Archiv der Kategorie: Zuckersüß

zuckersüß 339

In der vergangenen Woche habe ich für Ö1 help zu „smarten“ Windeln recherchiert (sehr fragwürdige Erfindung, imho) und dafür u.a. mit Hilda Tellioğlu gesprochen, was sehr interessant war. Der Beitrag ist hier nachzuhören, hier findet sich der Artikel, den ich darüber geschrieben habe.

Ich habe außerdem Buttermilch-Marilleneis gemacht, bei dem noch Verbesserungsbedarf besteht, bevor es hier im Blog landet. Bei der Aufmacher-Medienrunde, die diesesmal dank dem Krone-Chefredakteur als Gast eher einer Pressekonferenz glich (und für mich die langweiligste aller Zeiten war), habe ich mal wieder gesketchnotet:

Sketchnote zur 26. Aufmacher-Medienrunde mit Klaus Herrmann von der Kronenzeitung

Ich habe das sechste und siebte Paar (Partnerlook-)Socken für dieses Jahr fertiggestrickt, rosa Suppe, Zitronenpasta und Schoko-Bananen-Kuchen gemacht. Außerdem habe ich in Sibylle Bergs „Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten“ weitergelesen, war in den Bergen und, nicht zu vergessen: habe ein klitzekleines bisschen an meiner Bachelorarbeit weitergeschrieben. Einer der Gründe, warum hier im Blog so ein Sommerloch herrscht.

Lieblingslinks gibts trotzdem wieder:

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Zuckersüß 337

Die vergangene Woche bestand für mich aus Prüfungen und Parties, eigentlich gar nicht schlecht für den beginnenden Sommer. Am Montag habe ich außerdem für das Frauennetzwerk Medien im Presseclub Concordia zum Thema „Wie über Gewalt an Frauen berichten?“ gesketchnotet, was mir sehr entgegenkam, da genau das auch das Thema meiner nächsten BA-Arbeit ist. Und dann ist auch noch das univie-Magazin des Alumniverbands erschienen, in der eine ganze Interviewseite mit mir drin ist!

Für alle diese Parties, eine davon in meiner WG, habe ich natürlich sehr viel verblogbares gebacken und gekocht. Seit dieser Woche gibt es endlich die lang überlegte Cocktail-Kategorie (aka Zuckeräckerei, zurückzuführen auf einen Tippfehler auf meinem Muddler), die mit meinem allerliebsten Liebling Gin Basil Smash eingeleitet wurde. Ich habe einmal wieder Brioche-Stangerl und Salsa-Dip gemacht und außerdem eine Ananas Tarte Tatin gebacken, deren Rezept ich bald hier bloggen werde.

Offline habe ich viel zu Entwicklungsökonomie gelesen und auch Stefan Zweigs „Erinnerungen eines Europäers“ (so ein fesselndes Buch!) fertig, hier folgen meine Online Must Reads der vergangenen Tage:

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Zuckersüß 336

Ich war in den vergangenen Tage in Süditalien unterwegs. In Rom war ich kurz im Palazzo Massimo, einem ziemlich interessanten (aber nur mit Audioguide!) Antike-Museum. Weiter gings nach Lecce, ans Meer, nach Brindisi, Alberobello, Putignano, Gioia del Colle, Matera und schließlich Campobasso. Ich habe sehr viele Aperitivi und sogar ein paar Tassen Espresso getrunken, Pizza (sogar eine mit Nutella, vom nächtlichen Lieferdienst!), Pasta und beste Antipasti gegessen und eine lange Liste an muss-ich-mal-nachkochen/backen zusammengetragen. Darunter z. B. Tarallini, Pizzo (eine Art orange Focaccia mit schwarzen Oliven, Zwiebeln und scharfem Paprikapulver aus Apulien), panierter Fenchel und gebratener Cicoria, und wenn ich mal sehr motiviert bin, Arancini.

Mein Gepäck wurde unerträglich schwer, was weniger an Kleidung und Büchern lag, sondern mehr an den vielen Flaschen Naturwein, Limoncello, Pasta, Knabbereien, Pancetta und Guanciale, die ich mitgenommen habe. Und dann habe ich noch eine Sommertrüffel (Tartuffo) geschenkt bekommen und damit – kaum daheim angekommen – die nobelsten Spagetthi Carbonara gekocht.

Mehr von meiner Reise und dem ganzen Essen dort gibts hoffentlich bald im Blog, bis dahin meine liebsten Links der Woche:

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Zuckersüß 335

Eine spontane Fast-Ferien-Woche, wie schön: Ich war im Home Café isländischen Fisch essen und dann für vier Tage #amland. Dort habe ich von die Hälfte meiner Zeit im Garten, die andere Hälfte in der Küche verbracht. So gab es eine weitere Runde in meinem Eierlikör-Guglhupf-Test (bald im Blog), mitsamt Picknick-Fotoshooting in der Gänseblümchenwiese. Außerdem Rhabarber-BBQ-Sauce (ebenfalls bald im Blog), eine gegrillte Ananas, Gin Basil Smash und zweierlei Wodka-Infusionen. Ob man aus dem Holunderblüten- und Rhabarber-Wodka gute Cocktails mixen kann, zeigt sich dann nächste Woche, bis dahin meine liebsten Links der vergangenen Tage:

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Zuckersüß 334

Letzte Woche habe ich glatt schon wieder meine Sonntagslinksammlung ausgelassen. Dabei war es so turbulent in Österreich…

Außerdem war ich zweimal im Museum: Zuerst in der Oskar-Kokoschka-Sonderausstellung im Leopold. Darin hängen u. a. einige Werke „entarteter Kunst“ (von den Nazis trotzdem für viel Geld verschachert), das Porträt einer Katze (der Künstler sah auch in Tieren einen abbildbaren Charakter) und viele politische Allegorien. Ziemlich cool war auch der Animationsfilm „I’m OK“ von Lizzy Hobbs über Kokoschkas Leben ab dem ersten Weltkrieg (der Teaser dazu hier bei Vimeo). Der Museumsvermittler hatte nicht unrecht, als er die Führung mit „Kokoschka passt zum heutigen Tag“ (Rücktritt von HC Strache) eröffnete – so viele Bezüge zu aktuellen Debatten! Die Ausstellung ist super gemacht (kein Vergleich zu den Patenten Frauen im Technischen Museum, über die ich kürzlich so hergezogen habe), die ganzen Anknüpfungspunkte werden aber nur mit einer Führung wirklich klar. Sehr empfehlenswert (aber holt euch gleich eine Jahreskarte, das scheint mir weitaus rentabler als der 11€-Einzeleintritt)!

Am Dienstag schaute ich dann noch kurz beim Kunstschatzi im KHM vorbei und spazierte schnell durch die Mark Rothko-Sonderausstellung. Das Booklet dazu war sehr hilfreich, sonst hätte ich nämlich auch wenig mit den „bunten Rechtecken“ anfangen können.

Super Getränke im Bruder. Links: Neulich im Internet, Rechts: Ferment des Tages

Ich war gleich dreimal Cocktailtrinken. Im Bruder probierte ich das Ferment des Tages : Rhabarber-Fenchel und noch etwas, das ich vergessen habe. Später trank ich Neulich im Internet: ein Mix aus Zitronen-, Mispel-, Ingwer-, und Basilikumlikör, dekoriert mit kandierten Zitronenschalen, eingelegten Mispeln und fermentiertem Ingwer. Spannende Kombi! Überhaupt, das Bruder und sein alles Selbersammeln/machen/fermentieren-Konzept habe ich nach meinem ersten Besuch sehr ins Herz geschlossen. Im Botanical Garden hielt ich mich an zwei Abenden an Bekanntens, einmal den Made In China (Wodka, Zitronengras, Kaffirblatt, Limette und recht viel Kokos dieses Mal) und andererseits eine Rioja Mule (mit einer Rosmarin-Rotwein-Reduktion).

Zum Schluss noch ein paar Hinweise auf Audioarbeiten von mir: „Kombucha, Ginger Beer und Co“ lief am Freitag bei Ö1 Moment Kulinarium (Podcast-Feed) und für ein Uni-Seminar habe ich „Die Semantik von ‚und'“ in einen Beitrag gepackt. Ich war außerdem noch live beim Campus Talk des Uniradios zu Gast und hab übers Podcasten gesprochen, aber ich glaube, es gibt keine Aufzeichnung online…

Hier folgen meine liebsten Links der vergangenen Tage:

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Zuckersüß 333

Mir fiel heute auf, dass ich vor ziemlich genau fünf Jahren mein Abitur geschrieben habe – mit allerlei Keksen dazu: Abiturkekse Pt. I: Studentenfutter-Haferkekse, Abiturkekse Pt. II: Classic Chocolate Chip Cookies, Abiturkekse Pt. III: Mohn-Marzipan-Plätzerl mit Traubengelee:

Und in dieser Woche habe ich nun meinen Bachelor in Sprachwissenschaft eingereicht. Das war zwar an sich keine Prüfung (die letzte hatte ich bereits im Januar abgelegt), aber wegen der vielen auszufüllenden Formularen fühlte es sich fast so an. Kein einziges Mal habe ich daran gedacht, mir zu diesem Ereignis einen Kuchen zu backen – so langweilig wie zu Schulabschlusszeiten war mir leider schon länger nicht mehr.

Aber bis ich das Zeugnis ausgehändigt bekomme, braucht die Uni bestimmt noch ein paar Wochen, ich habe also noch Zeit, mir ein dem Anlass angemessenes Rezept auszudenken. Apropos, im Oktober wird die Zuckerbäckerei unglaubliche 10 Jahre alt, dafür könnte ich auch schon einmal überlegen…

Ansonsten habe ich mich in dieser Woche vor allem geärgert, dass ich nicht bei der re;publica in Berlin sein kann und nicht mal Gelegenheit hatte, den Stream anzuschauen. Aber ich habe zwei Bücher fertiggelesen, über die ich vielleicht noch in der entsprechenden Post-Serie schreiben werde: Sina Kamala Kaufmanns Helle Materie und Max Czolleks Desintegriert euch. Ich war auf Uniexkursion im Technischen Museum (recht enttäuschende Erfahrung, tbh) und hatte viel zu viele Deadlines um mich herum. Trotzdem habe ich zweimal gebacken, nämlich einen Rhabarber-Zopf (angelehnt an Krebsen und Aluette) und kleine Eierlikör-Kastenkuchen (nach diesem Rezept von 2010, dem ich zurecht nicht ganz traute), die etwas zu sehr aufgegangen sind, als dass ich sie hier posten könnte.

Hier folgt eine vergleichsweise magere Lieblingslinksammlung:

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Zuckersüß 332

Am Montag habe ich es endlich mal wieder zur Aufmacher-Medienrunde geschafft. Diesmal hat Pressefotograf Christian Bruna aus seinem Arbeitsalltag erzählt, es war sehr interessant:

Eine interessante ⁦@AufmacherM⁩-Runde mit Pressefotograf ⁦@brunapix⁩!#sketchnotes pic.twitter.com/NPA754l8Oj— Jana (@jasowies_o) 29. April 2019

Den Maifeiertag am Mittwoch habe ich zu meinem Wochenendstart erklärt und daheim in Niederbayern vorbeigeschaut. Dort habe ich in Omas Garten Rhabarber abgeschnitten und einen sehr guten Salat daraus gemacht: Fein gewürfelt, über Nacht in Zucker eingelegt, sodass er weicher und etwas weniger sauer wird. Doppelt so viel grünen Spargel ebenso fein gewürfelt, in Olivenöl angebraten und in ein paar Teelöffeln Orangenmarmelade geschwenkt, serviert mit gebratenen Frühlingszwiebeln und gerösteten Mandeln (das alles angelehnt an einen Satz in diesem Artikel). Dann war ich noch im Auwald der Isarmündung, um Morcheln zu suchen, habe aber leider keine gefunden. Nix ists geworden mit der geplanten Morchel-Spargel-Pasta von la mia cucina.

Stattdessen also einfach Spargel mit Hollandaise, von der mir drei Eiweiß übrigblieben, die ich sogleich zu Pavlovas verarbeitete. Statt wie die zwei, die schon im Blog sind (Aprikose/Pistazie und Kirsche), habe ich sie aber mit Rhabarberkompott serviert:

Hier folgen meine liebsten Links der Woche:

Rezepte

Gin-Basil Smash – GIN PESTO! – Bitters Blog
Das Originalrezept meines liebsten Cocktails.

Pistachio & Basil Tart – Always With Butter
Noch mehr Basilikum!

Lemon Mascarpone Crepe Cake – Completely Delicious
Ich sollte mal wieder einen Pfannkuchenstapelkuchen backen – den letzten gabs zu meinem 22. Geburtstag bzw dem 8. Blogjubiläum:

Ottolenghi’s Honey & Yogurt Set Cheesecake – Food52
Ohne Backen, dafür mit weißer Schokolade.

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Zuckersüß 331

Das Ostersonntagszuckersüß ließ ich mangels Tipp-Gerät (auf dem Smartphone bloggen ist mir viel zu anstrengend) einfach ausfallen, aber wofür sind denn Ferien da…

Aus der Karwoche muss ich aber trotzdem noch ein paar Sachen erwähnen, weil sie so cool waren: Ich war in der Grotta da Concetta in Campobasso essen und habe mich durch die molisanische Küche probiert: Als Primi Pancotto di fagioli (weiße Bohnen mit Brot, ähnlich denen, die ich im Herbst im Miseria e Nobilità gegessen habe) und Chitarra spigatelli e frutta secca (hausgemachte Nudeln mit Brokkoli und Trockenfrüchten). Als Secondi supergute hausgemachte Salsiccia mit Puntarella (fenchelgewürzte Schweinswurst und löwenzahnähnliches bitteres Grünzeug) und Palotte cacio e uovo (eine Art Knödel aus Weißbrot und Pecorino in Tomatensauce). Ich verstand von der Karte fast gar nichts, denn für spezialisierte Zutaten reicht mein rudimentäres Italienisch wirklich nicht aus (und ohne Netzempfang auch kein Wörterbuch im Smartphone!).

Umso spannender fand ich es, alles zu erschmecken und später nachzugoogeln, was das auf meinem Teller eigentlich war. Von der Nachspeise, Pastiera di grano, hatte mir ein italienischer Bekannter schon erzählt, ich freute mich sehr, sie so auch probieren zu können. Es handelt sich dabei um eine traditionelle neapolitanische Ostertarte aus Mürbteig, gefüllt mit Ricotta, kandierten Orangenstückchen und gequollenen Weizenkörnern. Mit zwei Vierterln Wein kam dieses ganze Menü auf gerade einmal 37€ – ein wirkliches Schnäppchen bei so guten Zutaten (das Restaurant ist schon jahrelang slow-food-prämiert).

Mein ehemaliges Vegetarierinnentum warf ich dann mit selbstgekochten (Leber-)Salsiccia-Bällchen aus der Wursterei eines Bekannten völlig über den Haufen. In Bologna, wo ich noch ein paar Freund_innen traf, probierte ich Tortellini (mit Fleischfüllung…) in Brodo und reichlich Prosciutto und Mortadella zu Tigelle von Mamma (nicht meiner, obvs). Dieses Hefegebäck mit großzügig Schmalz ist in der Emilia-Romagna beheimatet und wird in einer klappbaren Metallform direkt auf der Gasflamme gebacken – so ähnlich wie Batbot. Dazu gibt es meistens squacquerone, einen Frischkäse, der fast so cremig wie Mascarpone ist, aber ziemlich sauer/bitter schmeckt.

Dann war ich für ein paar Tage in Ljubiljana, was ich sogar schon verbloggt habe und nach Ostern endlich wieder in Wien, das inzwischen sommerlich (26°C im April?!) geworden war. Zum Sommer gehört mein liebster Lieblingscocktail Gin Basil Smash auch dazu, den ich diesmal mit einem Basilikumsirup nach dem Mixology-Magazin gemixt habe. Frischer Basilikum wird dafür erst blanchiert, dann in Eiswasser abgeschreckt und schließlich mit simplem Zuckersirup püriert. Nach dem Abseihen bleibt das Chlorophyll in der Flüssigkeit und übrig bleibt ein giftig grüner, sehr intensiv schmeckender Basilikumsirup.

Zum Schluss noch ein Radiohinweis: Für Moment Kulinarium von Ö1 habe ich letzte Woche einen Beitrag über Rhabarber gestaltet – nachhören ist noch bis kommenden Freitag möglich (außer ihr ladet ihn euch im Podcast herunter!).

Nach dieser unendlichen Geschichte folgen jetzt meine liebsten Links der Woche:

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Zuckersüss 330

Ich bin wieder in Italien, aber nicht wie das Titelbild (vom Februar) vermuten ließe, in Rom, sondern mittlerweile weiter südlich in Molise. Während meines kurzen Zug-Umstiegs-Zwischenhalts in Rom besuchte ich den super-hipster Mercato Centrale direkt am Bahnhof Termini. Diese Markthalle, die kaum Rohzutaten sondern hauptsächlich Snacks beinhaltet, scheint ziemlich auf Insta-Foodies ausgerichtet und hauptsächlich von Tourist_innen frequentiert. Ich holte mir zweierlei Arancini (Norma mit Melanzani, Tomate und Mozarella und Siciliana, das zusätzlich auch noch Mandeln enthält) und setzte mich in den Park der Casa dell’Architettura ein paar Blocks weiter. Unbedingte Empfehlung für alle, die mal am Hauptbahnhof Rom etwas Zeit totschlagen müssen und sich ausruhen wollen.

Mit gutem Essen ging es an meinem Reiseziel gleich weiter: Einen halben Bund Barba di Frate / Mönchsbart (s. a. der super Blogpost von Keine Rezepte zu diesem Gemüse) habe ich mit zitronigen Spaghetti zubereitet (fast wie das Rezept von la mia cucina, das ich unten verlinkt habe!) und später blanchiert zu Burrata und geschmorten Tomaten serviert (etwa so, wie mir das Gemüse erstmals im Le Réciproque in Paris begegnet ist).

Für ein Indoor-Picknick (schlechtwetter sei Dank) habe ich außerdem einen Striezel gebacken (im Wesentlichen nach diesem Rezept), schon wieder den Lemony Whipped Feta With Charred Scallions der NYT gemacht und außerdem eine Menge Grissini (mehr oder weniger nach dem Rezept für Brioche-Stangerl + Parmesan).

Und dann habe ich noch gemeinsam mit ein paar Erasmus-Studis Ostereier gefärbt. Statt künstlicher Farben nahmen wir Kurkuma, Blaukraut und rote Bete, die auf den braunen Eiern (weiße ließen sich leider nicht auftreiben) nicht so gut hielten, wie bei meinem ersten Naturfärbe-Experiment 2015. Die Verzierungen mit Gummiringerln funktionierten aber sehr gut:

Hier folgen nun endlich meine liebsten Links der letzten Tage:

Rezepte

Spaghetti. Barba di Frate. Filetti di Pesce Persico agli Agrumi. – lamiacucina
Die fancy Version meines ersten selbstgekochten Barba di Frate / Mönchsbart.

Thunfisch in Sesamkruste auf Glasnudel-Gurken-Salat – Verenas Welt
Thunfischsteaks machen mir ein schlechtes Umweltgewissen, aber wie gut sieht das denn bitte aus?!

How to Make Sicilian Pasta With Sardines, or Pasta Con le Sarde – Serious Eats
Ich muss mal nach Sizilien.

There are many variations of pasta con le sarde, but they all consist of an unlikely combination of sweet and savory flavors: sweet sautéed onions, aromatic fennel and saffron, plump raisins, toasted pine nuts, salty anchovies, and oily chunks of fresh sardines. Plus pasta, of course (often bucatini, but spaghetti is a great choice, too). The pasta, sardines, fennel, and anchovies are all typical Italian ingredients, and the inclusion of raisins and saffron and pine nuts is a textbook example of Arabic culinary influence.

Texte

«Wir bekommen Twitter-Gehirne» – NZZ Folio (via DasFilter)
Dem „drüberhuschen“ beim digital-Lesen versuche ich mit diesen Sonntags-Linklisten zu begegnen. Sehr interessantes Interview mit der Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf von der UCLA.

Ich unterscheide zwischen zwei Arten des Lesens: dem oberflächlichen digitalen Lesen, bei dem es vor allem darum geht, möglichst schnell viele Informationen zu verarbeiten. Und dem zeitaufwendigen «tiefen» Lesen, bei dem ein kognitives Räderwerk aus Aufmerksamkeit, Gedächtnis sowie visuellen, auditorischen und sprachlichen Prozessen in Gang gesetzt wird. Beim digitalen Lesen verändern sich nicht nur die Augenbewegungen: Wir lesen den Anfang, huschen im Zickzack über den Mittelteil und lesen dann wieder den Schluss. Das digitale Lesen ist auf Geschwindigkeit geeicht.

A Blizzard of Prescriptions – London Review of Books
Nach diesem Longread kann eins nur noch den Kopf schütteln, wie verantwortungslos die USA in die aktuelle Opioidepidemie geschubst wurden…

the history of OxyContin, a so-called blockbuster drug whose lamentable success was owed to a confluence of factors particular to the US. They include, but are not limited to: the country’s dysfunctional privatised healthcare system, which makes it possible for addicts to accumulate doctors willing to prescribe painkillers in a way they can’t in the UK; a corrupt regulatory agency beholden to the industry it was tasked with regulating; a punitive legal paradigm that criminalises drug users instead of helping them; an abstinence-only approach to treating drug addiction that impedes evidence-based medication-assisted treatment; corporate greed; a political class that takes marching orders from the lobbyists of said corporations; entrenched poverty, joblessness and hopelessness; and a general epistemological failure when it comes to ideas about what ‘drugs’ are, which psychoactive chemicals are safe and which are dangerous, and what a drug dealer is supposed to look like. These factors converged in such a way as to unleash hundreds of millions of potent pills out into the world in the late 1990s and 2000s, which in turn prepared a consumer market for heroin.

Twenty First Century Victorians – Jacobin Mag (via @SarahTaber_bww)
Früher: Spaziergänge im Park in Sonntagskleidung und disziplinierte Bildung, heute: Fitness-Darbietung in schnittigen Leggings und übertriebener Fokus auf die *richtige* Ernährung.

For example, listening to music became an educational — rather than entertaining — experience. The eighteenth century’s classical chamber music functioned as a pleasant soundtrack for aristocratic soirees. At concert halls, the nobility would canoodle in their boxes, only half paying attention to the performers. But when the rising capitalist class attended concerts, they did not gab away in a convivial fashion: they sat still and demanded silence, in order to concentrate on the music. German Victorians coined the term Sitzfleisch — sitting flesh — to describe the muscle control required for sitting absolutely still during a concert performance. Even coughs and sneezes had to be stifled, lest they break anyone’s concentration and derail self-improvement.

Against Chill: Apathetic Music to Make Spreadsheets To – The New Yorker
Guter Kontrast zum obigen Artikel…

Although I recognize the utility of listening to non-distracting study music, I nonetheless find it disheartening to see art being reconfigured, over and over again, as a tool for productivity—and then, when the work is finally done, as a tool for coming down from the work. It’s especially disconcerting to see the practice of active listening (which can be a creative act as well as a wildly pleasurable one) denigrated, dismissed, or ignored. Background music is hardly a new development, but, previously, these sorts of experiences were mostly relegated to elevators and waiting rooms; now the groundless consumption of music has become omnipresent. 

The Religion of Workism Is Making Americans Miserable – The Atlantic
Arbeit als einziger Lebensinhalt:

In the past century, the American conception of work has shifted from jobs to careers to callings—from necessity to status to meaning. In an agrarian or early-manufacturing economy, where tens of millions of people perform similar routinized tasks, there are no delusions about the higher purpose of, say, planting corn or screwing bolts: It’s just a job.

Alt-texts: The Ultimate Guide – Axess Lab (via @anit0r)
Wie man einen guten Bild-Alternativtext schreibt, sodass er Screenreader-Nutzer_innen auch weiterhilft.

Well frankly, you can also get the necessary information from the image at a glance, and that’s what we’re trying to achieve for users with screen readers as well. Give the necessary information in the alt-text, but make it as short and concise as possible.

Lehrer: „Guten Morgen, Herr Harbsmeyer“ – ZEIT ONLINE
Aushilfslehrersein klingt furchtbar.

An der Stadtteilschule darf ich nämlich gar nichts vorbereiten. Erst am Morgen lese ich in einer App, was der Arbeitstag bringt. Ich habe keine Ahnung vom Matheunterricht der 7b oder vom Religionskurs der Klassen 5a und b in der 6. Stunde. Keine Ahnung, was ihr Thema ist, keine Ahnung, wer die Kids sind und wie die so drauf sind. Keine Ahnung, wo der Raum ist. Keine Ahnung, was zu tun ist, falls die erkrankten Lehrer mir keine Materialien hinterlassen haben. Was bisher immer der Fall war. Was kann ich machen, wenn ich keine Ahnung habe? Hausaufgaben machen lassen, Referate vorbereiten?

A Genealogy of Blue – kottke.org
Der französische Historiker Michel Pastereau hat ein Buch über die Kulturgeschichte der Farbe Blau geschrieben. Klingt interessant!

Blue’s fortunes changed in the Middle Ages when it became associated with both the heavens and heaven, and particularly an association with the Virgin Mary. French royalty adopted blue as their official color; and in modernity, the introduction of indigo from the Americas and the invention of Prussian blue in the early 18th century helped cement blue (along with white and red) as part of a tripartite color scheme that gave us the flags of Great Britain, the United States, and France.

Wie ich einmal fast eine Reportage schrieb – journalist – das Medienmagazin
Ein Werkstattbericht:

Vor zwei Jahren scheiterte ich an einem Text für das Geo Magazin. Nein, hier muss ich präziser sein: Ich scheiterte an der Geschichte. Der Text erschien trotzdem (Vom Dunkel ins Licht, Geo, 12/2017), nur in anderer Form. Ursprünglich sollte ich eine Reportage über ein blindes Kind schreiben, das nach einer Operation sehen lernt. So sollte ich, Pars pro toto, die Arbeit der Hilfsorganisation Project Prakash beleuchten, deren Mission es ist, Kinder aus armen Familien in Nordindien vom grauen Star zu befreien. Aus der Geschichte über ein gewendetes Schicksal wurde ein Feature über die Hilfsorganisation und ihre Grundlagenforschung zur visuellen Wahrnehmung. Ich hatte viel erlebt, viel zu viel notiert, und doch ließ sich daraus keine dichte Reportage machen.

Kein Anlass zur Aufregung. – READ ON MY DEAR, READ ON.
Die Normalisierung sexueller Belästigung führt zu sowas:

Auf die Idee eine Anzeige aufzugeben oder gar die Polizei zu rufen, war ich nicht gekommen, denn war denn in Wirklichkeit überhaupt etwas geschehen und war das Geschehene nicht dann doch auch fast lächerlich zu nennen? Kein Anlass zur Aufregung, so viel stand fest.Ich schwieg also lieber und überhaupt arbeitete ich viel in diesem Sommer, der kein Sommer mehr war.

Audio/Video

Podcast #91 – Fake News Blues – Bruttofilmlandsprodukt
Hari List und Birgit Jetschko zerlegen den „Podcast“ von Ö1/FM4/Filmakademie Wien.

Phone Tones – Twenty Thousand Hertz
Die Geschichte der Telefontöne.

Sonst So

City of Vienna – Saffron Brand Consultants (via @i_am_fabs)
Wien hat eine neue visuelle Identität bekommen.

TONIC – Postmoderne in der Steppe
Fotostrecke brutalistischer Bauten in Kazachstan.

Busy Doing Nothing – The Baffler
Megan Marz stellt zwei Bücher vor, die sich mit dem Nichtstun abseits der Digital-Detox- und Produktivitäts-Ratgeber beschäftigen: Melissa Gregg’s Counterproductive: Time Management in the Knowledge Economy und Jenny Odell’s How to Do Nothing: Resisting the Attention Economy.

Foto

Blick aufs Kolosseum

Backkatalog