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Topfenpalatschinken mit Himbeeren und Baiser zum Valentinstag

Vor gut einer Woche sah ich in einem Werbeprospekt für Aufflaufformen gefüllte, überbackene Pfannkuchen. Ich beschloss, solche als Valentinstagsmehlspeise zu backen. Nur leider kam ich einfach nicht darauf, wie dieses Gericht eigentlich heißt. Ganz ohne Rezept wollte ich mich nicht daran versuchen, deshalb startete ich eine Googlerecherche. Topfenpalatschinken – das war es, was ich gesucht hatte!

topfenpalatschinken zum valentinstag2

Mit einer Kombination der Rezepte von Sarah Wiener, der offiziellen Wien-Website und meinem Prospekt als visuelles Vorbild machte ich also Topfenpalatschinken. Sehr lecker!

Mit meinen Herzpancakes von letzter Woche habe ich beim Rezeptwettbewerb des Käuferportal teilgenommen, wärt ihr so lieb und stimmt für mich ab? 🙂

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Rhabarber-Streusel-Tarte

Ich war zwar jetzt zwei Wochen nicht daheim, das heißt aber natürlich noch lange nicht, dass ich nichts gebacken habe! Am Wochenmarkt von Sélestat (leider hatte ich meine Kamera nicht dabei) haben wir frischen Rhabarber erstanden. Aus meinem Plan, damit endlich ein Rezept aus dem neuen deli-Magazin umzusetzen wurde aus Zeitmangel – Hefeteig muss eben ein bisschen gehen – nichts. Aber Rhabarber und Streusel, das stand ab da fest, mussten es unbedingt sein. Abhilfe schaffte wie so oft foodgawker und dieses Rezept. Und weil vom Pâte sablée (= Mürbteig. Ein wichtiges Wort für mein französisches Vokabular!) ein Eiweiß übrig blieb, machte ich noch ein paar Baisers mit Zuckerstreuseln. Nur dass sie in Frankreich Meringues heißen, ein Baiser ist nämlich ein Kuss.

nach einem Rezept von Angies Recipes
Rhabarber-Streusel-Tarte
Boden
150 g Mehl
50 g Zucker
Salz
1 Eigelb
75 g kalte Butter, in Würfeln
1 EL kaltes Wasser
Füllung
70 g Löffelbiskuit
500 g Rhabarber
50 g brauner Zucker
Streusel
100 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
100 g Zucker
Muskat
Zimt
150 g kalte Butter, in Würfeln

für eine Tarte mit 26 cm Durchmesser

Alle Zutaten für den Boden in eine Schüssel geben und zu einem homogenen Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 20 Minuten kühlstellen.

Währenddessen den Rhabarber putzen und in etwa 1cm große Stückchen schneiden. Das Löffelbiskuit fein zerbröseln.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und eine Tarteform einfetten.

Die Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und so lange kneten, bis sich Streusel bilden. Kühlstellen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen zwei Frischhaltefolien ausrollen und die Form damit auskleiden. Erst die Löffelbiskuitbrösel, dann den Rhabarber darauf verteilen und mit braunem Zucker bestreuen. Zuletzt die Streusel darüberstreuen.

Für etwa 45 Minuten goldbraun backen.

Baiser
1 Eiweiß
30 g Zucker
25 g Puderzucker
1 TL Speisestärke
+ bunte Zuckerstreusel

Den Ofen auf 100° C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Das Eiweiß in einer fettfreien Schüssel schaumig schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Den Puderzucker darübersieben und die Masse sehr steif schlagen. Zum Schluss vorsichtig Speisestärke unterheben.

Die Masse entweder in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und kleine Tupfen auf das Backblech spritzen oder einfach mit einem Löffel „Kleckse“ auf dem Backblech platzieren. Mit bunten Zuckerstreuseln verzieren

Die Baisers 2- 3 Stunden bei leicht geöffneter Ofentüre trocknen.

Croissants – selbstgemacht!

In einem Anfall von plötzlichem Backwahn – ja, sowas passiert mir gelegentlich – und inspiriert von Love & Olive Oils Kitchenchallenge habe ich letzes Wochenende aus heiterem Himmel Croissants gebacken. Ich finde sie sind ganz passabel geworden für ein Erstlingswerk. Ich habe mich ganz an die wunderbar bebilderte Anleitung in einem meiner Lieblingsbackbücher, „Ofenfrisch“ von Michel Roux, gehalten und ich glaube diesem auch meinen recht großen Erfolg zuschreiben zu können. Vielleicht starte ich irgendwann nochmal einen Versuch, mal sehen ob das hier nur einmal wieder Anfängerglück war (s. Macarons).

nach einem Rezept aus Ofenfrisch von Michel Roux
Zutaten
25 g Hefe
250 ml lauwarme Milch
500 g Mehl
12 g Salz
50 g Zucker
275 g kalte, aber nicht zu harte Butter
+ 1 Eigelb und 1 EL Milch
Füllung (optional)
Schokostreusel
Marzipanrohmasse

Die Hefe in der Milch auflösen. Mehl, Salz und Zucker in einer großen Rührschüssel vermischen.
Die Milch bei rührenden Knethaken unter die Mehlmischung arbeiten. So lange kneten (ggf. im Anschluss mit den Händen), bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

Die Luft wieder aus dem Teig kneten, die Schüssel wiederum abdecken und den Teig 4-8 Stunden kühlstellen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und zu einer Kugel formen. Diese in der Mitte 3 cm tief kreuzweise einschneiden und so ausrollen, dass ein 1-1,5 cm dickes, gleichmäßiges Kreuz entsteht.

Die Butter auf ca. 1,5 cm Dicke ausrollen, in die Mitte des Teigkreuzes legen und komplett einschlagen. Die Teigränder gut aufeinanderdrücken.

Das Teig/Butterrechteck auf einer weiterhin gut bemehlten Arbeitsfläche auf 30×60 cm ausrollen. Die beiden Enden in die Mitte schlagen, sodass ein Teigrechteck mit drei Lagen entsteht. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühlstellen.

Den gekühlten Teig um 90° drehen und wieder auf 30×60 cm ausrollen. Wieder die beiden Enden in die Mitte schlagen, sodass wieder drei neue Lagen entstehen. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühlstellen.

Den gekühlten Teig ein letzes Mal falten. Dafür wieder um 90° (ursprüngliche Ausrichtung) drehen, auf 30×60 cm ausrollen und die beiden Enden in die Mitte schlagen, sodass nochmals drei neue Lagen entstehen. In Frischhaltefolie wickeln und 30-60 Minuten kühlstellen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche auf 3 mm Dicke ausrollen. Mithilfe einer Schablone Dreiecke mit 9 cm Breite und 18 cm Höhe ausschneiden.

Diese an der Basis mit Schokostreuseln oder Marzipan belegen oder auch einfach leer lassen und von der breiten Seite her aufrollen. Die Spitze gut andrücken und die Enden etwas einwärts drehen. Auf zwei mit Backpapier belegten Blechen verteilen.

Eigelb und Milch verrühren und die Croissants von innen nach außen damit bestreichen, ohne die einzelnen Teigkanten zu verkleben.

Die Croissants an einem warmen, möglichst feuchtem Ort zu doppelter Größe aufgehen lassen. Ich habe dafür die beiden Bleche in den Ofen geschoben und eine Auflaufform gefüllt mit kochendem Wasser auf den Boden gestellt. Bei niedrigster Temperatur (30° C Ober- und Unterhitze) und geschlossener Ofentür ca. 2 Stunden gehen lassen.

Die beiden Bleche und die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und diesen auf 170° C Umluft vorheizen.
*
Die Croissants nochmals mit Eigelb/Milch bestreichen. Jedes Blech einzeln 12-14 Minuten backen, bis die Croissants goldbraun sind.

Wer nicht alle Croissants backen will, kann sie vor dem zweiten Einstreichen mit Eigelb (*) in Gefrierdosen o. Ä. legen und höchstens zwei Wochen einfrieren.

Matchashortbread

Endlich. Ich habe etwas mit Matcha gebacken! Und dann auch noch etwas von meiner Nachbackliste. Zwei Fliegen auf einen Streich sozusagen. Und sie sind richtig gut geworden, die Gingkoblätter, die teilweise mehr Ähnlichkeit zu einem Schmetterling am Stiel aufweisen als zu einem japanischen Gewächs. Apropos japanisch: Ich kenne bei mir in der Gegend keinen Supermarkt für ausländische Spezialitäten, bevor ich also das nächste Grünteeprojekt angreife, muss ich wohl oder übel schon wieder im Internet bestellen… Die eineinhalb Esslöffel für dieses Rezept habe ich nämlich „ausgeliehen“, danke Franzi 😉

nach einem Rezept von Bittersweet Baker
Zutaten
65 g Puderzucker
1 1/2 EL Matcha (Grünteepulver)
140 g weiche Butter
240 g Mehl
3 Eigelb
+ 50 g Zucker zum Wälzen

für 30-40 Gingkoblätter

Puderzucker und Matcha mit der Butter verrühren. Mehl und Eigelb zugeben und gut vermischen. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln.

Für 15 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Zucker auf einen Teller schütten.

Den Teig auf 0,4 cm Dicke ausrollen und Gingkoblätter ausstechen. An allen Seiten mit Zucker bedecken und gleichmäßig auf den Blechen verteilen.

Jedes Blech einzeln für 10-15 Minuten backen, dabei darauf achten, dass die Plätzchen nicht bräunen.

21: Spitzbuben

Im Zuge meiner Adventskalendervorbereitungen im September fiel mir auf, dass ich zwar in den vergangenen beiden Jahren viele Plätzchenklassiker, darunter Spekulatius und Lebkuchen, gepostet habe, doch eine Sorte habe ich vergessen: Spitzbuben. Dies kann ich natürlich nicht so lassen, zumal sie sich ja auch noch hervorragend dazu eignen, unseren recht gut sortierten Marmeladenvorrat wenigstens etwas schrumpfen zu lassen. In jedem Fall gilt – diese Plätzerl dürfen auf keinem Weihnachtsteller fehlen!

Zutaten
Teig
200 g Mehl
1 Eigelb
60 g (Vanille-)Zucker
Salz
125 g kalte Butter in kleinen Stückchen
Füllung
verschiedene Marmelade – in meinem Fall Zwetschge und Marille
+ Puderzucker zum Bestäuben

für etwa 30 Plätzchen mit 3 cm Durchmesser

Für den Teig alle Zutaten verkneten, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln. Mindestens 30 Minuten kühlstellen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3mm dick ausrollen und Kreise ausstechen. Aus der Hälfte dieser Kreise nochmals ein Loch oder einen Stern etc. ausstechen. Mit genügend Abstand auf den Blechen verteilen.

Jedes Blech einzeln etwa 7 Minuten backen, bis die Plätzchen goldbraun sind. Abkühlen lassen.

Die Kreise mit Loch in der Mitte mit Puderzucker bestäuben, die andere Hälfte mit Marmelade bestreichen. Jeweils einen Marmeladenkreis und einen Puderzuckerkreis zusammensetzen.

Post aus meiner Küche Nummer 4: In der Weihnachtsschickerei

Post aus meiner Küche geht in Runde vier! Passend zur Jahreszeit war das Thema diesmal „In der Weihnachtsschickerei“. Dafür habe ich Gesalzene Pralinen und Zitronenheidesand, meine beiden Favoriten des letztjährigen Adventskalenders gemacht. In goldglänzender Verpackung habe ich sie dann an Steffi vom Blog Mampfnudel geschickt.


Das Päckchen, dass ich im Gegenzug von Steffi bekommen habe, hat mich total umgehauen. Es ist so wahnsinnig schön verpackt! Und der Inhalt ist sooo lecker… Chai Latte Cookies, von denen ich am liebsten sofort die ganze Schachtel essen würde, Marshmallows mit Schokoüberzug und Karamellstreuseln, Marshmallows zum Versenken in heißer Schokolade…
Danke Steffi!



Käsekleeblätter

Käsekleeblätter – sieht fast so aus, als ob die Zuckerbäckerei kurz zur Komplementärfarbe grün wechselt, um den nahenden St. Patrick’s Day zu feiern. Aber es handelt sich hier einmal wieder um eine Auftragsarbeit für meine Tante, genauer gesagt um Glückwünsche für eine Geschäftsübernahme. Viel Erfolg!

Zutaten
Teig
300 g Mehl
75 g Speisestärke
3 TL Backpulver
Salz
1 Ei
1 Eigelb
2 EL Milch
200 g kalte Butter, in Stückchen
150 g Emmentaler, gerieben
 Deckel
1 Eigelb
2-3 EL Milch
50 g Emmentaler
Paprikapulver

Alle Zutaten für den Teig in einer großen Schüssel verkneten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt etwa 20 Minuten kühlstellen.

Drei Backbleche mit Backpapier belegen und den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen.

Den Teig portionsweise auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen und Kleeblätter ausstechen. Diese auf den Blechen verteilen.

Für den „Deckel“ Eigelb und Milch verquirlen. Die Kleeblätter damit bestreichen, mit Emmentaler bestreuen und zuletzt etwas Paprikapulver darüberstäuben.

Jedes Blech einzeln für etwa 10 Minuten backen, bis die Kleeblätter gut aufgegangen und innen gar sind.

19: Guestpost: Lebkucheneis

Heute kann ich euch etwas wirklich besonderes präsentieren: Einen Guestpost von Adriana, die das wirklich wunderbare Blog Bittersweet Baker schreibt. Als ich Anfang des Jahres über ihre Seite stolperte, fügte ich sie gleich zu meinen Lieblingen hinzu. Später las ich dann, dass sie im selben Alter ist wie ich, was mich dann umso mehr freute. Es ist doch wirklich unglaublich: Eine genauso Foodblog-verrückte/besessene Teenagerin wie ich! Am allermeisten freut mich aber, dass sie sich bereiterklärt hat, einen Post für den Zuckerbäckerei-Adventskalender vorzubereiten. Im Folgenden findet ihr das „Original“ und wenn ihr dann noch etwas weiterscrollt meine Übersetzung davon. Das amerikanische Cup-Maß, eine der nervigsten Unarten dieses Kulturkreises, habe ich natürlich in „unser“ System übertragen, sodass ihr neben dem Volumen auch das Gewicht der erforderlichen Zutaten lesen könnt.
Zuletzt nochmals ein ♥-liches Dankeschön an Adriana für diesen wirklich gelungenen Post!
 

Late into the summer, Jana from Zuckerbaeckerei emailed me asking if I’d be interested in guest posting for her in preparation for Christmas. I didn’t hesitate in writing back right away to accept.  Because she blogs in German, she explained that she would translate my post for her readers.

I knew that I wanted to create a recipe of my own to share, though it something I haven’t had much experience doing, and that I wanted the recipe to embody wintertime. I wanted it to emulate the sharp spiciness of gingerbread and the frigidity that blankets the world come December.

Though winter has made its presence clear with its bitter wind nipping color into my cheeks and forcing me into thick sweaters, my insatiable craving for ice cream remained as strong as it was last summer.  It was with that realization that I found myself trying to replicate the exact taste of gingerbread to transform into ice cream.

The resulting ice cream was complete with the juxtaposing warmth of the spices and the chill of the ice cream. It couldn’t have painted winter onto my plate any better.  Ginger, cinnamon, cloves, and the full-bodied flavor of molasses are the wool blankets I find myself enveloped in every evening. The icy creaminess is the cold world outside. Together, they are winter.

Thank you so much for having me guest post, Jana!

Gingerbread Ice Cream

A Bittersweet Baker original
1 ½ c milk
1 ½ c cream
2/3 c sugar
Pinch of salt
5 egg yolks
1 cinnamon stick
¼ t cloves
1/8 t nutmeg
½ t ginger
½ c molasses

Warm the milk, ½ a cup of cream, the sugar, salt, and spices in a medium saucepan, and heat on low until steaming. Remove from heat and allow to infuse for 1 hour.

Combine the remaining cream and molasses in a large bowl, and set a strainer on top.  Whisk the egg yolks together, and slowly temper them into the hot milk mixture. Continue to cook slowly on medium heat, until the custard thickens ad coats the back of a spoon.

Nun folgt meine doch etwas holprige Übersetzung:

Im Spätsommer schon mailte mir Jana von der Zuckerbäckerei. Sie fragte mich, ob ich als Vorbereitung für Weihnachten einen Guestpost schreiben wollte. Natürlich zögerte ich nicht, ihr zuzusagen. Weil sie jedoch auf Deutsch bloggt, erklärte sie mir, dass sie den Post für ihre Leser übersetzen würde.

Obwohl ich nicht viel Erfahrung darin hatte, wusste ich, dass ich ein eigenes Rezept, das die Winterzeit repräsentieren sollte, kreieren wollte. Mit dem Rezept wollte ich die Schärfe des Lebkuchens und die Kälte, die die Welt im Dezember bedeckt, nachahmen.

Der Winter hat sich mit bitterkaltem Wind, der Farbe auf meine Backen bringt und mich in dicke Pullover zwingt, längst deutlich gemacht. Trotzdem blieb mein unstillbares Verlangen nach Eis so stark wie letzten Sommer. Deswegen versuchte ich, den exakten Geschmack des Lebkuchens zu kopieren und in Eis zu verwandeln.

Die entstandene Eiscreme war mit  Wärme der Gewürze und der Kälte des Eises perfekt. Ich hätte den Winter nicht besser auf den Teller bringen können. Ingwer, Zimt, Nelken und der vollmundige Geschmack von Melasse sind wie die Wolldecken, in die ich mich zur Zeit jeden Abend einwickle. Die eisige Cremigkeit ist wie die kalte Welt draußen. Zusammen ist es Winter.


Vielen Dank, dass ich diesen Guestpost schreiben durfte, Jana!
Lebkucheneis
ein Original-Bittersweet Baker-Rezept
350 ml Milch
350 ml Sahne
130 g Zucker
Prise Salz
5 Eigelb
1 Zimtstange
1/4 TL gemahlene Nelken
1/8 TL geriebene Muskatnuss
1/2 TL Ingwerpulver
120 ml Melasse/Zuckerrübensirup

Milch, etwa 100 ml Sahne, Zucker, Salz und die Gewürze bei geringer Temperatur erhitzen, bis die Mischung anfängt zu dampfen. Von der Hitze nehmen und eine Stunde zugedeckt ziehen lassen.

Die restliche Sahne und die Melasse in einer großen Schüssel verrühren und ein Sieb daraufsetzen.

Die Milchmischung nochmals erhitzen. Die Eigelbe verquirlen und dann vorsichtig unter die heiße Milch rühren. Bei mittlerer Hitze eindicken lassen.
Durch das Sieb in die große Schüssel gießen und alles gut verrühren. Bei gelegentlichem Umrühren auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann für mindestens eine Stunde kühlstellen.

Wenn die Masse kalt ist, nach Herstelleranweisung in einer Eismaschine verarbeiten.

3: Zitronenheidesand

Ein Plätzerlvorrat aus vielen verschiedenen Sorten gehört einfach zur Weihnachtszeit dazu. Natürlich habe ich daran auch bei der Planung meines Adventskalenders gedacht und ihr, liebe Leser, findet deshalb immer wieder einmal ein Plätzerlrezept hinter den Türchen. Jede Adventswoche gibt es dazu noch eine besondere Verpackungsidee – also seid gespannt!

Zutaten
Teig
1 unbehandelte Zitrone
175 g weiche Butter
1 Eigelb
125 g Puderzucker
350 g Mehl
Dekoration
1 Eigelb
6 EL Hagelzucker

Die Schale von der Zitrone reiben und mit Butter und Eigelb cremig rühren. Puderzucker einrühren. Die Hälfte der Zitrone auspressen und einrühren. Zuletzt das Mehl zugeben und unterkneten.

Den Teig zu zwei Rollen mit 3-4 cm Durchmesser formen und diese in Frischhalte folien wickeln. Für mindestens 3 Stunden kühlstellen.

Den Ofen auf 160° C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Die Teigrollen mit dem Eigelb bestreichen und in Hagelzucker wälzen. Scheiben mit etwa 0,5 cm Dicke abschneiden und diese vorsichtig auf die Bleche setzen.

Etwa 10 Minuten hellgold backen und abkühlen lassen.