Schlagwort-Archive: Obstkuchen

Gestürzter Johannisbeer-Karamell-Kuchen

Die diesjährige Ernte des mickrigen Johannisbeerstrauchs im Garten meiner Familie fiel leider auch nicht umfangreicher aus als in den letzten Jahren. Meistens reichen die paar Beeren jedoch für einen einzigen Kuchen. So entstanden beispielsweise dieser Johannisbeerpie mit Erdnussbutter oder ein Matcha-Parfait mit Johannisbeeren.

Diesmal habe ich ein Rezept, dass eh schon hier im Blog zu finden ist, etwas abgewandelt:  Statt Cranberries und Walnüssen wie im Originalkuchen (s. o.) zum 3-jährigen Jubiläum der Zuckerbäckerei wird dieser Kuchen von Johannisbeeren und Mandeln getoppt.

Johannisbeer-Karamell-Kuchen

Der Boden der Kuchenform (besser ihr nehmt eine, die komplett dicht abschließt, nicht dass wie bei mir etwas am Rand hinausläuft) wird dafür mit Karamell und Johannisbeeren bedeckt.

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Es folgen gestiftelte Mandeln und später der zimtige Teig. Einmal gebacken wird der Kuchen dann gestürzt, sodass die süß-sauer-knusprige Karamell-Johanisbeer-Mandel-Schicht obenauf ist.

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Rhabarber-Frangipane-Tarte

Frangipane… Dieses Wort im Titel lässt die simple Blätterteigtarte gleich viel nobler klingen. Allerdings ist die so benannte Füllung aus gerösteten Mandeln auch das, was dieses Rezept so besonders lecker macht. Das Obst, das obenauf kommt, habe ich schon mehrmals variiert: Ganz am Anfang mit Zwetschgen, aber auch mit Griacherln und Äpfeln (nicht im Blog).

Die Bloggerin hinter dem Originalrezept, Jeanny von Zucker, Zimt & Liebe veröffentlichte kürzlich eine Version mit Kirschen – ihr seht, es ist fast alles möglich, Hauptsache die Früchte sind nicht zu süß.

Rhabarber-Frangipane-Tarte

Weil ich bei einem Besuch in meiner Heimatstadt vor kurzem noch den letzten Rhabarber aus Omas Garten (kein Vergleich zu dem aus dem Supermarkt! 😉 ) – zugesteckt bekommen habe, gibt es diese tolle Tarte also auch mit „Gemüse“. Falls ihr auch noch in diesen Genuss kommen wollt, müsst ihr aber schnell sein, die Saison neigt sich dem Ende.

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Mini-Erdbeer-Crumbles

Gerade wären ja sämtliche Beeren, vielleicht noch ein bisschen Rhabarber und Waldmeister und natürlich Erdbeeren in Saison. Zu jeder Tages- und Nachtzeit in den Garten gehen und einfach holen, was ich brauche, kann ich als Stadtbewohnerin leider nicht. Wobei ich mir auch nicht sicher bin, wie hoch die Ernte mit meinem Gärtnereitalent tatsächlich ausfiele.

Mini-Erdbeer-Crumble

Was ich aber schon zu fast jeder Tages- und Nachtzeit und vor allem auch sonntags nutzen kann, sind die öffentlichen Verkehrsmittel hier in Wien. Und letzten Sonntag lief ich nicht tatsächlich am nächstgelegenen Verkehrsknoten direkt in die Hände einer Erdbeerverkäuferin!

Mini-Erdbeer-Crumble

Ich konnte schwerlich nein sagen, die Erdbeeren leuchteten einfach zu schön rot aus der Tristesse des unterirdischen Bahnhofs heraus. So kam es, dass ich spontan Erdbeer-Crumbles backen konnte. Praktischerweise erinnerte ich mich auch noch an die Existenz dieser kleinen Alu-Herzförmchen (zuletzt verwendet für den Single Lady Fudge Cake von 2013!), sodass mein Gebäck gleich doppelt so süß aussah. Natürlich funktioniert das Rezept auch in einer „normalen“ Auflaufform, ggf. muss das Crumble dann aber ein kleines bisschen länger backen.

Mini-Erdbeer-Crumble

Mini-Erdbeer-Crumble

Falls ihr Erdbeeren habt, aber keine Lust, sie einfach so zu essen oder zu Crumble zu verarbeiten – wie wärs mit diesen Rezepten?: Erdbeer-Käsekuchen, Erdbeer-Pizzas oder Kokos-Limetten-Cupcakes mit Erdbeeren.

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Obstkuchen mit Polenta

Ich bin sehr leicht zu beeinflussen. Zumindest was Essen angeht. Sehe ich irgendwo – sei es jetzt im Fernsehen, in einem Buch, einer Zeitschrift oder auf einem Plakat – Etwas, das mir schmecken könnte, plane ich schnellstens, wie ich es selbst zubereiten könnte. Genauso ging es mir mit Rhabarber, der in den letzten paar Tagen scheinbar überall auftauchte, wo ich mich herumtrieb.

Obstkuchen mit Polenta

Ich wollte also unbedingt Rhabarberkuchen haben und erinnerte mich an dieses Rezept von In A Jelly Jar, über das ich erst kürzlich gestolpert war. Alle Zutaten waren im Haus, außer eben der Star des Kuchens, der Rhabarber. In Omas Garten radeln und einfach welchen abschneiden (wie für diesen Kuchen und diese Scones und diese Galettes) würde nicht auf die Schnelle funktionieren, deshalb kamen nur alle umliegenden (Super-)Märkte in Frage. Und die hatten, genau an diesem Samstag, keinen Rhabarber!

Obstkuchen mit Polenta

Meine Träume waren zerplatzt. Aber aufgeben, so nah am Kuchen dran? Niemals. Meine zweite Wahl zum Rezept: Steinobst leider noch weit außer der Saison. Nektarinen aus Spanien tatens dann aber doch – der Kuchen ist gar nicht schlecht geworden! Vor allem die Kombination von Polenta und gemahlenen Mandeln im Teig und der komplette Verzicht auf Butter machen die simplen Kastenküchlein zu etwas Besonderem.

Das nächste Mal mache ich ihn aber wirklich mit Rhabarber!

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12: Kaki-Zimt-Tartelettes

Kakis sind Früchte, die ich nur vom Hörensagen kenne. Natürlich habe ich sie schon in Supermarktauslagen oder an Marktständen gesehen, noch nie aber probiert. Praktischerweise fand ich gut zwei Kilo davon in unserer WG-Küche, geradezu darauf wartend, dass ich etwas daraus backe. Ich erträumte mir also kleine Tartelettes mit Puddingfüllung, viel Zimt (der taucht ja ohnehin fast täglich im Adventskalender auf) und – einer Kaki.

Kaki-Zimt-Tartelettes

Das Ziel, möglichst viele weiterzuverarbeiten, ist mit diesem Rezept gescheitert. Aber ich kann mir ja nochmal etwas ausdenken….

Kaki-Zimt-Tartelettes

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Pavlovas mit Aprikosen und Pistazien

Übriges Eiweiß, zufällig Sahne und superfotogene Früchtchen im Kühlschrank – was macht die gemeine Foodbloggerin da zum Abendessen? Ganz genau: superzuckrige Pavlovas mit einem Riesenklecks Sahne und farblich kontrastierender Frucht-/Nuss-Dekoration.

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Klar, dass mir danach fast der Magen zusammenpappte… Ein Ausdruck, der meiner Mitbewohnerin im Folgenden nach meiner wörtlichen Übersetzung ins französische noch einen Lachkrampf dazu bescherte. Als „Heilmittel“ kümmerte sie sich dann netterweise noch ums richtige Abendessen – nur gut dass fürs Dessert immer noch Pavlova übrig war!

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Mispel-Streuselkuchen

Vor gut zwei Wochen sah ich zum ersten Mal diese seltsamen Früchte in den Auslagen der Obsthändler. Ein bisschen wie Aprikosen, nur mit glänzender, leicht abzuziehender Schale. Mit Kernen wie die eines Apfels nur viel größer und häufig ein paar an einem Stiel zusammengewachsen. Bald lernte ich den arabischen Namen dafür (mzah) und kurz darauf auch den Geschmack kennen. Lecker! Mein erstes Experiment mit der neuen Zutat war Konfitüre. Die musste ich leider pürieren, da die Früchte einfach nicht zerkochen wollten. So erinnert die Konsitenz zwar nun eher an Apfelkompott, aber schmecken tut sie immerhin ziemlich gut.

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Letztes Wochenende traf ich mich mit Freunden in Marrakech und als Snack für zwischendurch mussten in Ermangelung von Kuchen meinerseits ein bisschen frisches Obst herhalten, unter anderem auch die allgegenwärtigen mzah. Eine meiner Mitreisenden ist „biokistenerprobt“ und konnte dadurch schon allerlei unübliches Obst und Gemüse probieren. Darunter auch Mispeln, mzah! Das Rätsel war gelöst, denn nun konnte Wikipedia gefragt werden, falls es euch interessiert: Die japanische Wollmispel.

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Nach der Bestimmung ist also Zeit für Versuch Nummer zwei: Sonntagsobstkuchen! Ein schwerer Hefeteig als Boden, eine Lage ganz leicht saure Früchte und auf jeden Fall noch Streusel obenauf. Mit einem Schauer aus Puderzucker erhält der Mispelkuchen noch den letzten Schliff und glänzt ganz vortrefflich auf der Sonntagskuchentafel (oder dem pinken Sofaüberwurf).

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Angeschnitten macht der Kuchen natürlich noch gleich mehr Freude. Aber nicht mehr lange, denn er ist bestimmt bald aufgegessen!

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Apfel-Brombeer-Tarte

An unserem Weiher gibt es unglaublich viele Brombeeren. Für diesen Kuchen habe ich mich in die Dornenstauden gewagt und nicht nur eine Schüssel Beeren gesammelt, sondern leider auch ein paar Flecken auf meinem T-Shirt und ein paar Kratzer auf der Haut. Diese leckere Tarte mit Apfelmus und Baiser entschädigt dafür aber auf jeden Fall! Apfel-Brombeer-Tarte weiterlesen

Griacherl-Frangipane-Tarte

Hier kommt das erste Rezept, das ich mit der Unmenge an Griacherln gemacht habe. Eigentlich sollte diese Tarte ja mit Äpfeln sein, letztes Jahr waren es Zwetschgen und jetzt die extrem sauren Griacherl. Deshalb war es keine schlechte Idee, gleich doppelt so viel braunen Zucker obenauf zu streuen. Schnell, einfach und nicht ganz so pappsüß – super Rezept!

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