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Kardamom-Pistazien-Karottenkuchen mit Karottenhalwa-Guss

Das letzte Rezept, das ich hier gepostet habe – Low-Carb-Schokokuchen – habe ich (sehr untypisch!) auf Twitter entdeckt. Und über dieses hier, das Teil der basically-Backserie von Bon Appetit ist, bin ich auch irgendwie dank Twitter gestolpert.

Kardamom-Pistazien-Karottenkuchen gif
Trotz dämmerungsbedingter Zeitnot beim Foto: ein animiertes GIF ist schon cool!
Kardamom-Pistazien-Karottenkuchen

Bon Appetit als großes amerikanisches Food-Magazin war mir natürlich schon lange ein Begriff, doch als solches war es ungefähr so interessant für mich wie Essen&Trinken (no offense). Dass es von BA auch einen großartigen YouTube-Channel und „coole“, ganz eindeutig an „Millenials“ gerichtete Rezepte im Web gibt, weiß ich nur dank der gefühlt tausenden Fanboy-Tweets von @i_am_fabs und @auermike.

In diesem Zusammenhang auch spannend: How Bon Appétit Accidentally Made YouTube’s Most Beloved Stars (Buzzfeed News) und:

Wegen solcher Tweet-Schwärmereien habe ich Bon Appetit und einzelne der Autorinnen (Sohla El-Waylly und Sarah Jampel) gleich auf Instagram abonniert (neben RSS-Feeds von Foodblogs meine übliche Quelle für Rezept-Inspiration) und so in den letzten Wochen sehr viele BA-Rezepte in meinen Lieblingslinks untergebracht. Keines davon ist auch nur ansatzweise fad, immer kommt eine besondere Technik oder Zutat zum Einsatz: z.B. Camouflage Chocolate Fudge Brownies, Apple-Honey-Pecan Muffins oder der Black Sesame Mochi Cake With Black Sesame Caramel, den ich sogar schon nachgebacken habe:

Mochi Kuchen mit schwarzem Sesam
Mochi-Kuchen mit schwarzem Sesam

Mittlerweile habe ich auch angefangen, hin und wieder BA-YouTube-Videos zu schauen – obwohl ich (Koch-)Videos eigentlich überhaupt gar nicht mag!

Tl;dr: Bon Appetit hat jetzt ein Fangirl mehr.

Noch ein paar Worte zum Kuchen: Aus unerklärlichen Gründen mache ich fast jedes Jahr um Ostern herum einen neuen Karottenkuchen (2012: Karottenkuchen, 2013: Rüblitarte, 2016: Karotten-Scones) – obwohl ich gegen rohe Karotten außerordentlich allergisch bin und deshalb immer wen anderen zum schälen/schneiden engagieren muss. Dieses Rezept hat mich besonders wegen des Karotten-Halwa-Guss interessiert, der tatsächlich so gut schmeckt, dass ich ihn auch pur essen könnte (oder z. B. auf Zimteis?). Kardamom-Pistazie-Karotte stellte sich außerdem als unschlagbare Geschmackskombination heraus.

Kardamom-Pistazien-Karottenkuchen
So saftig im Inneren!
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Zuckersüß 360

In dieser Woche habe ich erstaunlicherweise nur zwei Kuchen gebacken: Kardamom-Pistazien-Karottenkuchen und Eierlikörguglhupf aka Kuchenkuchen (beides bald im Blog). Aber ich habe auch Eier gefärbt (mehr oder weniger fürs Radio, der entsprechende Beitrag für Ö1-help ist noch ein paar Tage nachzuhören) und einen Cocktail gemixt. Letzteres hauptsächlich deshalb, weil ich drei supercoole handgetöpferte Tiki-Becher von der Matikibar gekauft habe (ich mag dort unbedingt nochmal Cocktails trinken, die Bar darf also nicht pleitegehen!).

Einigermaßen viel Zeit habe ich strickend in der Sonne verbracht und kaum ist es draußen warm, ist auch meine dicke Winterfell-Strickjacke endlich fertig. Ich habe behelfsmäßig ein paar unterschiedliche Knöpfe darangenäht, damit sie auch funktionstüchtig ist – sobald Kurzwarengeschäfte wieder öffnen, kann ich mir ja passende kaufen.

Unter Aufsicht meines Mitbewohners (der hobbymäßig viel Elektronik zerlegt und neu zusammenbaut) habe ich mich auch mal darangetraut, meinen Laptop aufzuschrauben und sauberzumachen. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Dreck aus einer Tastatur fallen kann, wenn man sie erst einmal aus einem Thinkpad genommen hat. Die ganze Aktion erinnerte mich an eine Stelle am Anfang von Permanent Record, Edward Snowdens Buch, das ich nun endlich fertiggelesen habe:

„To refuse to inform yourself about the basic operation and maintenance of the equipment you depended on was to passively accept that tyranny and agree to its terms: when your equipment works, you’ll worrk, but when your equipment breaks down you’ll break down, too. Your possessions would possess you.“ (S. 29)

Danach wollte ich mal wieder eine *mitreißende* Geschichte lesen und wurde von TC Boyles Das Licht in der Hinsicht nicht enttäuscht – ich habe es in drei Tagen durchgelesen. Es handelt von der Entdeckung von LSD 1943 und dessen psychologischer Erforschung durch Timothy Leary und Kollegen in Harvard ab 1961. Letzterer baute schnell eine Art Sekte um sich auf, die regelmäßig „das Sakrament“ (LSD) einnahmen und abgeschottet vom Rest der Welt auf einem Anwesen in Upstate NY lebten. Die ganze Zeit fragte ich mich, wie viel Wahres an dieser Geschichte war und nach ein bisschen Wikipedialeserei stellt sich heraus: sehr viel. Timothy Leary gab es wirklich und sein ganzes Leben war noch viel spektakulärer als es die paar Jahre im Buch schon erahnen ließen. Sehr lustig fand ich auch diesen Spiegel-Artikel von 1974, der den echten Namen seiner Gruppierung, „Brotherhood of Love“, aufgreift.

Im Anschluss daran bin ich wieder bei Non-Fiction, genauer gesagt beim Schreiben über Essen, gelandet und lese jetzt Ruth Reichls Save me the Plums.

Arezu

Den donnerstäglichen Restaurantbesuch habe ich erstmals durch Lieferservice ersetzt, denn mein Budget dafür gibts glücklicherweise noch (und auch die coolsten Restaurants der Stadt dürfen jetzt nicht pleitegehen!). Das Arezu in der Lange Gasse steht schon länger auf meiner Ausprobieren-Liste, weil ich über persische Küche kaum was weiß. Das sollte mir und meiner üblichen Begleitung (die glücklicherweise im selben Haushalt wohnt) dann auch zum Verhängnis werden, denn woher sollte ich wissen, wie die vielen Komponenten in kleinen Plastikbehältern zusammengehören?

Als Vorspeise gab es einerseits Kuku Sabzi aka persisches Kräuteromlett mit Joghurt und getrockneten Ribisel (glaube ich – vielleicht auch Berberitzen?) und Fladenbrot. Das Ganze ähnelte eher kleinen Puffern als Omlett und die Kräuter waren Hauptbestandteil und nicht nur Würzmittel – ich könnte sie mir auch gut als vegetarische Burgerpatties vorstellen. Andererseits haben wir Kashke Bademdjan also gebratene Melanzani mit Knoblauch, Minze und iranischem Trockenjoghurt bestellt. Versehentlich aßen wir Reis statt Fladenbrot dazu, aber das war auch nicht schlecht. Die gebratenen kleinen, fleischigen Melanzani waren durchzogen von geschmorten Zwiebeln und könnten ein super Dip sein. Der Trockenjoghurt erinnerte mich ein bisschen an bröseligen Ziegenkäse, ich mochte ihn nicht besonders.

Als Hauptgang hatten wir zweierlei Eintöpfe: Yatimcheh und Fesendjan. Ersterer bestand aus festen Kartoffeln, fleischiger kleiner Melanzani, Zucchini und Zwiebeln in großen Stücken in säuerlicher Tomatensauce. Ziemlich gut, aber auch nicht besonders überraschend. Ganz im Gegenteil zu Fesendjan, einer dicken Sauce aus geriebenen Walnüssen, saurer Granatapfelmelasse, großzügig Öl und frischer Petersilie und Minze obenauf. Die Konsistenz hat mich sehr überrascht und der Geschmack, irgendwo zwischen Trockenpflaumen und sauren Früchten, noch viel mehr. In der Speisekarte gab es optional Hühnchen oder Rindshackfleischbällchen dazu, ich glaube, als Sauce zu Fleisch wäre Fesendjan noch viel beeindruckender.

Safraneis
Natürlich schmolz das Eis, bevor ich ein Foto schießen konnte…

Als Nachspeise gab es dann noch Safran-Eis, das zwar sehr gelb war, aber kaum nach Safran schmeckte. Stattdessen war es ziemlich süß, hatte es ein intensives Rosenwasseraroma und ein paar versteckter Pistaziensplitter. Ich mochte es sehr, wenn ich mal Rosenwasser zur Hand habe, bastle ich es nach!

Dieser Abend mit persischem Essen war eine tolle Abwechslung zum täglichen Selberkochen, aber leider trotzdem kein Vergleich zu einem echten Restaurantbesuch. Mir bleibt also nix anderes übrig, als in ein paar Wochen dann IRL ins Arezu zu gehen!

Lohnarbeit! Außer Haus!

Und dann war ich tatsächlich das erste mal seit mehr als zwei Wochen in den Öffis unterwegs zur Arbeit und interviewte unter erschwerten Bedingungen (Mikrofonangel in kleinem Feinkostladen und ein Gespräch im Resselpark statt im Studio) zwei Feinkostladenbesitzer zum Thema Delikatessen in Dosen. Mal sehen, wie daraus eine Radiosendung wird.

Der kurze Weg durch die Innenstadt war jedenfalls sehr befremdlich – kaum wer auf der Straße, alles sehr leise und tatsächlich Grablichter und Heiligenbilder an der Pestsäule?!?!

Hier folgen jetzt mal meine liebsten Links der letzten paar Tage:

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Zwiebelschalen-Gefärbte Ostereier

Für das Ö1-Konsumentenmagazin help habe ich in dieser Woche an ein bisschen feel good-content gearbeitet und zum natürlichen Ostereierfärben recherchiert (zu hören morgen ab 11.40 Uhr).

Als ich in Marokko gelebt habe, habe ich mangels käuflicher Ostereierfarben schon einmal alle möglichen Naturfarbstoffe ausprobiert: Blaukraut für blau, Kurkuma für gelb und auch Spinat und Rote Bete – die letzten beiden funktionierten damals nur leider nicht besonders gut.

ostereier vogelperspektive
Das dunkelblaue Ei war über Nacht im Farbsud.

Meine Interviewpartnerin fürs Radiointerview, Michaela Knieli von der Umweltberatung Wien, schwärmte von gelben Zwiebelschalen als Färbemittel für Eier – was ich noch nicht kannte und sogleich ausprobierte.

Drei Eier sollten für Testzwecke reichen.

Auf einen Liter Wasser braucht es rund zwei handvoll Zwiebelschalen. Das Ganze einmal aufkochen und schon entsteht ein dunkeloranger Sud. An dieser Stelle könnte man die Schalen herausfischen – oder sie drin lassen, sodass sie beim Färben ein bisschen Musterung auf den Eiern hinterlassen.

Die Eier nun sehr vorsichtig (nicht anstechen, sonst halten sie nicht so lang!) in den heißen Sud geben, wieder auf den Herd stellen und 6 Minuten lang sprudelnd kochen lassen, damit sie gar werden. Den Topf anschließend von der Flamme nehmen.

Topf mit Zwiebelschalen und eiern am Herd
Das Foto ist nicht besonders gut ausgeleuchtet, aber das eindeutig ockerfarbene Ei lässt sich schon erkennen!

Ich war überrascht, wie schnell die Eier die Farbe angenommen haben: Schon während des Kochvorgangs färbten sie sich ockerrot, nach einer halben Stunde im abkühlenden Zwiebelsud war ihre Farbe richtig satt. Ein Ei ließ ich zu Testzwecken über Nacht darin liegen, die Farbe wurde dabei aber nur wenig intensiver.

Je dunkler die Farbe, desto mehr Zeit hat das entsprechende Ei im Zwiebelsud verbracht.

Falls ihr Lust auf rote Ostereier habt und das Haus zur Zeit nicht extra für Farbe verlassen mögt, sammelt einfach ein paar Tage lang übrige Zwiebelschalen und färbt damit!

Low-Carb-Schokokuchen

„Low-Carb“ und Diäten aller Art sind mir sehr suspekt. Wegen dieses Tweets von Marlies Hübner (die übrigens ein sehr interessantes Blog über Autismus und Neurodiversität schreibt) und weil die Mehlvorräte der WG für Pizza draufgegangen waren, gab ich Kuchen ohne Mehl doch eine Chance.

Der Einfachheit halber habe ich mich gleich an das im Thread zitierte Rezept von lecker.de gehalten. Es verspricht die Konsistenz von Mousse au Chocolat – das heißt es muss viel Luft in die Zutaten.

Nach Eischnee und steifgeschlagener Sahne lief nur leider unser schrottiger Handmixer gefährlich heiß, es roch schon nach verbrannten Motorkohlen. Dieses Rezept reiht sich damit in die unheilvolle Geschichte der ohne-Mehl-Kuchen in diesem Blog ein: 2012 (lang ists her!), als ich Mandel-Schoko-Kuchen ohne Mehl gebacken habe, schrottete ich den Mixer meiner Mama…

Schoko-Mandel-Kuchen ohne Mehl auf einer Tortenplatte
Mandel-Schoko-Kuchen ohne Mehl

Beim Low-Carb-Schokokuchen versuchte ich schließlich die ganzen Eier erst mit dem Pürierstab (unmöglich) und dann händisch aufzuschlagen, doch besonders viel Luft bekam ich nicht hinein – ein Grund, warum mein Kuchen viel platter ist, als der am Foto des Originalrezepts.

Ein weiterer Grund: Als ich das Ofentürl öffnete, fiel er um ein ganzes Stück zusammen und das Foto entstand erst am nächsten Tag (recht unmotiviert, wie das außerordentlich *aufwändige* Foodstyling zeigt).

Dennoch: Der Kuchen schmeckte der ganzen WG, die ich zur Zeit fast täglich mit neuem Gebäck versorge, sehr gut. Ich aß ein bisschen Powidl dazu, ich glaube sauer-bittere Orangenmarmelade als Kontrast zur schweren Cremigkeit des Low-Carb-Schokokuchens wäre noch besser.

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Zuckersüß 359

Schon wieder sieben Tage vorbei? Ich habe Milchreisauflauf mit Kirschen und Äpfeln gemacht (dessen Rezept ich endlich mal mitschreiben sollte, damit ich es hier verbloggen kann – so gut!), Highfoodality’s Brioche Burger Buns gebacken, außerdem gestürzten Bananen-Karamell-Kuchen, Low-Carb-Schokokuchen (weil uns das Mehl ausgegangen war), Demon Cake und Kaiserschmarrn. Langsam nähere ich mich sieben Mehlspeisen pro Woche!

Ansonsten habe ich ein wenig gearbeitet (meine Croissant-Sendung ist noch bis Freitag bei Ö1 nachzuhören!), ein weiteres Online-Uni-Seminar „besucht“, mit meiner WG viiiiele Late-Night-Shows geschaut (leider ist nicht mal John Oliver mehr witzig drauf, Corona macht alles deprimierend) und erstmals seit Jahren meinen ganzen Feed-Reader von vorn bis hinten durchgelesen.

Meine Lieblinge daraus folgen in der Linkliste:

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Gestürzter Bananen-Karamell-Kuchen

Vor ein paar Tagen erst habe ich bei Joy the Baker den Upside Down Bananas Foster Cake entdeckt und sofort auf meine Nachbacken-Liste gesetzt.

Es stellte sich heraus, dass in unserem Vorrat noch drei Bananen waren, die schon zu braun waren, um pur gegessen gut zu sein, aber noch nicht braun genug, um sie für Bananenbrot zu zermatschen. Sonstige Backzutaten waren auch alle da, dringende Termine stehen zur Zeit ja eh selten ins Haus, sodass ich den Kuchen einfach spontan zusammenrührte.

Gestürzter Bananen-Karamell-Kuchen

Im Ofen braucht er, wie Joy schreibt, theoretisch recht lang, aber weil ich die größte Backform verwendet habe, die ich finden konnte (28cm Durchmesser!), wurde der Kuchen nicht so hoch und in einer halben Stunde fertig.

Besonders fotogen ist der gestürzte Bananen-Karamell-Kuchen nicht (kein Vergleich zur Ananas Tarte Tatin oder dem Gestürzten Johannisbeer-Karamell-Kuchen), aber dafür umso schmackhafter. Dass gebackene Bananen eine super Sache sind, weiß jede_r, der/die sie schon einmal in einem asiatischen Restaurant als Dessert gegessen hat – oder sie mal (z.B. für Bananen-Eis) sehr lange im Ofen rösten hat lassen. Hier kommt dann noch Karamell dazu, zimtig-fluffiger Rührkuchen und ein paar Walnusstücke für den Crunch – in meiner WG so beliebt, dass ich am nächsten Tag schon wieder einen neuen Kuchen backen konnte (bald im Blog!).

Gestürzter Bananen-Karamell-Kuchen
Matschfarbiger Kuchen auf matschfarbenem Teller – aber lasst euch davon nicht täuschen!
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Schoko-Kaffee-Cheesecake

Wenn schon die Party ausfallen musste, wollte ich meinem Mitbewohner zumindest den besten Geburtstagskuchen überhaupt backen. Seine Wünsche daran waren recht vage – mehrere Schichten! Schokolade? Cheesecake vielleicht?

schoko-kaffee-cheesecake
Dunkelblauer Vorhang und weiß-goldener Teller bleibt meine Lieblingsinszenierung für Gebäck…

Meine erste Idee waren Bon Appetits Camouflage Chocolate Fudge Brownies, die aber das Kriterium der verschiedenen Schichten nicht so recht erfüllen können. Dann fiel mir Smitten Kitchens’s layered mocha cheesecake wieder ein, den ich schon ein paar Jahre auf meiner Nachbacken-Liste stehen hatte.

Das Originalrezept verlangt nach amerikanischen quarter sheet pans mit neun mal dreizehn Inch Größe – doch unsere Küche gibt überhaupt nichts passendes her. Ich rechnete also ein bisschen herum, fand glücklicherweise drei gleich große 26cm-Springformen in verschiedensten Ecken unserer Küche (warum??), und beschloss statt eines eckigen, sechsstöckigen Cheesecakes einfach einen runden mit nur drei Schichten zu backen.

Leider passten nicht alle drei Formen gleichzeitig in unseren Ofen, aber nacheinander klappte geht auch. Nur eins sollte ich beim nächsten Mal bedenken: mit Backpapier als Unterlage ginge der Cheesecake weitaus leichter (und wohl bruchsicher) aus den Formen…

Von außen macht der Kuchen gar nicht so besonders viel her, doch wenn man ihn anschneidet, kommen die drei verschiedenen Cheesecake-Arten, abgetrennt von Oreo-mäßigen Schokokeksböden sehr gut zur Geltung: Ganz unten eine Schicht puren Käsekuchens, in der Mitte superschokoladiger und oben eine Schicht mit Kaffeearoma und Molassefarbton (ein super Trick von smitten kitchen!). Zur Deko dann noch superdunkle Ganache (ich habe single origin Schokolade genommen, die mir am Ende nicht besonders gut schmeckte – die Tafel hätte ich besser vorher probiert…) und goldene Streusel for good measure.

Insgesamt zwar nicht unbedingt ein schnelles Backprojekt, aber doch weniger fehleranfällig als eine „richtige“ Torte.

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Zuckersüß 358

Die Zeit vergeht momentan gefühlt superschnell – obwohl ich gar nicht so viel Nennenswertes tue. Ein bisschen etwas in der Heimisolation war aber doch interessant:

Ich habe z. B. mein erstes Online-Uni-Seminar überhaupt „besucht“, das hauptsächlich aus Powerpoint-Präsentationen mit Ton und einigen Memes bestand. Danach folgte noch eine Audio-Call mit etwa der Hälfte der Seminarteilnehmer_innen (wo die andere Hälfte blieb, weiß keine_r), der als Test für die erste „richtige“ Seminareinheit dienen sollte. Übrigens gehts um Öffentlichkeit und Demokratie – wozu sich vor lauter Panik und Fake News zur Zeit ganz schön viele Beispiele finden lassen.

Zum Geburtstag meines Mitbewohners habe ich smitten kitchen’s layered mocha cheesecake in leicht abgewandelter Form gebacken und außerdem Germknödel gemacht. Einige davon habe ich mit übrigen Weichseln gefüllt, musste aber feststellen, dass die Powidl-Version weitaus besser war. Weil ein bisschen Luxus in der Heimisolation nicht schaden kann, gabs dazu Vanillesauce mit *echter* Vanille.

Zwischen Uni und Home-Office habe ich dann auch endlich mal wieder „Spaß“-Lektüre zur Hand genommen (Edward Snowdens Permanent Record) und beschlossen, so bald wie möglich wieder mit dem Buchbloggen anzufangen.

Im Heimkino (wie snobbig klingt das eigentlich?) habe ich zum ersten Mal Batman und The Dark Knight angeschaut – und damit endlich mal die Szene gesehen, die meinem liebsten Film-Podcast Flip the Truck ihren Namen verlieh. In der Mittagspause schauten wir hin und wieder F is For Family, eine Netflix-Zeichentrick-Serie, die ein nicht besonders gutes Bild auf amerikanische Mittelschichtsväter der 1970er wirft.

Online gelesen habe ich auch, hier folgen also meine liebsten Links der letzten Tage:

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Schoko-Karamell-Sauce

Auf der Suche nach einer *spannenden* Schokoglasur kam mir die Idee, Ganache mit Karamell zu verbinden. Tatsächlich habe ich so etwas ähnliches schon einmal mit dem Schokoladenkaramell, das ich wie Bonbons verpackt habe, ausprobiert:

Tatsächlich funktionierte das Ganze in leicht veränderter Rezeptur funktionierte auch als Sauce für die Schoko-Tahini-Cupcakes von vor ein paar Tagen – zumindest, so lange das Schoko-Karamell noch warm und flüssig war.

schokokaramell
Dieses Rezept war wirklich eine fotografische Herausforderung.

Abgekühlt hat die Schoko-Karamell-Sauce mehr Ähnlichkeit mit Frosting, das karamellige Fäden zieht. Mit ein bisschen Fleur de Sel auf jedem Löffel schmeckts übrigens direkt aus dem Topf auch sehr gut!

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Schoko-Tahini-Cupcakes

Diese Cupcakes sehen super unscheinbar aus, sind aber super toll: Fluffig, feinporig und durch das Tahini geschmacklich komplex.

Schoko-Tahini-Cupcakes
Nochmal mein Vorhang als Fotountergrund!

Für eine Verzierung war ich am Fototag zu faul, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass Frischkäsefrosting oder Schokofrosting gut passen würde. Ein paar Tage später habe ich die Cupcakes gleich nochmal gebacken und mit sehr leckerem Schoko-Karamell-Guss übergossen, das Rezept dazu folgt bald!

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