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Punschkrapferl

Inspiriert, oder eher gezwungen von den rosa-herzerl-glitzer-Posts, die in der vergangenen Woche das Internet überfluteten, beschloss ich spontan, mal Punschkrapferl zu machen. Diese österreichische Spezialität hatte ich zwar schon oft gesehen, aber noch nicht ein einziges Mal gekostet.

Punschkrapferl

Laut Wikipedia handelt es sich dabei um einen Würfel (seltener auch Zylinder) aus Biskuitteig, der mit einer Masse aus Marmelade, Rum oder Punsch und Schokolade gefüllt und mit einer rosa Glasur (sog. Punschglasur, als solche in Österreich erhältlich) überzogen ist.

Punschkrapferl

Soweit so einfach – Punschkrapferl scheinen die österreichische Variante von Granatsplittern (die ich zuletzt 2010 gebacken habe) zu sein. Ich wollte es allerdings nicht so halten wie z.B. mit Oreos und eine „berühmte“ Speise nachbacken, ohne vorher einmal das „Original“ probiert zu haben. Deshalb stattete ich den Konditoreien in meinem Umfeld einen Besuch ab und machte einen Punschkrapferltest:

punschkrapferl-verkostung
v.l.: Punschkrapferl vom MANN, Konditorei Hübler und meine zwei Varianten – einmal mit, einmal ohne Kakao

Auf die Idee hatte mich dieser Post von Katharina Seiser gebracht, die 2010 die besten Punschkrapferl Wiens gesucht hatte. Richtig überzeugt hat mich aber keines meiner, zugegeben recht wenigen, Testexemplare. Aber immerhin hatte ich einen Anhaltspunkt!

Ich kombinierte einige Rezepte, die ich im Internet gefunden hatte, und wurde zumindest bezüglich des Biskuits gründlich enttäuscht. Vielleicht habt ihr es meiner Instagramstory gesehen – mir fiel einfach der ganze Biskuit gänzlich zusammen. Gut, dass ich schier endlose Vorräte hege und auch nach Mitternacht einfach einen zweiten – diesmal nach meinem Rezept – backen konnte. Auch gut: Punschkrapferl als „Resteverwertung“ – der ruinierte Boden fand trotzdem Verwendung. Damit ihr euch nicht genauso ärgern müsst, habe ich euch hier aber mein oft getestetes und funktionierendes Biskuitrezept aufgeschrieben, es ergibt genauso viel fertigen Biskuit wie das andere.

Auf jeden Fall sind Punschkrapferl ziemlich viel Arbeit, aber solltet ihr größere Mengen an übrigem Biskuit haben, gehts schon viel schneller. Außerdem besteht die Füllung in meinem Rezept aus Blutorangensaft und gar nicht so viel Zucker, sodass die dann nicht pappsüß und schrecklich künstlich schmeckt wie häufig bei gekauften Exemplaren.

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23: Maroni-Eis mit Orangenmarmelade

Man könnte meinen, ich befinde mich irgendwo auf der Südhalbkugel, so viel Eis wie ich zur Zeit mache und esse. Aber die Kombination Maroni-Orange wollte ich auch endlich mal ausprobieren. Und ein gut (mit Desserts) gefülltes Eisfach schadet nie – genauso wie der obligatorische Plätzerlteller, auf dem so kurz vor Heilig Abend hoffentlich noch etwas übrig ist!

Maronieis- Chestnut Ice Cream

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14: Orangen-Mandel-Kuchen

Dieses Rezept stammt aus einem meiner Lieblingsbücher, dem Geschmacksthesaurus. Kochbuch will ich es nicht nennen, denn es ist viel mehr. Und außerdem habe ich bis auf diesen Kuchen noch nie ein Rezept daraus befolgt. Nikki Segnit, die Autorin, hat damit nämlich eine außerordentliche Sammlung an Geschmackskombinationen zusammengetragen, die nur hin und wieder mit konkreten Rezepten angereichert sind. Super zum Nachschlagen oder Einfach-so-Lesen!

Orangen-Mandel-Kuchen

Zur Kombination Orange-Mandel schreibt sie über diesen legendären Kuchen von Claudia Roden, einer britischen Kochbuch-Autorin:

Die Ausschöpfung sämtlicher Möglichkeiten der Frucht verleiht dem Kuchen seinen moschusartigen, würzigen Charakter, der an Orangenmarmelade erinnert […]. Die Mandeln liefern die feste Textur, durch die sich der Kuchen auf dem Dessertteller genauso wohl fühlt wie auf der Kuchenplatte zum Fünfuhrtee.

Und deshalb solltet ihr, meine allerliebsten Leser_innen, ganz schnell eine unbehandelte Orange finden, weichkochen, pürieren und diesen superleckeren Kuchen backen!

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9: Bratäpfel

Bratäpfel gehören für mich zur kalten Jahreszeit wie der Holzofen, in dem sie meine Mama normalerweise immer backt. Jetzt bin ich nur leider weit weg von meiner Mama und unserem Holzofen und musste deshalb selber ran.

Ausnahmsweise habe ich mich voll und ganz ans „Rezept“ aus meinem Gedächtnis gehalten und schlicht und ergreifend Äpfel gefüllt mit karamellisierten Mandeln und Orangen, ganz ohne fancy Änderungen zubereitet. Ganz genauso wie es Mama immer macht, denn die kocht bekanntlich am Besten und darf das, weil ich genau weiß, dass sie das liest, als großes Lob empfinden 😉

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Zuerst werden Äpfel gewaschen, der „Deckel“ abgeschnitten und das Kernhaus ausgehölt. Damit sie nicht braun werden, kommt sogleich noch ein bisschen Zitronensaft darauf.

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Gemahlene Mandeln werden mit Butter und braunem Zucker karamellisiert und die Äpfel damit gefüllt. Orangensaft und gehobelte Mandeln darüber…

bratäpfel_3… und Deckel wieder drauf. Dann ab in den (Holz-)Ofen.

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Nach kurzem Abkühlen dann noch warm serviert…

bratäpfel_6… halbiert und dann voll und ganz verputzt.

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