Schlagwort-Archive: extrem zeitaufwändig

Cookie-Erdnussbutter-Schoko-Eissandwiches

Mehr ist manchmal mehr.  Auch bei dieses Eissandwiches:

Haferflocken-Cookies mit Schokosplittern (oder Chocolate Chips) + Erdnussbuttereis mit dunkler Ganache-Marmorierung. Dieser Overkill schlägt sich auch im Namen dieser Leckerei nieder – fällt euch vielleicht etwas Knackigeres ein als der aktuelle Titel?

Cookie-Erdnussbutter-Schoko-Eissandwiches

Einzelne Komponenten will ich im Namen nicht unterschlagen, denn aufwändig ist die Herstellung dieser allemal:  Cookieteig will geknetet und gekühlt, anschließend geformt und gebacken werden. Erdnussbutterpudding muss gekocht, zu Eis gefroren und mit frisch gerührter Ganache marmoriert werden. Dann noch Zusammensetzen, festfrieren und vorm Servieren wieder ein bisschen auftauen lassen… schon ist ein ganzer Nachmittag um!

Aber hey, es wird langsam Sommer! Da kann Eis schon mal wichtiger sein als Uniarbeiten…

Cookie-Erdnussbutter-Schoko-Eissandwiches weiterlesen

Croissants – selbstgemacht!

In einem Anfall von plötzlichem Backwahn – ja, sowas passiert mir gelegentlich – und inspiriert von Love & Olive Oils Kitchenchallenge habe ich letzes Wochenende aus heiterem Himmel Croissants gebacken. Ich finde sie sind ganz passabel geworden für ein Erstlingswerk. Ich habe mich ganz an die wunderbar bebilderte Anleitung in einem meiner Lieblingsbackbücher, „Ofenfrisch“ von Michel Roux, gehalten und ich glaube diesem auch meinen recht großen Erfolg zuschreiben zu können. Vielleicht starte ich irgendwann nochmal einen Versuch, mal sehen ob das hier nur einmal wieder Anfängerglück war (s. Macarons).

nach einem Rezept aus Ofenfrisch von Michel Roux
Zutaten
25 g Hefe
250 ml lauwarme Milch
500 g Mehl
12 g Salz
50 g Zucker
275 g kalte, aber nicht zu harte Butter
+ 1 Eigelb und 1 EL Milch
Füllung (optional)
Schokostreusel
Marzipanrohmasse

Die Hefe in der Milch auflösen. Mehl, Salz und Zucker in einer großen Rührschüssel vermischen.
Die Milch bei rührenden Knethaken unter die Mehlmischung arbeiten. So lange kneten (ggf. im Anschluss mit den Händen), bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Die Luft wieder aus dem Teig kneten, die Schüssel wiederum abdecken und den Teig 4-8 Stunden kühlstellen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und zu einer Kugel formen. Diese in der Mitte 3 cm tief kreuzweise einschneiden und so ausrollen, dass ein 1-1,5 cm dickes, gleichmäßiges Kreuz entsteht.

Die Butter auf ca. 1,5 cm Dicke ausrollen, in die Mitte des Teigkreuzes legen und komplett einschlagen. Die Teigränder gut aufeinanderdrücken.

Das Teig/Butterrechteck auf einer weiterhin gut bemehlten Arbeitsfläche auf 30×60 cm ausrollen. Die beiden Enden in die Mitte schlagen, sodass ein Teigrechteck mit drei Lagen entsteht. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühlstellen.

Den gekühlten Teig um 90° drehen und wieder auf 30×60 cm ausrollen. Wieder die beiden Enden in die Mitte schlagen, sodass wieder drei neue Lagen entstehen. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühlstellen.

Den gekühlten Teig ein letzes Mal falten. Dafür wieder um 90° (ursprüngliche Ausrichtung) drehen, auf 30×60 cm ausrollen und die beiden Enden in die Mitte schlagen, sodass nochmals drei neue Lagen entstehen. In Frischhaltefolie wickeln und 30-60 Minuten kühlstellen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche auf 3 mm Dicke ausrollen. Mithilfe einer Schablone Dreiecke mit 9 cm Breite und 18 cm Höhe ausschneiden.

Diese an der Basis mit Schokostreuseln oder Marzipan belegen oder auch einfach leer lassen und von der breiten Seite her aufrollen. Die Spitze gut andrücken und die Enden etwas einwärts drehen. Auf zwei mit Backpapier belegten Blechen verteilen.

Eigelb und Milch verrühren und die Croissants von innen nach außen damit bestreichen, ohne die einzelnen Teigkanten zu verkleben.

Die Croissants an einem warmen, möglichst feuchtem Ort zu doppelter Größe aufgehen lassen. Ich habe dafür die beiden Bleche in den Ofen geschoben und eine Auflaufform gefüllt mit kochendem Wasser auf den Boden gestellt. Bei niedrigster Temperatur (30° C Ober- und Unterhitze) und geschlossener Ofentür ca. 2 Stunden gehen lassen.

Die beiden Bleche und die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und diesen auf 170° C Umluft vorheizen.
*
Die Croissants nochmals mit Eigelb/Milch bestreichen. Jedes Blech einzeln 12-14 Minuten backen, bis die Croissants goldbraun sind.

Wer nicht alle Croissants backen will, kann sie vor dem zweiten Einstreichen mit Eigelb (*) in Gefrierdosen o. Ä. legen und höchstens zwei Wochen einfrieren.

24: Christbaumcupcakes

Meine lieben Leser, ich wünsche euch einen wunderbaren Heiligen Abend voller gutem Essen, vielen Geschenken unterm Baum und gemütlichem Familienbeisammensein.
Ich hoffe eure und auch meine Feiertage werden erholsam und verleiten euch nicht zu einer Radikaldiät im Nachhinein, das ist nämlich niemals eine gute Idee. Die nächsten paar Tage werde ich ausnahmsweise Mal abseits der Zuckerbäckerei verbringen, spätestens zum Jahreswechsel wird sie mir aber bestimmt fehlen 😉

Diese Christbaumcupcakes spuken mir schon seit dem Sommer im Kopf (bzw. in meinem Backvorhabentumblr) herum, doch so antizyklisch mag und kann ich dann doch nicht backen und ich hob mir das heutige Adventskalendertürl wirklich bis zum letzten Drücker auf. Glücklicherweise sind die Cupcakes dann doch noch fertig geworden und beenden den diesjährigen Adventskalender genauso bunt und so voller Royal Icing wie er begonnen hat.

Frohe Weihnachten!

Zutaten
Cupcakes nach einem Rezept von The Sophisticated Gourmet
165 g Zucker
105 g Mehl
30 g Kakao
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
Salz
1 Ei, Raumtemperatur (!)
120 g Saure Sahne
60 ml Öl
120 ml kochendes Wasser
Buttercreme
110 g weiche Butter
75 g Puderzucker
2 TL Speisestärke
Mark von 1/2 Vanilleschote
grüne Lebensmittelfarbe
Royal Icing
1 EL Meringue Powder
40 ml Wasser
250 g Puderzucker
grüne Lebensmittelfarbe
+ 12 Eiswaffeln
Zuckerperlen und -sterne

für 12 Stück

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und 12 Muffinsförmchen auf einem Backblech verteilen.

Zucker, Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz vermischen. Ei, saure Sahne und Öl mit einem Teigspatel unterarbeiten. Zuletzt das kochende Wasser einrühren, dabei von innen nach außen rühren, so geht es schneller.

Den Teig gleichmäßig auf die Muffinsförmchen verteilen und 15-20 Minuten backen. Vollständig abkühlen lassen.

Für die Buttercreme die Butter in eine Schüssel geben. Puderzucker und Speisestärke darübersieben und dann solange rühren, bis die Masse an Volumen gewinnt und fast weiß erscheint. Zuletzt das Vanillemark und die grüne Lebensmittelfarbe unterrühren. Anschließend die Masse zugedeckt kühlstellen.

In einer weiteren Schüssel Meringue Powder und Wasser schaumig rühren. Den Puderzucker darübersieben und steif aufschlagen. Die Lebensmittelfarbe einrühren.

Die Buttercreme in einen Spritzbeutel mit kleiner Sterntülle füllen.

Jeweils eine Eiswaffel auf einen Cupcake setzen und mithilfe eines Teigspatels mit Royal Icing einstreichen. Ruhig etwas Textur übrig lassen, denn Christbäume sind ja nicht glatt. Mit Zuckerperlen und -sternen verzieren. Rund um den Baum herum den Cupcake mit kleinen Buttercremetupfern bespritzen. Mit allen weiteren Cupcakes ebenso verfahren.

Am besten sofort servieren, ansonsten kühl aufbewahren.

1: Lebkuchenhaus

Schon Dezember? Seit fast zwei Monaten backe, fotografiere und schreibe ich was das Zeug hält, um euch, meine lieben Leser, den Adventskalender 2012 zu präsentieren. Und hier ist er!
In den folgenden 23 Tagen möchte ich euch mit vielen Rezepten, darunter vier Guestposts, aber auch erstmals mit DIY-Ideen die Wartezeit bis Weihnachten verkürzen. Sollte euer Terminkalender aber trotz der angeblich stillen Zeit viel zu voll sein, gibt es natürlich zudem ein paar richtig schnelle Weihnachtsideen.
Zu diesen gehört das Lebkuchenhaus, das mittlerweile zur jährlichen Tradition geworden ist, wahrlich nicht. Ich habe mich den ganzen Buß- und Bettag damit amüsiert und empfehle euch dringend, euch ebenfalls mindestens einen halben Tag Zeit dafür zu nehmen. Abgesehen davon, dass dabei dann eine wortwörtlich zuckersüße Adventsdekoration herauskommt, macht es unglaublich Spaß mit sämtlichen Zuckerperlen, -streuseln und Süßigkeiten die die Küche so hergibt, um sich zu schmeißen.
Ich wünsche euch eine geruhsame Adventszeit und dass ihr mir ja morgen wieder ein Türchen im Zuckerbäckerei-Adventskalender öffnet!


Zutaten
Lebkuchen
250 g Honig
250 g brauner Zucker
150 g Butter
500 g (+50 g) Mehl
30 g Kakao
Salz
3 Kardamomkapseln
Korianderkörnchen, ganz
Muskatnuss, gerieben 1 TL Zimt, gemahlen
Nelken, gemahlen
Anis, gemahlen
3 EL Rum
1 TL Pottasche
1 Ei
Verzierung
1 EL Meringue Powder
250 g Puderzucker
40 ml Wasser
+ so viele Zuckerperlen, -streusel und andere bunte Süßigkeiten

für ein Lebkuchenhaus mit Bodenplatte

Am Vortag Honig, Zucker und Butter in einem kleinem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach abkühlen lassen.

Währenddessen die Kardamomsamen und die Korianderkörnchen im Mörser fein mahlen. Etwas Muskat dazureiben und die restlichen Gewürze zugeben. Den Rum in eine kleine Schüssel schütten und die Pottasche darin auflösen.

Mehl, Kakao und Salz in einer großen Schüssel vermischen und die Gewürzmischung darübersieben.

Das Ei in die Honigmasse rühren und diese dann zusammen mit dem Rum zur Mehlmischung geben. Mit den Händen zu einer Teigkugel verarbeiten.  Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Aus Karton eine Schablone für das Lebkuchenhaus fertigen.
Die Maße meines Häuschens:
Front/Rückseite: 12 cm breit, 10 cm hoch, 16,5 cm Giebelhöhe
Seiten: 16 cm breit, 10 cm hoch
Dach: 18 cm breit, 10 cm hoch
Kamin: 2,5×2,5 cm, 2,5×5 cm und zweimal 2,5cm breit und auf der einen Seite 2,5cm, auf der anderen Seite 5 cm hoch.
Tür und Fensterläden habe ich freihand eingepasst.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und drei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,3 cm dick ausrollen. Jeweils zwei Seitenflächen mit Fenstern, die Frontseite mit Tür, die Rückseite, das Dach und natürlich Tür, Fensterläden und Kamin ausschneiden und auf zwei Backblechen verteilen. Den restlichen Teig als Grundfläche ausrollen und als ganzes auf ein drittes Backblech setzen.

Jedes Blech einzeln für 15 Minuten backen. Die Lebkuchen vollständig abkühlen lassen, ggf. die Kanten gerade schneiden.

Für die Verzierung Meringue Powder und Wasser schaumig schlagen. Den Puderzucker darübersieben und die Masse wie Eiweiß steif schlagen. In einen Spritzbeutel füllen.

Zuerst die Mauern des Hauses zusammenkleben und ca. 5 Minuten trocknen lassen. Dann das Dach daraufbauen und wieder trocknen lassen. Zuletzt den Kamin, die Tür und die Fensterläden anbauen.

Mit Zuckerperlen, -streuseln und Süßigkeiten verzieren. Trocknen lassen.

Erdbeercakepops

Erdbeercakepops – schon mein zweiter Nachbau dieser Lieblingsfrühjahrsbeere (den ersten habe ich leider nicht gebloggt). Innen ganz schokoladig, außen candycoating-typisch pappsüß. Geschmacklich ist diese „Mogelpackung“ also ganz weit weg vom Original. Trotzdem echt lecker!
Ein kleiner Tipp meinerseits noch: Kauft euch weiße Zuckerperlen, denn diese aus den bunten Perlen herauszupicken ist echt unnötig aufwendig. (Nicht dass ich soetwas gelegentlich machen würde 😉
nach einem Rezept aus „Cake Pops“ von Angie Dudley
Zutaten
Kuchen
500 g Mehl
110 g Kakao
1 TL Natron
2 TL Backpulver
Salz
225 g Butter
350 g Zucker
3 Eier, Raumtemperatur (!)
350 ml Milch
Frosting
170 g Butter
100 g Puderzucker
Verzierung
1300 g rotes Candy Coating
weiße Zuckerperlen
etwas grün gefärbtes Marzipan oder Fondant


für etwa 50 Stück

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und eine 20×30 cm Form mit Backpapier auskleiden oder gut einfetten.

Mehl, Kakao, Natron, Backpulver und Salz vermischen.

In einer zweiten Schüssel die Butter mit dem Zucker cremig rühren und dann einzeln die Eier unterrühren. Anschließend abwechselnd die Mehlmischung sowie die Milch einrühren und zu einer homogenen Masse verarbeiten.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und für etwa 35 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Kuchen gar ist.

Aus dem Ofen nehmen und den Kuchen klein schneiden, sodass dieser schneller abkühlt.

Währenddessen das Frosting zubereiten. Dazu die Butter cremig rühren und den Puderzucker darübersieben. Solange rühren, bis sich alles verbunden hat.

Den kleingeschnittenen Kuchen in eine große Schüssel fein zerbröseln. Das Frosting zugeben und mit den Händen zu einem weichen Teig verkneten.

Esslöffelgroße Portionen zu Erdbeeren formen und für 10-15 Minuten ins Gefrierfach stellen. Nicht durchfrieren lassen!

Derweil das grüne Marzipan/den grünen Fondant zu Blättern formen und ggf. mit einem nebelfeuchten Geschirrtuch darüber zur Seite stellen. Die Blätter dürfen nicht austrocknen, sonst zerbrechen sie beim Zusammensetzen der Cakepops.

Etwa ein Drittel des Candy Coatings in einem möglichst schmalen, hohen Gefäß schmelzen. Jeweils ein Stäbchen 1 cm ins Candy Coating tauchen und damit dann eine Teigerdbeere aufspießen. Diese dann vollständig ins Candy Coating eintauchen, leicht abtropfen lassen und dann die Blätter und die Zuckerperlen anbringen. Zum Trocknen in eine Styroporplatte stecken.

Mit den restlichen Erdbeeren ebenso verfahren.

Liebestrankplätzerl

Alle Anstrengungen euren Traumprinzen von euch zu überzeugen sind gescheitert?

Dann hilft nur noch Selbstgebackenes als Wink mit dem Zaunpfahl. Popkulturelle Anspielungen auf die Harry-Potter-Szene, in der Ron dank einer Schachtel Pralinen mit Liebestrankfüllung einer Verehrerin Harrys verfällt, können auch nie Schaden, also auf gehts! Schnappt euch eure Backutensilien, viel pinke Lebensmittelfarbe und ein wenig Glitzerzucker, denn liebe Leser, ihr habt ein Herz zu erobern! Einen wunderbaren Valentinstag euch allen ♥!

Zutaten
Teig
500 g Mehl
250 g kalte Butter, in kleinen Stückchen
110 g Zucker
2 EL Vanillezucker
2 Eier
Icing
100 ml Wasser
1 1/2 EL Meringue Powder
1 TL Zitronensaft
250 g Puderzucker
pinke oder rote Lebensmittelfarbe

rosa Glitzerzucker
pinker Glitzerzucker

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und drei Backbleche mit Backpapier belegen.

Alle Zutaten für den Teig in eine große Schüssel geben und verkneten.

Den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Fläschchen ausstechen. Diese mit gleichmäßigem Abstand auf den Blechen verteilen.

Jedes Blech einzeln für etwa 8 Minuten backen, das Blech evtl. bei der Hälfte der Backzeit umdrehen, damit die Plätzchen gleichmäßig bräunen. Vollständig abkühlen lassen.

Für das Royal Icing Wasser und Meringue Powder schaumig rühren. Zitronensaft unterrühren und den Puderzucker darübersieben. Die Masse zu einer dickflüssigen weißen Glasur aufschlagen. Ein Viertel des Icings weiß lassen, die restlichen drei Viertel in zwei Portionen teilen. Eine davon hellrosa, die zweite pink einfärben. Alle drei in verschiedene Spritzbeutel mit 1mm-Lochtülle füllen. Schüsseln mit evtl. übriger Glasur auf jeden Fall mit einem feuchten Tuch bedecken, damit das Icing nicht antrocknet.

Zuerst die Fläschchen mit weißer Glasur umranden und den „Stöpsel“ ausfüllen. Etwas antrocknen lassen.
Die Hälfte der Plätzchen mit dem hellrosa „Liebestrank“ befüllen und hellrosa Glitzerzucker daraufstreuen. Die andere Hälfte der Plätzchen mit dem pinken „Liebestrank“ befüllen und pinken Glitzerzucker daraufstreuen.
Über Nach trocknen lassen.

Valentinstagstaler

Diese mit ziemlich aufwändigem Royal Icing dekorierten Plätzchen – ich habe drei Stunden damit verbracht – sind zwar nicht gerade eine Last-Minute-Idee, aber einfach wunderbar für den Valentinstag!

Zutaten
Teig
500 g Mehl
250 g kalte Butter, in kleinen Stückchen
110 g Zucker
2 EL Vanillezucker
2 Eier
Icing
100 ml Wasser
1 1/2 EL Meringue Powder
1 TL Zitronensaft
250 g Puderzucker
rote Lebensmittelfarbe

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und drei Backbleche mit Backpapier belegen.

Alle Zutaten für den Teig in eine große Schüssel geben und verkneten.

Den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Kreise oder Quadrate ausstechen. Diese mit gleichmäßigem Abstand auf den Blechen verteilen.

Jedes Blech einzeln für etwa 8 Minuten backen, das Blech evtl. bei der Hälfte der Backzeit umdrehen, damit die Plätzchen gleichmäßig bräunen. Vollständig abkühlen lassen.

Für das Royal Icing Wasser und Meringue Powder schaumig rühren. Zitronensaft unterrühren und den Puderzucker darübersieben. Die Masse zu einer dickflüssigen weißen Glasur aufschlagen. In drei Portionen aufteilen, eine davon hellrosa, eine andere rot einfärben. Alle drei in verschiedene Spritzbeutel mit 1mm-Lochtülle füllen. Schüsseln mit evtl. übriger Glasur auf jeden Fall mit einem feuchten Tuch bedecken, damit das Icing nicht antrocknet.

Zuerst Umrisse um die Plätzchen „malen“ und diese etwas antrocknen lassen. Anschließend mit Glasur befüllen und diese mit einem Zahnstocher verteilen. (Bei Sweetopia gibt es ein gutes Videotutorial dazu.) Für die Taler nach dem Antrocknen der weißen Glasur ein Herz mit roter Glasur aufspritzen, für die „marmorierten“ Herzen rote Glasur direkt auf die noch feuchte rosa Glasur tropfen und mithilfe eines Zahnstochers zu Herzen ziehen.
Die Glasur über Nacht trocknen lassen.

Waffelsdorfkuchen

Wundert euch nicht über das seltsame Aussehen und besonders den seltsamen Namen dieses Kuchen, denn beides basiert auf einem „Insiderwitz“ des Geburtstagskindes. Wie unschwer zu erkennen war ich zu einer 16. – Geburtstagsparty eingeladen. An dieser Stelle noch ein Lob auf den Gastgeber für den unterhaltsamen Abend und natürlich Alles Gute zum Geburtstag!

Zutaten
Kuchen
250 ml Guinness
250 g Butter
75 g Kakao
300 g Zucker
Salz
150 g Créme fraîche
2 Eier
275 g Mehl
2 1/2 TL Backpulver
Füllung
200 g Frischkäse
75 g Puderzucker
60 g Sahne
2 EL Whiskey
Verzierung
150 g Marzipan
40 g Puderzucker
Himbeeren
1 Zweig Zitronenmelisse o.Ä.
Zuckerschrift
+ Puderzucker zum Bestäuben

für eine Springform mit 22 cm Durchmesser

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen, einen Rost in die Mitte schieben und die Springform einfetten.

Das Guinness und die Butter in einen kleinen Topf geben und erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Kakao, Zucker und Salz einrühren, dann die Masse abkühlen lassen.

Währenddessen Créme fraîche und Eier verrühren. Diese Mischung dann unter die Guinnessmasse rühren. Mehl und Backpulver darübersieben und ebenfalls einrühren.

Die Masse in die Form füllen und etwa 30 Minuten backen. Nicht komplett durchbacken; der Kuchen sollte innen noch etwas feucht sein. Etwas abkühlen lassen, dann stürzen und vollständig auskühlen lassen.

Für die Verzierung das Marzipan mit etwa der Hälfte des Puderzuckers verkneten und auf einer mit dem restlichen Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche 0,4 cm dick ausrollen. Mithilfe einer Papierschablone auf Waffelform zuschneiden und dann mit einem Eisstiel o. Ä. ein Waffelmuster eindrücken.

Die Füllung herstellen: Den Frischkäse cremig rühren und den Puderzucker darübersieben (!). Sahne und Whiskey zugeben und die Masse locker aufschlagen.

Den Kuchen horizontal halbieren und 3/4 der Füllung auf der unteren Hälfte verteilen. Den „Deckel“ daraufsetzen und diesen oben mit der restlichen Frischkäsemasse einstreichen. Die Marzipanwaffel vorsichtig daraufsetzen. Mit der Zuckerschrift daraufschreiben. Zum Schluss die Himbeeren und den Zitronenmelissezweig darauf drapieren und das Ganze leicht mit Puderzucker bestäuben.

Kühl aufbewahren.

1: Lebkuchenhaus

Knusper, knusper, knäuschen, wer knabbert an meinem Häuschen..?

Erst einmal Danke, dass ihr beim diesjährigen Adventskalender vorbeischaut! 
Ich hoffe ich kann euch die Wartezeit bis zum Heiligen Abend etwas verkürzen…
Wie letztes Jahr gibt es heuer natürlich auch wieder ein Lebkuchenhaus. Bis auf das Rezept für die Grundmauern ist es frei variierbar. Ich habe mich für eine schneebestäubte Eiswaffel-Pistazien-Tanne im Vorgarten und einen leider nicht sichtbaren Holzhaufen aus zerbrochenen Zimtstangen entschieden. Als Fensterglas dienen zermahlene Eukalyptusbonbons und am Giebel prangt ein Anisstern. Nehmt euch am besten einen ganzen Tag Zeit und stürzt euch ins Verziervergnügen!
Zutaten
Lebkuchen

250 g Honig
250 g brauner Zucker
150 g Butter
500 g (+50 g) Mehl
30 g Kakao
Salz
3 Kardamomkapseln

Korianderkörnchen, ganz
Muskatnuss, gerieben 1 TL Zimt, gemahlen
Nelken, gemahlen
Anis, gemahlen
3 EL Rum
1 TL Pottasche
1 Ei
Eiweißspritzglasur
1 Eiweiß
55 g (Vanille-)Zucker
Salz
Verzierung
3 Eukalyptusbonbons
3 Eiswaffeln
1 TL Pistazien
10 Zimtstangen
1 Anisstern
Puderzucker

für ein Lebkuchenhaus: 15x10x15cm

Honig, Zucker und Butter in einem kleinem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach abkühlen lassen.

Währenddessen die Kardamomsamen und die Korianderkörnchen im Mörser fein mahlen. Etwas Muskat dazureiben und die restlichen Gewürze zugeben. Den Rum in eine kleine Schüssel schütten und die Pottasche darin auflösen.

Mehl, Kakao und Salz in einer großen Schüssel vermischen und die Gewürzmischung darübersieben.

Das Ei in die Honigmasse rühren und diese dann zusammen mit dem Rum zur Mehlmischung geben. Mit den Händen zu einer Teigkugel verarbeiten.  Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Aus Karton eine Schablone für das Lebkuchenhaus fertigen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und drei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 0,5 cm dick ausrollen. Jeweils zwei Seitenflächen mit Fenstern, die Frontseite mit Tür, die Rückseite, das Dach und natürlich Tür und Kamin ausschneiden und auf zwei Backblechen verteilen. Den restlichen Teig als Grundfläche ausrollen und als ganzes auf ein drittes Backblech setzen.

Jedes Blech einzeln für 15 Minuten backen. Die Lebkuchen vollständig abkühlen lassen.

Die Eiweißspritzglasur herstellen: Dazu das Eiweiß, Zucker und Salz in einer Metallschüssel sehr steif schlagen. Wenn man die Schüssel umdreht, sollte sich nichts bewegen, geschweige denn herausfallen.

Zum Zusammensetzen des Hauses die Mauern nicht einfach nur auf die Bodenplatte setzen, sondern vorher in die Bodenplatte einritzen. Die Auskerbungen mit Eiweißspritzglasur ausfüllen, die Seitenflächen, die Front- und Rückseite an den Rändern mit Eiweißspritzglasur bestreichen und die Grundmauern zusammensetzen. Eine Schnur oder ein Gummiband außenherum binden und das Haus etwa 30 Minuten trocknen lassen.

Für die Fensterscheiben die Eukalyptusbonbons im Mörser zerkleinern. Das Pulver auf einem mit Backpapier belegten Blech in die richtige Form streuen und kurz unter dem Grill des Backofens schmelzen. Vollständig abkühlen lassen und dann in das Haus einsetzen.

Das Dach mit Hilfe von etwas Eiweißspritzglasur am Giebel und an den Seiten auf die Grundmauern setzen. Die Türe und den Kamin am Haus befestigen.

Die Eiswaffeln aufeinanderstecken, mit Eiweißspritzglasur einstreichen und mit Pistazien bestreuen. Die Tanne auf der Bodenplatte festkleben.

Die Zimtstangen zerbrechen und zu einem Holzhaufen aufschichten und den Anisstern am Giebel befestigen.

Mit der übrigen Eiweißspritzglasur Verzierungen, wie etwa Dachschindeln und Schneeverwehungen, anbringen und das Lebkuchenhaus zuletzt mit Puderzucker bestäuben.

Eulenplätzerl

Juhu!!! Oder in Anbetracht des Motivs wohl eher Schuhuhu (=miserable Verschriftlichung vom Eulenpfiff): Ich habe endlich wirklich echte Decorated Cookies gebacken! 
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, versuchte ich alles – ohne Ausnahme alles – um Meringe Powder zu ersetzen. Aber leider muss ich zugeben, dass dieses eigenartige Gemisch nicht zu übertreffen ist. Meine beschauliche 113 g Mogelpackung (Dose nur zur Hälfte gefüllt?!?) von Wilton besteht aus Maisstärke, Eiweißpulver, Zucker, Gummi Arabicum (E 414), Calciumsulfat (E 516), Zitronensäure, Weinsteinpulver ( E 334 ?), Siliciumdioxid (E 551) und einigen künstlichen Geschmacksstoffen. Ich kann nicht sagen, ob dieses Zeug, insbesondere die Zusatzstoffe, auf längere Zeit besonders gesund sind. Weil ich ja überzeugte Fertigprodukthasserin bin, sollte ich Meringue Powder rein aus Prinzip nicht verwenden, aber bei dem umwerfenden Ergebnis mache ich gerne eine Ausnahme. 
Eine kurze Google-Recherche ergab, dass Gummi Arabicum als Emulgator zugesetzt wird und in der Vergangenheit als Kleber auf Briefmarken fungierte. Calciumsulfat dient als Säureregulator und wird unter anderem für die Tofuherstellung verwendet. Siliciumdioxid scheint eine sehr wandlungsfähige „Chemikalie“ zu sein: Es findet Verwendung sowohl in Zahnpasta als auch in der Pyrotechnik, was ich persönlich schon etwas gruselig finde.
Vielleicht gehe ich ja mal in die Apotheke und besorge mir diese Zutaten, um mein eigenes Pulver herzustellen. Falls jemand von euch lieben Lesern irgendeine Ahnung von derartigen Experimenten hat, soll er oder sie mich doch bitte kontaktieren, um mir ein potenzielles Desaster zu ersparen. Ansonsten versuche ich mich einfach einmal als Lebensmittelchemikerin und natürlich werde ich eventuelle Ergebnisse mit euch teilen.

Zutaten
Plätzerl
250 g Mehl
130 g kalte Butter, in kleinen Stückchen
60 g Zucker
1 Ei
Ganache
50 g dunkle Schokolade
25 g Sahne
Royal Icing (ihr könnt natürlich auch das Rezept, das dem Meringe Powder beiliegt, verwenden)
1-2 EL Meringue Powder
4 EL Wasser
100 g Puderzucker
1 TL Zuckersirup
grüne, schwarze und orange Lebensmittelfarbe

Für die Plätzerl alle Zutaten in eine große Schüssel geben und zu einer Teigkugel verkneten. Diese in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Die Ganache zubereiten: Die Schokolade fein hacken und die Sahne erhitzen. Die fast (nur fast !) kochende Sahne über die gehackte Schokolade gießen und solange rühren, bis sich alles aufgelöst hat. Bis zur Verwendung bei Raumtemperatur stehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 0,4 cm dick ausrollen und Kreise ausstechen. Diese auf das Backblech setzen.

Jedes Blech einzeln, je nach größe der Plätzerl 8-12 Minuten goldbraun backen.
Vollständig abkühlen lassen.

Das Royal Icing zubereiten: (bei Bake at 350 gibt es ein großartiges Foto-Tutorial)
Meringue Powder und Wasser schaumig schlagen. Den Puderzucker darübersieben und bei geringer Rührgeschwindigkeit einrühren. Den Zuckersirup zugeben und solange weiterrühren, bis die Masse steif ist.

In 4 verschiedene Schüsseln füllen und mit Speisefarben einfärben: Eine weiß lassen, eine schwarz, eine grün und eine orange färben. Dann mit Frischhaltefolie bedecken, damit das Royal Icing nicht austrocknet. Dabei darauf achten, dass die Frischhaltefolie die Oberfläche der Masse berührt und an der Seite keine Luft eindringen kann.

Für die Eulenkörper die Ganache in einen kleinen Spritzbeutel mit sehr feiner Lochtülle füllen und zuerst den Ast und den Körper aufmalen. Fest werden lassen.

Das weiße Royal Icing in einen Spritzbeutel mit sehr feiner Lochtülle füllen und die Augen aufspritzen. Trocknen lassen.

Das grüne Royal Icing als „Bauchgefieder“ aufspritzen.

Das schwarze Royal Icing als Pupillen aufspritzen.

Das orange Royal Icing als Schnabel, Krallen und Flügel aufspritzen.

Zuletzt das grüne und das schwarze Royal Icing vermischen und als hervorgehobene Federn auf dem Bauchgefieder und als Blätter auf dem Ast aufspritzen.

Über Nacht vollständig aushärten lassen.