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15: Quarkstollen

Dass ich selbst einen Stollen gebacken habe, ist schon lange her. Dank meinem Blogarchiv ist es sogar genau zu datieren – es war der Winter 2010. Der nächste Stollen von 2015 ist aber anders – mit Datteln, Cranberries und Rosinen, außerdem Cashews und Mandeln. Und in Ermangelung von Rum ein paar „Stamperl“ Martini. Klassisch ist aber der Quark-Hefeteig und die dicke Butter-Puderzucker-Schicht, die dieses weihnachtliche Gebäck nach ein paar Tagen noch besser macht.

Quarkstollen mit Rosinen, Datteln, Cranberries, Mandeln und Cashews

Übrigens enthielt der Stollenpost aus den Anfangstagen der Zuckerbäckerei neben dem Rezept nur ein paar wenige Zeilen – einen Flachwitz, über den ich mich bis heute kugelig amüsieren kann:

Treffen sich zwei Rosinen.
Fragt die eine: „Wieso hast du eigentlich einen Helm auf?“
Darauf die andere: „Ich muss gleich in den Stollen!“

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10: Dattel-Pistazien-Kekse mit Kardamom

Nach vier Jahren Adventskalender mit unzähligen weihnachtlichen Rezepten wird es mit den „klassischen“ Weihnachtszutaten manchmal fad. Deshalb habe ich Datteln und Pistazien für diese schnellen Rollen-Kekse als Geschmacksgeber auserkoren, verfeinert mit einem kleinen bisschen Kardamom und gebräunter Butter. Diese Zutaten erinnern landläufig an den Orient, auch wenn sie dort wohl traditionell niemals so verarbeitet würden. Aber was solls, Kaiserschmarrn aus Österreich wird weltweit auch zigfach variiert, selbst wenn das hier an Blasphemie grenzte 😉

dattel-pistazien-kekse mit kardamom_2

Übrigens: nach dem selben Prinzip macht man auch Hirschknöpf, Zitronen- oder Gewürzheidesand.

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20: Dattelpralinen

Kürzlich habe ich mal mit einer Freundin, die in Deutschland gerade in ihre Studentenbude gezogen war, über Weihnachtsplätzchen gesprochen. Sie klagte mir, dass es ohne Ofen in der Weihnachtszeit ganz schön schrecklich sei, weil Plätzchenbacken einfach nicht drin wäre.

Für diese Freundin und alle anderen ohne Backofen habe ich heute etwas: Dattelpralinen ohne Backen und mit richtig viel Weihnachtsaroma. Kardamom, Nelken und Sternanis zu Datteln, Aprikosen und Pecans verbreiten schnell Festtagsstimmung. Und sie verzichten noch dazu auf raffinierten Zucker und sind gänzlich vegan!

Dattelpralinen

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Frühstücksbrot

Die vielen weißmehl-, zucker- und sonstwas-freien Rezepte die seit einiger Zeit nicht nur in der Blogosphäre so furchtbar in Mode sind, nerven mich ziemlich. Denn meistens verlangen sie nach irgendwelchen fancy Ersatzzutaten (Reismehl! Mandelmilch! Chiasamen!), die entweder schwierig aufzutreiben, unerschwinglich, oder gleich beides sind. Deshalb habe ich bis jetzt einen weiten Bogen um solche „Special-Diet“-Rezepte gemacht, denn ich finde, dass es für einen gesunden (aka nicht von Allergien geplagten) Menschen, überhaupt gar nicht nötig ist, solchen aufhebens zu machen.

frühstücksbrot_2

Bis jetzt. Denn der echt übermäßige Zucker- und Weißmehlanteil in der traditionell marokkanischen Ernährungsweise hat mich zum Nachdenken gebracht. Naja eher hat er mir die Lust an raffiniertem Zucker, der hier meist in „Würfeln“- eher Ziegelsteinen, mindestens zwanzigmal so groß wie normale Zuckerwürfel-  verkauft wird, verdorben.

Keine Angst, ich werde jetzt nicht zum supergesunde-Ernährungs-Apostel, immerhin heißt mein Blog Zuckerbäckerei. Doch ich bemühe mich ab jetzt hin und wieder einmal ein bisschen an Ungesundem zu sparen, ohne dabei auf Geschmack zu verzichten. In diesem Fall heißt das kein raffinierter Zucker und auch kein weißes Mehl. Spezialzutaten werdet ihr allein schon aus dem Grund, dass ich sie hier in Marokko wohl kaum auftreiben kann, auch nicht sehen.

kürbiskerne

Ich hatte nämlich mit den Kürbis- und Sonnenblumenkernen für dieses Rezept schon genug Mühe. Einen ganzen Spielfilm (Paulette ist übrigens sehr sehenswert) hat es mich gekostet, dieses Schüsselchen Kerne von den holzigen Schalen zu befreien, weil ich partout keine Geschälten finden konnte. Doch die Arbeit hat sich gelohnt: Datteln, Aprikosen, Körner, Nüsse und Volkornmehl verbinden sich mit Kardamom, Zimt und Muskat zu einem Frühstücksbrot, dass eigentlich weder als Brot, noch als Kuchen durchgeht, aber einfach super zum Frühstück schmeckt. Mit großzügig Butter obenauf noch viel besser:

frühstücksbrot_3

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