Schlagwort-Archive: mandeln

Rhabarber-Frangipane-Tarte mit Kandiertem Ingwer

Seit ich die Rhabarber-Baiser-Tarte mit Anis und den Rhabarber-Fenchel-Wermut-Cocktail gemacht habe, habe ich jede Woche wieder aufs Neue Rhabarber auf den Einkaufszettel geschrieben. Doch bei keinem einzigen Laden in meiner Umgebung konnte ich welchen auftreiben – mir schien als wäre die Saison in Österreich frühzeitig zu Ende (Marillen gibts auch schon!).

Glücklicherweise trieb einer meiner Mitbewohner dann doch irgendwo ein halbes Kilo auf und ich konnte einerseits endlich neuen Rhabarbersirup für Cocktails kochen und andererseits die Stangen selbst zu Kuchen verarbeiten.

rhabarber-frangipane-tarte mit kandiertem Ingwer, Vogelperspektive
Bei meinem letzten Vorstadtspaziergang hab ich ein bisschen Grünzeug mit Blüten mitgehen lassen!

Besonders viel Zeit hatte ich nicht, deshalb hielt ich mich an ein bewährtes Rezept, das schon in dreierlei Variationen hier im Blog zu finden ist: Frangipane-Tarte – mit Zwetschgen, Griacherln oder Rhabarber.

Exakt die gleiche Tarte wollte ich trotzdem nicht machen, weshalb ich den Rhabarber statt in Streifen in feine Würfel schnitt und gut 50 Gramm gehackten kandierten Ingwer darunter mischte. Seine ätherische Schärfe passt finde ich super zum ziemlich sauren Rhabarber und der süßen Mandelcreme.

rhabarber-frangipane-tarte mit kandiertem Ingwer,

Ausnahmsweise verlinke ich hier nur auf das Rezept, den noch einmal muss es wirklich nicht im Blog stehen.

Low-Carb-Schokokuchen

„Low-Carb“ und Diäten aller Art sind mir sehr suspekt. Wegen dieses Tweets von Marlies Hübner (die übrigens ein sehr interessantes Blog über Autismus und Neurodiversität schreibt) und weil die Mehlvorräte der WG für Pizza draufgegangen waren, gab ich Kuchen ohne Mehl doch eine Chance.

Der Einfachheit halber habe ich mich gleich an das im Thread zitierte Rezept von lecker.de gehalten. Es verspricht die Konsistenz von Mousse au Chocolat – das heißt es muss viel Luft in die Zutaten.

Nach Eischnee und steifgeschlagener Sahne lief nur leider unser schrottiger Handmixer gefährlich heiß, es roch schon nach verbrannten Motorkohlen. Dieses Rezept reiht sich damit in die unheilvolle Geschichte der ohne-Mehl-Kuchen in diesem Blog ein: 2012 (lang ists her!), als ich Mandel-Schoko-Kuchen ohne Mehl gebacken habe, schrottete ich den Mixer meiner Mama…

Schoko-Mandel-Kuchen ohne Mehl auf einer Tortenplatte
Mandel-Schoko-Kuchen ohne Mehl

Beim Low-Carb-Schokokuchen versuchte ich schließlich die ganzen Eier erst mit dem Pürierstab (unmöglich) und dann händisch aufzuschlagen, doch besonders viel Luft bekam ich nicht hinein – ein Grund, warum mein Kuchen viel platter ist, als der am Foto des Originalrezepts.

Ein weiterer Grund: Als ich das Ofentürl öffnete, fiel er um ein ganzes Stück zusammen und das Foto entstand erst am nächsten Tag (recht unmotiviert, wie das außerordentlich *aufwändige* Foodstyling zeigt).

Dennoch: Der Kuchen schmeckte der ganzen WG, die ich zur Zeit fast täglich mit neuem Gebäck versorge, sehr gut. Ich aß ein bisschen Powidl dazu, ich glaube sauer-bittere Orangenmarmelade als Kontrast zur schweren Cremigkeit des Low-Carb-Schokokuchens wäre noch besser.

Low-Carb-Schokokuchen weiterlesen

Stachelbeer-Frangipane-Tarte

Bei Top With Cinnamon hatte ich kürzliche einen Stachelbeerkuchen gesehen und träumte seitdem davon, selbst einen zu machen. Aber ich wollte unbedingt Mandeln, genauer gesagt Frangipane, als Kontrast dabei haben, so ähnlich wie bei der simplen Rhabarber-Frangipane-Tarte oder der superaufwendigen Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen.

Und siehe da: ein paar Tage später tauchten magischerweise ein paar wenige Stachelbeeren in unserem Kühlschrank auf. Also eigentlich gehörten sie meiner Mitbewohnerin, die sie nicht aufessen wollte weil sie so sauer waren. Glücklicherweise fand ich auch noch eine handvoll Heidelbeeren, die weitaus süßer waren und mit denen ich die Tarte „auffüllen“ konnte.

ein stück stachelbeer-frangipane-tarte mit puderzucker auf einem dunklen teller
Ich hattee ein nicht unbedingt fotogenes Stück Tarte vor der Linse…

Gesagt, getan, die Tarte wurde ziemlich lecker!

Stachelbeer-Frangipane-Tarte weiterlesen

Marillenmuffins

In diesen Muffins sind Marillen gleich zweifach verwertet: Einerseits die Frucht selbst – eh klar. Aber auch die Kerne! Eine Freundin hat mir nämlich ein kleines Glas mit gemahlenen Marillenkernen geschenkt. Bevor ich mich getraut habe, diese zu verarbeiten, habe ich ein bisschen herumgegoogelt – denn roh sind sie HOCHGIFTIG.

Die Großbuchstaben hier sind wirklich angebracht, denn schon 25 g rohe Kerne können für einen Erwachsenen lebensbedrohlich werden, da das enthaltene Amygdalin zu Blausäure (Cyanid) verstoffwechselt wird. Durch die Hitze im Ofen verflüchtigt sich der gefährliche Stoff laut niedersächsischem Verbraucherschutzamt allerdings. Übrig bleibt ein angenehm bitterer Geschmack – den man einfacher auch mit ungefährlichem Bittermandelaroma aus dem Supermarkt haben könnte.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter
Die einzigen Muffinförmchen im Haus bieten einen schönen Kontrast zu den Marillen

Den Teig mit gemahlenen Marillenkernen sollte man deshalb nicht probieren und erst recht vor Kindern fernhalten. Wer die Gefahr vermeiden will, kann auch einfach gemahlene Mandeln verwenden.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter, von schräg oben fotografiert

Genug Warnhinweise, hier folgt das Rezept für sommerliche Muffins:

Marillenmuffins weiterlesen

Marzipan-Marillen-Augen

Mein zwei-Sorten-Plätzerl-Vorrat hat sich in den letzten Tagen leider in Luft aufgelöst, also musste Nachschub her. Irgendetwas mit Marzipan sollte es werden und die erste Anlaufstelle im Internet war deshalb my name is yeh (so wie esskultur für Zitrusfrüchte, Bravetart für Amerikanisches aller Art oder Minimalist Baker für Veganes). Dort fand ich ein Rezept für wunderschöne Marzipan Sprinkle Hamantaschen, die es zum jüdischen Purimfest gibt. Der Teig für diese Plätzchen müsste aber mehrere Stunden kühlstehen, und diese Zeit hatte ich nicht.

Nach ein bisschen Herumgooglen bastelte ich mir deshalb einfach mein eigenes Rezept zusammen. Die Marzipan-Marillen-Augen kommen dank den ziemlich fetten Mandlen und Marzipan ohne Butter aus. Der Marillenschnaps sorgt auch in den ungefüllten Plätzerl für ein interessantes zweites Aroma. Und mit Marillenmarmelade aus den von Mamas, Omas und Tanten bestückten WG-Vorrat kann man sowieso nichts falsch machen.

Wer keine Zeit hat, Teig stundenlang kühlzustellen, auszurollen und auszustechen, ist mit diesem Rezept gut beraten. Nur eine Schüssel wird dreckig und es es braucht nichtmal einen Mixer.

Marzipan-Marillen-Augen weiterlesen

Mandel-Zitruskuchen mit Joghurt

„Trockenem“ Kastenkuchen gebe ich viel zu selten eine Chance – es ist nun einmal recht wahrscheinlich, dass ein solcher ganz trocken und am Ende auch noch fad ist.

Dieser Kuchen aber wird durch den griechischen Joghurt vor einem bröseligen Schicksal bewahrt, gemahlene Mandeln und viel Zitronen- und Limettenschale kämpfen erfolgreich gegen langweiligen Geschmack.

Mandel-Zitruskuchen mit Joghurt

Das Rezept habe ich von Slim Palate abgekupfert, der den Kastenkuchen ganz fancy mit kandierten Orangen und Pistazien serviert. Ich habe den Großteil meiner drei Mini-Kastenkuchen als Uni-Snack aus knittrigen Papiertüten gegessen, sodass nichtmal mehr der Puderzucker haften blieb – den Kuchengeschmack (hi, Anna!) alleine (Mandeln! Zitrus!) halte ich aber für überzeugend genug.

Mandel-Zitruskuchen mit Joghurt weiterlesen

Cantuccini mit Walnüssen

Nach dem Mousse au Chocolat von neulich folgt ein weiterer Ausflug in ein europäisches Land: Italien. Für die letzte Einheit meines Ferien-Italienisch-Kurses wollte ein landestypisches Gebäck mitbringen und erinnerte mich an dieses Rezept aus den frühen Tagen der Zuckerbäckerei.

Traditionellerweise (und auch im ursprünglichen Post) gehören in Cantuccini ganze Mandeln, die ich aber nicht hatte, sodass ich sie durch Walnüsse ersetzte.

Cantuccini

Im Kurs war ich dann nicht die Einzige, die an Cantuccini dachte, auch unserere Lehrerin brachte welche (aus dem Supermarkt) mit, sodass ich 1A-Vergleiche anstellen konnte. Wie so oft waren meine selbstgemachten weitaus weniger süß als die industriell hergestellten. Und natürlich machten sich auch die Walnüsse statt der Mandeln bemerkbar – nicht negativ, wie ich finde.

Cantuccini mit Walnüssen weiterlesen

Gebrannte-Mandel-Hefezopf-Brot

Das Gebrannte-Mandel-Hefezopf-Brot ist einmal wieder ein klassischer Fall von gesehen und sofort umgesetzt. Entdeckt habe ich ein ähnliches Gebäck nämlich bei Zucker, Zimt und Liebe. Auf dem Heimweg von der Uni verleiteten mich die wunderschönen Fotos auf Jeannys Blog, auf dem gerade eröffneten Weihnachtsmark frisch gebrannte Mandeln zu erstehen. Ich musste mich arg zusammenreißen, nicht gleich in der Straßenbahn alle wegzuknappern, denn sie sollten weiterverwendet werden.

Gebrannte-Mandel-Hefezopf-Brot

Dafür griff ich auf mein allerliebstes Hefeteigrezept überhaupt- Brioche Burger Buns von HighFoodality – zurück. Das habe ich übrigens auch schon für dieses Schokoladen-Hefezopf-Brot, das dem heutigen Rezept gar nicht unähnlich ist, verwendet.

Die nicht-geknabberten gebrannten Mandeln mussten schließlich dran glauben und wurden mit dem Teigholz zerschlagen. Später vermischte ich sie mit weicher Butter, braunem Zucker und großzügig Zimt – einer Kombination, die so lecker ist, dass ich sie mir auch in anderen Umgebungen vorstellen kann (Brotaufstrich, Dip für Obst?). Das Ganze verstrich ich dann auf dem reichhaltigen Hefeteig und verzwirbelte es in sich zu einem Zopf, den ich in einer gläsernen Form buk – daher auch „Brot“ im Titel.

Gebrannte-Mandel-Hefezopf-Brot

Vorschläge für bessere Namen nehme ich gerne entgegen!

Gebrannte-Mandel-Hefezopf-Brot weiterlesen

Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen

Diese Tarte habe ich einmal wieder recht umständlich getauft. Aber ich kann einfach keine der einzelnen Komponenten im Titel weglassen, denn sie sind alle so furchtbar lecker.

Leider habe ich kein Foto, auf dem man die Schichten im Querschnitt sieht, da ich sie (natürlich im Ganzen) als Gastgeschenk mitbrachte. Die Basis der Tarte bildet der süße Knetteig aus Michel Roux Ofenfrisch. Darauf kommen dann geröstete Mandeln in Form von Frangipane und ein Kardamom-Pudding aus Niki Segnits Geschmacksthesaurus. Die dekorative oberste Lage besteht aus pochierten Vanille-Marillen und Mandelblättchen.

Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen

Die ganze Arbeit und Zeit, die dieses Rezept erfordert, lohnt sich meiner Meinung nach wirklich – die Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen gehört zu meinen liebsten des bisherigen Jahres.

Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen weiterlesen