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Jungle Bird

Der Jungle Bird ist einer dieser Tiki-Klassiker, über die ich im Zuge meiner Recherchen für meine Rum-Radiosendung im Januar (natürlich nicht mehr nachzuhören, danke für nix, ÖR-7-Tage-Frist…) gestolpert bin. Die Geschichte des Drinks ist aber z. B. hier beim Mixology-Magazin nachzulesen.

Als ich letzte Woche ein paar Freund_innen zu Besuch hatte, fiel mir auf, dass mein Vorrat endlich mal alle Zutaten dafür hergab – zumindest für die Version, die Giuseppe González im PUNCH-Magazin präsentiert. Die Mischung aus dunklem Rum, Ananassaft, Limettensaft und Sirup ist, wie der Titel verspricht, recht tropisch-süß. Der Campari, der auch noch dazukommt, holt den Drink aber mit seiner fruchtigen Bitterkeit ein bisschen vom Tropical-Cocktail-Klischee weg.

Painkiller Cocktail in einem Matikibecher vor Zimmerpflanze
The Painkiller

Meine supercoolen Tikibecher von der Matikibar (oben beim Painkiller im Einsatz) konnte ich mysteriöserweise nirgends in unserer WG finden, weshalb ich den Jungle Bird in einem Tumbler serviert habe. Dekoorangenzeste (beinflusst sicherlich den Geschmack, ja eh) hatte ich zwar nicht, aber eine meiner Freundinnen hatte supersüße Kornblumen von ihrem Balkon mitgebracht (und auch noch allerlei anderes spannendes Grünzeug – zweierlei Minze, Thymian, Portulak…), die den Drink erst so richtig schön aussehen lassen.

Jungle bird
Blümchen!

Einer meiner neuen Cocktail-Favoriten für den Sommer!

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The Painkiller

Schon viel zu lange habe ich hier kein Cocktailrezept mehr gepostet! Der Painkiller, der nach der gleichnamigen Rummarke auch als Pusser’s Painkiller bekannt ist, ist mir zuerst in meinen Recherchen für meine Rum-Radiosendung (leider nicht mehr nachzuhören, hier aber noch ein paar Worte dazu) begegnet.

Erich Wassicek von der Halbestadtbar hatte ihn als die „erwachsene Version“ der Pina Colada beschrieben, was mir so lange im Gedächntis blieb, dass ich ein paar Wochen nach dem Interview im Radiostudio noch in seiner Bar vorbeischaute, um den Pusser’s Painkiller zu probieren. Erich Wassicek servierte ihn in einem kleinen Emaillehäferl, ohne Strohhalm, wenn ich mich richtig erinnere.

In meiner Radiosendung vom Januar kam außerdem die Matikibar vor, in der ich danach noch öfters mit Freund_innen gegangen bin, weil ich sie sehr sympathisch fand. Leider hatten alle Bars jetzt ziemlich lange geschlossen, sodass ich zwangsläufig selber mixen musste, wenn ich einen Drink haben wollte.

Painkiller Cocktail in einem Matikibecher vor Zimmerpflanze

Allerdings will ich nicht, dass meine liebsten Bars pleite gehen, weshalb ich bei der Matikibar drei handgefertigte Tiki-Tonbecher bestellt habe. Arik, einer der Betreiber der Bar, lieferte sie eigenhändig aus und ich freute mich so sehr darüber, dass ich gleich einen Drink dafür mixen wollte. Das tiki-gste, das unser Vorrat hergab, war besagter Painkiller: dunkler Rum, Ananassaft, Orangensaft, Kokoscreme und ein bisschen Muskat.

Besonders eskapistische Deko, wie es für Tiki-Drinks üblich wäre, bekam ich aus dem Stegreif auch nicht hin, aber immerhin kamen mal die Glitzer-Palmen-Stecker (wie heißen diese Dinger wirklich?), die schon ewig in meiner Prop-Schublade herumliegen, zum Einsatz.

Painkiller Cocktail in einem Matikibecher vor Zimmerpflanze

Btw, die Fotos vor mickriger Zimmerpflanze (keine Ahnung welche Art das ist, bin schon froh, dass sie unter meiner Obhut noch nicht eingegangen ist!) und schlecht verdecktem Bücherregal sollten ein bisschen an die Tropen erinnern, sind aber eigentlich inspiriert von @lavievagabondes coolen Selfies.

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Negron – oder so ähnlich

Einer meiner Mitbewohner wollte ein Getränk mit Basilikum haben, aber mag Gin überhaupt nicht. Mein Lieblings-Gin Basil Smash kam deshalb nicht in Frage. Beim Durchblättern des Cocktailian fand ich dann den Negron.

Ein Tischler als Handmodel

Der hat mit dem Negroni überhaupt nichts zu tun, sondern ist ein rituelles Getränk aus Kuba. Kubanischen Basilikum konnte ich auf die schnelle genauso wenig auftreiben wie Thai-Basilikum, der im Buch als Ersatz vorgeschlagen wird, aber „normaler“ Basilikum macht sich geschmacklich auch sehr gut. Durch das Sprudelwasser wird das Getränk übrigens halbwegs leicht und richtig gut für den Sommer.

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Punschkrapferl

Inspiriert, oder eher gezwungen von den rosa-herzerl-glitzer-Posts, die in der vergangenen Woche das Internet überfluteten, beschloss ich spontan, mal Punschkrapferl zu machen. Diese österreichische Spezialität hatte ich zwar schon oft gesehen, aber noch nicht ein einziges Mal gekostet.

Punschkrapferl

Laut Wikipedia handelt es sich dabei um einen Würfel (seltener auch Zylinder) aus Biskuitteig, der mit einer Masse aus Marmelade, Rum oder Punsch und Schokolade gefüllt und mit einer rosa Glasur (sog. Punschglasur, als solche in Österreich erhältlich) überzogen ist.

Punschkrapferl

Soweit so einfach – Punschkrapferl scheinen die österreichische Variante von Granatsplittern (die ich zuletzt 2010 gebacken habe) zu sein. Ich wollte es allerdings nicht so halten wie z.B. mit Oreos und eine „berühmte“ Speise nachbacken, ohne vorher einmal das „Original“ probiert zu haben. Deshalb stattete ich den Konditoreien in meinem Umfeld einen Besuch ab und machte einen Punschkrapferltest:

punschkrapferl-verkostung
v.l.: Punschkrapferl vom MANN, Konditorei Hübler und meine zwei Varianten – einmal mit, einmal ohne Kakao

Auf die Idee hatte mich dieser Post von Katharina Seiser gebracht, die 2010 die besten Punschkrapferl Wiens gesucht hatte. Richtig überzeugt hat mich aber keines meiner, zugegeben recht wenigen, Testexemplare. Aber immerhin hatte ich einen Anhaltspunkt!

Ich kombinierte einige Rezepte, die ich im Internet gefunden hatte, und wurde zumindest bezüglich des Biskuits gründlich enttäuscht. Vielleicht habt ihr es meiner Instagramstory gesehen – mir fiel einfach der ganze Biskuit gänzlich zusammen. Gut, dass ich schier endlose Vorräte hege und auch nach Mitternacht einfach einen zweiten – diesmal nach meinem Rezept – backen konnte. Auch gut: Punschkrapferl als „Resteverwertung“ – der ruinierte Boden fand trotzdem Verwendung. Damit ihr euch nicht genauso ärgern müsst, habe ich euch hier aber mein oft getestetes und funktionierendes Biskuitrezept aufgeschrieben, es ergibt genauso viel fertigen Biskuit wie das andere.

Auf jeden Fall sind Punschkrapferl ziemlich viel Arbeit, aber solltet ihr größere Mengen an übrigem Biskuit haben, gehts schon viel schneller. Außerdem besteht die Füllung in meinem Rezept aus Blutorangensaft und gar nicht so viel Zucker, sodass die dann nicht pappsüß und schrecklich künstlich schmeckt wie häufig bei gekauften Exemplaren.

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