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Eine Reise ins Elsass

Die vergangenen zwei Wochen habe ich bei meiner Austauschschülerin und Freundin Alice im Elsass verbracht. Eine etwas andere Reise als die bisherigen in der Zuckerbäckerei! Kein wirklicher Städtetrip (ein Nachmittag Strasbourg zählt nicht, oder?), kein morgentliches Ausschlafen, mal abgesehen vom Wochenende, sondern: Schule.
Und die dauert in Frankreich gelegentlich schon ziemlich lange, bis 17.30 Uhr! Dafür gibt es aber satte eineinhalb Stunden Mittagspause. Wo ich auch schon bei meinem Lieblingsthema wäre: Essen!

Wie nicht anders zu erwarten, schmeckt Frankreich wunderbar. Brioche mit Butter zum Frühstück, mittags grundsätzlich Entrée, Plat, Käse oder Joghurt, und natürlich Dessert (sogar in der Schulkantine). Und zum Abendessen dann wieder drei Gänge.
Alles was ich hier esse, sogar das Sandwich am Kiosk und die Pommes im Bistro, schmeckt einfach richtig lecker. Das einzige Problem bei der ganzen Sache ist nur, dass die Franzosen nur dreimal täglich und kein bisschen öfter essen. Nachdem ich aber, genau wie Julia Child in Frankreich, auf die Frage was ich besonders gerne mag und auch gut kann, „Essen!“ antworten würde, ist das eindeutig zu wenig.
So stürze ich mich zwischendurch auf Madeleines, pappsüße Pains au Chocolat oder mein so liebgewonnenes Brioche. Und noch etwas (zumindest in meinen Augen) typisch französisches durfte nicht fehlen: Crêpes. Diese sowohl süß als salzig mit Maronencreme oder Käse und Schinken…

Selbstverständlich habe ich auch noch ein paar andere Dinge getan außer Essen und zur Schule gehen. Ich war zum „Sightseeing“ in Sélestat, Colmar und Strasbourg – die Altstädte gleichen sich ziemlich mit ihren mittelalterlichen Fachwerkhäusern und engen Gassen.
In Colmar habe ich in einer Handwerksausstellung diese wunderbaren Pain d’Épices entdeckt – so fein verziert, wie geklöppelte Spitze!

In Sélestat war ich in der Pâtisserie Kamm. Ganz ehrlich, am liebsten hätte ich die ganze Auslage probiert! Und die Macarons erst! Mir fällt auf, schon wieder rede ich von Essen…

 

Außerdem sind wir ein bisschen Rad gefahren. Ich war selbst überrascht, dass ich, größter Sportmuffel der Welt, es zumindest ein Stück bergauf zur Kirche in Scherwiller geschafft habe. Dafür hatte ich dann aber auch die (leider verregnete) Rundumsicht auf das Elsass mit seinen Weinfeldern.

Es freut mich wirklich sehr, dass ich die Möglichkeit hatte, zwei Wochen im Elsass zu verbringen – hiermit nochmals danke an meine liebe Gastfamilie! Mit so viel gutem Essen bleiben mir meine gewonnenen Französischkenntnisse bestimmt viel besser im Gedächtnis…

Eine Reise nach Marrakech

In den Faschingsferien war ich mit meiner Familie in Marrakech, Marokko. Das Wetter war wunderbar und die Stadt hat mir wahnsinnig gut gefallen. Obwohl Nebensaison war, waren sehr viele Touristen, vor allem Franzosen, in der Stadt. In den unübersichtlichen Souks verlief sich das Ganze jedoch und es fiel nur abends am Jemaa El Fna, dem großen „Stadplatz“, auf.

Dort kaufte ich mir nach dem Essen bei einer der unzähligen Garküchen eine Schachtel voller marokkanischer Plätzchen. Zufällig endeckte ich in einem Postkartengeschäft auch noch ein Backbuch für marokkanische Spezialitäten – und das sogar auf Englisch! Sowohl mein Französisch als auch mein Arabisch waren wie zu erwarten (absolut) unzureichend, mit Englisch kommt man glücklicherweise auch einigermaßen durch.

Wenn ich schon bei Backwaren bin: Das Brot ist soo lecker! Ein Fladenbrot kostet zudem nur einen Dirham, das sind nicht einmal zehn Cent. Ich glaube das Geheimnis um das Brotrezept zumindest teilweise ergründet zu haben; das außen herum scheint sehr feines Couscous, also Hartweizengrieß, zu sein.

Was mir noch auffiel, waren neben den tausenden Mofas, die durch die engen Gassen rasten, die vielen Bienen in der Innenstadt. Sobald irgendetwas Süßes auf dem Tisch stand, fielen sie in Scharen darüber her. Gestochen hat mich aber keine einzige.

Komisches Getier gab es tagsüber auch auf dem Jemaa El Fna zu sehen. Schlangenbeschwörer, Falkner und Affenbesitzer waren stets von einer Menschentraube umringt.

Wenn man stadtauswärts ging, kam man immer weiter in die Kunsthandwerks-Souks hinein. Diese Gasse hat mir besonders gefallen. Hier stellten die Handwerker Bilderrahmen, Schuhe, Taschen und Allerlei anderes aus gebrauchten Fahrrad- und Autoreifen her.

Am Place des Ferblantiers haben sich, wie der Name schon sagt, die Blechschmiede Marrakechs niedergelassen. Außer Windlichtern, Lampenschirmen und Katzen gibt es hier aber auch ein tolles Café/Restaurant. Die Kosybar ist ziemlich hip und auch entsprechend teuer, die Aussicht von der obersten Dachterasse ist es auf jeden Fall wert dort einzukehren.

Am besten gegessen habe ich in einem eher zwielichtigen Straßencafé zu dem ich leider nie wieder hinfinden würde. Naja, das Kefta dort war jedenfalls unglaublich lecker!
Auf der Dachterasse des Maison de la Photographie gibt es allerdings auch ziemlich leckere Sachen. Das Tagesmenü mit Salat, Tagine au Poulet mit Zitrone und Oliven und Erdbeersalat schmeckte ebenfalls total gut.
Kein Foto habe ich leider vom Café Bakchich, das eine sehr europäische, fast großstädtische Atmosphäre ausstrahlte. Es ist mit Hockern aus Getreidesäcken und Tischen mit Blechdosenüberzug ziemlich alternativ aber modern eingerichtet und schien bei Ausländern sehr beliebt. Es liegt genauso wie das Café Baganziz nur wenige Gehminuten vom Jemaa El Fna entfernt.
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass einer von euch, meine lieben Leser, auch mal in Marrakech weilt und meinen Empfehlungen folgen will, versuche ich mal den Weg zu beschreiben. Vom Jemaa El Fna aus in die Straße beim Café France einbiegen und so lange weitergehen, bis sich der Weg gabelt. Dann eher links halten, die beiden Cafés sind dann schnell zu entdecken.
Nochmal zum Café Baganziz – tagsüber ertönt hauptsächlich Reggae, abends kommen hier scheinbar alle Musiker der Nachbarschaft zusammen und jammen so vor sich hin. Wirklich toll zum Zuhören, dazu am besten eine Lait Lipton (Schwarztee gekocht in Milch) trinken! In dieses überaus sympathische Café würde ich auf jeden Fall nochmal kommen, wenn ich wieder in Marrakech wäre.

Kurz vor dem Heimflug gönnten wir uns noch ein bisschen Festtagsbemalung für die Hände. Mein Henna (auf dem Bild das meiner Schwester) hielt mehr als eine Woche!

Eine Reise nach Wien

In den Weihnachtsferien war ich mit meinen Freundinnen für vier Tage in Wien. Meine Kamera trug ich nicht allzuoft mit mir herum, sodass ich kein einziges Foto von einer klassischen Sehenswürdigkeit geschossen habe. Dafür habe ich ein wenig Streetart (das Foto oben entstand in der Zollergasse) fotografiert und ein paar zuckersüße Geschäfte gefunden, die ich euch unbedingt zeigen möchte 🙂

Ein Stoppschild genau vor der Haustür unseres Apartments. So viele Sticker überall!
Darunter: Kritzelei an einem Hauseck, gleich neben dem Offenen Bücherschrank.

Ein außergewöhnlicher Friseursalon mit noch außergewöhnlicherer Schaufensterdeko. Gesehen irgendwo im 7. Bezirk.

 

Running Sushi bei Hanil (Rechte Wienzeile 7, 4. Bezirk). Ich hätte nie gedacht, dass ich in einem Sushirestaurant (ich hasse Fisch in jeder Form) jemals satt werden könnte, geschweige denn das Ganze auch noch zu mögen! Besonders die Nachspeisen, gebackene Bananen mit Sirup und Kokosgelee mit Erdnussfüllung haben es mir angetan.
Wirklich gut gegessen haben wir auch im Petit Maroc, einem sehr schönen marrokanischen Restaurant (Neubaugasse 84, 7. Bezirk).

Eine Kette aus der Bootik54, einer gut sortierten Fundgrube für „Reworked Vintage“-Kleidung und coole Accessoires (Neubaugasse 54, 7. Bezirk).

Papierstrohalme (endlich!) aus einem wunderbaren Laden voller Vintagesachen, inklusive passender Hintergrundmusik. Leider kann ich mich absolut nicht an den Namen erinnern, nur dass es in der Zollergasse, gegenüber von WOOD WOOD war. Ich war natürlich noch in sehr vielen anderen tollen Geschäften, in denen ich keine Fotos geschossen oder Nichts gekauft habe, das waren zum Beispiel:
PerydShou: Print in allen Farben und Formen (Zollergasse 9-11, 7. Bezirk)
Common People:Labels wie Cheap Monday, außerdem ein paar interessante Bücher und Zeitschriften, z.B. das Faux Fox Magazine (Kirchengasse 18, 7. Bezirk)
Bilderbox: Comics, Sprayfarben, Lackmarker und das Simple Diary, ein wirklich tolles Tagebuch, das ich mir natürlich in pink gekauft habe (Kirchengasse 40, 7. Bezirk)
Der Naschmarkt: Einfach alles was das Herz begehrt, ich habe Macarons, türkischen Honig, Lokum und Schals erstanden. Mit dem besten Chai Latte überhaupt habe ich im Neni vortrefflich gefrühstückt.

Wien hat mir sehr gut gefallen, es ist um Welten entspannter als Berlin, trotzdem gibt es viele süße kleine Läden und vor allem vieeel gutes Essen 😉

Kurzurlaub in den Bergen

Die letzten paar Tage war ich in den Bergen und kam folglich nicht dazu, hier etwas zu posten. Ein paar zuckersüße Fotos von meinem Kurzurlaub will ich euch trotzdem zeigen.
Oben ist ein Heidelbeerpalatschinken, meiner Meinung nach der beste Heidelbeerjoghurt der Welt und eine Zwetschgenpovesn zu sehen. Von dieser übrigens werdet ihr in kurzer Zeit noch etwas mehr sehen.

Überall wilde Minze! Außerdem Himbeeren und leider noch nicht reife Brombeeren.

Normalerweise mag ich ja Brotzeit überhaupt nicht. Doch dieses Speckbrot mit frischem Kren war nicht schlecht.

Für Suppen aller Art bin ich dagegen immer zu haben. Hier meine Lieblinge: Fleischstrudelsuppe und der Klassiker, die Fritattensuppe.

Wie war euer Urlaub? 🙂