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Heidelbeer-Apfel-Birnen-Pie

In meiner Woche in den Bergen bin ich genau ein einziges Mal so weit gegangen, dass es als Wanderung durchgehen könnte. Auf dem Trattberg war ich in den vergangenen Jahren schon öfters, weshalb ich vorsichtshalber eine leere Tupperbox mitgenommen habe. Außer Anstrenung erwartete ich mir nämlich auch volle Heidelbeersträucher auf dem Weg zum Gipfel.

Leider waren die meisten Sträucher schon leergeklaubt, und die Beeren, die übrig waren, recht verschrumpelt. Zwei Handvoll konnte ich aber trotzdem zusammentragen und freute mich den ganzen Heimweg lang auf einen Kuchen daraus. Es sollte ein Pie nach Bravetarts super Grundrezept (aus ihrem noch supereren Buch) werden, das ich mittlerweile schon für Pfirsich-Heidelbeer-Pie und Pumpkin Pie verwendet hatte.

Der Teig muss aber unbedingt eine Nacht kühlstehen (in meinem Fall mangels Kühlschrank wenigstens möglichst weit entfernt vom Holzofen), sodass der Erfolg der Wanderung erst am nächsten Tag essbar wurde.

Heidelbeeren vom Berg, drei Birnen aus dem Supermarkt und ein Apfel vom Markt.
Nach dem Waschen, Schälen, Putzen: hatte ich blaue Finger

Zwei Handvoll Heidelbeeren waren natürlich zu wenig für einen ganzen Pie, weshalb ich noch drei Birnen und zwei Äpfel dazuschnitt.

Obst allein reicht nicht für die Pie-Füllung

Ohne Wage musste ich mich außerdem mit Volumenmaßen begnügen: Zu den Früchten kommen noch zwei Esslöffel Zucker, ein Esslöffel Stärke und eine Prise Salz.

Blindbacken ohne Gewichte ist eine schlechte Idee, wie man an meinem Pieboden erkennt

Zwischenzeitlich habe ich die Hälfte des Teiges in der einzigen halbwegs geeigneten Form, die ich in der Hüttenküche finden konnte, blindgebacken. Leider hatte ich keine trockenen Hülsenfrüchte zur Hand, mit denen ich den Boden beschweren konnte, sodass er große Blasen schlug, die ich nach dem Backen wieder zerstechen musste.

Die Heidelbeeren färben alles rot und später lila.
Der Rest des Teiges kommt geflochten als Deckel auf die Früchte

Den restlichen Teig wollte ich nicht einfach als langweilige Platte auf den Pie legen. Deshalb habe ich mich an einem Gitter versucht, das wieder einmal weit entfernt von perfekt war (ich sollte mir nach fünf Versuchen insgesamt wohl nicht erwarten, Pies wie @lokokitchen zu backen). Was danach noch übrig war, habe ich mit einem Schnapsglas (daran herrscht auf Berghütten kein Mangel) ausgestochen und die Kreise auf unvorteilhaften Stellen verteilt.

Milch und Zucker für eine schönere Kruste

Statt mit Milch und Eigelb habe ich das Teiggitter dann noch mit Milch alleine bestrichen und ein bisschen Zucker zum Karamellisieren darübergestreut. Und den Luftzug des Holzofens aufgemacht, in der Hoffnung, dass der Ofen heiß würde, mein Pie aber nicht schwarz.

Alles gut gegangen im Holzofen!
Ein Bilderbuch-Pie (für meine Verhältnisse)

Und siehe da, nach einer halben Stunde war der Pie goldbraun! Weil meine Schwester am Vortag schon Brownies zu Kohle gebacken hatte, habe ich meinen Pie vorsichtshalber alle zehn Minuten gedreht, was wohl das Geheimnis war. Mein Joghurtkuchen am nächsten Tag hatte nämlich ebenfalls zwei Millimeter verkohlte Kruste…

Eine Kaffeepause auf der Terrasse!
Die paar Heidelbeeren sind so voller Farbstoff, dass sie den ganzen Pie rot färben

Der Regen, der am Vormittag nach der Wanderung eingesetzt hatte, verzog sich sogar, als der Pie fertig war – Kaffeepritscheln auf der Terrasse!

Pie vor Bergkulisse. Schön, oder?

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Pumpkin Pie – oder Tarte?

Dieses Rezept ist eines der aufwändigsten, das ich seit langem gemacht habe. Aber dafür habe ich auch gleich zwei Tartes bekommen!

Tarte deshalb, weil die Füllung doch recht flach ist und den Titel Pie deshalb eigentlich nicht verdient. Eigentlich sollte auch doppelt so viel Füllung in den super Pie-Boden von Bravetart (auch für Pfirsich-Heidelbeer-Pie schon erfolgreich verwendet) kommen, aber meine Form ist nicht hoch genug…

Pumpkinpie

Gut, dass das Teigrezept ohnehin für zwei Pies (bzw. einen gedeckten Pie) ausgelegt ist – ich habe die Hälfte von Füllung und Teig einfach für ein paar Tage eingefroren.

Überhaupt bin ich in den letzten Monaten eine starke Verfechterin des Einfrierens geworden. Wie cool ist es, spätabends etwas aus dem Gefierfach zu ziehen (Chocolate Chip Cookies z.B. – schon wieder ein Bravetart-Rezept!) und ein paar Minuten später frisches Gebäck knabbern zu können? Ganz ohne Geschirr dreckig zu machen oder die Küche zu putzen?

Naja, zumindest bei diesem Rezept braucht es auch trotz vorgefertigten Komponenten etwas Zeit. Der Pie-Boden will nämlich ersteinmal blindgebacken werden, z.B. mithilfe von getrockneten Linsen:

Pumpkinpie

Nach einer guten halben Stunde im Ofen ist der Pie dann bereit zum Füllen:

Pumpkinpie

Leider nicht auf den Fotos: Der Weg zur Füllung. Dafür muss nämlich erstmal ein Butternusskürbis geröstet und püriert werden und Kondensmilch eingekocht werden. Letzteres geht zwar auch aus dem Supermarkt, aber anders als in den USA ist Kürbis-Püree in Dosen nicht standardmäßig in österreichischen Sortimenten. Da kann man ja gleich alles selber machen 😉 !

Pumpkinpie

Außer Kürbis und Kondensmilch sind übrigens auch noch viele Gewürze und, für die Stabilität, ein paar Eier in der Füllung.

Pumpkinpie

Nach einer weiteren halben Stunde im Ofen ist auch die Füllung durchgebacken (im besten Fall ohne annähernde Verbrennungserscheinungen). Anschneiden darf man die wunderbar duftende Tarte aber erst nach dem vollständigen auskühlen, nicht dass sonst noch die Hälfte davonläuft!

Pumpkinpie

Nach gefühlten Ewigkeiten in der Küche konnte ich dann endlich diesen amerikanischen Thanksgivingklassiker probieren. Damit habe ich wieder etwas aus der Liste der „berühmten“ Süßigkeiten abgehakt, das ich selbergemacht habe, bevor ich es irgendwoanders jemals probieren konnne (siehe auch: Oreos, Reese’s Cups und vielleicht auch Punschkrapferl).

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Pfirsich-Heidelbeer-Pie

Pünktlich zum vierten Juli waren meine Feeds auf Facebook, Instagram und im RSS-Reader wieder voller US-Foodblogs mit dem amerikanischen Dessert schlechthin: Dem Pie.

Mit ihren unterschiedlichen Obstfüllungen und vor allem tollen Designs sahen sie alle ganz beeindruckend aus, aber hängen geblieben bin ich erst bei diesem Artikel auf Serious Eats. Stella Parks aka BraveTart schreibt dort regelmäßig sehr ausführlich und mit vielen (wissenschaftlichen) Hintergrundinfos über Rezeptklassiker und Backtechniken. Ihr Rezept für „Beautiful, Flaky Pie Crust the Old-Fashioned Way“ ließ meinen Pfirsich-Heidelbeer-Pie zu einem vollen Erfolg werden.

Pfirsich-Heidelbeer-Pie

Vorteilhaft bei der Zubereitung wäre aber eine kühle Küche – mein Teig wurde beim Ausrollen viel zu schnell wieder weich, weil die Sommerhitze kombiniert mit dem Ofen auch die Arbeitsflächen warm werden ließ. Das Gitter obenauf geriet deshalb ein bisschen schief, aber ein perfekter Pie wäre ja zum allerersten Versuch ein bisschen zu schön gewesen.

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Ein Abendessen mit Freundinnen

In der vergangenen Woche habe ich ein paar Freundinnen zum Abendessen eingeladen. Ein ganzes Menü war mir zu aufwendig und zu schwierig zu kalkulieren, deshalb habe ich viele verschiedene kleine Gerichte zubereitet. Die ausnahmsweise mal nicht süßen Rezepte habe ich in Teilen schonmal hier gebloggt, auf die anderen verlinke ich oder beschreibe kurz die Zutaten, damit ich mich später wieder daran erinnern kann 😉

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