Archiv der Kategorie: Rezept

Jungle Bird

Der Jungle Bird ist einer dieser Tiki-Klassiker, über die ich im Zuge meiner Recherchen für meine Rum-Radiosendung im Januar (natürlich nicht mehr nachzuhören, danke für nix, ÖR-7-Tage-Frist…) gestolpert bin. Die Geschichte des Drinks ist aber z. B. hier beim Mixology-Magazin nachzulesen.

Als ich letzte Woche ein paar Freund_innen zu Besuch hatte, fiel mir auf, dass mein Vorrat endlich mal alle Zutaten dafür hergab – zumindest für die Version, die Giuseppe González im PUNCH-Magazin präsentiert. Die Mischung aus dunklem Rum, Ananassaft, Limettensaft und Sirup ist, wie der Titel verspricht, recht tropisch-süß. Der Campari, der auch noch dazukommt, holt den Drink aber mit seiner fruchtigen Bitterkeit ein bisschen vom Tropical-Cocktail-Klischee weg.

Painkiller Cocktail in einem Matikibecher vor Zimmerpflanze
The Painkiller

Meine supercoolen Tikibecher von der Matikibar (oben beim Painkiller im Einsatz) konnte ich mysteriöserweise nirgends in unserer WG finden, weshalb ich den Jungle Bird in einem Tumbler serviert habe. Dekoorangenzeste (beinflusst sicherlich den Geschmack, ja eh) hatte ich zwar nicht, aber eine meiner Freundinnen hatte supersüße Kornblumen von ihrem Balkon mitgebracht (und auch noch allerlei anderes spannendes Grünzeug – zweierlei Minze, Thymian, Portulak…), die den Drink erst so richtig schön aussehen lassen.

Jungle bird
Blümchen!

Einer meiner neuen Cocktail-Favoriten für den Sommer!

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Erdnussbutter-Miso-Cookies

Dass Miso auch in Süßes passt, weiß ich spätestens seitdem gefühlt auf allen Speisekarten hipper japanischer Restaurants in Wien irgendwas mit Miso-Karamell auftauchte. Auch in Apfelkuchen bzw. Pie kam mir diese ungewöhnliche Kombi von salziger fermentierter Sojabohnenpaste mit picksüßem Karamell hin und wieder unter – zumindest online (s. Krebsen und Aluette, Food52).

Bei der NYT stolperte ich vor einiger Zeit noch über Erdnussbutter-Cookies mit Miso. Laut Beschreibungstext war dieses Rezept ein „happy accident“ – zu wenig Erdnussbutter wurde einfach mit der ganz ähnlich aussehenden hellen Misopaste aufgefüllt. Es muss schon großes Glück gewesen sein, dass das Verhältnis der beiden Zutaten bei diesem Experiment gleich stimmte. Ich könnte mir vorstellen, dass auch die cremigste, zuckrigste Erdnussbutter nicht den starken, salzigen, umami-gen Geschmack von zu viel Miso abfängt. Der sehr große Zuckeranteil im Rezept (mehr als Mehl!) hilft dabei aber bestimmt auch noch.

Schauen gar nicht aus, als wären sie so „ausgefallen“, diese Cookies…

Aber: Kein Miso gleicht dem anderen (s. dieser Guide bei Keine Rezepte)! Ich hätte zum Beispiel auch noch Gerstenmiso von Das Ferment im Kühlschrank gehabt, entschied mich dann aber doch für das traditionelle Shiro-Miso aus dem japanischen Supermarkt, weil ich diese Zutat mangels Koch-/Backerfahrung damit kaum einschätzen kann.

Und was soll ich sagen, die fertigen Cookies waren… überraschend. Ich ließ recht viele Leute raten, was die „Geheimzutat“ war, doch kein_e einzige_r kam drauf. Ich finde, die Fermentation ließ sich eindeutig herausschmecken. Die Kekse hatten ein „tiefes“ Umami-Aroma, das mich ein bisschen an alten Parmesan erinnerte. Daneben waren sie gleichzeitig super süß und super salzig und damit bestimmt nix für jeden Gaumen.

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Brownie-Tiramisu-Cookies

Brownie + Cookie + Tiramisu-mäßige Mascarponecreme. Eine großartige Idee von The Boy Who Bakes, auf dessen Instagram-Account ich das Rezept entdeckt habe und unbedingt *sofort* umsetzen musste.

tiramisu-cookies

Womit ich bei der spontanen Backaktion nicht gerechnet hätte: dem super argen Koffein-Schock. Ich trinke quasi nie Kaffee – am ehesten noch in einem gelegentlichen Espresso-Martini. Dass ich den Kaffee in diesem Gebäck deshalb nicht so einfach wegstecke, hätte ich mir denken können.

Dass ich von einem halben Keks schon zittrig werde und deshalb alle anderen meinen Mitbewohnern überlasse, hat mich dann aber doch sehr überrascht. Insgesamt 25 Milliliter Espresso und weitere 20 Gramm in Butter ausgezogenem Espressopulver sind nix für gewohnheitsmäßige Kaffeeverweigerer…

tiramisu-cookies

Also falls ihr zu den Kaffee-wie-Wasser-Trinker_innen gehört und/oder einfach koffeintolerant seid: Macht diese Cookies, sie schmecken wirklich mindestens so gut wie sie sich anhören.

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Ka’ak el Eid aka Mahlep-Kringel

Nachdem ich ewig lange kein Mahlep für Molly Yeh’s Mahlab Sugar Cookies mit gefriergetrockneten Himbeeren (die wahrscheinlich mit Gold aufgewogen werden, s. Schoko-Himbeer-Torte) auftreiben konnte, stand es jetzt für ein paar Wochen unangetastet im Kastl.

Ka'ak el Eid - Mahlep-Ringe

Auf der Suche nach einem Alternativrezept fand ich heraus, dass dieses erstaunliche Gewürz nichts anderes ist als die gemahlenen Kerne der Felsenkirsche, die im levantinischen Raum heimisch ist. Wenig überraschend stieß ich schließlich auf ein libanesisches Rezept damit: Ka’ak el Eid (wörtlich Fest-Kekse), die üblicherweise zu Ostern gebacken werden.

Ostern hin oder her, die Kringel schienen mir ein cooles Backprojekt. Leider schob ich es wegen zu vielen Deadlines ganze dreimal auf – meine Mitbewohner zweifelten schon an meiner Fähigkeit, die WG mit Süßem zu versorgen und deckten sich mit großzügig Schokolade ein.

Ka'ak el Eid - Mahlep-Ringe (Nahaufnahme)
An diesem Foto sind noch zwei Freund_innen beteiligt, sowohl den Stoff als auch das Brett habe ich mal als Geburtstags(?)-Geschenk bekommen.

Eine Chat-Nachricht eines Berliner Freundes, der selbst gerade mit Mahlep in Bananenbroten experimentierte, ließ mich dann aber doch in die Küche wandern. Er stiftete mich außerdem dazu an, *nur* Butter in den Teig zu tun, auch wenn das Originalrezept nach Pflanzenfett verlangt. Denn: „Wer da fucking shortening reintut, ist einfach ein Monster“.

Ich habe am Ende eine 100%-Butter-Variante und eine mit 50% Butter und 50% Pflanzenfett (Ceres) gemacht. Geschmacklich ist der Unterschied gar nicht so groß, da das Mahlep so dominant ist – die Butterversion hatte nur einen viel buttrigeren Nachgeschmack.

Die Unterschiede in der Konsistenz waren allerdings sehr groß. Während die Butterversion knusprig und fest war, war die Pflanzenfettversion sandig-bröselig, wie Sandgebäck aus dem Supermarkt. Was letztlich aber für mich den Ausschlag gegeben hat: Die Kringel aus Butter hielten ihre Form einfach sehr viel besser und sehen weitaus schöner aus.

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Lavendel-Earl-Grey-Cookies

Bei meinem kurzen Ausflug aufs Land vor ein paar Wochen konnte ich ein paar Stängel Lavendel abstauben. Ganz „ausgereift“ (oder wie auch immer man das nennen mag) war der zwar noch nicht, roch aber trotzdem wunderbar.

lavendel-earl-grey-cookies

Zuerst wollte ich Sirup daraus kochen, um sommerliche Cocktails daraus zu mixen, habe den Gedanken aber schnell wieder verworfen. Und dann fiel mir Constellation Inspiration ein, ein Foodblog, das ich noch gar nicht so lange lese, dessen Autorin Amy Ho kürzlich ein ganzes Backbuch voller Rezepte mit Blüten veröffentlicht hat.

lavendel-earl-grey-cookies

Das Buch klingt wahnsinnig interessant, doch kaufen werde ich es mir nicht, da ich überhaupt keine Ahnung habe, wie ich an die ganzen Blüten kommen sollte, wenn ich nicht zufällig mal in jemandes Garten eingeladen werde. Das Lavendel-Cookie-Rezept steht aus Promo-Gründen glücklicherweise bei Hummingbird High und so konnte ich diese auch ohne das Buch nachbacken.

Die ziemlich hohe Zuckermenge im Originalrezept schreckte mich allerdings ab und so beschloss ich, endlich mal Zucker zu „toasten“, wie Stella Parks es gefühlt überall (vor allem bei SeriousEats) propagiert. Durch langes Backen des Zuckers bei halbwegs niedrigen Temperaturen karamellisiert der weiße Zucker nämlich, ohne flüssig zu werden, und bekommt dadurch ein viel weniger stechend-süßes, dafür komplexeres Aroma. Weniger Zucker zu nehmen wäre bei solchen Cookies wahrscheinlich eine schlechte Idee, weil das die Konsistenz zu sehr verändern würde.

lavendel-earl-grey-cookies

Letztendlich war sehr begeistert von meinen gempimpten Cookies: der süße-schwere Lavendel passt sehr gut zum leicht bitteren und vor allem zitronigen Earl Grey. Die Kekse selbst sind an softe Snickerdoodles angelehnt und zergehen ganz buttrig auf der Zunge.

Nur auf eines hätte ich besser aufpassen sollen: Sie zerlaufen beim Backen sehr stark – so stark, dass ich bei 25 Cookies auf zwei Blechen nur zwei hatte, die nicht mit dem daneben „zusammengelaufen“ waren…

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Limetten-Chili-Kardamom-Käsekuchen

Das ist mindestens mein dritter Versuch, die Tarte aus dem Puerta del Sol „nachzubauen“. Die vorherigen zwei liegen tatsächlich schon Jahre (!) zurück und nie hatte ich die Zutaten aufgeschrieben. Aber jetzt!

limetten-chili-kardamom-käsekuchen
Besonders gleichmäßig sind meine Kuchenstücke nicht geworden…

Ein ungebackener Butterkeksbröselboden (super für alle ofen-losen Leser_innen und/oder überhitztes-Dachgeschoss-Bewohner_innen) trifft auf eine leichte Käsekuchenschicht aus Magerquark (Topfen, ja eh) und griechischem Joghurt. So weit, so gewöhnlich.

limetten-chili-kardamom-käsekuchen
Unser Kühlschrank ist schief! Gut erkennbar an der dicken Limettenschicht vorne und der nahezu inexistenten beim hintersten Kuchenstück auf dem Foto…

Aber der Saftspiegel obenauf verwandelt den ganz normalen Käsekuchen in „den besten der Stadt“, wie ich Anfang 2018 mal über das Original aus dem Tapas-Lokal schrieb. Darin trifft nämlich supersaure Limette auf scharfe rote Chili und den auf eine ganz andere Art scharfen Kardamom.

Ich finde dieser Käsekuchen ist das perfekte Sommerdessert – und besonders schwierig zu machen (backen ist ja nichtmal nötig!) ist er auch nicht.

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Falscher Stars on 33

Den Cocktailian, „das Handbuch der Bar“ habe ich jetzt schon mehrmals von vorne bis hinten durchgelesen (und manchmal nur -geblättert) und ich würde am liebsten jeden zweiten Drink ausprobieren (bisher daraus abgewandelt: Gin Basil Smash und Negron ). Leider fehlt mir ein großer Teil der Zutaten, sodass daraus so schnell nichts wird.

Immerhin habe ich mir jetzt endlich eine Flasche Maraschino, den berühmten italienischen Sauerkirschlikör, der auch ein bisschen nach Mandeln schmeckt, zugelegt. Er ist auch Bestandteil des „Stars on 33“, einem Medium Cocktail, über den ich keine weiteren Infos finden konnte – keine Ahnung, wer sich das Rezept überlegt hat oder aus welcher „Ecke“ es kommt.

Neben Maraschino ist auch noch klassisches Kirschwasser, trockener Wermut, Zitronensaft und Holunderblütenlikör in diesem Drink. Doch letzteren hatte ich nicht zur Hand, weshalb ich ihn waghalsig durch selbstgemachten Holunderblütensirup ersetzt habe. Dadurch verringert sich der Alkoholgehalt im Cocktail und vermutlich wird er auch süßer als eigentlich erdacht.

martiniglas mit leicht trübem hellen cocktail und einer zitronenzeste, im hintergrund eine grob geblümte tischdecke
Der Stoff im Hintergrund ist eine gute Metapher für den Geschmack des unscheinbar wirkenden Drinks

Ich finde meinen „falschen Stars on 33“ dennoch sehr ausgewogen. Zum holzigen Kirscharoma (liegt vermutlich an dem spezifischen Kirschwasser, das ich verwendet habe), kommt der florale Holunderblütengeschmack und die ganz leichte Mandelnote des Maraschino. Und trotz der eher „süßen“ Hauptaromen bleibt der Drink durch den trockenen Wermut eher herb und durch den Zitronensaft frisch und leicht.

Eigentlich gehört das Ganze in eine Cocktailschale, doch auch sowas gibt mein Kastl derzeit nicht her – ein (dann recht volles) Martiniglas tuts aber auch.

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Schokokekse mit karamellisierter Weißer Schokolade

Dieses Rezept stand schon lange auf meiner Nachbackliste, nachdem ich es einmal beim Scrollen durch Instagram entdeckt habe. Auf den ersten Blick sind es einfache Schokokekse, doch wer genauer hinschaut oder hineinbeißt, merkt, dass die weiße Schokolade nicht einfach nur weiße Schokolade ist.

schokocookies mit karamellisierter weißer schokolade

Tatsächlich ist sie karamellisiert! Falls ihr jetzt nicht recht wisst, was das soll – Schokolade karamellisieren?!!? – mir gings genauso.

box mit schokocookies mit karamellisierter weißer schokolade
Fest verpackt für den Postversand

Der Prozess des Schokolade-Karamellisierens ist ziemlich mühsam, weil man für fast eineinhalb Stunden alle 10 Minuten zum Ofen rennen und umrühren muss, sorgt aber für einen viel „tieferen“ Geschmack als bei „unbehandelt“ verarbeiteter weißer Schokolade, die ja meistens hauptsächlich süß ist. Dazu noch ein bisschen Fleur de Sel und viel Kakao und fertig sind ganz besondere Kekse.

Ich habe diese Kekse zum Muttertag gebacken und mit der Post verschickt, weil sie leicht ein paar Tage herhalten – wenn sie denn nicht vorher aufgegessen sind.

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Schoko-Kirsch-Muffins

Dieses Rezept stammt aus dem allerersten Backbuch, das ich je geschenkt bekommen habe (glaube ich zumindest) – zu Weihnachten 2007. Es war jahrelang (und bevor die Zuckerbäckerei überhaupt existiert hat) mein go-to-Rezept für Schokomuffins, da es schnell geht, ziemlich einfach ist und eine gute Basis für allerlei Abwandlungen.

Gut, dass dieser Widmungszettel nicht verloren gegangen ist, ich hätte das Geschenk nämlich auf ~2009 geschätzt.
Ich habe wenige Bücher, die so aussehen…

Und dann… stand das Buch jahrelang ungenutzt in meinem Backbuchregal, ohne dass ich jemals dieses für mich doch recht wichtige Rezept ins Blog geschrieben hätte. Beim neuerlichen Durchblättern fiel mir auf, wie unglaublich 2007 das Buch ist: das Wording („Gelinggarantie“, „trendy, cool, ungewöhnlich“, „fröhlicher Stimmungsmacher mit Eierlikör“), das altmodische Foodstyling (sehr statisch, viel Studiolicht) und auch die Tatsache, dass Rezepte aus dem Internet damals wohl noch keine ernstzunehmende Konkurrenz waren.

Aber ich wollte mal wieder etwas völlig „normales“ backen. Keine besonderen Zutaten, keine Geschmacksexperimente, kein großer Aufwand. Und das führte mich dann doch zurück zu diesen Muffins.

Schoko-Kirsch-Muffins

Die Muffins unterrscheiden sich ziemlich von (scheinbar) Ähnlichen hier im Blog. Während z. B. die luftig-feinporigen Schoko-Tahini-Cupcakes nur darauf warten zu scheinen, mit Frosting oder Glasur bestrichen zu werden, stehen die Schoko-Kirsch-Muffins gut für sich allein. Auch in der Kategorie: fudgy-browniemäßige Cupcakes habe ich schon ein Rezept (Guinness-Cupcakes) veröffentlicht, die Schoko-Kirsch-Muffins hier sind mit ihrer „kuchigen“ Konsistenz das komplette gegenteil davon. Tatsächlich sind sie für mich der Inbegriff von Kindergeburtstagsrezept und konservativer BRD-Kaffeeklatschkultur (was bestimmt an der Aufmachung des Backbuchs liegt) – was jetzt nicht schlecht ist, aber auch nicht unbedingt das, was ich im Alltag regelmäßig im Ofen haben will :D

Übrigens: Wegen zwölf Weichseln extra ein Glas aufzumachen, finde ich jetzt im Nachhinein etwas unnötig, eine handvoll Walnüsse, Pecans oder Schokochips hätte es auch getan, die habe ich *früher* auch oft verwendet.

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Momofuku Milk Bar’s Cornflake-Chocolate-Chip-Marshmallow Cookies

Im Januar habe ich Christina Tosis erstes Buch „momofuku milk bar“ geschenkt bekommen. Es ist extrem modular aufgebaut, denn die meisten der Rezepte verlangen nach verschiedenen Komponenten, die in jeweils eigenen Rezepten abgebildet sind. Das macht das Nachbacken einzelner Gebäcke zuweilen recht kompliziert, weil eins oft hin- und herblättern muss. Andererseits spart es im Buch viel Platz und wer die Prozesse einmal intus hat (wie wohl alle Mitarbeiter_innen der momofuku milkbar) hat sehr gut strukturierte Zutatenlisten vor sich.

Apropos Zutaten, anders als bei vielen anderen amerikanischen Rezepten gibts neben unsäglichen Cup-Angaben auch die genaue Menge in Gramm, was für mich ein klarer Pluspunkt ist.

Momofuku Milk Bar's Cornflake-Chocolate-Chip-Marshmallow Cookies

Die Cookies, Kuchen und Desserts im Buch sind alle sehr amerikanisch: astronomische Zuckermengen, viel corn syrup, sprinkles und chocolate chips. Die titelgebende Milch taucht auch in fast jedem Rezept auf, meist in Form von Milchpulver. Das konnte ich (oder eher einer meiner einkaufenden Mitbewohner) endlich auftreiben, sodass ich jetzt, mehr als vier Monate nachdem ich das Buch zum ersten Mal durchgeblättert habe, endlich mal ein Rezept von Christina Tosi nachbacken konnte.

Momofuku Milk Bar's Cornflake-Chocolate-Chip-Marshmallow Cookies
Die Marshmallows ziehen Fäden!

Das Milchpulver kommt mit Zucker und großzügig Butter in den Cornflake-Crunch, der den Cookies am Ende einen spannenden Textur-Kontrast verleiht, denn es sind auch noch pickige Marshmallows und dunkle Schokolade drin.

Für meinen Geschmack sind die Cornflake-Chocolate-Chip-Marshmallow-Cookies zu süß, mehr als ein Viertel konnte ich nicht essen, ohne dass mir gefühlt der Magen zusammenklebte. Meine Mitbewohner und andere Freund_innen sahen das allerdings anders. Falls ihr gut zuckertolerant seid und/oder Lust auf einen sehr amerikanischen Cookie habt: dieses Rezept ist für euch!

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