.

Anders dann „Werden Social EntrepreneurInnen die Welt retten?“ mit Marie Ringler und Florian Pollack. Erstere ist Europa-Chefin von Ashoka, einer Art Stipendiumsprogramm für Unternehmer_innen mit sozialem Geschäftsmodell (s.a. mein Post auf jasowieso.com)

„Werden Social EntrepreneurInnen die Welt retten?“ – Vienna Humanities Festival mit Marie Ringler und Florian Pollack

Kuchen!

Natürlich habe ich auch allerlei gebacken. Nachdem ich die Bouffons-Episode über Flan gehört hatte, versuchte ich mich erstmals an diesem französischen Dessert, war allerdings nicht besonders überzeugt vom Ergebnis (obwohl ich mich an ein Rezept von Michel Roux hielt!). Mein nächstes Backprojekt, ein einfacher Hefezopf, scheiterte ebenfalls, weil die Trockenhefe nicht mehr arbeitete (kein Wunder, war schon 2 Monate abgelaufen…).

Wenigstens smitten kitchens chocolate peanut butter cup cookies stellten sich als super heraus, das übersetzte Rezept folgt *in Kürze*. Auch immer gut ist der Schoko-Bananen-Guglhupf von 2013, den ich am Freitag gleich in doppelter Ausführung machte. Am Samstag gab es auch eine Zwetschgenvariante des Marillen-Mascarpone-Kuchen vom Sommer und einen Zwetschgen-Streusel-Kuchen mit Germteig in etwa wie der Mispelstreuselkuchen, den ich in Marokko immer machte, um Butter zu sparen.

Vier Kuchen in weniger als 24 Stunden sind sogar für meine Verhältnisse großzügig. Grund für diese Backaktion war eine Kleidertauschparty, die ich für meine Freund_innen organisiert habe. Ich bin sehr begeistert vom Konzept, einfach alle möglichen Leute mitsamt ihren nicht mehr benötigten Kleidungsstücken einzuladen, alles nach Kategorien zu sortieren und für einen Nachmittag einen gratis Second-Hand-Laden in der Wohnung zu haben. Ich wurde ein paar lange nicht getragene Kleider los und kam an eine handvoll Pullover für den Winter – wirklich super!

Uncanny Values im MAK

Gestern Nachmittag stellte ich mit Entsetzen fest, dass die Ausstellung „Uncanny Values“ im MAK, die ich schon seit dem Sommer besuchen wollte, den letzten Tag offen war. Es folgte also ein spätnachmittaglicher Ausflug ins überfüllte Museum, in dem ich offenbar vor zwei Jahren zuletzt war. Die damalige „Hello, Robot“-Ausstellung hatte mit Robotern und Digitalisierung ein ganz ähnliches Thema wie die aktuelle, in der es um die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz ging. „Uncanny Values“ (eine Anspielung auf Masahiro Moris „Uncanny Valleys“) hat sogar eine eigene Webseite, auf der alle Werke nochmals beschrieben sind (im folgenden jeweils verlinkt), sie „lebt“ hoffentlich noch länger als die Ausstellung selbst.

Eines der visuell beeindruckendsten Werke war „Probably Chelsea“ von Heather Dewey-Hagborg und Chelsea Manning, das aus 3D-gedruckten Gesichtern bestand, die von der Decke hingen. Sie waren alle auf Basis Chelsea Mannings DNA algorithmisch generiert, sahen aber ziemlich unterschiedlich aus. Die Message ist klar: Gesichtserkennungssoftware und „neutraler“ DNA-Verarbeitung ist nicht zu trauen.

In der Videoinstallation „Behold These Glorious Times“ von Trevor Paglen (2017) konnte man quasi einem Bilderkennungssystem beim „lernen“ zusehen – schnell zusammengeschnittene Videoausschnitte von Menschen, die alle kauen/laufen/etwas schieben/etc. Die Hintergrundmusik dazu gefiel mir gut, Holly Herndon hatte sie ebenfalls mithilfe eines Algorithmus geschrieben – leider finde ich sie nirgends online…

Es gab einerseits viele Mitmach-Werke in der Ausstellung, z.B. den Uralt-Chatbot ELIZA an einem Röhrenbildschirm oder die Poetry Machine 1.0, die eher sinnlose Gedichte fabrizierte. Andererseits fand ich einige Ausstellungsstücke nur sehr schwer zugänglich – mit der Fotoserie „MoMA’s Baby (The Human Who Taught Computers To See)“ von Mladen Bizumic (2019) konnte ich genauso wenig anfangen wie mit „Centralized vs Decentralized“ von Simon Denny (2018).

Für das Video „Se ti sabir“ von James Bridle (2019) muss sich eins Zeit nehmen, am besten die ganzen 19 Minuten, sonst sind es auch nur Natur-Sequenzen mit scheinbar unzusammenhängendem Text. James Bridle spannt darin den Bogen von der originalen Lingua Franca des Mittelmeerraumes im Mittelalter (auch bekannt als „sabir“/wissen), den Bogen zu Intelligenz im Allgemeinen und bei Oktopussen, KIs und Menschen im Speziellen.

Lokale

Der Vollständigkeit halber seien nach dieser monströs langen Einleitung auch noch die Lokale erwähnt, in denen ich in den vergangenen Tagen zum ersten Mal war: Im marokkanischen Restaurant L’Orient (1020), im supersüßen Strickcafé Wiedehopf&Wolle (1180) und im sehr enttäuschenden veganen Burgerladen Veggiezzz (1010). Sobald ich dazukomme, auch mit ausführlicherem Bericht.

Jetzt aber endlich Lieblingslinks!

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Zuckersüß 344

In dieser Woche habe ich zweimal Muffins gebacken. Einmal Chocolate Rye Banana Muffins von Love & Olive Oil (bald hier im Blog) und einmal Streuselmuffins mit Schokochips (schon seit 2013 hier im Blog). Außerdem habe ich zum allerersten Mal daheim Edamame gekocht, was wirklich keine Schwierigkeit ist (gefrorene Bohnenschoten in Salzwasser, 5 Minuten warten, Salz drüber), aber so lecker, dass ich mir zu dem Dauervorrat an Fritattensuppen-Notfallpackerln auch ein Sackerl Sojabohnen für das Gefrierfach zulegen sollte.

Meine Moment-Kulinarium-Sendung über Reis lief endlich auf Ö1 (jetzt kann ich wieder aufhören alles zum Thema zu lesen und täglich passendes zu Essen :’D), hier wäre sie noch bis Freitag anzuhören.

Am Donnerstag bin ich für vier Tage nach Budapest gefahren und frage mich, warum ich dort noch nicht eher war – es ist sehr schön und vor allem ist es von Wien super schnell erreichbar! Bis ich über meinen Wochenendtrip einen Post geschrieben habe, vergehen wahrscheinlich noch ein paar Wochen, hier folgen erstmal meine Lieblingslinks, die ich hauptsächlich auf der Zugfahrt gesammelt habe:

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Zuckersüß 343

In dieser Woche habe ich Käsekuchen mit Bröselboden (Rezept bald im Blog!) gebacken, außerdem auch Milchreisauflauf, Bravetart’s Zimtschnecken und eine Zwetschgen-Version der Frangipane-Tarte mit Marillen.

Überhaupt hatte ich recht viel mit Reis zu tun, da ich für Ö1 Moment Kulinarium gerade an einer Sendung zum Thema arbeite. Ich recherchierte auf einem Reisfeld (nur 3km von U1 Leopoldau!), war bei einem italienischen Koch und in einem japanischen Restaurant. Anzuhören ist das Ganze dann am Freitag um 15.30h.

Der Semesterstart mitsamt Prüfungsterminen naht, weshalb ich mich ein bisschen in prüfungsrelevante Lektüre zur Globalgeschichte (Margarete Grandner, Arno Sonderegger: Nord-Süd-Ost-West-Beziehungen. Eine Einführung in die Globalgeschichte. Mandelbaum Verlag) vertieft habe und dabei sehr interessantes zu scheinbar typisch „österreichischen“ (Kernöl, Käferbohnen), „ungarischen“ (Paprika) und „italienischen“ (Polenta, Tomaten) Zutaten gelernt, die alle eigentlich aus den Amerikas stammen.

So sollte meine Töpferei werden…

Am Samstag hatte ich dann die Chance, zu töpfern – und machte mich gleich daran, ein paar Teller für meine Fotos hier herzustellen. Inspiriert sind sie von @kchossak_pottery (Izy Hossack aka Top With Cinnamon’s Mama), ich hoffe, sie werden was!

Bis Sonntag gab es außerdem noch eine zweite CfP-Runde bei der coolsten Internetkonferenz Wiens, der Privacy Week (21.-27.10.), und ich reichte ganz knapp gerade noch so um 23.59h einen Sketchnote-Workshop ein. Da fällt mir ein, kennt ihr schon meine Sketchnote-Freelance-Webseite?

Hier folgen meine liebsten Links der Woche:

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Zuckersüß 342

In dieser Woche habe ich Snickerdoodles aus dem Bravetartbuch gebacken (das Rezept von i am a foodblog, das ich letzte Woche hier verlinkt habe, nervte mich mit zu vielen schrecklichen Cup-Angaben) und es fühlte sich schon sehr stark nach Herbst an. Der Zwetschgenkuchen, den ich ein paar Tage später mit geschenkten Gartenzwetschgen gebacken habe, und das schrecklich kalte Regenwetter, das plötzlich über Wien hereingebrochen ist, taten ihr Übriges. Die Rezepte folgen, wie immer, mit etwas zeitlichem Abstand.

Ein bisschen Sommergefühl schlich sich aber doch noch ein, denn ich war endlich mal im Kikko Bā . Weil es viel sinnvoller ist, meine Restaurantbesuche unauffindbar in den Sonntagslinksammlungen zu verstecken, habe ich beschlossen dafür eine neue Kategorie im Blog zu starten: Lokale. Der erste Eintrag ist logischerweise zum Kikko Bā. Wie häufig ich über Lokale schreibe, wird sich zeigen, aber vielleicht bekomme ich so ja mal meine schon seit zwei Jahren geplante Wien-Lieblinge-Liste zusammen. Anständige Fotos wird es vermutlich nicht geben, denn mit Kamera in Restaurants, Cafés und Bars zu gehen ist mir zu peinlich – mir ist es schon unangenehm, die einzelnen Gänge und die Karte mit dem Handy abzufotografieren. Nur ohne „Fotonotizen“ kann ich mir niemals merken, was ich gegessen habe und was ich davon hielt…

Hier folgen meine Links der Woche:

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Zuckersüß 341

Die vergangene Woche habe ich größtenteils abgeschnitten von der Welt verbracht. Also Kein-Netzempfang-abgeschnitten. Keine-Steckdose-im-ganzen-Haus-abgeschnitten. Nur Bergwasser-ohne-Badezimmer-abgeschnitten. Neu ist das nicht, am gleichen Ort habe ich auch schon 2018, 2016, 2013 Zeit verbracht und noch viel öfter ohne darüber zu bloggen.

Obwohl ich in diesem Jahr schon oft verreist bin (Ljubiljana, Berlin, Napoli und viele andere Städte im Süden Italiens) habe ich noch nicht wirklich Urlaub gemacht, denn ich hatte immer Unizeug oder sonstige Arbeit dabei und/oder nahende Deadlines im Genick.

So wurden meine sechs Tage auf der Almhütte zur entspannendsten Zeit der letzten Monate. Ich schaffte es tatsächlich, täglich ein ganzes Buch zu lesen und mir ein paar Gedanken darüber zu machen (der nächste Buchblogpost sollte also nicht lange auf sich warten lassen), habe eineinhalb Paar Socken gestrickt und war auch ein ganz kleines bisschen wandern. 

Am vorhergehenden Wochenende war ich auch „im Tal“ ein bisschen unterwegs und stieß zweimal völlig zufällig auf Lokale, die ich toll fand. In Hallein aß ich bei der Genusskrämerei spätabends noch sehr gute Tapas (besonders gern hatte ich das Roastbeef mit Senf, Kapern und außerordentlich guten getrockneten Kirschtomaten), als Nachspeise eine sehr feine Schokotartelette und trank einen Shrub dazu.

In Salzburg war ich bei die Cabreras, ein mexikanisches Restaurant mit tollem Schanigarten voller bunter Holzstühle und Lichterketten. Dort wollte ich möglichst viel probieren, das mir kein Begriff war. Mit meinem absoluten Noob-Status was mexikanische Küche anbelangt hätte ich deshalb auch gleich die ganze Karte bestellen können, aber so viel Hunger hatte ich auch wieder nicht. Als Vorspeise gab es für den ganzen Tisch Guacamole mit hausgemachten Tortillachips, die so ganz anders waren als die aus der Supermarktchipstüte: viel dichter, leichter zerbrechlich und ohne klebrige Würzschicht außenherum. Meine Hauptspeise, an deren Namen ich mich dummerweise nicht erinnere, war ein knuspriger mit Käse überbackener Maisfladen mit einer schwarzen Bohnenpaste, Kaktusstückchen, die mich in ihrer Konsistenz an Essiggurkerl errinnerten, Champignons und Avocadospalten. Ich wusste das Ganze nicht recht zu essen, weder allein mit den Händen, noch mit Messer und Gabel funktionierte es recht – sollte ich vielleicht einfach öfter lateinamerikanisch essen gehen? Der unspektakulär aussehende Maiskuchen zur Nachspeise beeindruckte mich dann nochmal sehr. Ganz anders als Cornbread, das ich kenne (z.B. das Polenta-Cornbread hier im Blog ), war er richtig saftig, fast gatschig wie Brownies und schmeckte sehr intensiv nach Mais – als wäre ein ganzer Kolben in pürierter Form darin verbacken. Dazu trank ich Horchata, ein Reis-Zimt-Getränk, über das ich bisher nur gelesen hatte – die NYT ernannte eine Variante davon, den Dirty Horchta zum Getränk des Sommers 2019.
Über meine eigenen Koch- und Backabenteuer auf der Alm schreibe ich noch einen extra Post, hier folgen erstmal meine Links der Woche, auf der Zugfahrt heim (hauptsächlich aus Newslettern?!) gesammelt:

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Zuckersüß 340

Nach langer Zwangspause endlich mal wieder Zeit für eine Lieblingslinksammlung! Seit Zuckersüß 339 habe ich meine 3. (!) BA-Arbeit (von insgesamt 4) abgegeben, einige Beiträge fürs Radio gestaltet (aktuell noch zu hören: Damenjeans im Test für help auf Ö1) und endlich mal wieder Zeit zum ausgiebigen Backen gefunden: Marillen-Mascarpone-Kuchen, Stachelbeer-Tarte (bald im Blog), Schnelle Schoko-Scones (aber mit zusätzlicher weißer Schokolade), Pfirsich-Joghurt-Tarte (bald im Blog!) und Qrichlat – in weniger als 7 Tagen!

Ich war Eisessen bei Eis am Stiel im 15. und im neuen Vanillas an der Freyung. Ersteres war ein sehr seltsames Geschäft mit schrecklichem Design und etwas teuer, aber am Steckerleis in Herzform selbst war nichts auszusetzen. Zweiteres ist in bester Lage und gleichzeitig eine Pâtisserie – nirgends sind die Preise für eine Portion ausgeschrieben, was sehr seltsam ist, dafür gibt es umso spannendere Sorten. Ich habe Sesam-Feige (interessant, aber nicht umwerfend) und Verjus (unglaublich toll) probiert.

Außerdem habe ich endlich mal wieder ein Buch „zum Spaß“ angefangen – Middlesex von Jeffrey Eugenides (der, der auch The Virgin Suicides, das ich nur in Sophia Coppolas Verfilmung kenne, geschrieben hat). Das Buch hat mich von der ersten Seite weg gefesselt und jetzt, in meinen langersehnten wirklichen Ferien, werde ich wohl nicht lange brauchen, es durchzulesen. Deshalb habe ich mir eine Sachbücherliste zusammengestellt und noch ein paar Romane auf gut Glück aus der Bücherei mitgenommen: Licht von T.C. Boyle, Makarionissi von Vea Kaiser, Die Hauptstadt von Robert Menasse und, in einer ganz anderen Kategorie, Sweet von Yotam Ottolenghi und Helen Goh. Mein Senf dazu hoffentlich irgendwann in der Bücher-Kategorie zu finden, bis dahin erstmal Links:

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zuckersüß 339

In der vergangenen Woche habe ich für Ö1 help zu „smarten“ Windeln recherchiert (sehr fragwürdige Erfindung, imho) und dafür u.a. mit Hilda Tellioğlu gesprochen, was sehr interessant war. Der Beitrag ist hier nachzuhören, hier findet sich der Artikel, den ich darüber geschrieben habe.

Ich habe außerdem Buttermilch-Marilleneis gemacht, bei dem noch Verbesserungsbedarf besteht, bevor es hier im Blog landet. Bei der Aufmacher-Medienrunde, die diesesmal dank dem Krone-Chefredakteur als Gast eher einer Pressekonferenz glich (und für mich die langweiligste aller Zeiten war), habe ich mal wieder gesketchnotet:

Sketchnote zur 26. Aufmacher-Medienrunde mit Klaus Herrmann von der Kronenzeitung

Ich habe das sechste und siebte Paar (Partnerlook-)Socken für dieses Jahr fertiggestrickt, rosa Suppe, Zitronenpasta und Schoko-Bananen-Kuchen gemacht. Außerdem habe ich in Sibylle Bergs „Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten“ weitergelesen, war in den Bergen und, nicht zu vergessen: habe ein klitzekleines bisschen an meiner Bachelorarbeit weitergeschrieben. Einer der Gründe, warum hier im Blog so ein Sommerloch herrscht.

Lieblingslinks gibts trotzdem wieder:

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Zuckersüß 337

Die vergangene Woche bestand für mich aus Prüfungen und Parties, eigentlich gar nicht schlecht für den beginnenden Sommer. Am Montag habe ich außerdem für das Frauennetzwerk Medien im Presseclub Concordia zum Thema „Wie über Gewalt an Frauen berichten?“ gesketchnotet, was mir sehr entgegenkam, da genau das auch das Thema meiner nächsten BA-Arbeit ist. Und dann ist auch noch das univie-Magazin des Alumniverbands erschienen, in der eine ganze Interviewseite mit mir drin ist!

Für alle diese Parties, eine davon in meiner WG, habe ich natürlich sehr viel verblogbares gebacken und gekocht. Seit dieser Woche gibt es endlich die lang überlegte Cocktail-Kategorie (aka Zuckeräckerei, zurückzuführen auf einen Tippfehler auf meinem Muddler), die mit meinem allerliebsten Liebling Gin Basil Smash eingeleitet wurde. Ich habe einmal wieder Brioche-Stangerl und Salsa-Dip gemacht und außerdem eine Ananas Tarte Tatin gebacken, deren Rezept ich bald hier bloggen werde.

Offline habe ich viel zu Entwicklungsökonomie gelesen und auch Stefan Zweigs „Erinnerungen eines Europäers“ (so ein fesselndes Buch!) fertig, hier folgen meine Online Must Reads der vergangenen Tage:

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