Schlagwort-Archive: Pistazien

Kirsch-Pavlovas

Heute kein wirklich neues Rezept, dafür ein Verweis auf eines von 2015: Pavlovas mit Aprikosen und Pistazien – diesmal halt mit Kirschen.

Wegen meiner andauernden Eis-Produktion (Pfirsich-Eis, Kernöl-Eis mit Kürbiskernkaramell und noch einige unverbloggte Sorten) habe ich zur Zeit einen gefühlt unendlichen Eiweiß-Überschuss. Um die ganzen Ziplock-Tütchen im Gefrierschrank mal aufzubrauchen, habe ich deshalb endlich mal wieder Pavlovas gemacht.

Kirsch-Pavlovas

Eigentlich sollte ich solche viel öfter machen, denn sie brauchen nicht viele Zutaten und sind sehr einfach herzustellen, solange man alle Schüsseln fettfrei hält. Die Kombination von bröseligem Baiser, geschlagener Vanillesahne (gerne auch mit Schnaps aromatisiert!), frischen Früchten und Nüssen ist außerdem unschlagbar.

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Punschkrapferl

Inspiriert, oder eher gezwungen von den rosa-herzerl-glitzer-Posts, die in der vergangenen Woche das Internet überfluteten, beschloss ich spontan, mal Punschkrapferl zu machen. Diese österreichische Spezialität hatte ich zwar schon oft gesehen, aber noch nicht ein einziges Mal gekostet.

Punschkrapferl

Laut Wikipedia handelt es sich dabei um einen Würfel (seltener auch Zylinder) aus Biskuitteig, der mit einer Masse aus Marmelade, Rum oder Punsch und Schokolade gefüllt und mit einer rosa Glasur (sog. Punschglasur, als solche in Österreich erhältlich) überzogen ist.

Punschkrapferl

Soweit so einfach – Punschkrapferl scheinen die österreichische Variante von Granatsplittern (die ich zuletzt 2010 gebacken habe) zu sein. Ich wollte es allerdings nicht so halten wie z.B. mit Oreos und eine „berühmte“ Speise nachbacken, ohne vorher einmal das „Original“ probiert zu haben. Deshalb stattete ich den Konditoreien in meinem Umfeld einen Besuch ab und machte einen Punschkrapferltest:

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v.l.: Punschkrapferl vom MANN, Konditorei Hübler und meine zwei Varianten – einmal mit, einmal ohne Kakao

Auf die Idee hatte mich dieser Post von Katharina Seiser gebracht, die 2010 die besten Punschkrapferl Wiens gesucht hatte. Richtig überzeugt hat mich aber keines meiner, zugegeben recht wenigen, Testexemplare. Aber immerhin hatte ich einen Anhaltspunkt!

Ich kombinierte einige Rezepte, die ich im Internet gefunden hatte, und wurde zumindest bezüglich des Biskuits gründlich enttäuscht. Vielleicht habt ihr es meiner Instagramstory gesehen – mir fiel einfach der ganze Biskuit gänzlich zusammen. Gut, dass ich schier endlose Vorräte hege und auch nach Mitternacht einfach einen zweiten – diesmal nach meinem Rezept – backen konnte. Auch gut: Punschkrapferl als „Resteverwertung“ – der ruinierte Boden fand trotzdem Verwendung. Damit ihr euch nicht genauso ärgern müsst, habe ich euch hier aber mein oft getestetes und funktionierendes Biskuitrezept aufgeschrieben, es ergibt genauso viel fertigen Biskuit wie das andere.

Auf jeden Fall sind Punschkrapferl ziemlich viel Arbeit, aber solltet ihr größere Mengen an übrigem Biskuit haben, gehts schon viel schneller. Außerdem besteht die Füllung in meinem Rezept aus Blutorangensaft und gar nicht so viel Zucker, sodass die dann nicht pappsüß und schrecklich künstlich schmeckt wie häufig bei gekauften Exemplaren.

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10: Dattel-Pistazien-Kekse mit Kardamom

Nach vier Jahren Adventskalender mit unzähligen weihnachtlichen Rezepten wird es mit den „klassischen“ Weihnachtszutaten manchmal fad. Deshalb habe ich Datteln und Pistazien für diese schnellen Rollen-Kekse als Geschmacksgeber auserkoren, verfeinert mit einem kleinen bisschen Kardamom und gebräunter Butter. Diese Zutaten erinnern landläufig an den Orient, auch wenn sie dort wohl traditionell niemals so verarbeitet würden. Aber was solls, Kaiserschmarrn aus Österreich wird weltweit auch zigfach variiert, selbst wenn das hier an Blasphemie grenzte 😉

dattel-pistazien-kekse mit kardamom_2

Übrigens: nach dem selben Prinzip macht man auch Hirschknöpf, Zitronen- oder Gewürzheidesand.

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Abiturkekse Pt. I: Studentenfutter-Haferkekse

Morgen ist meine erste schriftliche Abiturprüfung. Deshalb habe ich Kekse gebacken. Denn ohne anständige Verpflegung ist es gänzlich unmöglich während der 315 Minuten Deutschabitur konzentriert zu bleiben. Dank unzähliger Epochen, Stilmittel und Werkszusammenfassungen schwirrt mir ohnehin jetzt schon der Kopf, da ist Teigkneten eine gute Abwechslung.

Und weil ich sowieso keine Prüfung ablege, ohne dass ich mir vorher etwas dafür gebacken hätte, habe ich mir gedacht, ich mache einfach eine Rezeptserie daraus! Zu jeder Abiturprüfung ein Zuckerl: wahlweise Snack, War-doch-gar-nicht-so-schlimm-wie-gedacht-Kuchen oder wenns ganz schrecklich wird Wenigstens-hab-ichs-jetzt-hinter-mir-Cupcakes. Eigentlich begann die Serie schon letzte Woche mit diesen Scones, jetzt gehts also mit Studentenfutter-Haferkeksen weiter. Das Studentenfutter hier ist weit gefasst, ich habe einfach das genommen, was die Küche hergab: Walnüsse, Pistazien, Korinthen, Cranberries und Aprikosen.

studentenfutter-haferkekse1

Allen anderen bayerischen Zwölftklässlern wünsche ich für morgen ebenso leckere Kekse und natürlich viel Erfolg!

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Pistaziencakepops

Meine letzten Cakepop-Versuche liegen mittlerweile gut eineinhalb Jahre zurück und statt diesmal wieder irgendetwas nachzubauen (Erdbeeren, Eulen, Weihnachtsmützen) wurden es ganz klassische Kugeln. Also, fast ganz klassisch. Der Teig ist nämlich grün eingefärbt, was sich mit den Pistazien als Verzierung recht gut macht. Und natürlich schmeckt es auch richtig gut!

pistaziencakepops2

Gebacken, gebröselt und gekugelt habe ich die Cakepops mit meiner Freundin Laura, was auch die Abwechslung im Fotohintergrund (sieht richtig gut aus, nicht?) erklärt. Es hat viel Spaß gemacht, auf baldige neue Cakepop-Kreationen!

pistaziencakepops

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Orientalische Frühstücksschnecken aka Middle Eastern Sticky Buns

Das Rezept dieser Middle Eastern Sticky Buns mochte ich schon, als ich den Titel las. Es stammt von dem wunderbaren saudiarabischen (!) Blog Yasmine’s Kitchen und ist im Original mit vielen Step-by-Step-Fotos ausgestaltet. Hier bei mir findet ihr eine etwas abgeänderte Version, die leider auch nicht recht viel schneller zuzubereiten ist. Für ein einfaches Sonntagsfrühstück sind die Frühstücksschnecken also eher ungeignet, für den nächsten Brunch würde ich sie aber uneingeschränkt weiterempfehlen. Hefeteig mit Aprikosen, Pistazien und das dann karamellisiert und gewürzt mit viel Zimt und Kardamom – das kann man doch nur mögen!

nach einem Rezept von Yasmine’s Kitchen
Teig
21 g (1/2 Würfel) Hefe
30 ml warmes Wasser
50 g Zucker
50 ml Milch
30 g weiche Butter
1 Ei
1 Eigelb
1 TL Zitronenschale
1 1/2 TL Salz
250 g Mehl
Füllung
33 g Zucker
50 g brauner Zucker
75 g getrocknete Aprikosen
50 g Pistazien
1 TL Kardamom
1/2 TL Zimt
25 g Butter
Boden
10 TL brauner Zucker
50 g Pistazien
30 g getrocknete Aprikosen

für 10 Stück

Die Hälfte des Mehls in eine große Schüssel geben und die Hefe darüberbröckeln. Das Wasser und einen Teelöffel Zucker dazugeben und mit einer Gabel verrühren. Etwa 10 Minuten stehen lassen.

Milch, Butter, Zitronenschale, Eier, Zucker und Salz einrühren. Die Hälfte des übrigen Mehls mithilfe eines Teigspatels einarbeiten. Das restliche Mehl mit den Händen einkneten, ggf. noch etwas mehr Mehl zugeben, wenn der Teig sehr klebrig ist.

Den Teig zu einer Kugel formen und in einer gefetteten Schüssel 1-2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen.

Währenddessen die Füllung zubereiten: Aprikosen und Pistazien fein hacken und in einer kleinen Schüssel vermischen. Braunen und weißen Zucker mit Zimt und Kardamom vermischen. Die Butter schmelzen.

Als nächstes den Boden der Förmchen vorbereiten. Dazu in jedes Förmchen einen Teelöffel braunen Zucker geben. Die Pistazien und die Aprikosen hacken und gleichmäßig auf die Förmchen verteilen.

Den Teig kurz durchkneten, dann zu einem 30×40 cm Rechteck ausrollen. Die Teigplatte mit der geschmolzenen Butter bestreichen, mit der Zuckermischung und den gehackten Pistazien und Aprikosen bestreuen. Über die Längsseite aufrollen und vorsichtig in 10 gleich große Stücke schneiden.

Jedes Stück vorsichtig in ein Förmchen setzen. Die Frühstücksschnecken für 30-35 Minuten goldbraun backen. Aus den Förmchen nehmen und noch warm servieren.

Aprikosen… Pistazien… Was könnte man noch so daraus machen?