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Eine zweite Reise nach Barcelona

Letztes Jahr war ich auf Klassenfahrt in Barcelona, dieses Jahr auf Abifahrt mit vier Freundinnen. Und natürlich war die Stadt auch diesmal wieder eine hervorragende Wahl. Und weil ich die Sachen, die ich gerne mag, besonders gerne mit anderen teile, will ich euch heute meine persönlichen Barcelonafavoriten zeigen.

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Die einzige „Sehenswürdigkeit“, die wir uns diesmal angeschaut haben, war der Parc Güell (das obige Foto entstand dort). Von dort aus hat man eine wirklich tolle Aussicht auf ganz Barcelona und kann in den vielen Höhlen und Pavillions Gaudís der Hitze entfliehen. Leider muss man seit diesem Jahr Eintritt für einige Teile des Parks bezahlen, was ich ziemlich schlecht finde, da jetzt, zumindest soweit ich weiß, kein einziges Werk Gaudís mehr kostenlos zu besichtigen ist. Wer sich nicht am Eintrittspreis schreckt, dem empfehle ich, die Sagrada Família zu besuchen. Ich war letztes Jahr darin und es war wirklich die beeindruckendste Kirche, die ich jemals gesehen habe.

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Für mich als Foodbloggerin ist gutes Essen natürlich besonders wichtig. Denn zwischen den unzähligen, völlig überteuerten Touristenbistros kann man selbst in der Innenstadt richtige Perlen auftun:

gelaaati! (Calle Llibreteria 7, Barri Gòtic) habe ich euch schon letztes Jahr vorgestellt, doch bleibt es weiterhin mein allerliebster Lieblingseisladen auf der ganzen Welt. Eisfavoriten in diesem Jahr waren eindeutig Ingwer-Zimt und Dulce de Leche, wobei die Kombination Erdbeere und Basilikum nach wie vor unschlagbar lecker ist.

Die Xurreria (Carrer Banys Nous, Barri Gòtic) verkauft nur Fettgebackenes. Ob Churros (siehe Foto oben), Kartoffelchips oder Anisgebäck, alles frisch frittiert. Der kleine Laden scheint zwischen den ganzen Modeboutiqen, die ihn umgeben, ein bisschen aus der Zeit gefallen mit seinen weißen Kacheln und ohne jegliche Anstrengung, irgendwie „hip“ zu sein. Trotzdem: wenn ihr vorbei kommt, kauft euch uuuuunbedingt eine Tüte frische Churros mit ganz viel Zucker für etwas weniger als zwei Euro, uuuunglaublich lecker!

In der Pastisseria Ayub (Carrer Hospital 95, Barri Raval) fühlt man sich wie im Orient. Baklava in allen Variationen, dazu türkischen Honig, Marzipan in allen Farben, Halva und arabisches Fladenbrot. Ich habe gleich zweimal eine ganze Schachtel Süßes gekauft (hier auf Instagram zu sehen) und empfehle euch das selbe zu tun.

Ein bisschen „Shoppen“ war ich selbstverständlich auch. In den vielen kleinen Läden im Gassengewirr der Stadt finden sich viele tolle Sachen:

Claudine (Baixada de la Gloria 7, Gràcia) versteckt sich zwischen gefühlt tausenden schrecklicher Made-in-China-Souvenirshops auf einem Weg zum Parc Güell hinauf. Aber mit diesem süßen Sortiment braucht sie sich nicht zu verstecken. Filigraner Schmuck, Taschen, Schals, Kleider und außergewöhnliche Postkarten sind dort zu erstehen.

Bei Parrup (Carrer Banys Nous 17, Gótic), wusste ich gar nicht, wofür ich mich entscheiden soll. Das stylische Geschäft verkauft Schmuck, Kleidung, Geschirr und Grafiken von vielen verschiedenen Künstlern. Letztendlich schlug die Foodbloggerin in mir wieder durch und ich kaufte eine Porzellanplatte, die bestimmt bald auf einem meiner Fotos auftauchen wird.

In der Bijuteria Rossello (Carrer Hospital 34, Raval) gehen einem die Augen über. Farblich sortierte Perlen vom Boden bis zur Decke, dazu Verschlüsse, Anhänger und was man sonst noch alles braucht von Silber und Gold bis Messing und Kupfer. Bänder, Strassteine, Pailetten, sowie bereits fertige Schmuckstücke ergänzen das Angebot. Besonders gefällt mir die Art, Perlen zu kaufen. Man kann sich zwischen verschieden großen Schraubgläsern entscheiden, die man dann randvoll mit allen möglichen Perlen machen darf. Für das kleinste z. B. zahlt man nicht mehr als 3,50€!

Auf meiner Liste nicht fehlen darf Kling (Carrer Banys Nous 14, Gòtic und Carrer Tallers 16, Raval), mein wohl liebstes Kleidungsgeschäft überhaupt. Im Sortiment sind fast nur Kleider, alle wirklich gut verarbeitet und nichteinmal so teuer.

Und noch etwas: Leiht euch ein Fahrrad, z. B. bei ajo bike (Carrer d’En Roig 5, Raval) und fahrt einfach entlang der Radrundwege. Es gibt kaum günstigere (4€ für zwei Stunden) und entspanntere Wege, in Barcelona herumzukommen.

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Das Haus auf dem obigen Foto muss ich euch einfach zeigen. Es steht direkt neben der Metrostation Vallcarca und mutet als alleinstehendes Reihenhaus einfach wirklich seltsam an. Ein bisschen wie Willy Wonkas Elternhaus in Charlie und die Schokoladenfabrik, nur voller Graffiti.

barcelona_5Appropos Graffiti: Statt zu übermalen, kommentiert das Ajuntament de Barcelona die allgegenwärtigen „Schmierereien“ einfach mit Stencilgraffiti. Ziemlich cool!

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Auf Schnappschusstour im Park Güell – danke fürs Foto, Franzi!

Vielleicht kommt ja eine(r) von euch, meine liebsten Leser, in nächster Zeit auch mal nach Barcelona. Über weitere Tipps zur Stadt würde ich mich freuen, das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich sie besuche!