Ein sehr verspäteter 35c3-Rückblick

Wie beim Glitzer-Heidesand angekündigt, war ich letzten Dezember zum ersten Mal überhaupt auf dem Chaos Communication Congress, und zwar zu seiner 35. Ausgabe. Nun ist fast ein ganzes Jahr vergangen und ich hatte meinen Rückblickspost immer noch nicht so weit fertig geschrieben, dass ich ihn veröffentlichen hätte können. Aber der 36c3 steht vor der Tür und deshalb habe ich mich doch nochmal mit diesem monströs langen Text beschäftigt. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass euch jetzt in der Vorweihnachtszeit fad wird: Klickt euch durch die Vorträge, die ich im Folgenden (inkl. Sketchnotes!) verlinkt habe, auf dem CCC kann eins wirklich interessantes lernen!

Glitzerheidesand passend zur Visual Identity des 35c3

Ich habe keinen Vergleich zu irgendwelchen, offenbar viel „kuschligeren“ früheren Kongressen, doch ich war sehr angetan, als ich am Vorabend (= Tag 0) am riesigen Leipziger Messegelände aufschlug. Ohne warten zu müssen, tauschte ich mein Ticket in ein Armband, in das glitzernd das Kongressmotto „Refreshing Memories“ eingewoben ist und landete ein paar Meter weiter gleich in einer beeindruckenden Sound- und Licht-Installation. In den Messehallen wurden langsam die Assemblies, sozusagen die regionalen oder thematischen Gruppierungen rund um den CCC fertigdekoriert.

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Glühwein-Käsekuchen

Zum 16. Geburtstag einer meiner damals besten Freundinnen habe ich einen Glühwein-Käsekuchen gebacken. Alle, die probiert haben, inklusive mir, fanden ihn richtig gut, nur leider habe ich das Rezept niemals ins Blog geschrieben und damit auch verloren.

2011 habe ich Kuchen mit Blitz fotografiert??

In den seither vergangenen 8 Jahren habe ich immer mal wieder daran gedacht, einen neuen Versuch zu starten, es aber nie gemacht. Bis jetzt!

glühweinkäsekuchen auf einer glasplatte

Diesmal habe ich gleich drei Mini-Käsekuchen (einer als Geschenk, einen für die WG und einen fürs Foto aka mich) daraus gemacht. Ganz unten ein einfacher Bröselboden aus Löffelbiskuits aka Eierbiskotten aka Savoiardi (Namensdiskussionen dank Mitbewohner_innen, die in drei verschiedenen Ländern aufgewachsen sind), gebräunter Butter und etwas Zimt statt des Biskuits, den ich offenbar beim ersten Versuch 2011 verwendet habe. Darauf eine simple Käsekuchen-Joghurt-Creme, die nur mit ein paar Löffeln Orangensaft aromatisiert ist.

angeschnittener glühwein-käsekuchen

Und obenauf natürlich noch eine Schicht Glühwein-Gelee mit Vanille, Zimt, Kardamom und großzügig Glitzerzuckerstreuseln.

Heraus kommt ein sehr weihnachtlich, aber dennoch frisch schmeckender ziemlich fancy Kuchen – ohne Backen!

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Zuckersüß 351

Drei Wochen ohne sonntägliches Zuckersüß! In dieser Zeit kommt viel Gebäck zusammen: Ein zweiter Versuch meiner Schoko-Cookiedough-Cupcakes (leider immer noch nicht gut genug fürs Blog), Snickerdoodles (auch als Mash-Up mit Hirschknöpf und Spitzbuben), Schoko-Cashewcookies mit Banane, Glühwein-Käsekuchen (den ich 2011 zuletzt gemacht und nie hier gepostet habe – bald aber!) und dann noch ein ganzes Plätzerlsortiment für die Vorweihnachtszeit – Hirschknöpf, Zitronenheidesand, Kastanien-Biscotti und Gewürztrüffel (aka Heiße Schokolade am Stiel).

Cocktails im Moby Dick

Ich war im Moby Dick Cocktails trinken und habe endlich was vom Pairing Menu probiert: Zum Crispy Caesar – drei Salatherzen-Hälften mit gerösteten Semmelbröseln, Parmesan und Senf(?)-Dressing – gabs den Holy Stoly (laut Menü: Koriander infused Wodka, Weißer Port, Verjus und Holunderblüte). Der Cocktail war auf eine spannende Art prickelnd (vielleicht wegen des sauren Verjus?) und dennoch in sich rund, sehr gut! Sehr viel überraschender war der nächste Gang, Fried Green Tomatoes (unter die sich jedoch ein paar rote geschmuggelt haben) mit sehr salziger Remoulade (dank Kapern und Sardellen, wenn ich mich recht erinnere) und einem Drink mit Rum, Banane(!), Limette, Ginger Beer und Kardamom: Banana Joe. Ich hätte niemals geglaubt, dass Banane-Tomate eine angenehme Kombination sein könnte, doch sogar die kleine Deko-Casali-Banane (für alle nicht-Österreicher_innen: Wikipedia) passte gut dazu.

Danach probierten ich und meine Begleitung noch den Hattori Hanzo und den Donau Mitzi. Ersterer besteht aus Wodka, Birne, Limette, Kren, Peychaud’s Bitters, Salz und Dill, weshalb ich ihn mir auf mehreren Ebenen scharf vorgestellt habe. Allerdings schmeckte er überaus rund und erinnerte mich ein kleines bisschen an Salat (liegt bestimmt am Dill). Donau Mitzi, laut Karte ein Cocktail aus Marillenbrand, Kakao infused Wodka, Espresso, Amarenakirsche und Verjus dagegen hatte ich mir süß und sanft ausgemalt, aber im direkten Vergleich zum anderen Cocktail war er geradezu agressiv. Vor allem der Kirschgeschmack (der mich stark an die Lutscher, die man nach dem Kinderarztbesuch bekommt, erinnerte) war sehr im Vordergrund und etwas warm geworden schmeckte das Ganze wie ein pappsüßer geschmolzener Eisbecher aus der Vergangenheit. Zum Schluss bekamen wir noch zwei Ananas Gin Tonics aufs Haus. Gedörrte Ananasscheiben sind wirklich cool zum draufrumknabbern, das hausgemachte Tonic war weniger sprudelig als manch gekauftes, was ich sehr gut fand.

Filme

Im Top Kino habe ich spontan L’ora legale gesehen. Die italienische Komödie handelt von einem kleinen sizilianischen Ort, der während der Sommerzeit durch einen „korrekten“ Bürgermeister völlig umgekrempelt wird, doch irgendwann wünschen sich alle die Korruption zurück. Ich fand den Film außerordentlich seicht, zum italienisch-Üben war er aber ganz gut.

Zum This Human World Festival habe ich es leider nicht geschafft, obwohl ich gerne Another Life und Overseas gesehen hätte. Immerhin habe ich einen Love Actually Filmabend veranstaltet, bei dem zwei Drittel der Anwesenden den Film schon fast auswendig kannten und wir einfach alle live kommentierten. Super Vorweihnachtsidee!

Radio & Podcast

Am 26. November (schon zu spät zum Nachhören, leider) lief meine Sendung zum Thema „Wenn Paare zusammenziehen“ auf Ö1. Für das Dienstags-Moment-Format hatte ich vorher noch nicht gearbeitet, erstmals war die ganze Geschichte „nur“ ein Porträt. Und dann gab es auch noch die Möglichkeit, live im Studio anzurufen!

In meinem Podcast ist Folge 16 mit Johanna Steiner online gegangen, sie hat mir im Setagayapark in Döbling vom Radiomachen für Ö1, dem Brotbacken und „Fischeschauen“ erzählt. Außerdem habe ich eine neue Folge aufgezeichnet – LP019 mit Hannah Poppenwimmer vom Social Attitude Magazine wird aber erst im Januar erscheinen.

Hier folgen nun meine liebsten Links der letzten Wochen:

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Schoko-Cashewcookies mit Banane

Im Sommer habe ich ein paar Stunden in der Bücherei meiner Heimatstadt verbracht. Bis ich ungefähr 16 war, schaute ich dort tatsächlich jeden einzelnen Freitag vorbei und kannte dementsprechend das ganze Sortiment an Koch- und Backbüchern.

Knapp acht Jahre später hat sich in den Regalen natürlich einiges getan, und ich konnte endlich auch einige der Bücher durchblättern, die ich mir selber nicht kaufe, weil sie mir zu teuer sind. Darunter „Sweet“ von Yotam Ottolenghi und Helen Goh. Ich kopierte (aka fotografierte sie für mein digitales Notizbuch) mir eine ganze Liste an Rezepten und kaum ein halbes Jahr später habe ich endlich mal etwas nachgebacken: Schoko-Pecannuss-Cookies mit Banane.

cookies auf einer rechteckigen weißen platte auf weiß-goldenem stoff

Nur dass sich Pecankaufen (genau wie Kochbücherkaufen) nicht so gut mit meinem Studi-Budget verträgt. In meiner WG steht zwar noch immer einen ganzen Sack Walnüsse von meinen Nachbarn (s. Walnuss-Pie und Maple Walnut Chopped Chocolate Cookies), doch deren Verwendung ist an stundenlanges Knacken geknüpft. Glücklicherweise gabs Cashews im Angebot, also wurden Schoko-Cashew-Cookies mit Banane draus.

Das Rezept faszinierte mich schon beim Durchlesen, denn mit diesen Zutaten könnten auch Brownies daraus werden. Durch das stundenlange Kühlstellen wird der Teig aber so fest, dass auch Cookies daraus ihre Form halten. Die Bananen sind geschmacklich sehr überraschend, dank großzügig Zimt schmeckt alles super weihnachtlich. Super Cookies!

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Hafermuffins mit Birne

Unaufgegregt, einfach, schnell gemacht. Diese drei Schlagwörter beschreiben diese Muffins hier ziemlich gut. Sie sind ein gutes Frühstück (nicht allzu süß) oder ein toller Nachmittagssnack (viel anhaltender als irgendein Schokoriegel).

drei hafermuffins
Teller und Gabeln braucht es bei diesen Muffins eigentlich gar nicht

Ich fand die Muffins so super, dass ich sie innerhalb von zwei Wochen zweimal gemacht habe – einmal auch ohne Birnen im Teig, was geschmacklich ebenfalls super funktioniert hat. Das Rezept stammt übrigens von Fork in the Kitchen, ein Blog, das ich vor der Suche, die mich dorthin führte, nicht kannte. Die unsäglichen Cup-Angaben (1/2 cup = 118ml geschmolzene Butter…) habe ich für euch in Gramm übersetzt.

aufgebrochener hafermuffin
Superfluffig, trotz Obst und Hafer im Teig!
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Zuckersüß 350

In den vergangenen Tagen habe ich viel gearbeitet (das Ergebnis ist in den nächsten Tagen bei Ö1 zu hören), wenig geschlafen und noch weniger Zeit fürs Backen oder Bloggen gehabt. Aber während meiner Lehrveranstaltungen habe ich meine allerersten Fingerlinge fertiggestrickt (yay!). Die Anleitung dafür stammt aus einem Blog, das mittlerweile im Webarchive liegt und war sehr viel DIY. Hände ausmessen, Maschenprobe stricken, Rundenzahlen ausrechnen und so weiter kosteten mich wohl ein Drittel der ganzen Arbeitszeit, aber dafür passen meine Handschuhe jetzt auch ziemlich genau.

Cocktails

Cocktails scheinen der rote Faden meiner Blogposts im Moment. Ich war erstmals in der Sign Lounge, die ich von vielen Seiten empfohlen bekommen hatte. Mit der Getränkekarte war ich erstmal richtig überfordert, denn sie hat gefühlte tausend Illustrationen, Pop-Up-Elemente und verschiedene Fonts. Außerdem gibt es ein paar Seiten „Kooperations“-Cocktails, mit den Logos verschiedener Firmen. Ich entschied mich dann jedenfalls für einen „Thanksgiving Flip“ mit – laut Karte – Bourbon, Birne, Tonkabohne, Vanille, Walnuss, Eier, Schokolade. Die flüssige Schokolade wurde offenbar auf das geeiste Glas aufgesprüht und schmolz mir langsam über die Finger, was ein bisschen unpraktisch war. Geschmacklich fand ich ihn gut, die Komponenten passten gut zusammen, vor allem anfangs als mir der Tonkabohnengeruch in die Nase stieg. Eine neue Lieblingsbar oder gar einen Lieblings-Cocktail (Gin Basil Smash foreverrr) habe ich damit aber nicht gefunden. Für meine WG habe ich auch ein paar einfache Sachen gemixt, nämlich Aperol Sour (mit Mandarinen, weil ja fast schon Weihnachten ist), Rosmarin Gin Fizz, Rhabarbar Vanille Wodka Fizz und Bramble.

Ansonsten war ich noch bei der Buchpräsentation von „Eure Heimat ist unser Albtraum“ mit Herausgeberin Hengameh Yagoobifarah und Autorin Vina Yun, moderiert hat die großartige Naomi Günes-Schneider (die vor einem Jahr bei mir im Podcast zu Gast war). Natürlich kam ich nicht drum rum, mir dabei das Buch zu kaufen (das ich ohnehin schon seit Erscheinen im Auge hatte) und habe jetzt einen noch höheren zu-lesen-Stapel.

Hier folgt erstmal Lesenswertes aus dem Web:

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Zuckersüß 349

10 Jahre Blog feiern und dann erstmal zwei Wochen bis zum nächsten Post verstreichen lassen – willkommen in der Zuckerbäckerei! Aber immerhin habe ich viel gebacken: mal wieder Schoko-Bananen-Muffins, UFO-Muffins für eine Verschwörungstheorie-Halloweenparty, Glitzerstern-Muffins für eine Singstar-Karaoke-Party und Birnen-Hafermuffins als Proviant.

Cocktails

Die besagte Singstar-Karaoke-Party war meine eigene, und deshalb habe ich auch mal wieder viele Cocktailzutaten vorbereitet: Es gab fünferlei Zitrussorten („normale“ Primofiori-Zitronen, milde Meyer-Zitronen, Limetten, supersüße Satsumas und Naval-Orangen), frische Kräuter (Minze, Rosmarin, Basilikum) und verschiedene Sirupsorten (pur, Mohn, Vanille, Basilikum, Minze, Rosmarin). Außerdem habe ich mich zum ersten Mal am Fermentieren von Ginger Beer versucht (nach Anleitung aus „The Art of Fermentation“ von Sandor Ellix Katz), das ziemlich gut geworden ist, und mich vor allem in einer London Mule (mit Earl-Grey-infused Gin) begeistert hat. Und weils schon so kalt ist im November, habe ich gleich auch noch einen großen Topf meines allerliebsten weißen Glühweins gemacht.

Ich war auch außer Haus Cocktailtrinken: An einem Dienstag (sehr gute Idee, tbh) im BirdYard, dessen Publikum mir weitaus weniger snobbig vorkam als am Wochenende. Ich hatte einen „Happy End“ im Tiki-Becher, laut Karte mit Angostura 7 Rum, Thai-Teesirup, Mango, Limette und Amaro Lucano. Ziemlich gut, aber nicht mein neuer Lieblings-Cocktail. In München war ich im Schumanns am Odeonsplatz, wo ich vermutlich nicht mehr hingehen werde. Es ist furchtbar laut, das Wasser (das eins in meinen liebsten Bars immer automatisch hingestellt bekommt), kostete 7 Euro für einen Dreiviertelliter und das Publikum ist, nunja, sehr münchen-ig (also vereint alle meine Vorurteile gegenüber der Stadt). Der „East Village“ mit Saké, Limette und Granatapfel (den Rest habe ich vergessen, und der Kellner nahm die Karte zu schnell wieder weg…) war wirklich gut, aber die Atmosphäre halt nicht.

Das Café Omo, in dem ich mit Freund_innen äthiopisch essen war, fand ich da schon viel sympathischer. Ich probierte Samosas mit Linsenfüllung, die mich mit ihrer dreieckigen Form und dem knusprigen Filoteig an marokkanische Briwat erinnerten. Als Hauptspeise teilten wir eine große Platte mit Njera, den typischen Sauerteigpfannkuchen (die mir persönlich viel zu sauer sind) und verschiedenen Saucen aus Kichererbsen, Linsen und Spinat (?). Alles ziemlich stark gewürzt und teilweise sehr scharf. Wir saßen um einen Korbtisch herum, der genau so groß war, um die Platte mit der Hauptspeise zu tragen und aßen mit den Händen – prädestiniert für Flecken auf meiner Kleidung…

Auch sehr sympathisch: Das Café Bean batter auf der Schwanthaler Höhe. Ziemlich hipster, aber mit fairen Preisen und coolem Angebot. Ich hatte eine belgische Waffel mit Avocadomash, pochiertem Ei, Sprossen und Bacon.

Zündfunk Netzkongress

In München war ich natürlich nicht, um einen einzigen Cocktail zu trinken und in Cafés herumzusitzen, sondern weil ich endlich mal „in echt“ zum Zündfunk Netzkongress gehen wollte. Ich habe mir fast durchgehend Talks angesehen, aber ärgerte mich schon recht oft über Überschneidungen. Sehr cool fand ich, dass die offene „Aktivist_innen-Vernetzungsrunde“ live mit einem Graphic Recording von Mark und Mieze begleitet wurde. Auch ich habe viel mitgekritzelt und getwittert, ich werde bald alle meine Sketchnotes drüben bei jasowieso.com in einem Post zusammenfassen.

Uni

Auf eine Empfehlung aus dem PrivacyWeek-Umfeld war ich vergagene Woche das erste Mal in einer Lehrveranstaltung der TU, die aber auch öffentlich war. Susan J. Winter von der University of Maryland sprach über „Cui bono? A Sociotechnical View of Smart Cities“. Leider war der Vortrag uninteressanter, als ich ihn mir vorgestellt hatte, denn die Beispiele aus dem amerikanischen Kontext, die sie vorstellte, waren überhaupt nicht auf europäische Verhältnisse übertragbar.

Dafür war aber die Einheit „Digitalisierung durch Recht mitgestalten?“ in meiner Digitalisierungs-LV überraschend unterhaltsam und lehrreich. Nikolaus Forgó ist ein wirklich guter Vortragender und schaffte es, Herbert Grönemeyers Bochum mit Datenschutz zu verknüpfen. Und er verwies auf Armin Nassehis Buch Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft, das ich nun auch noch auf meine Leseliste gesetzt habe.

Hier folgt jetzt erstmal eine Liste mit meinen liebsten Links der vergangenen Tage:

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Tahini-Cupcakes mit Zitronen-Ricotta-Frosting – 10 Jahre Zuckerbäckerei

Heute gibt es die Zuckerbäckerei unglaubliche 10 (ZEHN!) Jahre. Als ich am 28. Oktober 2009 das erste Rezept in Blogger tippte, hatte ich mit Sicherheit keine Vorstellung vom Jahr 2019, oder davon, dass ich bis dahin weiter regelmäßig in mein Eck vom Internet schreiben würde.

Bisher habe ich (fast) jeden Bloggeburtstag mit einem besonderen Geburtstagskuchen gefeiert: Zuerst Sour Cream Cookies (2010) und Zuckerbäckerei-Petit Fours (2011) – beide exemplarisch für meine damalige Begeisterung für rosarote Lebensmittelfarbe. Cranberry-Walnuss-Kuchen (2012), den ich unbedingt mal wieder backen sollte und Cranberry-Walnuss-Cookies (2013) kurz nachdem ich überraschenderweise eine rosarote KitchenAid zum Geburtstag bekommen hatte. Funfetti Lemon Curd Torte (2014), als ich gerade in meine erste eigene Wohnung gezogen war und Birnen-Cupcakes mit Ziegenkäse (2015), die ich als eines der ersten Rezepte in meiner Wiener WG-Küche gebacken habe. Bei den Gingersnaps (2016) fiel mir offenbar gar nicht auf, dass die Zuckerbäckerei am Tag der Veröffentlichung sieben Jahre alt geworden war. Den Pfannkuchen-Kuchen (2017) von meinem eigenen Geburtstag erklärte ich kurzerhand gleichzeitig zum Bloggeburtstagskuchen, dasselbe tat ich mit der Schoko-Himbeer-Torte (2018) und auch mit den Tahini-Ahornsirup-Cupcakes in diesem Post.

cupcakes mit frosting, daneben eine zitrone mit zitronenreibe, ein silikonspatel mit frosting und ein kleines schüsselchen mit sesamsamen, vogelperspektive
Tahini-Cupcakes mit Zitronen-Ricotta-Frosting

Das Rezept für die Tahini-Ahornsirup-Cupcakes zum zehnjährigen fand ich bei Molly Yeh. In ihrer Version tragen sie ein Labneh-Frosting. Ähnlich der Obsession Molly Yehs für Labneh kann ich allerdings unendlich für Ricotta schwärmen und habe mich deshalb für ein Zitronen-Ricotta-Frosting entschieden. Ich muss zugeben, dass ich bis zum letzten Jahr hauptsächlich die Supermarktvariante kannte (die ich aus organisatorischen Gründen auch hier im Rezept verwendet habe) und ich echten, wirklich grandiosen Ricotta erst in Italien kennenlernte.

Seitdem bin ich überzeugt, dass es Nichts gibt, was so wunderbar wolkig, wohlig und cremig und doch überhaupt nicht platt oder fad schmeckt wie Ricotta. Butter verstoße ich natürlich dennoch nicht vom unangefochtenen Thron meiner liebsten Backzutaten, denn sie ist doch weitaus vielseitiger als fancy Frischkäse. Aber das hier soll ja nicht vielseitig sein, sondern besonders, denn ein Foodblog 10 Jahre lang durchzuziehen gehört schon gefeiert, finde ich.

Auch ohne Frosting sind die Cupcakes super!

Deshalb basieren auch die Cupcakes selbst nicht auf dem nächstbesten 0815-Standardteig: Tahini, Ahorn-Sirup und Wasser (!) schütte ich gar nicht so oft in meiner Rührschüssel zusammen. Doch dadurch entsteht einerseits eine komplexe Süße, ein bisschen Bitterkeit (ja nix Fades zum Geburtstag, s.o.) und andererseits eine sehr feinkrümelige Textur.

tahini-ahornsirup-cupcakes
Der Teigschaber auf dem Foto ist sogar noch älter als mein Blog – und Beweis, dass ich wirklich schon seeeehr lange backe.

Ich habe mir vorgenommen, mich in den nächsten Wochen nochmal quer durch die Zuckerbäckerei zu lesen und vielleicht auch vergessene (Lieblings-)Rezepte neu aufzulegen. Anders als 2009 besteht mein Leben heute allerdings nicht mehr aus Schule, Freizeit und freien Wochenenden, sondern auch aus zeitraubenden, unumgänglichen „Erwachsenen“sachen (looking at you, Lohnarbeit.). Deshalb habe ich mir vorsichtshalber keinen strengen Postingplan à la Adventskalender 2010 zum Jubiläum vorgenommen, weil ich ihn eh wieder nicht einhalten kann.

Mein Hang zu Pink bei Küchengeräten, Muffinsförmchen usw. ist immer noch offensichtlich :D

Ich freue mich trotzdem wie eine Schneekönigin über den Bloggeburtstag – schön, dass ihr mitlest! :)

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Zuckersüß 348

Es gibt nur wenige Links in dieser Woche, denn ich habe zusätzlich zu Uni und Lohnarbeit ca. 40 Stunden auf der PrivacyWeek – einer großartigen Konferenz des Wiener Chaos Computer Clubs – verbracht und kaum gelesen. Ich habe sehr viel gesketchnotet und getwittert und sogar einen (live-gestreamten!) Workshop gehalten. Sobald die ganzen Aufzeichnungen online sind, werde ich das alles mal in einem Post zusammentragen.

Außerdem hatte ich Geburtstag und war deshalb bei einem Konzert von Alsarah & The Nubatones beim Salam Orient Festival in der Sargfabrik – für mich eher Hallo Okzident, denn ich glaube, in Penzing war ich vorher noch nie. Die Band ist sudanesisch-US-amerikanisch, die Texte meist sudanesisch. Das verstehe ich leider allzu schlecht, aber die Musik war so mitreißend, dass spätestens zur Halbzeit des Konzerts die Hälfte des Publikums aufstand und tanzte.

Ich bekam Gin zum Geburtstag (hoffentlich bald wieder Cocktails hier!) und auch ein Buch: Rückkehr nach Reims von Didier Eribon, das ich erstaunlicherweise schon durchgelesen habe. Aus der Bücherei habe ich mir auch noch Noam Chomsky’s Profit over People geholt, ich bin gespannt, wie er Politisch so schreibt.

Hier folgen meine liebsten Links der Woche:

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Ein zuckersüßes, zuckerbäckereipinkes Foodblog