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Holunder- und Rhabarber-Wodka

Letztes Frühjahr, als ich zu Besuch bei meiner Familie war, wollte ich so viel wie möglich aus den Gärten #amland nach Wien mitbringen. Deshalb machte ich unter anderem zweierlei Wodka-Infusionen. Auf der Suche nach einem entsprechenden Post dazu im Blog fiel mir auf, dass ich nie einen geschrieben habe und eine Festplattensuche sorgte für die Erkenntnis, dass ich nicht einmal die Fotos dazu aussortiert habe.

Aber nachdem jetzt bald wieder Holunder- und Rhabarbersaison ist, habe ich das schnell nachgeholt und kann jetzt die „Rezepte“ für Holunderblüten- und Rhabarber-Wodka-Infusion präsentieren. Das Ganze ist so einfach (wenn eins denn Zugriff auf Blüten direkt vom Baum und frischen Rhabarber hat), das der Begriff „Rezept“ fast zu viel dafür wäre.

eine liegende flasche holunderblütenwodka

Für den Holunderblütenwodka ist nichts weiter nötig als 10-15 Blüten und eine Flasche Wodka. Zuerst die Holunderblüten vorsichtig von Fremdkörpern wie Käfern oder anderen Blättern befreien. Nicht abwaschen, denn der Blütenstaub soll im Wodka, nicht im Abfluss landen!

Die gesäuberten Blüten in ein weites Gefäß legen und mit dem Wodka übergießen. Für einige Stunden oder über Nacht zugedeckt ziehen lassen – die Dauer ist dabei ganz eurem Geschmack überlassen, also einfach hin und wieder mal probieren. Zuletzt durch ein feines Sieb seihen und zurück in die Flasche füllen. Dunkel lagern und innerhalb von ein paar Wochen aufbrauchen, da der Wodka sich sonst braun verfärbt und den Geschmack verändert.

eine liegende flasche rhabarberwodka
Rhabarberwodka ist so schön rosa!

Für den Rhabarberwodka eine handvoll pinke Rhabarberstängel gut waschen und abtropfen lassen. Die Schalen abziehen und in einem großen Gefäß mit dem Wodka übergießen. Ebenfalls ein paar Stunden oder über Nacht zugedeckt ziehen lassen. Abseihen und zurück in die Flasche füllen.

Übrigens folgt in den nächsten Tagen ein Cocktailrezept für den Rhabarberwodka!

Holunderblüteneis

Mein Eisfieber geht weiter – doch der blühende Holunder am Ende meiner Straße hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt meine Eis-Liste Punkt für Punkt abarbeiten zu können musste ich sofort Holunder verarbeiten, denn ansonsten wäre er verblüht bzw. von den schweren Gewittern in den letzten Nächten davongetragen worden. Freundlicherweise ließen mich die Eigentümer auch wirklich am Strauch herumschnipseln, sonst wäre dieser wunderbare Frühsommergeschmack ungenutzt vergangen.

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Es hat sich aber gelohnt. Dieses Eis ist zwar speziell (mindestens so sehr wie das aus Basilikum), schmeckt es doch sehr stark nach Holunderblüten. Doch ich zumindest finde es richtig lecker.

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Auf Instagram erntete dieses Rezept viel Verwunderung, denn ganz so klassisch ist diese Holunder-Verarbeitung nicht. Auf Holunderblütensirup hatte ich aber keine Lust und für ausgebackene Blüten fehlte mir das Fett – die Lösung: Eis! Ganz aus der Luft gegriffen ist mein Rezept trotzdem nicht, ich habe mich an diesem aus der BRIGITTE orientiert.

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