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Johannisbeerpie mit Erdnussbutter

Die Johannisbeeren auf dem äußerst mickrigen Strauch in unserem Garten sind endlich reif. Und nachdem ich alle geerntet habe, musste ich feststellen, dass es nur 220 g waren! Doch einen Kuchen wollte ich trotzdem daraus backen. Deshalb wandelte ich das Rezept der Peanuts-Jelly-Tarteletts aus der neuen LECKER Bakery ein kleines bisschen ab. Eine der vielen „Teigdeckel“-Ideen in der wirklich schön aufgezogenen und wahnsinnig toll fotografierten Zeitschrift übernahm ich auch noch. Heraus kam Johannisbeerpie mit Erdnussbutter und Zick-Zack-Deckel.
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Rhabarber-Streusel-Tarte

Ich war zwar jetzt zwei Wochen nicht daheim, das heißt aber natürlich noch lange nicht, dass ich nichts gebacken habe! Am Wochenmarkt von Sélestat (leider hatte ich meine Kamera nicht dabei) haben wir frischen Rhabarber erstanden. Aus meinem Plan, damit endlich ein Rezept aus dem neuen deli-Magazin umzusetzen wurde aus Zeitmangel – Hefeteig muss eben ein bisschen gehen – nichts. Aber Rhabarber und Streusel, das stand ab da fest, mussten es unbedingt sein. Abhilfe schaffte wie so oft foodgawker und dieses Rezept. Und weil vom Pâte sablée (= Mürbteig. Ein wichtiges Wort für mein französisches Vokabular!) ein Eiweiß übrig blieb, machte ich noch ein paar Baisers mit Zuckerstreuseln. Nur dass sie in Frankreich Meringues heißen, ein Baiser ist nämlich ein Kuss.

nach einem Rezept von Angies Recipes
Rhabarber-Streusel-Tarte
Boden
150 g Mehl
50 g Zucker
Salz
1 Eigelb
75 g kalte Butter, in Würfeln
1 EL kaltes Wasser
Füllung
70 g Löffelbiskuit
500 g Rhabarber
50 g brauner Zucker
Streusel
100 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
100 g Zucker
Muskat
Zimt
150 g kalte Butter, in Würfeln

für eine Tarte mit 26 cm Durchmesser

Alle Zutaten für den Boden in eine Schüssel geben und zu einem homogenen Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 20 Minuten kühlstellen.

Währenddessen den Rhabarber putzen und in etwa 1cm große Stückchen schneiden. Das Löffelbiskuit fein zerbröseln.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und eine Tarteform einfetten.

Die Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und so lange kneten, bis sich Streusel bilden. Kühlstellen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen zwei Frischhaltefolien ausrollen und die Form damit auskleiden. Erst die Löffelbiskuitbrösel, dann den Rhabarber darauf verteilen und mit braunem Zucker bestreuen. Zuletzt die Streusel darüberstreuen.

Für etwa 45 Minuten goldbraun backen.

Baiser
1 Eiweiß
30 g Zucker
25 g Puderzucker
1 TL Speisestärke
+ bunte Zuckerstreusel

Den Ofen auf 100° C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Das Eiweiß in einer fettfreien Schüssel schaumig schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Den Puderzucker darübersieben und die Masse sehr steif schlagen. Zum Schluss vorsichtig Speisestärke unterheben.

Die Masse entweder in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und kleine Tupfen auf das Backblech spritzen oder einfach mit einem Löffel „Kleckse“ auf dem Backblech platzieren. Mit bunten Zuckerstreuseln verzieren

Die Baisers 2- 3 Stunden bei leicht geöffneter Ofentüre trocknen.

Rüblitarte

Wieso sind Karotten neben Ostereiern und Osterhasen, deren Zusammenhang ich schon kurios genug finde, eigentlich so typisch „Ostern“? Und wieso taucht alles „Rübli“-Gebäck nur zu dieser Jahreszeit auf? Bei diesem Kuchen ist es wirklich schade drum, genauso wie bei dessen Vorgängern aus den letzten beiden Jahren, nämlich Karottenkuchen und Carrot Cake Whoopie Pies. Nichtsdestotrotz kam ich auch dieses Jahr wieder saisonal passend auf die Idee, Karotten in etwas Süßem zu verarbeiten. Das Rezept stammt allerdings nicht aus einer aktuellen Zeitschrift oder gar einem Blogartikel, sondern aus einem klassischen, sich nicht der Jahreszeit anpassenden Backbuch: Anniks göttliche Kuchen. Und an göttlich kommt diese Tarte schon sehr nah dran!


nach einem Rezept aus Anniks göttliche Kuchen
Zutaten
Boden
100 g kalte Butter in Stückchen
80 g Puderzucker
Mark von 1/4 Vanilleschote
Salz
1 Ei
220 g Mehl
Füllung
80 g Mehl
1/2 TL Natron
Salz
1 TL Zimt
Muskat
Mark von 1/4 Vanilleschote
100 g Zucker
1 TL Honig
2 Eier
100 ml Öl
250 g Karotten
80 g Walnüsse
70 g Rosinen
Frosting
80 g weiche Butter
100 g Puderzucker
200 g Frischkäse
Mark von 1/2 Vanilleschote
Verzierung
130 g Marzipan
50 g Puderzucker
orange und grüne Lebensmittelfarbe
gehackte Walnüsse

für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Für den Boden alle Zutaten zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und 20 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Natron, Salz, Zimt, Muskat und Vanillemark vermischen.
Die Karotten schlälen und fein raspeln. Die Walnüsse grob hacken.

Den Mürbteig ausrollen, die Form damit auskleiden und mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. 15 Minuten blindbacken (mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten beschweren, damit der Teig nicht aufgeht). Aus dem Ofen nehmen und auf 160° C Umluft zurückschalten.

Währenddessen Zucker, Honig, Eier und Öl verrühren. Die Mehlmischung einrühren und zuletzt die geraspelten Karotten, die gehackten Walnüsse und die Rosinen unterheben. Diese Masse auf dem Tarteboden verteilen und 25-30 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Für das Frosting Butter und Frischkäse verrühren, dann den Puderzucker und das Vanillemark einrühren. Kühlstellen.

Die Marzipanrohmasse mit dem Puderzucker verkneten, drei Viertel des Marzipans mit oranger Farbe, ein Viertel mit grüner Farbe einfärben. Das Marzipan zu kleinen Karotten formen.

Das Frosting auf der abgekühlten Tarte verteilen. Mit Marzipankarotten und gehackten Walnüssen verzieren.

Kühl aufbewahren.

Birnentarte

Seit längerer Zeit hatte ich schon vor diese tolle Tarte zu backen. Entdeckt habe ich sie auf einem saudiarabischen Backblog, dem einzigen das mir bisher im ganzen Internet begegnet ist. Yasmine bloggt dort sowohl auf Englisch als auch auf Arabisch und aufgrund meiner eher bemitleidenswerten Arabischkenntnisse musste ich mich wohl auf die andere Sprache stützen. Für euch gibt’s das Rezept natürlich auf Deutsch, wunderschöne Step-by-Step-Fotos im Originalpost.

nach einem Rezept von Yasmine’s Kitchen
Zutaten
Gedünstete Birnen
etwa 5 Birnen, je nach Größe
1 l Wasser
350 g Zucker
1 Vanilleschote
Saft und Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
Teig
125 g kalte Butter in kleinen Stückchen
225 g Mehl
50 g Puderzucker
1/2 TL Salz
1 Eigelb
Frangipane
100 g gehobelte Mandeln
100 g Zucker
2 TL Mehl
1 TL Stärke
Salz
100 g Butter
1 Ei
1 Eiweiß
+ gehobelte Mandeln und Puderzucker zum Bestreuen

für eine Tarte mit etwa 25 cm Durchmesser

Einen großen Topf mit Wasser und Zucker füllen. Die Vanille aus der Schote herauskratzen und beides in den Topf geben. Zitronensaft und -schale ebenfalls zugeben.

Die Birnen schälen und halbieren, sofort in das Wasser geben damit sie nicht braun werden. Im Sud aufkochen und sprudelnd dahinköcheln lassen, bis sie weich sind. Dabei darauf achten, dass sie immer komplett mit Flüssigkeit bedeckt sind. Die Birnen anschließend im Topf abkühlen lassen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. (Den übrigen Sirup durch ein Sieb gießen und mit etwas Sprudelwasser oder sogar Sekt genießen – wahnsinnig lecker!)

Während die Birnen köcheln, den Teig zubereiten. Dazu alle Zutaten in einer Schüssel verrühren, bis sich der Teig zu verbinden beginnt. Zu diesem Zeitpunkt nicht mehr weiterrühren, sondern die entstandenen Krümel in die Form drücken. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten ins Gefrierfach stellen.

Den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Mandeln auf dem Backblech verteilen und etwa 10 Minuten im Ofen goldbraun rösten.

Etwas abkühlen lassen und mit Zucker, Mehl, Speisestärke und Salz in einer Küchenmaschine zerkleinern. Butter, Ei und Eiweiß unterrühren.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und einen Rost in der Mitte platzieren.

Den Tarteboden aus dem Gefrierfach nehmen und die Frangipane darauf verteilen. Die Birnen in feine Spalten schneiden, dabei evtl. das noch harte Kernhaus entfernen. Die Spalten auf der Frangipane drapieren, evtl. mit gehobelten Mandeln bestreuen.

Für 40-50 Minuten backen, abkühlen lassen und dann aus der Form nehmen. Zuletzt mit Puderzucker bestäuben und in Stücke schneiden.

Post aus meiner Küche #2 – Himbeer-Crostata

Endlich: Eine neue Runde von Post aus meiner Küche!
Das Thema diesmal war „Very Berry“ und ich muss sagen, schon wieder fiel es mir nicht gerade leicht, ein passendes Rezept zu finden. Diesmal lag es aber mehr an der „Verschickbarkeit“ der Leckereien, denn wie sollte ich es bloß bewerkstelligen, dass die Beeren bei der Sommerhitze auf dem Weg zu meiner Tauschpartnerin nicht verderben?

Getrocknete Früchte wollte ich nicht verwenden, weil sie mir viel zu winterlich erscheinen, so entschied ich mich für kleine Himbeer-Crostatas, bei denen die Beeren zumindest etwas eingekocht werden.

Von meiner Tauschpartnerin Marion aka Froschmama bekam ich einen Beerenkuchen im Glas und Cookies mit Cranberries und weißer Schokolade. Diese waren wirklich vortrefflich als Schullangeweile-Aufheller am Donnerstag. Doch was mich an Marions Päckchen am meisten gefreut hat, waren die zuckersüßen selbstgenähten Erdbeeren und Heidelbeeren.

Ich kann die 3. Runde kaum erwarten!

Zutaten
Teig
150 g Mehl
60 g Butter, in kleinen Stückchen
25 g Zucker
Salz
Schale von 1/2 Zitrone
2 Eier
Füllung
125 g (TK-)Himbeeren
60 ml Traubensaft
Saft von 1/2 Zitrone
30 g Zucker
1 EL Stärke
+ Puderzucker zum Bestäuben

für 5 Minicrostatas mit ca. 10 cm Durchmesser

Für den Teig Mehl, Butter, Zucker, Salz, Zitronenschale und Eier verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und kurz kühlstellen.
Dann in sechs gleich große Portionen teilen und mit fünf davon die vorbereiteten Förmchen auskleiden. Den Boden mit einer Gabel einstechen und die Förmchen ins Gefrierfach stellen.

Den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen.

Anschließend Himbeeren, Trauben- und Zitronensaft sowie den Zucker in einem kleinen Topf aufkochen. Die Stärke in etwas kaltem Wasser auflösen und zugeben. Diese Mischung nochmals aufkochen und abkühlen lassen.

Die Förmchen aus dem Gefrierfach holen und die Himbeermasse gleichmäßig auf die fünf Stück verteilen.

Den übrigen Teig dünn ausrollen und in Streifen schneiden oder Herzen etc. ausstechen. Damit die befüllten Crostatas verzieren.

Für etwa 25 Minuten goldbraun backen. Komplett abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Himbeer-Schoko-Tartelettes

Diese unglaublich leckeren Himber-Schoko-Tartelettes habe ich zum 16. Geburtstag meiner besten Freundin gebacken. Wir wollten sie eigentlich zum Frühstück essen, aber Schoko-Frischkäse-Frosting ist morgens vor der Schule einfach zu viel. Zu jeder anderen Tageszeit sind sie aber absolut empfehlenswert und stehen auf jeden Fall in großer Konkurrenz zum Erdbeer-Käsekuchen vom letzten Jahr.

Zutaten
Teig
110 g Mehl
Salz
40 g Kokos
2 EL Zucker
50 g Butter, in kleinen Stückchen
1 Ei
Frischkäse-Frosting
400 g Frischkäse
100 g weiche Butter
140 g Puderzucker
120 g Kakao
+ 3 EL Himbeergelee
7 Himbeeren

für 7 Tartelettes mit etwa 8 cm Durchmesser

Alle Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel geben und verkneten.

Etwa golfballgroße Portionen auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und die Tarteletteförmchen damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel einstechen, damit dieser nicht zu sehr aufgeht.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen. Währenddessen die Tartelettes ins Gefrierfach stellen.

Die Tartelettes für 12-16 Minuten goldbraun backen.

Für das Fischkäse-Frosting Butter und Frischkäse verrühren. Puderzucker und Kakao darübersieben und unterrühren. Das Frosting in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.

Die noch warmen Tarteletteböden mit jeweils einem Teelöffel Himbeergelee ausstreichen und abkühlen lassen. Dann aus den Formen lösen.

Das Frischkäse-Frosting von innen nach außen kreisförmig auf die Tartelettes aufspritzen. Darauf noch eine zweite Lage aufspritzen und mit einer Himbeere krönen.

9: Spekulatiustartes

Wie gestern schon angekündigt, habe ich heute ein Spekulatiusrezept für euch. Falls ihr das Gebäck doch schon aufgegessen haben solltet oder euch nicht die Mühe machen wollt, etwas zu backen um es anschließend eh wieder zu zerbröseln – nehmt einfach gekauften Spekulatius 😉


Zutaten
Boden
100 g kalte Butter, in kleinen Stückchen
50 g (Vanille-)Zucker
Zimt
Salz
1 Ei
180 g Mehl
2 EL Kakao
3 EL gemahlene Mandeln
Füllung
125 g Schokolade
90 g Spekulatius
1 EL Spekulatiusgewürz
175 ml Milch
75 g Sahne
Streusel
35 g gemahlene Mandeln
45 g Mehl
25 g Zucker
Salz
1 TL Spekulatiusgewürz
30 g kalte Butter, in kleinen Stückchen

für 3 rechteckige Formen 15x15cm

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und einen Rost in der mittleren Schiene platzieren.

Alle Zutaten für den Boden in eine große Schüssel geben und mit den Händen zu einem festen Teig kneten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die Formen damit auslegen. Mit einer Gabel ein paar Löcher in den Boden stechen, ein Backpapier darauflegen und mit ein paar Hülsenfrüchten (Erbsen, Linsen, etc.) beschweren.

Etwa 18 Minuten backen, dann das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und nochmals 2 Minuten weiterbacken. Abkühlen lassen.

Für die Füllung die Schokolade grob hacken und den Spekulatius fein zerstoßen. Die Sahne mit der Milch in einem kleinen Topf aufkochen und den Spekulatius und das Spekulatiusgewürz einrühren. Diese Mischung über die Schokolade gießen und mit einem Schneebesen so lange rühren, bis sie sich aufgelöst hat.

Die Spekulatius-Schoko-Füllung gleichmäßig auf die drei Tarteböden verteilen und im Kühlschrank mindestens 30 Minuten fest werden lassen.

Den Ofen nochmals auf 180° C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Währenddessen alle Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und verkneten. Die Streusel auf dem Backblech verteilen und für etwa 8 Minuten goldbraun backen.

Die Streusel abkühlen lassen und dann auf den Tartes verteilen. Die fertigen Spekulatiustartes am besten noch ein paar Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Schoko-Milchcreme-Tartelettes

Diese Tartelettes von Tartelette standen schon ewig auf meiner To-do/To-bake-Liste. Sie zu backen war eine ebenfalls recht lange Angelegenheit – aber einmal von Anfang an:
Die Zutaten für den Original-Mürbteig im Rezept von Tartelette, nämlich Reis- und Hirsemehl machten mich schon stutzig, doch ich dachte mir, dass es mit normalem Mehl auch funktionieren sollte. Gedacht, getan. Leider war der Teig die absolute Katastrophe, was mich aber nicht davon abhielt ihn (bei ständigem Festkleben am Nudelholz) auszurollen und in den Formen zu backen. Das Ergebnis war leider ziemlich schlecht – es zerfiel zu tausenden Bröseln. Weil die Milchcreme jedoch schon fertig war, konnte ich mein Backvorhaben jetzt nicht mehr kippen und ich griff auf eine Abwandlung meines Mürbteigstandardrezeptes zurück. Glücklicherweise funktionierte beim zweiten Versuch an diesem Tag alles und ich konnte meine Tartelettes etwas verspätet in den Werbepausen von Julie&Julia, übrigens einer meiner Lieblings-Koch-Filme, endlich fertigstellen.


nach einem Rezept von Tartelette

Zutaten
Mürbteig
210 g Mehl
60 g gemahlene Mandeln
125 g Butter, in kleinen Stückchen
1 Ei
1 EL Zucker
Salz
Milchcreme
500 ml Milch
100 g Zucker
1/4 TL Backpulver
Ganache
150 g Milchschokolade (oder Zartbitterschokolade)
120 g Sahne
2 TL Kakao
Salz
+ gehackte Mandeln zum Bestreuen

für 7 rechteckige Tarteformen mit 6×10 cm oder eine runde Tarteform mit etwa 22 cm Durchmesser

Zuerst die Milchcreme ansetzen: Die Milch in einen weiten Topf (oder auch eine Pfanne) füllen und Zucker sowie Backpulver zugeben. Diese Mischung aufkochen und dann bei geringer Hitze etwa 40 Minuten lang eindicken lassen. Die Milchcreme ist fertig, wenn sie etwa eine Konsistenz von Apfelmus erreicht hat. Dann den Topf von der Hitze nehmen und abkühlen lassen.

Während die Milch eindickt den Mürbteig herstellen: Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und mit den Händen verkneten. Anschließend den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt etwa 30 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen.

Den Mürbteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die Formen damit auskleiden.
Diese auf einem Rost platzieren, etwa 12 Minuten goldbraun backen und dann abkühlen lassen.

Jeweils ein bis zwei Esslöffel der Milchcreme in den Tartelettes verteilen und etwa 30 Minuten kühlstellen.

Für die Ganache die Schokolade hacken und mit dem Salz in eine hitzebeständige Schüssel geben. Die Sahne in einem kleinen Topf aufkochen und über die Schokolade gießen. Mit einem Schneebesen so lange rühren, bis sich die gesamte Schokolade aufgelöst hat. Den Kakao darübersieben und unterrühren.

Zuletzt die Ganache gleichmäßig auf die Tartelettes verteilen und diese nochmals mindestens 60 Minuten kühlstellen. Danach die gehackten Mandeln daraufstreuen und servieren.

Birnentarte mit Pinienkernen

 Alle Zwetschgen sind geerntet und schon wieder gibt es was aus dem Garten, das ich „verbacken“ kann. Diesmal sind es wunderbar süße Birnen von Edda – danke dafür 🙂

Zutaten
Boden
180 g Mehl
20 g Kakao
100 g Butter, in kleinen Stückchen
1 Ei
40 g (Vanille-)Zucker
30 g Pinienkerne
Füllung
150 g Schmand
40 g (Vanille-)Zucker
1 Eigelb
2 EL Mehl
+ 2 kleine Birnen

für 4 rechteckige Tarteformen

Mehl, Kakao, Butter, Ei und (Vanille-)Zucker zu einem Teig verkneten und diesen 10 Minuten im Gefrierfach (oder 30 Minuten im Kühlschrank) kühlen.

Währenddessen die Birnen schälen, das Kernhaus entfernen und in dünne Spalten schneiden.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und einen Rost in die mittlere Schiene schieben.

Den Teig in vier gleich große Portionen teilen und jede etwa 0,4 cm dick ausrollen. Die Tarteformen damit auskleiden. Den Boden jeder Form mit Pinienkernen bedecken und diese eindrücken. Die vier Formen nochmals etwa 10 Minuten ins Gefrierfach (oder 30 Minuten in den Kühlschrank, dann aber erst später die Birnen schneiden und den Ofen vorheizen) stellen.

Die Tartes 8 Minuten blindbacken, d.h. auf jede Form ein Stück Backpapier legen und mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren. Dies dient dazu, dass der Boden nicht zu hoch wird.

Währenddessen die Füllung zubereiten: Schmand, (Vanille-)Zucker, Eigelb und Mehl verrühren.

Die Tartes wieder aus dem Ofen nehmen, die Füllung gleichmäßig verteilen und die Birnenspalten schräg einstecken. Nochmals für 25 Minuten backen.

Abkühlen lassen und aus den Formen stürzen.

Zwetschgen-Tartelettes mit Baiserhaube

Erntezeit! Unsere Zwetschgen sind fertig und ich habe mir dazu diese Tartelettes ausgedacht. Wenn ich noch ein paar andere reife Früchte auftreibe, probiere ich das Rezept damit auch noch aus…

Zutaten
Boden
160 g Mehl
50 g (Vanille-)Zucker
70 g Butter
Salz
1 Ei
Füllung
 zwei Handvoll Zwetschgen (etwa 10 Stück)
1 Eigelb
40 g Mascarpone
3 EL Sahne
1 EL (Vanille-)Zucker
Baiserhaube
1 Eiweiß
20 g Puderzucker
Salz


für 5 Tartelettes mit etwa 7 cm Durchmesser

1 Mehl, (Vanille-)Zucker, Butter, Salz und Ei zu einem festen Teig verkneten.
2 In Frischhaltefolie wickeln und etwa 10 Minuten im Gefrierfach (oder 30 Minuten im Kühlschrank) kühlen.
3 Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen. Die Zwetschgen waschen, entkernen und vierteln.
4 Den Teig in 5 gleich große Stücke teilen und auf 0,4 cm Dicke ausrollen.
Die Tarteletteformen mit den Teigkreisen auslegen und mit einer Gabel einstechen.
5 Die Tartelettes wieder 5-10 Minuten im Gefrierfach kühlen (oder wieder 30 Minuten im Kühlschrank).
6 Die Tarteletteböden 10 Minuten backen.
7 Für die Füllung Eigelb, Mascarpone, Sahne und (Vanille-)Zucker verrühren.
8 Jeweils 2 Esslöffel Füllung in die Tarteletteböden gießen und die Zwetschgenviertel darauf verteilen.
9 Für 8 Minuten backen.
10 Währenddessen das Eiweiß schaumig rühren, Puderzucker und Salz zugeben und steif schlagen.
11 Die Tartelettes aus dem Ofen nehmen und diesen auf 160° C Umluft zurückschalten.
12 Auf jedes Tartelette eine „Baiserhaube“ setzen und nochmals für 20 Minuten backen.
13 Abkühlen lassen und aus den Formen lösen.