Archiv der Kategorie: DIY

4: Häkelherzen

Ich häkle bestimmt schon so lange wie ich backe. Hätte ich damals nicht so viele Backblogs gelesen, hätte ich vielleicht ein Handarbeitsblog angefangen. Aber besonders im Winter sitze ich noch immer gerne mit Wolle vorm Fernseher bzw. meinem Laptop (wer braucht denn heutzutage auch schon ein Fernsehgerät..?). So habe ich in letzter Zeit diese gefüllten Herzen entwickelt, die anfangs viel schwieriger waren, als sie aussehen – erst nach fünf Prototypen war ich zufrieden. Da waren vergangene Projekte (Häkel-Sternchen, Häkel-Rentiere, Küken) schon einfacher. Aber lasst euch nicht abschrecken, meine lieben Leser_innen, nach spätestens zwei Herzerl wirds viel einfacher.

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Natürlich gefärbte Ostereier

Feiertage und Feste aller Art mag ich vor allem darum so gerne, weil ich mich schon Tage und Wochen vorher in die Vorbereitungen stürzen kann. Deshalb stand es für mich auch außer Frage, Ostern nicht für ein bisschen Traditionspflege außerhalb der Heimat zu nutzen. Weil aber in Marokko kaum einer überhaupt von Ostereiern gehört hat, gibt es natürlich auch keine Farben dafür zu kaufen.

Ich habe folglich lange gerätselt (und gegoogelt, ich gebs zu), was wohl als natürliches Färbemittel taugen würde. Entschieden habe ich mich dann für eine Versuchsreihe mit Kurkuma (gelb), Rotkohl (blau), Spinat (grün) und Rote Beete (rot). Meine Idee, die unglaublich abfärbenden roten Kaktusfeigen zu benutzen, scheiterte leider daran, dass ich in der Medina nur Grüne fand. Also leider doch keine „exotischen“ Ostereier.

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Allerdings scheiterten bei mir auch zwei der bewährten Färbemittel: Wie auf den Fotos zu erkennen, gibt es weder grüne noch rote Eier (nur ein einziges mehr oder weniger Rotbraunes). Woran das liegt, kann ich nicht rekonstruieren, denn ich bin bei jeder Farbe gleich vorgegangen: Färbemittel + Wasser + Essig. Auch die Eier waren immer die gleichen – einzeln ausgewählt aus den großzügigen Auslagen des Eierladens ums Eck. Aber was solls – am Ende habe ich immerhin wunderschöne gelbe und blaue Ostereier, die ich großzügig an meine Freunde verschenken werde.

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19: Quasten-Anhänger

Quasten erfreuen sich in Marokko großer Beliebtheit – ob an der Kapuze einer Djellaba („Außer-Haus-Gewand“ marokkanischer Frauen), an Vorhängen oder Schlüsselanhängern. Und weil sie noch dazu einfach zu basteln sind, habe ich mir gedacht, ich zeige euch, meinen liebsten Lesern, so kurz vor Weihnachten noch wie das geht. Wollreste werden damit schnell zu Geschenkanhängern oder Christbaumschmuck. Oder am Regaldekoration, wie in meinem Fotobeispiel. 19: Quasten-Anhänger weiterlesen

11: Schneekristallnägel

Mit dem heutigen Gastpost mache ich einen Ausflug in ganz andere Gefilde. Denn das folgende Tutorial meiner kleinen Schwester, @colourella, hat wenig mit Zuckerbäckerei zu tun. Trotzdem ist es winterlich und ziemlich cool, seht selbst:

Hallo, liebe Zuckerbaeckereileser. Schön, dass ihr auch heute ein Adventskalendertürchen in der Zuckerbaeckeri öffnet. Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Schwester Jana mich eingeladen hat, ihr 11. Adventskalendertürchen zu füllen.
Da ich unheimlich gerne Nägel lackiere, besteht dieser Post, wie soll es auch anders sein, aus einem winterlichen Nageldesign, nämlich Schneekristallen in schimmerndem weiß. Ich finde, dass Hände mit lackierten Nägeln viel gepfleger und vor allem schöner wirken, deshalb gehe ich fast nie mit unlackierten Nägeln außer Haus. Und da Weihnachten meiner Meinung nach die schönste und gemütlichste Zeit im Jahr ist, man die meiste Zeit sowieso im Haus verbringt um Plätzchen mit Rezepten von der Zuckerbaeckerei zu backen oder zu essen, kann man da schon ein wenig, oder in meinem Fall zu viel, Zeit in ein wunderschönes Nagesdesign investieren.

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3: Häkelsternchen

Mein Weg zur Arbeit enthält eine gute halbe Stunde Busfahrt. Das summiert sich täglich also auf mindestens 60 Minuten an einem Fleck rumsitzen und die Zeit totschlagen. Oder diese Zeit mit mehr oder weniger Sinnvollem füllen.

Analoges Zeitunglesen ist mangels Zeitung schwierig, ein Buch ist ziemlich schwer. Alles mit Smartphone ist zu gefährlich (Diebstahl!). Da bleibt also das gute alte Handarbeiten. Gut und alt trifft es auf den Punkt – wie viele erstaunte Blicke ich schon erntete, in meinem jungen Alter so etwas omahaftiges wie Häkeln als legitimen Zeitvertreib zu betrachten! Hin und wieder werde ich aber auch in Gespräche verwickelt, die irgendwo zwischen „meine Mama macht das auch ganz oft“ oder „schau mal, kannst du auch sowas wie auf 9GAG häkeln?“. Das macht das tägliche Busfahren dann doch ganz unterhaltsam. Und nebenbei entstehen dann zum Beispiel diese kleinen Sternchen, die ziemlich gut als Weihnachtsdeko herhalten.

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13: Pappmache-Christbaumkugeln

..macht sich meine Zimmerpalme nicht gut als (vorläufiger) Christbaumersatz?

Als ich im September zu überlegen anfing, was ich wohl alles im Adventskalender posten könnte, ohne die vorherigen drei zu wiederholen, fiel mir ganz plötzlich etwas ein.

Kleister!

Mein folgender Gedankengang war rasend schnell. Kleister – Zeitung – Luftballon = Christbaumkugel! Also suchte ich im Keller nach der Kleisterpackung, die dort seit meinen Kindergartentagen stand, außerdem ein paar Luftballons aus der Kleinkinderturnentasche meiner Mama und aus dem Altpapier ein paar Zeitungs- und Magazinseiten. Nachdem ich die Suche nach Pinsel und passender Kleisteranrührschüssel auch noch erfolgreich beendet hatte, konnte ich endlich loslegen. Das Gefühl von antrocknendem Kleister an den Händen versetzte mich sofort zurück in den Kindergarten. Wie gerne habe ich doch alles gekleistert… Christbaumkugeln haben wir damals zwar nicht gemacht, kinderleicht ist es trotzdem!

Übrigens, dieses DIY habe ich ausnahmsweise sogar mit Step-by-Step-Fotos gestaltet. Denn die Idee, das Basteln anzufangen, kam mir am helllichten Tag, sodass ich einigermaßen gut belichtete (Selbstauslöser-)Fotos schießen konnte.

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6: Mini-Christbaum-Tischdeko

Zu einem richtigen Weihnachtsessen gehört meiner Meinung nach auch eine ausgefeilte Tisch- und Tellerdeko. Namensplatzkärtchen finde ich ein bisschen zu formell und hochzeitsmäßig, doch so ein Mini-Christbaum ist doch zuckersüß! Und du brauchst nicht einmal besonders handwerklich begabt zu sein (außerhalb der Küche bin ich das jedenfalls nicht), um einen Christbaum zu basteln. Je nachdem wie viele Leute du an deiner Weihnachtstafel erwartest, könnte es natürlich schon in einen  ganzen Bastelnachmittag ausarten, bis für jeden Teller eine Dekoration gebastelt ist. Aber was tut man nicht alles für seine Gäste…

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Küken-Eierwärmer

Heute gibt es einmal wieder ein DIY hier in der Zuckerbäckerei. Diese zuckersüßen Küken-Eierwärmer habe ich in der Märzausgabe der Burda entdeckt und spontan beschlossen, sie nachhzuhäkeln. Ihren eigentlichen Zweck verstehe ich nicht so richtig, wieso in aller Welt sollte man seinem Frühstücksei eine Häkelmütze aufsetzen? Zur Deko für die Ostertafel finde ich sie aber richtig süß und sie sind schnell genug gemacht, dass es bis zum Ostersonntag auch noch was wird.
Die Anleitung verstand ich leider einmal wieder nicht und so musste ich sie genauso wie bei meinen Rentieren dem Bild nacharbeiten und mitschreiben…
Btw, habt ihr schon vom Herzblutprojekt von Annette von blick7 gehört? Ich finde die Idee ganz wunderbar und werde mich mit dieser Bastelei in ihre Linkliste einreihen.

Zutaten
gelbe oder weiße Baumwolle
schwarze Rocailles
gelbes oder weißes Nähgarn
oranger Filz
Häkelnadel 3,5 mm

Abkürzungen
Lm = Luftmasche
Km = Kettmasche
Rd = Runde
Fm = Feste Masche
zush = zusammenhäkeln

3 Lm anschlagen, mit 1 Km zur Rd schließen
1. Rd: 6 Fm in den entstandenen Lm-Ring (= 6 Fm)
2. Rd: in die erste Fm 1 Fm, in die nächste Fm 2 Fm, dann abwechselnd so weiter (= 10 Fm)
3. Rd: in die erste Fm 2 Fm, in die nächste Fm 1 Fm, dann abwechselnd so weiter (= 14 Fm)
4. Rd: in die erste Fm 2 Fm, in die nächste Fm 1 Fm, dann abwechselnd so weiter (= 22 Fm)
5. Rd: in jede Fm 1 Fm (= 22 Fm)
6. Rd: in die ersten beiden Fm jeweils 1 Fm, in die nächste Fm 2 Fm, dann abwechselnd so weiter (= 29 Fm)
7. Rd: in jede Fm 1 Fm (= 29 Fm)
8. Rd: in jede Fm 1 Fm (= 29 Fm)
9. Rd: in die ersten vier Fm jeweils 1 Fm, die nächsten beiden Fm zush, dann abwechselnd so weiter (= 25 Fm)
10. Rd: in jede Fm 1 Fm (= 25 Fm)
11. Rd: in die ersten sechs Fm jeweils 1 Fm, in die nächste Fm 2 Fm, dann abwechselnd so weiter (= 28 Fm)
12. Rd: in die ersten sechs Fm jeweils 1 Fm, in die nächste Fm 2 Fm, dann abwechselnd so weiter (= 32 Fm)
13. Rd: in jede Fm 1 Fm (= 32 Fm)

Die Fäden vernähen und zwei schwarze Rocailles als Augen aufnähen. Aus dem Filz eine Raute ausschneiden und als Schnabel annähen.

10: Papiersternchen

Bestimmt habt ihr euch gefragt, wo wohl dieser Post hingeraten ist, im Adventskalender ist er zu finden und auch in Facebook habe ich ihn veröffentlicht. Doch leider habe ich anstatt auf „Veröffentlichen“ auf „Löschen“ geklickt und das ist mir dann auch noch nicht einmal aufgefallen. So kam es, dass diese schönen Sternderl beinahe in der Versenkung verschwunden wären. Die Betonung liegt hier auf dem beinahe, denn heute, mit zwei Tagen Verspätung ist das Adventskalendertürchen wieder aufgetaucht 😉
Falls euch diese Papierkunstwerke zu sehr nach Origami und „Oh nein, da brauche ich gar nicht erst anzufangen, viiiel zu schwierig“ aussehen, kann ich euch, meine lieben Leser, entwarnen. Alles was man dazu braucht, ist ein Papierstreifen, der etwa 20 Mal so lang wie breit ist (also z.B. 1x20cm) und etwas dicker ist als normales Kopierpapier. Die Sternchen auf dem Bild sind aus silbernem Tonkarton, mit dem es wirklich hervorragend geklappt hat. Wichtig ist nur, dass die Streifen durchgehend gleich breit sind, denn ansonsten würden daraus niemals einigermaßen symetrische Sterne. Eine Faltanleitung, zwar auf Englisch, aber durchaus verständlich erklärt, findet ihr hier. Viel Spaß!