Archiv der Kategorie: Rezept

Zuckersüß 349

10 Jahre Blog feiern und dann erstmal zwei Wochen bis zum nächsten Post verstreichen lassen – willkommen in der Zuckerbäckerei! Aber immerhin habe ich viel gebacken: mal wieder Schoko-Bananen-Muffins, UFO-Muffins für eine Verschwörungstheorie-Halloweenparty, Glitzerstern-Muffins für eine Singstar-Karaoke-Party und Birnen-Hafermuffins als Proviant.

Cocktails

Die besagte Singstar-Karaoke-Party war meine eigene, und deshalb habe ich auch mal wieder viele Cocktailzutaten vorbereitet: Es gab fünferlei Zitrussorten („normale“ Primofiori-Zitronen, milde Meyer-Zitronen, Limetten, supersüße Satsumas und Naval-Orangen), frische Kräuter (Minze, Rosmarin, Basilikum) und verschiedene Sirupsorten (pur, Mohn, Vanille, Basilikum, Minze, Rosmarin). Außerdem habe ich mich zum ersten Mal am Fermentieren von Ginger Beer versucht (nach Anleitung aus „The Art of Fermentation“ von Sandor Ellix Katz), das ziemlich gut geworden ist, und mich vor allem in einer London Mule (mit Earl-Grey-infused Gin) begeistert hat. Und weils schon so kalt ist im November, habe ich gleich auch noch einen großen Topf meines allerliebsten weißen Glühweins gemacht.

Ich war auch außer Haus Cocktailtrinken: An einem Dienstag (sehr gute Idee, tbh) im BirdYard, dessen Publikum mir weitaus weniger snobbig vorkam als am Wochenende. Ich hatte einen „Happy End“ im Tiki-Becher, laut Karte mit Angostura 7 Rum, Thai-Teesirup, Mango, Limette und Amaro Lucano. Ziemlich gut, aber nicht mein neuer Lieblings-Cocktail. In München war ich im Schumanns am Odeonsplatz, wo ich vermutlich nicht mehr hingehen werde. Es ist furchtbar laut, das Wasser (das eins in meinen liebsten Bars immer automatisch hingestellt bekommt), kostete 7 Euro für einen Dreiviertelliter und das Publikum ist, nunja, sehr münchen-ig (also vereint alle meine Vorurteile gegenüber der Stadt). Der „East Village“ mit Saké, Limette und Granatapfel (den Rest habe ich vergessen, und der Kellner nahm die Karte zu schnell wieder weg…) war wirklich gut, aber die Atmosphäre halt nicht.

Das Café Omo, in dem ich mit Freund_innen äthiopisch essen war, fand ich da schon viel sympathischer. Ich probierte Samosas mit Linsenfüllung, die mich mit ihrer dreieckigen Form und dem knusprigen Filoteig an marokkanische Briwat erinnerten. Als Hauptspeise teilten wir eine große Platte mit Njera, den typischen Sauerteigpfannkuchen (die mir persönlich viel zu sauer sind) und verschiedenen Saucen aus Kichererbsen, Linsen und Spinat (?). Alles ziemlich stark gewürzt und teilweise sehr scharf. Wir saßen um einen Korbtisch herum, der genau so groß war, um die Platte mit der Hauptspeise zu tragen und aßen mit den Händen – prädestiniert für Flecken auf meiner Kleidung…

Auch sehr sympathisch: Das Café Bean batter auf der Schwanthaler Höhe. Ziemlich hipster, aber mit fairen Preisen und coolem Angebot. Ich hatte eine belgische Waffel mit Avocadomash, pochiertem Ei, Sprossen und Bacon.

Zündfunk Netzkongress

In München war ich natürlich nicht, um einen einzigen Cocktail zu trinken und in Cafés herumzusitzen, sondern weil ich endlich mal „in echt“ zum Zündfunk Netzkongress gehen wollte. Ich habe mir fast durchgehend Talks angesehen, aber ärgerte mich schon recht oft über Überschneidungen. Sehr cool fand ich, dass die offene „Aktivist_innen-Vernetzungsrunde“ live mit einem Graphic Recording von Mark und Mieze begleitet wurde. Auch ich habe viel mitgekritzelt und getwittert, ich werde bald alle meine Sketchnotes drüben bei jasowieso.com in einem Post zusammenfassen.

Uni

Auf eine Empfehlung aus dem PrivacyWeek-Umfeld war ich vergagene Woche das erste Mal in einer Lehrveranstaltung der TU, die aber auch öffentlich war. Susan J. Winter von der University of Maryland sprach über „Cui bono? A Sociotechnical View of Smart Cities“. Leider war der Vortrag uninteressanter, als ich ihn mir vorgestellt hatte, denn die Beispiele aus dem amerikanischen Kontext, die sie vorstellte, waren überhaupt nicht auf europäische Verhältnisse übertragbar.

Dafür war aber die Einheit „Digitalisierung durch Recht mitgestalten?“ in meiner Digitalisierungs-LV überraschend unterhaltsam und lehrreich. Nikolaus Forgó ist ein wirklich guter Vortragender und schaffte es, Herbert Grönemeyers Bochum mit Datenschutz zu verknüpfen. Und er verwies auf Armin Nassehis Buch Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft, das ich nun auch noch auf meine Leseliste gesetzt habe.

Hier folgt jetzt erstmal eine Liste mit meinen liebsten Links der vergangenen Tage:

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Tahini-Cupcakes mit Zitronen-Ricotta-Frosting – 10 Jahre Zuckerbäckerei

Heute gibt es die Zuckerbäckerei unglaubliche 10 (ZEHN!) Jahre. Als ich am 28. Oktober 2009 das erste Rezept in Blogger tippte, hatte ich mit Sicherheit keine Vorstellung vom Jahr 2019, oder davon, dass ich bis dahin weiter regelmäßig in mein Eck vom Internet schreiben würde.

Bisher habe ich (fast) jeden Bloggeburtstag mit einem besonderen Geburtstagskuchen gefeiert: Zuerst Sour Cream Cookies (2010) und Zuckerbäckerei-Petit Fours (2011) – beide exemplarisch für meine damalige Begeisterung für rosarote Lebensmittelfarbe. Cranberry-Walnuss-Kuchen (2012), den ich unbedingt mal wieder backen sollte und Cranberry-Walnuss-Cookies (2013) kurz nachdem ich überraschenderweise eine rosarote KitchenAid zum Geburtstag bekommen hatte. Funfetti Lemon Curd Torte (2014), als ich gerade in meine erste eigene Wohnung gezogen war und Birnen-Cupcakes mit Ziegenkäse (2015), die ich als eines der ersten Rezepte in meiner Wiener WG-Küche gebacken habe. Bei den Gingersnaps (2016) fiel mir offenbar gar nicht auf, dass die Zuckerbäckerei am Tag der Veröffentlichung sieben Jahre alt geworden war. Den Pfannkuchen-Kuchen (2017) von meinem eigenen Geburtstag erklärte ich kurzerhand gleichzeitig zum Bloggeburtstagskuchen, dasselbe tat ich mit der Schoko-Himbeer-Torte (2018) und auch mit den Tahini-Ahornsirup-Cupcakes in diesem Post.

cupcakes mit frosting, daneben eine zitrone mit zitronenreibe, ein silikonspatel mit frosting und ein kleines schüsselchen mit sesamsamen, vogelperspektive
Tahini-Cupcakes mit Zitronen-Ricotta-Frosting

Das Rezept für die Tahini-Ahornsirup-Cupcakes zum zehnjährigen fand ich bei Molly Yeh. In ihrer Version tragen sie ein Labneh-Frosting. Ähnlich der Obsession Molly Yehs für Labneh kann ich allerdings unendlich für Ricotta schwärmen und habe mich deshalb für ein Zitronen-Ricotta-Frosting entschieden. Ich muss zugeben, dass ich bis zum letzten Jahr hauptsächlich die Supermarktvariante kannte (die ich aus organisatorischen Gründen auch hier im Rezept verwendet habe) und ich echten, wirklich grandiosen Ricotta erst in Italien kennenlernte.

Seitdem bin ich überzeugt, dass es Nichts gibt, was so wunderbar wolkig, wohlig und cremig und doch überhaupt nicht platt oder fad schmeckt wie Ricotta. Butter verstoße ich natürlich dennoch nicht vom unangefochtenen Thron meiner liebsten Backzutaten, denn sie ist doch weitaus vielseitiger als fancy Frischkäse. Aber das hier soll ja nicht vielseitig sein, sondern besonders, denn ein Foodblog 10 Jahre lang durchzuziehen gehört schon gefeiert, finde ich.

Auch ohne Frosting sind die Cupcakes super!

Deshalb basieren auch die Cupcakes selbst nicht auf dem nächstbesten 0815-Standardteig: Tahini, Ahorn-Sirup und Wasser (!) schütte ich gar nicht so oft in meiner Rührschüssel zusammen. Doch dadurch entsteht einerseits eine komplexe Süße, ein bisschen Bitterkeit (ja nix Fades zum Geburtstag, s.o.) und andererseits eine sehr feinkrümelige Textur.

tahini-ahornsirup-cupcakes
Der Teigschaber auf dem Foto ist sogar noch älter als mein Blog – und Beweis, dass ich wirklich schon seeeehr lange backe.

Ich habe mir vorgenommen, mich in den nächsten Wochen nochmal quer durch die Zuckerbäckerei zu lesen und vielleicht auch vergessene (Lieblings-)Rezepte neu aufzulegen. Anders als 2009 besteht mein Leben heute allerdings nicht mehr aus Schule, Freizeit und freien Wochenenden, sondern auch aus zeitraubenden, unumgänglichen „Erwachsenen“sachen (looking at you, Lohnarbeit.). Deshalb habe ich mir vorsichtshalber keinen strengen Postingplan à la Adventskalender 2010 zum Jubiläum vorgenommen, weil ich ihn eh wieder nicht einhalten kann.

Mein Hang zu Pink bei Küchengeräten, Muffinsförmchen usw. ist immer noch offensichtlich :D

Ich freue mich trotzdem wie eine Schneekönigin über den Bloggeburtstag – schön, dass ihr mitlest! :)

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Zuckersüß 348

Es gibt nur wenige Links in dieser Woche, denn ich habe zusätzlich zu Uni und Lohnarbeit ca. 40 Stunden auf der PrivacyWeek – einer großartigen Konferenz des Wiener Chaos Computer Clubs – verbracht und kaum gelesen. Ich habe sehr viel gesketchnotet und getwittert und sogar einen (live-gestreamten!) Workshop gehalten. Sobald die ganzen Aufzeichnungen online sind, werde ich das alles mal in einem Post zusammentragen.

Außerdem hatte ich Geburtstag und war deshalb bei einem Konzert von Alsarah & The Nubatones beim Salam Orient Festival in der Sargfabrik – für mich eher Hallo Okzident, denn ich glaube, in Penzing war ich vorher noch nie. Die Band ist sudanesisch-US-amerikanisch, die Texte meist sudanesisch. Das verstehe ich leider allzu schlecht, aber die Musik war so mitreißend, dass spätestens zur Halbzeit des Konzerts die Hälfte des Publikums aufstand und tanzte.

Ich bekam Gin zum Geburtstag (hoffentlich bald wieder Cocktails hier!) und auch ein Buch: Rückkehr nach Reims von Didier Eribon, das ich erstaunlicherweise schon durchgelesen habe. Aus der Bücherei habe ich mir auch noch Noam Chomsky’s Profit over People geholt, ich bin gespannt, wie er Politisch so schreibt.

Hier folgen meine liebsten Links der Woche:

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Walnuss-Pie

Mindestens seit ich im Sommer 2017 in Kentucky war, habe ich mir vorgenommen, mal Pecan Pie zu backen. Jetzt ist Herbst 2019, aber einen Pecan Pie gibts in der Zuckerbäckerei immer noch nicht.

Allerdings haben unsere Nachbarn kürzlich eine riesige Tüte mit Walnüssen aus dem Garten ihres Wochenendhauses vorbeigebracht. Perfekte Gelegenheit für Walnuss (statt Pecan) Pie!

Goldner Herbst, goldne Teller und güldener Walnuss-Pie!

Nach gut zwei Stunden Knackarbeit hatte ich ein paar hundert Gramm Walnusskerne beisammen, die die Pecans im Pecan Pie ersetzen sollten. Eine weitere klassische Zutat, Corn Syrup, hatte ich jedoch auch nicht zur Hand (gibts dieses klebrige Zeug in Österreich überhaupt zu kaufen?) und suchte deshalb nach Alternativrezepten.

Danke an die Person, die zur Kleidertauschparty ein Goldglitzer-Shirt mitgebracht hat, es ist super Prop!

Bei Dev Amadeo entdeckte ich den Pecan Pie with Ginger, Cinnamon, Maple and Condensed Milk, der statt Corn Syrup Ahornsirup enthält. Leider war das Rezept ziemlich ungenau – wie viel ist bitte 1 US-Dose Kondensmilch? und warum in aller Welt sollte man so etwas wie Nusskerne nach Volumen messen? – doch ich beschloss, es einfach als groben Leitfaden zu verwenden.

Der Walnuss-Pie wurde wunderbar, auch beim zweiten Backversuch für die walnuss-schenkenden Nachbarn. *Richtigen* Pecan Pie will ich trotzdem irgendwann noch machen, doch bei den aktuellen Nuss-Preisen braucht es dafür wohl noch einen akuten Anfall von Spendierlaune.

Das Pie-Stück habe ich nach dem Foto wieder in die Form gepackt – ein angeschnittener Geburtstagskuchen ist schon schlimm genug…
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Maple Walnut Chopped Chocolate Cookies

Wenn ich einen ganzen Tag lang lohn- oder uni-arbeitend auf einen Bildschirm gestarrt habe, werde sogar ich Internetbewohnerin manchmal etwas unrund.

Meine liebste Strategie gegen viereckige Augen und Konzentrationsprobleme: Irgendetwas cooles backen. Cookies hatte ich mir eh schon länger mal wieder vorgenommen, der Plan war eigentlich nochmal Bravetart’s Chocolate Chip Cookies zu machen. Ich hatte aber wenig Lust, 24 Stunden auf meine Kekse zu warten und blätterte deshalb durch ihr Buch.

Dieses Rezept ergibt wirklich eine ganze Menge Cookies

Darin gibt es ein ganz ähnliches Cookie-Rezept, das mit weniger Ei auskommt, aber dafür auch auf die Teigruhe verzichtet. Außerdem schlägt sie eine ganze Seite an Variationsmöglichkeiten vor – u. a. mit Walnüssen und Ahornsirup.

Ich habe immer noch einen 5kg-Sack mit Walnüssen aus dem letzten Sommer herumstehen und von unseren Nachbarn vor ein paar Tagen ähnlich viele bekommen, sodass mir das Rezept ganz gelegen kam. Letzlich dauerte das Nüsseknacken länger als die restliche Zubereitungszeit, aber was solls – es hielt mich ja auch vom Bildschirm weg!

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Schoko-Bananen-Muffins mit Kakaonibs und Weißer Schokolade

Als ich kürzlich in meinen Feedreader schaute, war ich schockiert: Nur etwas mehr als 400 unglesene Artikel! Das konnte nicht damit zu tun haben, dass ich schon alles weggelesen hatte, denn das hatte ich schon zu lange nicht mehr getan.

Ich befürchte fast, dass RSS-Feeds langsam uncool werden und beim Relaunch einfach übergangen werden, vor allem im Food-/Lifestyle-Bereich. Ich habe zwar auch unzählige „Feed-Leichen“ in meinem Reader, d.h. Blogs, deren letzter Post vor teilweise fünf Jahren erschienen ist (abonniert hatte ich sie vermutlich schon fünf Jahre länger), doch es scheint mir einen klaren Pivot zu Newslettern, oder hipper formuliert, Mailing Lists zu geben.

Muffins von der Seite
Weiße Schokolade und Kakaonibs

Ich weigerte mich lange Newsletter zu abonnieren, denn wofür gab es denn RSS-Feeds? Mittlerweile habe ich kapituliert und eine extra E-Mail-Adresse nur für diesen Zweck eingerichtet. Und dort trudeln tatsächlich täglich interessante Mails mit vielen Links ein – leider allesamt mit blödem Trackingzeug und verschleierter URL, ein klarer Nachteil gegenüber Blogs. Und Rezept-Newsletter sind sehr viel depperter als Rezept-Blogs – irgendetwas wiederzufinden ist nämlich ziemlich schwierig…

Vielleicht schreibe ich ja mal eine Über den Tellerrand-Newsletter-Liste, hier wollte ich ja eigentlich von diesen Muffins erzählen. Die entdeckte ich nämlich tatsächlich in meinem Feedreader. Und ich war motiviert genug, dass ich sie nur zwei Stunden aus dem WG-Ofen zog.

Aufgebrochener Muffin
Frisch aus dem Ofen ist die weiße Schokolade im Teig noch flüssig!

Dank weniger Zucker als im amerikanischen Originalrezept, einem Teil Vollkornmehl und leicht bitteren Kakaonibs sind sie gar nicht so süß. Ich fand sie als zweites Frühstück in der Arbeit super!

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Mini-Zwetschgenkuchen mit Mohn und Mandeln

Diesen Kuchen habe ich vor ein paar Wochen gebacken, als ich noch im Sommerkleid am Zwetschgenbaum (#amland, wo sonst) herumkraxeln konnte und so die frischesten und reifesten Früchte überhaupt zur Verfügung hatte. Jetzt müsste ich schon mit Mantel, Schal und Mütze zum Supermarkt gehen, aber ich finde Germknödel-Wetter ist trotzdem noch nicht. Und deshalb verblogge ich dieses super Mohn-Zwetschgen-Rezept noch, damit auch ihr die Chance auf leckeren Spätherbstkuchen habt, bevor es Winter wird.

Alles lila hier!
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Snickerdoodles

Es herbstelt. Also gibt es hier Herbstcookies!

Und zwar Snickerdoodles aus Stella Parks großartigem Buch Bravetart. Das besondere daran: Sie werden in einer Mischung aus handelsüblichem gemahlenen Zimt und frisch geriebenen Zimtstangen gewälzt.

Letztere sind erstaunlich scharf, sie erinnern beim Draufbeißen fast an Pfeffer und gleichen die unglaubliche Zuckermenge im Rezept aus. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob meine Reibe zu schlecht ist (sehr realistisch, ich habe keine Microplane, sondern nur so ein kleines 2€-Mini-Reiberl), ich die falsche Zimtstangensorte verwendet habe, oder es einfach grundsätzlich enorm mühsam ist, ganzen Zimt zu reiben, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Der Zimtduft beim Backen hüllt schnell die ganze Wohnung ein und einmal aus dem Ofen sind die Snickerdoodles schnell weg, sie schmecken einfach zu gut!

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Pfirsich-Quark-Tarte

Als die ersten Marillen in den Geschäften auftauchten, träumte ich von einer Tarte mit cremig-frischer Joghurt-Quark-Füllung (Topfen, ja eh) und in Vanille pochierten Marillen. Genau so eine Tarte machte ich dann auch, doch ich war nicht ganz zufrieden, weshalb ich innerhalb weniger Tage einen zweiten Versuch startete.

angeschnittene tarte und stück tarte in der vogelperspektive

Das hing nicht unbedingt mit meiner plötzlich gesteigerten Motivation zusammen, in kurzen Abständen das Gleiche zu Backen (was ich insgeheim schrecklich finde), sondern mit den gerade reif gewordenen Pfirsichen meines eigenen kleinen Bäumchens. Das hatte ich vor fünf Jahren (!?) zum Abitur geschenkt bekommen und im Garten meiner Familie eingepflanzt.

die angeschnittene tarte, daneben das stück auf einem teller

Diesen Sommer trug er so viele Früchte, dass er Stützhölzer brauchte, um an der Last nicht zu zerbrechen. Die Pfirsichsorte ist allerdings etwas komisch, entweder steinhart oder schon matschig. Die Marmelade, die ich daraus gemacht habe, ist wunderbar, auch in dieser Tarte schmecken sie gut – doch besonders fotogen sind die Pfirsichstücken nicht.

einn stück pfirsich-quark-tarte seitlich fotografiert
Die Pfirsichschicht zwischen Tarteboden und Quarkfüllung ist eher matschig – eine andere Sorte müsst her!

Aber wenigstens geben sie viel Farbe her, sodass der Pfirsichgussobenauf schön rosa wurde!

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Apfelradl – Frittierte Apfelringe

Apfelradl sind ein Dessert, das ich mit Omas verbinde und mit Bayern. Dabei habe ich – glaube ich – noch niemals bei einer meiner Omas Apfelradl gegessen. Die Bayern-Assoziation kommt wahrscheinlich davon, dass in vielen Rezepten ein Schluck Bier vorkommt.

Als ich kürzlich in den Bergen war, konnte ich nur dann Backen, wenn der Holzofen gut angeheizt war. Deshalb habe ich vorsichtshalber einer Flasche Pflanzenöl mitgenommen, um im Zweifel immerhin Frittieren zu können – was ich zuhause nie mache, weil ich den Fettgeruch in der ganzen Wohnung nicht ertrage.

Foodstyling auf der Alm: spartanisch wie die Küche

Eines Nachmittags wollte ich unbedingt einen süßen Snack haben. Ich hatte Äpfel zur Hand und die Möglichkeit zu frittieren, also wagte ich mich an Apfelradl. Ohne Bier (hatte ich nicht) oder Puderzucker (war aus). Dennoch waren sie außerordentlich gut, vielleicht frittiere ich zuhause doch mal wieder?

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