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Erdnuss-Apfel-Streuselkuchen

Und schon wieder ein Wunschkuchen im Blog: Nach dem Schoko-Kaffee-Cheesecake und dem Eierlikörguglhupf aka Kuchenkuchen durfte sich auch mein dritter Mitbewohner ein Geburtstagsgebäck bei mir wünschen.

Seine Schlagwörter waren Äpfel und Streusel. Doch das allein fand ich zu fad, und kam durch Blättern in Niki Segnits Geschmacksthesaurus auf die Kombination von Apfel und Erdnuss.

Kerze wird ausgeblasen
Und noch ein GIF, weils so schön ist!

Das saure Äpfel und Erdnussbutter einen guten Snack ergeben, konnte ich lange nicht glauben, bis mich ein amerikanischer Bekannter vor einigen Jahren mal dazu überredete, es zu probieren. Und es schmeckt super! Sauer-Süß-salzig-fettig-knackig-cremig, alles gleichzeitig. Dieses Erlebnis lässt sich zwar nicht eins zu eins auf Kuchen übertragen, da die Äpfel während des Backens logischerweise an Knackigkeit und Säure verlieren, aber Crunch lässt sich durch gehackte Erdnüsse erzeugen und zusätzliche Säure mit etwas Zitronensaft.

In den Rührteig habe ich auch noch zwei großzügige Löffel Erdnussbutter gegeben, um so weit wie möglich vom langweiligen Rührteigflair wegzukommen. Und trotzdem: Den fertigen Kuchen könnte ich mir sehr gut auf einer klassischen Kaffeetafel, mit einem großen Blob Schlagsahne vorstellen.

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Eierlikörguglhupf aka Kuchenkuchen

Nachdem ich den vagen Wunsch eines meiner Mitbewohner nach Schichten-Schoko-Cheesecake in einen Schoko-Kaffee-Cheesecake verwandelt habe, forderte ein anderer „Kuchen-Kuchen“. Was das sein sollte? Kuchen mit Kuchengeschmack halt – inspiriert von asdf’s Pie mit Pieflavor (eine Memekultur-Referenz, die mir kein Begriff war).

Ich habe GIFs liebgewonnen!

In meiner Vorstellung entspricht „Kuchengeschmack“ einem einfachen Rührkuchen, nur einfache Rührkuchen mag ich nicht besonders gerne (laaaaangweilig!). Guglhupfs mit Eierlikör habe ich dagegen als zumindest richtig saftig in Erinnerung – für Eierlikör-Marmorguglhupfs gibt es auch schon ein Rezept im Blog, und übrigens auch eines für selbstgemachten Eierlikör.

Marmorkuchen war aber in der Vorstellung meines Mitbewohners wegen der paar Löffel Kakao schon wieder zu viel des Guten und damit sicher kein Kuchenkuchen. Also wurde es Eierlikörguglhupf ohne irgendetwas, angelehnt an ein Rezept des wohl bekanntesten Eierlikörherstellers (ich habe irgendeinen anderen genommen, der sich hinter den für Cocktails brauchbaren Spirituosen auf dem Küchenkastl fand).

Im Teig sind so viele Eier, dass meine Schüssel fast überging, als ich sie luftig schlug. Dann noch großzügig Eierlikör, sodass der Kuchen nicht nur Ei-Fluffig sondern auch Ei-gelb wurde. Die Konstistenz erinnert außerdem fast an Biskuit, was ich neben der vielen Luft auch dem hohen Stärkeanteil im Teig zuschreibe.

Eierlikör-Guglhupf, Vogelperspektive

Die Kerzerl sind übrigens nicht wegen meines Mitbewohners auf dem Kuchen, denn es war ein ganz gewöhnlicher Kuchenwunsch, kein Geburtstagsgeschenk. Grund dafür waren zwei digitale Geburtstagspartys, auf die ich am Backtag eingeladen war. Praktischerweise konnte ich den gleichen Kuchen zweimal „mitbringen“ und die Geburtstagskinder über die Webcam die Kerzen ausblasen lassen. Nur dumm, dass sich Kuchenstücke nicht übers Web verschicken lassen…

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Apfel-Rosmarin-Muffins

Meine WG hat vergangene Woche einen ganzen Kübel (also wohl so 5 Kilo) Äpfel gekauft – mit dem Plan, sie zum Brunch zu entsaften. Doch daraus ist bis jetzt noch nix geworden, weshalb ich mir jetzt einfach eine Reihe Apfel-Gebäck vorgenommen habe.

Dieses Rezept habe ich aus einem meiner ersten Backbücker (ich habe es diesem Blogpost zufolge mindestens seit August 2010): „Anniks göttliche Kuchen“ hat zwar eindeutig gestresste „quirky“ Mütter mit sehr klassischem Rollenverständnis zur Zielgruppe, aber die Rezepte darin sind trotzdem gut. Also oft recht einfach, aber mit vielen tollen Ideen.

Im Laufe der lezten 10 (?!?!) Jahre habe ich schon ein paar Sachen nachgebacken, z.B. diese großartige Rüblitarte (für die wär ja jetzt auch wieder Saison!), den Mohnkuchen oder die Apfeltarte. Außerdem ist Annik Weckers Grundrezept nach wie vor meine go-to-Orientierung für Biskuit.

Dieser gewöhnliche Rührteig wird durch gedünstete Äpfel und großzügig Rosmarin wirklich spannend. Weil ich nicht genug Zeit für 60 Backminuten hatte und außerdem keine Lust, mit dem anschneiden bis nach dem Foto zu warten, habe ich statt einer 24cm-Springform einfach Muffinförmchen genommen. Deshalb ist die Menge auch nicht an das klassische 12er-Blech angepasst; es kommen 16 bis 18 Stück heraus.

apfel-rosmarin-muffins
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Marillen-Mascarpone-Kuchen

Vergangenes Wochenende wollte ich unbedingt mal wieder einen klassischen Kaffeeklatsch-Kuchen backen. In meinen Augen fällt in diese Kategorie alles, was man am Besten im Ganzen auf den Tisch stellt und vielen Leuten serviert – ganz im Gegensatz zu Cookies, Scones und ähnlichem Kleingebäck, das ich am liebsten als Uni-/Arbeits-Pausensnack in Tupperdosen mitnehme.

marillen-mascarpone-kuchen auf einem türkisen deckchen, daneben teller, tortenheber und gabel
In fremden Küchen bäckt sichs schwieriger, dafür gibts Abwechslung bei den Foto-Props!

Hier im Blog gibt es verhältnismäßig wenig solcher Rezepte, z.b. Biskuitroulade mit Aprikosenfüllung und Kardamom, Gestürzter Johannisbeer-Karamell-Kuchen oder Vanillekastenkuchen mit karamellisierten Lorbeerbirnen.

Auf der Suche nach einem neuen Kaffeeklatsch-Kuchen schaute ich zuersteinmal bei Joy The Baker vorbei, deren Blog ich schon abonniert hatte, als es die Zuckerbäckerei noch gar nicht gab. Und natürlich wurde ich fündig: Der Simple Fig and Mascarpone Cake war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Nur bin ich nicht in Kalifornien, sondern in Österreich und nahm statt den Feigen einfach Marillen. Schmeckt super!

marillen-mascarpone-kuchen angeschnitten von oben
ein stück marillen-mascarpone-kuchen
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Eierlikör-marmorkuchen

Meine Tante hat mir zu Ostern wieder ein bisschen selbstgemachten Eierlikör geschenkt – das Rezept dazu habe ich übrigens vor etwa fünf Jahren gebloggt:

2013 spielte ich mit GIFs herum – könnte ich eigentlich mal wieder machen!

Pur trinken wollte ich ihn nicht und erinnerte mich an ein Rezept aus den Frühzeiten der Zuckerbäckerei. Ich ahnte schon, dass es mit Vorsicht zu genießen ist, so knapp wie ich damals schrieb.

Ich startete also eine Eierlikörkuchen-Neu-Testreihe, bei der zwischendurch leider der WG-Ofen kaputtging. Glücklicherweise kam ich zufällig im Haus meiner Familie vorbei, wo zwar der Ofen ging, aber keine Guglhupfform mehr da war! Genauer gesagt war sie nicht mehr in der Küche. Offenbar hatte sie zu rosten begonnen und wurde deshalb einfach zum Blumentopf umfunktioniert…

vier guglhupfs und eine eierlikörflasche auf einer blauen tischdecke im gras
Mein Puppengeschirr von 1997 hat genau die richtige Größe für einen Mini-Guglhupf

Aber stattdessen lag noch ein Mini-Guglhupf-Backblech herum, das nicht rostete. Und die entstandenen Küchlein mit endlich ausgewogenem Rezept passen perfekt auf mein Puppengeschirr – alternativ gehen natürlich auch einfache Untertassen.

Und falls ihr keine Mini-Guglhupf-Form zur Hand habt, Muffinförmchen sollten es auch tun, gegebenenfalls mit ein paar Minuten weniger im Ofen.

drei guglhupfs und eine eierlikörflasche auf einer blauen tischdecke im gras
Die Gänseblümchen sollte man vor dem Essen entfernen, sonst schmeckt der Kuchen unangenehm salat-ig ;)

Im Rezept steht kein Butter oder Öl, sämtliches Fett im Kuchen kommt deshalb aus dem vielen Eigelb und der Sahne im Eierlikör. Die kleinen Guglhupfs erhalten deshalb eine dichte, saftige Textur.

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Olive Oil Plum Cake

Vor einiger Zeit hat die New York Times ihren eigenen Food-Instagram-Account gelauncht. Diesen habe ich kurz darauf über den Instagram-Account von Andrew Scrivani (dem ihr unbedingt folgen solltet, wenn ihr tolle Foodfotos mögt!) entdeckt und das erste Rezept, das ich dort gesehen habe, ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf: Olive Oil Plum Cake.

olive oil plum cake_3

Obwohl ich keinen Mixer habe, wagte ich mich schließlich an den Rührteig mit Olivenöl. Und erstaunlicherweise klappte es mit meinem nicht besonders stabilen Schneebesen trotzdem. Das einzige Problem war das Vollkornmehl, das hier ziemlich grob ist und den Kuchen deshalb ziemlich trocken werden ließ. Bei „deutschem“ Vollkornmehl sollte das aber, glaube ich, nicht passieren.

olive oil plum cake_2

Mit einem Klecks Sahne, die ich in meiner Sonntagsbackaktion leider nicht so einfach bekommen konnte, wäre der Kuchen, auch so bröslig wie er bei mir wurde, perfekt. Aber so ist er immerhin gaaaanz gesund (zumindest laut der NYT, die ihn in der Kategorie „healthy“ listet)…

olive oil plum cake_4

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