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Corns de Gazelle – Backkurs in Essaouira

Für meinen Geburtstag (ja, der im letzten Oktober) haben sich meine Mitfreiwillgen ein besonderes Geschenk ausgedacht. Denn einer Foodbloggerin schenkt man doch am besten irgendetwas mit Essen, oder nicht? Letzten Montag, kaum ein halbes Jahr später, löste ich also endlich meinen Geburtstagsgutschein ein und absolvierte einen Corns de Gazelle – Backkurs in einer süßen Backstube direkt neben Essaouiras Sqala.

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Leider waren dafür aber nur zwei Stunden einberahmt, sodass der Grundteig schon fertig aus dem Kühlschrank kam. Für dessen Rezept kann ich also nicht garantieren, es ist nicht wie sämtliche anderen Rezepte der Zuckerbäckerei persönlich von mir getestet. Aber bei diesen klassisch marokkanischen Leckereien bleibt das Prinzip sowieso immer gleich, lediglich die Umsetzung variiert. Eine marzipanähnliche versteckt sich in allen Keksvariationen, dafür müssen aber erstmal Mandeln gepult werden.

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Marzipanähnlich, in der Masse neben Zucker, Zitronenschale und Orangenblütenwasser auch ein Eigelb befindet.

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Für die „Verpackung“ wird erstmal Teig (in drei Farben!) durch die Nudelmaschine gedreht…

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… um anschließend mit allerlei Ausstechern und der schon vorbereiteten Mandelmasse zu zuckersüßen Teilchen zu werden.

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Leider war der Holzofen etwas zu heiß…

backkurs14_lq… und bevor die Kekse mit flüssigem Honig übergossen wurden, waren sie schon gut dunkel.

backkurs12_lqAber lecker waren sie trotzdem!

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12: Qrichlat

Als ich kürzlich im Riad Senso war, habe ich nicht nur Fqas, sondern noch einiges mehr ausprobieren dürfen. Darunter auch die kleinen Qrichlat, Sandgebäck wahlweise mit Sesam oder Anissaat.

Qrichlat hatte ich, ohne deren Namen zu wissen, schon oft in der Medina gekauft. Das tat ich auch am zweiten Tag meiner „Formation Pâtisserie Marocaine“, um sie mit ins Riad Senso zu nehmen. Wie jede marokkanische Köchin, die etwas auf sich hält, hielt Mina allerdings recht wenig von meinen Medina-Keksen. Als ich ihr erklärte, dass ich diese nur gekauft hätte, damit sie mir zeigen könnte, wie man sie zubereitet, war sie aber so gleich wieder zufrieden und ließ mich alles mit Freuden fotografisch festhalten.

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Zuerst werden Sesamkörnchen ohne Fett geröstet, bis sie herumhüpfen wie Popcorn.
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Dann werden Butter, Zucker und Ei cremig „gerührt“.
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Es folgen Öl, Mehl, Backpulver und der geröstete Sesam. Ab jetzt wird geknetet…
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… bis der Teig ganz homogen ist.
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Ein Stückchen Teig wird dann mit großzügig Mehl auf Arbeitsfläche und Händen gleichmäßig zu einer Rolle geformt.
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Mit ständiger Rotation wird die Rolle schließlich in kleine Stückchen geschnitten… 
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…und auf einem gefetteten Blech verteilt, um schließlich im Holzofen des Quartiers zu landen. 12: Qrichlat weiterlesen