Alle Beiträge von Jana

Zuckersüß 340

Nach langer Zwangspause endlich mal wieder Zeit für eine Lieblingslinksammlung! Seit Zuckersüß 339 habe ich meine 3. (!) BA-Arbeit (von insgesamt 4) abgegeben, einige Beiträge fürs Radio gestaltet (aktuell noch zu hören: Damenjeans im Test für help auf Ö1) und endlich mal wieder Zeit zum ausgiebigen Backen gefunden: Marillen-Mascarpone-Kuchen, Stachelbeer-Tarte (bald im Blog), Schnelle Schoko-Scones (aber mit zusätzlicher weißer Schokolade), Pfirsich-Joghurt-Tarte (bald im Blog!) und Qrichlat – in weniger als 7 Tagen!

Ich war Eisessen bei Eis am Stiel im 15. und im neuen Vanillas an der Freyung. Ersteres war ein sehr seltsames Geschäft mit schrecklichem Design und etwas teuer, aber am Steckerleis in Herzform selbst war nichts auszusetzen. Zweiteres ist in bester Lage und gleichzeitig eine Pâtisserie – nirgends sind die Preise für eine Portion ausgeschrieben, was sehr seltsam ist, dafür gibt es umso spannendere Sorten. Ich habe Sesam-Feige (interessant, aber nicht umwerfend) und Verjus (unglaublich toll) probiert.

Außerdem habe ich endlich mal wieder ein Buch „zum Spaß“ angefangen – Middlesex von Jeffrey Eugenides (der, der auch The Virgin Suicides, das ich nur in Sophia Coppolas Verfilmung kenne, geschrieben hat). Das Buch hat mich von der ersten Seite weg gefesselt und jetzt, in meinen langersehnten wirklichen Ferien, werde ich wohl nicht lange brauchen, es durchzulesen. Deshalb habe ich mir eine Sachbücherliste zusammengestellt und noch ein paar Romane auf gut Glück aus der Bücherei mitgenommen: Licht von T.C. Boyle, Makarionissi von Vea Kaiser, Die Hauptstadt von Robert Menasse und, in einer ganz anderen Kategorie, Sweet von Yotam Ottolenghi und Helen Goh. Mein Senf dazu hoffentlich irgendwann in der Bücher-Kategorie zu finden, bis dahin erstmal Links:

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Marillen-Mascarpone-Kuchen

Vergangenes Wochenende wollte ich unbedingt mal wieder einen klassischen Kaffeeklatsch-Kuchen backen. In meinen Augen fällt in diese Kategorie alles, was man am Besten im Ganzen auf den Tisch stellt und vielen Leuten serviert – ganz im Gegensatz zu Cookies, Scones und ähnlichem Kleingebäck, das ich am liebsten als Uni-/Arbeits-Pausensnack in Tupperdosen mitnehme.

marillen-mascarpone-kuchen auf einem türkisen deckchen, daneben teller, tortenheber und gabel
In fremden Küchen bäckt sichs schwieriger, dafür gibts Abwechslung bei den Foto-Props!

Hier im Blog gibt es verhältnismäßig wenig solcher Rezepte, z.b. Biskuitroulade mit Aprikosenfüllung und Kardamom, Gestürzter Johannisbeer-Karamell-Kuchen oder Vanillekastenkuchen mit karamellisierten Lorbeerbirnen.

Auf der Suche nach einem neuen Kaffeeklatsch-Kuchen schaute ich zuersteinmal bei Joy The Baker vorbei, deren Blog ich schon abonniert hatte, als es die Zuckerbäckerei noch gar nicht gab. Und natürlich wurde ich fündig: Der Simple Fig and Mascarpone Cake war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Nur bin ich nicht in Kalifornien, sondern in Österreich und nahm statt den Feigen einfach Marillen. Schmeckt super!

marillen-mascarpone-kuchen angeschnitten von oben
ein stück marillen-mascarpone-kuchen
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Marillenmuffins

In diesen Muffins sind Marillen gleich zweifach verwertet: Einerseits die Frucht selbst – eh klar. Aber auch die Kerne! Eine Freundin hat mir nämlich ein kleines Glas mit gemahlenen Marillenkernen geschenkt. Bevor ich mich getraut habe, diese zu verarbeiten, habe ich ein bisschen herumgegoogelt – denn roh sind sie HOCHGIFTIG.

Die Großbuchstaben hier sind wirklich angebracht, denn schon 25 g rohe Kerne können für einen Erwachsenen lebensbedrohlich werden, da das enthaltene Amygdalin zu Blausäure (Cyanid) verstoffwechselt wird. Durch die Hitze im Ofen verflüchtigt sich der gefährliche Stoff laut niedersächsischem Verbraucherschutzamt allerdings. Übrig bleibt ein angenehm bitterer Geschmack – den man einfacher auch mit ungefährlichem Bittermandelaroma aus dem Supermarkt haben könnte.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter
Die einzigen Muffinförmchen im Haus bieten einen schönen Kontrast zu den Marillen

Den Teig mit gemahlenen Marillenkernen sollte man deshalb nicht probieren und erst recht vor Kindern fernhalten. Wer die Gefahr vermeiden will, kann auch einfach gemahlene Mandeln verwenden.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter, von schräg oben fotografiert

Genug Warnhinweise, hier folgt das Rezept für sommerliche Muffins:

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zuckersüß 339

In der vergangenen Woche habe ich für Ö1 help zu „smarten“ Windeln recherchiert (sehr fragwürdige Erfindung, imho) und dafür u.a. mit Hilda Tellioğlu gesprochen, was sehr interessant war. Der Beitrag ist hier nachzuhören, hier findet sich der Artikel, den ich darüber geschrieben habe.

Ich habe außerdem Buttermilch-Marilleneis gemacht, bei dem noch Verbesserungsbedarf besteht, bevor es hier im Blog landet. Bei der Aufmacher-Medienrunde, die diesesmal dank dem Krone-Chefredakteur als Gast eher einer Pressekonferenz glich (und für mich die langweiligste aller Zeiten war), habe ich mal wieder gesketchnotet:

Sketchnote zur 26. Aufmacher-Medienrunde mit Klaus Herrmann von der Kronenzeitung

Ich habe das sechste und siebte Paar (Partnerlook-)Socken für dieses Jahr fertiggestrickt, rosa Suppe, Zitronenpasta und Schoko-Bananen-Kuchen gemacht. Außerdem habe ich in Sibylle Bergs „Wunderbare Jahre. Als wir noch die Welt bereisten“ weitergelesen, war in den Bergen und, nicht zu vergessen: habe ein klitzekleines bisschen an meiner Bachelorarbeit weitergeschrieben. Einer der Gründe, warum hier im Blog so ein Sommerloch herrscht.

Lieblingslinks gibts trotzdem wieder:

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Negron – oder so ähnlich

Einer meiner Mitbewohner wollte ein Getränk mit Basilikum haben, aber mag Gin überhaupt nicht. Mein Lieblings-Gin Basil Smash kam deshalb nicht in Frage. Beim Durchblättern des Cocktailian fand ich dann den Negron.

Ein Tischler als Handmodel

Der hat mit dem Negroni überhaupt nichts zu tun, sondern ist ein rituelles Getränk aus Kuba. Kubanischen Basilikum konnte ich auf die schnelle genauso wenig auftreiben wie Thai-Basilikum, der im Buch als Ersatz vorgeschlagen wird, aber „normaler“ Basilikum macht sich geschmacklich auch sehr gut. Durch das Sprudelwasser wird das Getränk übrigens halbwegs leicht und richtig gut für den Sommer.

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Ananas Tarte Tatin

Vergangenes Wochenende war ich auf einer Poolparty eingeladen. Dementsprechend wollte ich einen möglichst sommerlichen Kuchen mitbringen. Wie so oft wurde ich auf Rezeptsuche bei Stella Parks, genauer gesagt in ihrem Buch Bravetart fündig.

ananas tarte tatin

Diese Tarte Tatin stellt nicht nur tropische Ananas in den Vordergrund, sondern hat dank der vielen Kokosmilch im Teig noch eine sommerliche Geschmackskomponente mehr. Der Boden ist superfluffig, die Ananas supersüß, und – hätte ich den Kuchen noch ein paar Minuten länger im Ofen gelassen – später auch knusprig-karamellig.

angeschnittene tarte tatin von oben

Im Ganzen sieht der Kuchen weitaus schöner aus als in einzelnen Stücken, da helfen auch die Ananassternchen und der goldgesprenkelte Teller nicht mehr viel…

ein stück ananas tarte tatin
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Zuckersüß 337

Die vergangene Woche bestand für mich aus Prüfungen und Parties, eigentlich gar nicht schlecht für den beginnenden Sommer. Am Montag habe ich außerdem für das Frauennetzwerk Medien im Presseclub Concordia zum Thema „Wie über Gewalt an Frauen berichten?“ gesketchnotet, was mir sehr entgegenkam, da genau das auch das Thema meiner nächsten BA-Arbeit ist. Und dann ist auch noch das univie-Magazin des Alumniverbands erschienen, in der eine ganze Interviewseite mit mir drin ist!

Für alle diese Parties, eine davon in meiner WG, habe ich natürlich sehr viel verblogbares gebacken und gekocht. Seit dieser Woche gibt es endlich die lang überlegte Cocktail-Kategorie (aka Zuckeräckerei, zurückzuführen auf einen Tippfehler auf meinem Muddler), die mit meinem allerliebsten Liebling Gin Basil Smash eingeleitet wurde. Ich habe einmal wieder Brioche-Stangerl und Salsa-Dip gemacht und außerdem eine Ananas Tarte Tatin gebacken, deren Rezept ich bald hier bloggen werde.

Offline habe ich viel zu Entwicklungsökonomie gelesen und auch Stefan Zweigs „Erinnerungen eines Europäers“ (so ein fesselndes Buch!) fertig, hier folgen meine Online Must Reads der vergangenen Tage:

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Gin Basil Smash

Vor bald schon einem Jahr habe ich angefangen, mich intensiver mit Cocktails zu beschäftigen. In meinen sonntäglichen Zuckersüß erzähle ich seitdem von tollen Bars und Getränken, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Aber kein einziges Cocktail-Rezept hat es bisher ins Blog geschafft. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich Alkohol abends trinke und es da meistens fast kein Licht mehr gibt, um das Glas zu fotografieren. Jetzt im Sommer ist es aber lange genug hell, außerdem schadet es bestimmt nicht, im zehnten Jahr der Zuckerbäckerei wieder mal was Neues zu starten. In Zukunft gibt es deshalb hier in unregelmäßigen Abständen Cocktail- und Longdrinkrezepte und auch solche für verschiedene Basiszutaten. Der Kategorien-Name Zuckeräckerei ergibt sich übrigens aus der vertippselten Gravur in meinem Muddler, im Zweifel findet ihr die Getränke aber auch unter Cocktails.

Und, Fehler schon gefunden?

Als erstes möchte ich euch Gin Basil Smash präsentieren, wahrscheinlich meinen All-Time-Favorite-Cocktail. Erfunden wurde er 2008 von Jörg Meyer, der Original-Blogpost ist noch immer online. Meine Version hier ist leicht abgewandelt, denn statt normalem Zuckersirup habe ich selbstgemachten Basilikumsirup (nach einem Rezept des Mixology-Magazins) verwendet. Damit wird der Cocktail einerseits sicher richtig schön grün, andererseits käme man so auch mit ein bisschen weniger frischem Basilikum aus. Wenn man nicht gerade das ganze Fensterbrett mit Basilikum vollpflanzt, könnte dieser Cocktail nämlich schnell ziemlich teuer werden.

Außerdem muddle ich gleich eine halbe Zitrone ins Getränk, statt nur deren Saft zu verwenden, denn so finden sich darin auch die ätherischen Öle aus der Schale. Gute (unbehandelte!!!) Bio-Zitronen sind deshalb unbedingt nötig.

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Zuckersüß 336

Ich war in den vergangenen Tage in Süditalien unterwegs. In Rom war ich kurz im Palazzo Massimo, einem ziemlich interessanten (aber nur mit Audioguide!) Antike-Museum. Weiter gings nach Lecce, ans Meer, nach Brindisi, Alberobello, Putignano, Gioia del Colle, Matera und schließlich Campobasso. Ich habe sehr viele Aperitivi und sogar ein paar Tassen Espresso getrunken, Pizza (sogar eine mit Nutella, vom nächtlichen Lieferdienst!), Pasta und beste Antipasti gegessen und eine lange Liste an muss-ich-mal-nachkochen/backen zusammengetragen. Darunter z. B. Tarallini, Pizzo (eine Art orange Focaccia mit schwarzen Oliven, Zwiebeln und scharfem Paprikapulver aus Apulien), panierter Fenchel und gebratener Cicoria, und wenn ich mal sehr motiviert bin, Arancini.

Mein Gepäck wurde unerträglich schwer, was weniger an Kleidung und Büchern lag, sondern mehr an den vielen Flaschen Naturwein, Limoncello, Pasta, Knabbereien, Pancetta und Guanciale, die ich mitgenommen habe. Und dann habe ich noch eine Sommertrüffel (Tartuffo) geschenkt bekommen und damit – kaum daheim angekommen – die nobelsten Spagetthi Carbonara gekocht.

Mehr von meiner Reise und dem ganzen Essen dort gibts hoffentlich bald im Blog, bis dahin meine liebsten Links der Woche:

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