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Ananas Tarte Tatin

Vergangenes Wochenende war ich auf einer Poolparty eingeladen. Dementsprechend wollte ich einen möglichst sommerlichen Kuchen mitbringen. Wie so oft wurde ich auf Rezeptsuche bei Stella Parks, genauer gesagt in ihrem Buch Bravetart fündig.

ananas tarte tatin

Diese Tarte Tatin stellt nicht nur tropische Ananas in den Vordergrund, sondern hat dank der vielen Kokosmilch im Teig noch eine sommerliche Geschmackskomponente mehr. Der Boden ist superfluffig, die Ananas supersüß, und – hätte ich den Kuchen noch ein paar Minuten länger im Ofen gelassen – später auch knusprig-karamellig.

angeschnittene tarte tatin von oben

Im Ganzen sieht der Kuchen weitaus schöner aus als in einzelnen Stücken, da helfen auch die Ananassternchen und der goldgesprenkelte Teller nicht mehr viel…

ein stück ananas tarte tatin
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Zuckersüß 337

Die vergangene Woche bestand für mich aus Prüfungen und Parties, eigentlich gar nicht schlecht für den beginnenden Sommer. Am Montag habe ich außerdem für das Frauennetzwerk Medien im Presseclub Concordia zum Thema „Wie über Gewalt an Frauen berichten?“ gesketchnotet, was mir sehr entgegenkam, da genau das auch das Thema meiner nächsten BA-Arbeit ist. Und dann ist auch noch das univie-Magazin des Alumniverbands erschienen, in der eine ganze Interviewseite mit mir drin ist!

Für alle diese Parties, eine davon in meiner WG, habe ich natürlich sehr viel verblogbares gebacken und gekocht. Seit dieser Woche gibt es endlich die lang überlegte Cocktail-Kategorie (aka Zuckeräckerei, zurückzuführen auf einen Tippfehler auf meinem Muddler), die mit meinem allerliebsten Liebling Gin Basil Smash eingeleitet wurde. Ich habe einmal wieder Brioche-Stangerl und Salsa-Dip gemacht und außerdem eine Ananas Tarte Tatin gebacken, deren Rezept ich bald hier bloggen werde.

Offline habe ich viel zu Entwicklungsökonomie gelesen und auch Stefan Zweigs „Erinnerungen eines Europäers“ (so ein fesselndes Buch!) fertig, hier folgen meine Online Must Reads der vergangenen Tage:

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Gin Basil Smash

Vor bald schon einem Jahr habe ich angefangen, mich intensiver mit Cocktails zu beschäftigen. In meinen sonntäglichen Zuckersüß erzähle ich seitdem von tollen Bars und Getränken, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Aber kein einziges Cocktail-Rezept hat es bisher ins Blog geschafft. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich Alkohol abends trinke und es da meistens fast kein Licht mehr gibt, um das Glas zu fotografieren. Jetzt im Sommer ist es aber lange genug hell, außerdem schadet es bestimmt nicht, im zehnten Jahr der Zuckerbäckerei wieder mal was Neues zu starten. In Zukunft gibt es deshalb hier in unregelmäßigen Abständen Cocktail- und Longdrinkrezepte und auch solche für verschiedene Basiszutaten. Der Kategorien-Name Zuckeräckerei ergibt sich übrigens aus der vertippselten Gravur in meinem Muddler, im Zweifel findet ihr die Getränke aber auch unter Cocktails.

Und, Fehler schon gefunden?

Als erstes möchte ich euch Gin Basil Smash präsentieren, wahrscheinlich meinen All-Time-Favorite-Cocktail. Erfunden wurde er 2008 von Jörg Meyer, der Original-Blogpost ist noch immer online. Meine Version hier ist leicht abgewandelt, denn statt normalem Zuckersirup habe ich selbstgemachten Basilikumsirup (nach einem Rezept des Mixology-Magazins) verwendet. Damit wird der Cocktail einerseits sicher richtig schön grün, andererseits käme man so auch mit ein bisschen weniger frischem Basilikum aus. Wenn man nicht gerade das ganze Fensterbrett mit Basilikum vollpflanzt, könnte dieser Cocktail nämlich schnell ziemlich teuer werden.

Außerdem muddle ich gleich eine halbe Zitrone ins Getränk, statt nur deren Saft zu verwenden, denn so finden sich darin auch die ätherischen Öle aus der Schale. Gute (unbehandelte!!!) Bio-Zitronen sind deshalb unbedingt nötig.

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Zuckersüß 336

Ich war in den vergangenen Tage in Süditalien unterwegs. In Rom war ich kurz im Palazzo Massimo, einem ziemlich interessanten (aber nur mit Audioguide!) Antike-Museum. Weiter gings nach Lecce, ans Meer, nach Brindisi, Alberobello, Putignano, Gioia del Colle, Matera und schließlich Campobasso. Ich habe sehr viele Aperitivi und sogar ein paar Tassen Espresso getrunken, Pizza (sogar eine mit Nutella, vom nächtlichen Lieferdienst!), Pasta und beste Antipasti gegessen und eine lange Liste an muss-ich-mal-nachkochen/backen zusammengetragen. Darunter z. B. Tarallini, Pizzo (eine Art orange Focaccia mit schwarzen Oliven, Zwiebeln und scharfem Paprikapulver aus Apulien), panierter Fenchel und gebratener Cicoria, und wenn ich mal sehr motiviert bin, Arancini.

Mein Gepäck wurde unerträglich schwer, was weniger an Kleidung und Büchern lag, sondern mehr an den vielen Flaschen Naturwein, Limoncello, Pasta, Knabbereien, Pancetta und Guanciale, die ich mitgenommen habe. Und dann habe ich noch eine Sommertrüffel (Tartuffo) geschenkt bekommen und damit – kaum daheim angekommen – die nobelsten Spagetthi Carbonara gekocht.

Mehr von meiner Reise und dem ganzen Essen dort gibts hoffentlich bald im Blog, bis dahin meine liebsten Links der Woche:

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Eierlikör-marmorkuchen

Meine Tante hat mir zu Ostern wieder ein bisschen selbstgemachten Eierlikör geschenkt – das Rezept dazu habe ich übrigens vor etwa fünf Jahren gebloggt:

2013 spielte ich mit GIFs herum – könnte ich eigentlich mal wieder machen!

Pur trinken wollte ich ihn nicht und erinnerte mich an ein Rezept aus den Frühzeiten der Zuckerbäckerei. Ich ahnte schon, dass es mit Vorsicht zu genießen ist, so knapp wie ich damals schrieb.

Ich startete also eine Eierlikörkuchen-Neu-Testreihe, bei der zwischendurch leider der WG-Ofen kaputtging. Glücklicherweise kam ich zufällig im Haus meiner Familie vorbei, wo zwar der Ofen ging, aber keine Guglhupfform mehr da war! Genauer gesagt war sie nicht mehr in der Küche. Offenbar hatte sie zu rosten begonnen und wurde deshalb einfach zum Blumentopf umfunktioniert…

vier guglhupfs und eine eierlikörflasche auf einer blauen tischdecke im gras
Mein Puppengeschirr von 1997 hat genau die richtige Größe für einen Mini-Guglhupf

Aber stattdessen lag noch ein Mini-Guglhupf-Backblech herum, das nicht rostete. Und die entstandenen Küchlein mit endlich ausgewogenem Rezept passen perfekt auf mein Puppengeschirr – alternativ gehen natürlich auch einfache Untertassen.

Und falls ihr keine Mini-Guglhupf-Form zur Hand habt, Muffinförmchen sollten es auch tun, gegebenenfalls mit ein paar Minuten weniger im Ofen.

drei guglhupfs und eine eierlikörflasche auf einer blauen tischdecke im gras
Die Gänseblümchen sollte man vor dem Essen entfernen, sonst schmeckt der Kuchen unangenehm salat-ig 😉

Im Rezept steht kein Butter oder Öl, sämtliches Fett im Kuchen kommt deshalb aus dem vielen Eigelb und der Sahne im Eierlikör. Die kleinen Guglhupfs erhalten deshalb eine dichte, saftige Textur.

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Rhabarber-BBq-Sauce

Wieder mal was nicht-Süßes! Bei Highfoodality habe ich eine Barbecue-Sauce mit Rhabarber entdeckt, die ich unbedingt ausprobieren wollte. Praktischerweise kam ich am letzten Wochenende im Garten meiner Oma vorbei und konnte den übrigen Rhabarber ernten.

Rhabarber-BBQ-Sauce ist wie fancy Ketchup

Mangels Zutaten (das Gewürzkastl meiner Mama gibt leider weder Senfsamen noch Selleriesaat her) musste ich das Rezept ein bisschen variieren, bin aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Und damit ich es nicht vergesse, verblogge ich es einfach hier.

Salsa-Dip
Salsa Dip für Nachos

Genau wie der Salsa-Dip für Nachos von 2014 passt die Rhabarber-BBQ-Sauce überhaupt nicht ins Konzept der Zuckerbäckerei, doch ersterer gehörte lange zu den meistgeklickten Rezepten im Blog. Aber keine Angst, einen Pivot zu Grillcontent wirds trotzdem nicht geben – nächste Woche dann wieder Kuchen.

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Zuckersüß 335

Eine spontane Fast-Ferien-Woche, wie schön: Ich war im Home Café isländischen Fisch essen und dann für vier Tage #amland. Dort habe ich von die Hälfte meiner Zeit im Garten, die andere Hälfte in der Küche verbracht. So gab es eine weitere Runde in meinem Eierlikör-Guglhupf-Test (bald im Blog), mitsamt Picknick-Fotoshooting in der Gänseblümchenwiese. Außerdem Rhabarber-BBQ-Sauce (ebenfalls bald im Blog), eine gegrillte Ananas, Gin Basil Smash und zweierlei Wodka-Infusionen. Ob man aus dem Holunderblüten- und Rhabarber-Wodka gute Cocktails mixen kann, zeigt sich dann nächste Woche, bis dahin meine liebsten Links der vergangenen Tage:

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Vanilleeis mit Cookieteig

In letzter Zeit leiste ich mir in der Kantine häufig einen kleinen Becher Ben&Jerry’s Eis. Nachdem ich mich nun durch fast alle Varianten durchprobiert habe, kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass das Chocolate Chip Cookie Dough die beste Sorte ist.

Aber eigentlich ist es auch schrecklich teuer. Deshalb, und auch weil ich Herausforderungen mag, habe ich das Eis einfach mal nachgebaut.

drei kugeln cookieteig-eis in einem glas, auf einem rosa unterteller mit drei teigkügelchen, auf rot-lila-blau-gemusterter tischdecke
Fensterbrettfotografie

Und mein Vanilleeis mit Cookieteig ist schon beim ersten Versuch richtig gut geworden! Damit hat es mich halbewegs über die Tatsache getröstet, dass der Ofen in meiner WG irreparabel kaputt ist. Bis wir einen neuen haben, wird leider noch einige Zeit vergehen…

Die Eissaison in der Zuckerbäckerei ist also eingeläutet!

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Zuckersüß 334

Letzte Woche habe ich glatt schon wieder meine Sonntagslinksammlung ausgelassen. Dabei war es so turbulent in Österreich…

Außerdem war ich zweimal im Museum: Zuerst in der Oskar-Kokoschka-Sonderausstellung im Leopold. Darin hängen u. a. einige Werke „entarteter Kunst“ (von den Nazis trotzdem für viel Geld verschachert), das Porträt einer Katze (der Künstler sah auch in Tieren einen abbildbaren Charakter) und viele politische Allegorien. Ziemlich cool war auch der Animationsfilm „I’m OK“ von Lizzy Hobbs über Kokoschkas Leben ab dem ersten Weltkrieg (der Teaser dazu hier bei Vimeo). Der Museumsvermittler hatte nicht unrecht, als er die Führung mit „Kokoschka passt zum heutigen Tag“ (Rücktritt von HC Strache) eröffnete – so viele Bezüge zu aktuellen Debatten! Die Ausstellung ist super gemacht (kein Vergleich zu den Patenten Frauen im Technischen Museum, über die ich kürzlich so hergezogen habe), die ganzen Anknüpfungspunkte werden aber nur mit einer Führung wirklich klar. Sehr empfehlenswert (aber holt euch gleich eine Jahreskarte, das scheint mir weitaus rentabler als der 11€-Einzeleintritt)!

Am Dienstag schaute ich dann noch kurz beim Kunstschatzi im KHM vorbei und spazierte schnell durch die Mark Rothko-Sonderausstellung. Das Booklet dazu war sehr hilfreich, sonst hätte ich nämlich auch wenig mit den „bunten Rechtecken“ anfangen können.

Super Getränke im Bruder. Links: Neulich im Internet, Rechts: Ferment des Tages

Ich war gleich dreimal Cocktailtrinken. Im Bruder probierte ich das Ferment des Tages : Rhabarber-Fenchel und noch etwas, das ich vergessen habe. Später trank ich Neulich im Internet: ein Mix aus Zitronen-, Mispel-, Ingwer-, und Basilikumlikör, dekoriert mit kandierten Zitronenschalen, eingelegten Mispeln und fermentiertem Ingwer. Spannende Kombi! Überhaupt, das Bruder und sein alles Selbersammeln/machen/fermentieren-Konzept habe ich nach meinem ersten Besuch sehr ins Herz geschlossen. Im Botanical Garden hielt ich mich an zwei Abenden an Bekanntens, einmal den Made In China (Wodka, Zitronengras, Kaffirblatt, Limette und recht viel Kokos dieses Mal) und andererseits eine Rioja Mule (mit einer Rosmarin-Rotwein-Reduktion).

Zum Schluss noch ein paar Hinweise auf Audioarbeiten von mir: „Kombucha, Ginger Beer und Co“ lief am Freitag bei Ö1 Moment Kulinarium (Podcast-Feed) und für ein Uni-Seminar habe ich „Die Semantik von ‚und'“ in einen Beitrag gepackt. Ich war außerdem noch live beim Campus Talk des Uniradios zu Gast und hab übers Podcasten gesprochen, aber ich glaube, es gibt keine Aufzeichnung online…

Hier folgen meine liebsten Links der vergangenen Tage:

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Rhabarber-Erdbeer-Zopf

Schon in der Woche vor Ostern habe ich angelehnt an das Schokoladen-Hefezopf-Brot von 2014 einen Striezel gebacken. Ich brachte ihn mit zu einem „Picknick“ (wegen Schlechtwetter im Wohnzimmer) und färbte gemeinsam mit ein paar Algerier_innen, Russ_innen und Italienern ein paar Ostereier. Seitdem bin ich noch nicht dazugekommen, das Rezept ins Blog zu tun – und irgendwie hat es sich jetz überholt, oder?

In der Zwischenzeit habe ich bei Krebsen und Aluette einen Rhabarber-Himbeer-Topfen-Zopf gesehen. Ich hatte zufällig noch ein paar Rhabarberstangen aus dem Garten meiner Oma im Kühlschrank, die schon ziemlich welk waren. Topfen und Himbeeren hatte ich aber nicht.

angeschnittener rhabarber-erdbeer-zopf auf einem holzbrett, das auf einer bunt gemusterten tischdecke steht, vogelperspektive
Tischdecke passend zur Zopf-Füllung

Kurzerhand knetete ich nochmal meinen Standard-Striezel-Hefeteig zusammen und füllte ihn mit dem Rhabarber und einer handvoll Erdbeeren, die ich meiner Mitbewohnerin abschwätzte. Bei der Form meines Zopfs orientierte ich mich dann wieder am Zopf von Krebsen und Aluette, oder zumindest dem, was ich vom Insta-Bild in Erinnerung hatte.

Die einzelnen Teigstreifen sind deshalb nicht in sich gedreht und gleichmäßig wie beim Original, sondern ziemlich ungleichmäßig. Aber an der Stelle, wo mein Zopf deshalb aufgeplatzt ist, erkennt man wenigstens die fruchtige Füllung sofort!

Aussehen hin oder her: Ich finde dieser Zopf eignet sich hervorragend als Frühstück oder Nachmittagssnack. Und wenn er nach eineinhalb Tagen schon hart geworden ist, kann man super Semmelschmarrn (aka Scheiterhaufen) darausmachen – Früchte schon inklusive!

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