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Momofuku Milk Bar’s Cornflake-Chocolate-Chip-Marshmallow Cookies

Im Januar habe ich Christina Tosis erstes Buch „momofuku milk bar“ geschenkt bekommen. Es ist extrem modular aufgebaut, denn die meisten der Rezepte verlangen nach verschiedenen Komponenten, die in jeweils eigenen Rezepten abgebildet sind. Das macht das Nachbacken einzelner Gebäcke zuweilen recht kompliziert, weil eins oft hin- und herblättern muss. Andererseits spart es im Buch viel Platz und wer die Prozesse einmal intus hat (wie wohl alle Mitarbeiter_innen der momofuku milkbar) hat sehr gut strukturierte Zutatenlisten vor sich.

Apropos Zutaten, anders als bei vielen anderen amerikanischen Rezepten gibts neben unsäglichen Cup-Angaben auch die genaue Menge in Gramm, was für mich ein klarer Pluspunkt ist.

Momofuku Milk Bar's Cornflake-Chocolate-Chip-Marshmallow Cookies

Die Cookies, Kuchen und Desserts im Buch sind alle sehr amerikanisch: astronomische Zuckermengen, viel corn syrup, sprinkles und chocolate chips. Die titelgebende Milch taucht auch in fast jedem Rezept auf, meist in Form von Milchpulver. Das konnte ich (oder eher einer meiner einkaufenden Mitbewohner) endlich auftreiben, sodass ich jetzt, mehr als vier Monate nachdem ich das Buch zum ersten Mal durchgeblättert habe, endlich mal ein Rezept von Christina Tosi nachbacken konnte.

Momofuku Milk Bar's Cornflake-Chocolate-Chip-Marshmallow Cookies
Die Marshmallows ziehen Fäden!

Das Milchpulver kommt mit Zucker und großzügig Butter in den Cornflake-Crunch, der den Cookies am Ende einen spannenden Textur-Kontrast verleiht, denn es sind auch noch pickige Marshmallows und dunkle Schokolade drin.

Für meinen Geschmack sind die Cornflake-Chocolate-Chip-Marshmallow-Cookies zu süß, mehr als ein Viertel konnte ich nicht essen, ohne dass mir gefühlt der Magen zusammenklebte. Meine Mitbewohner und andere Freund_innen sahen das allerdings anders. Falls ihr gut zuckertolerant seid und/oder Lust auf einen sehr amerikanischen Cookie habt: dieses Rezept ist für euch!

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Gulab Jamun

Ich habe seit 2011 einen Account bei foodgawker. *Vor* Instagram war das die Quelle für visuelle Rezeptinspiration schlechthin, mittlerweile schaue ich dort fast gar nicht mehr vorbei und lade erst recht keine meiner Bilder mehr in die Datenbank. Ich glaube, ich bin damit nicht die Einzige – es scheint, als wäre dort weit weniger los als noch vor sechs oder sieben Jahren.

frittierte gulab jamun in einer glasschale, vogelperspektive

Kürzlich habe ich aber doch mal wieder einen Blick auf dieses Relikt der guten alten Foodblogzeiten geworfen und gleich ein Rezept entdeckt, das ich sehr faszinierend fand: Frittierte, in Sirup getränkte Teigkugeln, die fast ohne Mehl auskommen. Stattdessen bestehen sie hauptsächlich aus Milchpulver und Milch.

Tatsächlich ist das laut Rezept noch nicht einmal die „authentische“ Variante dieser Süßigkeit, die zum hinduistischen Diwalifest serviert wird. Dafür bräuchte man nämlich „Mawa“, fast bröselig eingekochte Milch. Ich hatte aber für die Rezepte aus dem momofuku-milkbar-Buch (bald mehr dazu) endlich mal eine große Dose Milchpulver da und versuchte mich deshalb an dieser vereinfachten Gulab Jamun-Version.

frittierte gulab jamun in einer glasschale, eines davon angeschnitten

Die frittierten Kugeln werden nach kurzem Abtropfen noch für mehrere Stunden in Kardamomsirup getränkt und sollte dabei ihre Größe fast verdoppeln. Das passierte bei meinen leider nicht (zu dunkel frittiert?) aber ich fand sie trotzdem sehr interessant – von außen lässt sich die poröse, sirupgetränkte Konsistenz gar nicht erkennen.

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