Schlagwort-Archive: mandeln

Honig-Mandel-Kekse

Ich verwende Kekse bzw. Cookies gerne als Glücksbringer, z. B. zu Neujahr (Schoko-Mandel-Marzipan) oder vor einer Abiturprüfung (Classic Chocolate Chip oder Studentenfutter-Hafer). Was läge da näher, als zum Einzug in eine neue WG wieder Kekse zu backen? Mangels großer Zutatenauswahl relativ simpel, aber doch so „kraftaufwendig“, dass meine liebe KitchenAid mal wieder zum Einsatz kommen darf. (Küchenmaschinenfreies Einzugsgebäck wären übrigens diese Zimtschnecken aus Rabat oder Apfel-Rosinen-Schnecken aus Wien).

Honig-Mandel-Kekse

Gewöhnt habe ich mich noch nicht ganz an meine neue Umgebung, aber mit etwas Süßem ist der Start nicht so schwierig. Außerdem kann man Mitbewohner mit Frischgebackenem eigentlich nicht verschrecken 😉

Honig-Mandel-Kekse weiterlesen

Schoko-Mandel-Cookies zu Neujahr

Neujahrsplätzchen finde ich mindestens so wichtig wie Geburtstagskuchen. Ohne ist Silvester einfach nicht so cool. Erstaunlicherweise habe ich bisher nur ein einziges Mal welche in der Zuckerbäckerei gepostet, nämlich diese Hefe-Glücksschweinchen. Auf dem eher seltsamen Foto findet sich auch der Ausstecher für die diesjährigen Marzipanschweinchen, die es sich auf superknusprigen Schoko-Mandel-Cookies gemütlich gemacht haben.

Schoko-Mandel-Kekse mit Marzipanschweinchen zu Neujahr 2016

Meine allerliebsten Leser_innen, ich hoffe ihr habt einen schönen Silvesterabend verbracht und ich wünsche euch einen guten Start ins Jahr 2016!

Schoko-Mandel-Cookies zu Neujahr weiterlesen

15: Quarkstollen

Dass ich selbst einen Stollen gebacken habe, ist schon lange her. Dank meinem Blogarchiv ist es sogar genau zu datieren – es war der Winter 2010. Der nächste Stollen von 2015 ist aber anders – mit Datteln, Cranberries und Rosinen, außerdem Cashews und Mandeln. Und in Ermangelung von Rum ein paar „Stamperl“ Martini. Klassisch ist aber der Quark-Hefeteig und die dicke Butter-Puderzucker-Schicht, die dieses weihnachtliche Gebäck nach ein paar Tagen noch besser macht.

Quarkstollen mit Rosinen, Datteln, Cranberries, Mandeln und Cashews

Übrigens enthielt der Stollenpost aus den Anfangstagen der Zuckerbäckerei neben dem Rezept nur ein paar wenige Zeilen – einen Flachwitz, über den ich mich bis heute kugelig amüsieren kann:

Treffen sich zwei Rosinen.
Fragt die eine: „Wieso hast du eigentlich einen Helm auf?“
Darauf die andere: „Ich muss gleich in den Stollen!“

15: Quarkstollen weiterlesen

14: Orangen-Mandel-Kuchen

Dieses Rezept stammt aus einem meiner Lieblingsbücher, dem Geschmacksthesaurus. Kochbuch will ich es nicht nennen, denn es ist viel mehr. Und außerdem habe ich bis auf diesen Kuchen noch nie ein Rezept daraus befolgt. Nikki Segnit, die Autorin, hat damit nämlich eine außerordentliche Sammlung an Geschmackskombinationen zusammengetragen, die nur hin und wieder mit konkreten Rezepten angereichert sind. Super zum Nachschlagen oder Einfach-so-Lesen!

Orangen-Mandel-Kuchen

Zur Kombination Orange-Mandel schreibt sie über diesen legendären Kuchen von Claudia Roden, einer britischen Kochbuch-Autorin:

Die Ausschöpfung sämtlicher Möglichkeiten der Frucht verleiht dem Kuchen seinen moschusartigen, würzigen Charakter, der an Orangenmarmelade erinnert […]. Die Mandeln liefern die feste Textur, durch die sich der Kuchen auf dem Dessertteller genauso wohl fühlt wie auf der Kuchenplatte zum Fünfuhrtee.

Und deshalb solltet ihr, meine allerliebsten Leser_innen, ganz schnell eine unbehandelte Orange finden, weichkochen, pürieren und diesen superleckeren Kuchen backen!

14: Orangen-Mandel-Kuchen weiterlesen

Bastilla

Lange schon hat es kein marokkanisches Rezept mehr hier gegeben, geschweige denn einen „Neues aus Marokko“-Post. Doch mein Freiwilligendienst in Rabat geht in rasanten Schritten auf sein Ende zu und mir geht langsam die Zeit aus, noch dieses oder jenes irgendwann anzuschauen/auszuprobieren/etc.

Dem Angebot eines Freundes aus Casablanca, einen Foodblogging-Nachmittag inklusive Schritt-für-Schritt-Bastilla-Zubereitung zu veranstalten, kam ich deshalb nach gut einem halben Jahr endlich nach. Neben Couscous und Tajine gehört Bastilla in ihren verschiedenen Variationen eindeutig zu den Nationalgerichten Marokkos. Traditionellerweise wird sie zu großen Festen wie Hochzeiten serviert, kleine 1-Portionen-Bastillas kann man aber auch in fast jeder Konditorei erstehen. Es gibt sie gefüllt mit Taubenfleisch (seeeehr teuer), Meeresfrüchten und, wie diese hier, mit Hühnchen, Honig, Mandeln und Zimt. Gesüßtes Fleisch klingt erstmal sehr seltsam, schmeckt aber doch ziemlich lecker. So lecker, das diese Art der Bastilla zu meinen liebsten landestypischen Spezialitäten zählt.

Ich konnte die Zubereitung aus Zeitmangel leider nicht von ganz vorne verfolgen, habe mir das Ganze aber trotzdem erklären lassen. Eine Geling-Garantie kann ich nicht geben, aber dieses Blog ist auch zu großen Teilen Gedächtnisstütze für mich selbst und in ein paar Monaten bin ich bestimmt froh, das alles soweit festgehalten zu haben. Also, auf geht’s, yalla, ntaibou bastilla!

bastillapost_5

Ein ganzes Hühnchen und ein Kilo Zwiebeln wird mit reichlich Petersilie und zwei Knoblauchzehen im Schnellkochtopf gegart. Gewürzt wird das Ganze mit 1 EL Ingwer, 1/2 TL Pfeffer, 1/2 TL Zimt, 1 EL Kurkuma, etwas Safran und Salz. Wenn das Hühnchen fertig ist, wird es herausgenommen und das Fleisch von den Knochen getrennt. Währenddessen wird die Soße im Schnellkochtopf reduziert. Später wird das Fleisch wieder dazugegeben. (Keine Schritt-für-Schritt-Fotos hierfür, da ich leider noch nicht dabei war).

bastillapost_6

Ein bisschen Puderzucker und Zimt kommt als Würze dazu.

bastillapost_2

Für die andere Hälfte der Füllung werden gut  500 g Mandeln gehäutet, getrocknet und goldig frittiert.

bastillapost_3

Dann kommt die Moulinette zum Einsatz: grobes Mandelpulver sollte reichen.

bastillapost_4

Das wiederum wird ebenfalls mit 1 EL Zimt und zwei EL Puderzucker vermischt.

bastillapost_7

Eine große Metallform wird gut gebuttert und überlappend mit fertig gekauften Bastilla-Blättern ausgelegt. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch mit Strudel- oder Filoteig klappt.

bastillapost_8

Nach weiterem Bestreichen mit Butter wird eine Handvoll Mandeln auf dem Teig verteilt. Gefolgt von der vorbereiteten Hühnchenfüllung, die gleichmäßig ausgebreitet wird.

bastillapost_9

Danach werden die Teigblätter vorsichtig über die Mitte zusammengefaltet. Dabei ist natürlich wieder reichlich Butter im Spiel. Bastilla ist wirklich kein kalorienarmes Gericht!

bastillapost_10

bastillapost_11

Ein letztes Bastillablatt wird daraufgelegt und die Ränder „unten“ versteckt. Bleiben noch Bastillablätter übrig, werden diese kleingeschnitten als Dekoration obenauf drapiert.

bastillapost_12

Nach 20-25 Minuten im mittelheißen Ofen ist die Bastilla (fast) fertig. Es folgen noch Honig, Mandeln und Zimt-Puderzucker als Garnitur, bis die Bastilla serviert werden kann. Lecker!

bastillapost_14

Falls ihr übrigens auf Instagram dieses Spiegelei gesehen habt – das war es vorher, im Hühnerstall auf dem Dach:

bastillapost_1

Ganz lieben Dank nochmals an Medy und seine Familie für diesen tollen Kochnachmittag/abend. Choukran bzaaaaaaf! 🙂

Corns de Gazelle – Backkurs in Essaouira

Für meinen Geburtstag (ja, der im letzten Oktober) haben sich meine Mitfreiwillgen ein besonderes Geschenk ausgedacht. Denn einer Foodbloggerin schenkt man doch am besten irgendetwas mit Essen, oder nicht? Letzten Montag, kaum ein halbes Jahr später, löste ich also endlich meinen Geburtstagsgutschein ein und absolvierte einen Corns de Gazelle – Backkurs in einer süßen Backstube direkt neben Essaouiras Sqala.

backkurs13_lq

Leider waren dafür aber nur zwei Stunden einberahmt, sodass der Grundteig schon fertig aus dem Kühlschrank kam. Für dessen Rezept kann ich also nicht garantieren, es ist nicht wie sämtliche anderen Rezepte der Zuckerbäckerei persönlich von mir getestet. Aber bei diesen klassisch marokkanischen Leckereien bleibt das Prinzip sowieso immer gleich, lediglich die Umsetzung variiert. Eine marzipanähnliche versteckt sich in allen Keksvariationen, dafür müssen aber erstmal Mandeln gepult werden.

backkurs01_lq

backkurs02_lq

Marzipanähnlich, in der Masse neben Zucker, Zitronenschale und Orangenblütenwasser auch ein Eigelb befindet.

backkurs03_lq

Für die „Verpackung“ wird erstmal Teig (in drei Farben!) durch die Nudelmaschine gedreht…

backkurs04_lq

… um anschließend mit allerlei Ausstechern und der schon vorbereiteten Mandelmasse zu zuckersüßen Teilchen zu werden.

backkurs08_lq

backkurslq

Leider war der Holzofen etwas zu heiß…

backkurs14_lq… und bevor die Kekse mit flüssigem Honig übergossen wurden, waren sie schon gut dunkel.

backkurs12_lqAber lecker waren sie trotzdem!

Corns de Gazelle – Backkurs in Essaouira weiterlesen

Orangen-Schoko-Törtchen

In letzter Zeit kann ich mich wirklich nicht entscheiden, ob ich dem Winter nachtrauern oder dem aufkommenden Sommer entgegenfiebern soll. Graues Wetter und fünf Kleidungsschichten übereinander kann ich nicht mehr sehen, doch klassische Winterleckereien wie cremige heiße Schokolade oder Bratäpfel aus dem Ofen, der die Küche gleich ein bisschen mitwärmt, finde ich immer noch ziemlich lecker. Und die Kombination dunkle Schokolade/Orange ist für mich eben auch eine dieser Winterangelegenheiten, über die ich noch nicht ganz hinweg bin. Deshalb habe ich diese Törtchen kürzlich für den Geburtstag einer Freundin gebacken. Und obwohl sie mehr als vierundzwanzig Stunden nach dem Backen serviert wurden (der Weg nach Essaouira ist doch ziemlich weit!), waren sie dank der Orangensirupfüllung noch wahnsinnig saftig.

Orangen-Schoko-Törtchen

Übrigens, wenn ihr lieber ein frühlingshaftes Rezept haben wollt, schaut nächste Woche wieder in der Zuckerbäckerei vorbei, ich hab da schonmal was vorbereitet… 😉 Orangen-Schoko-Törtchen weiterlesen

9: Bratäpfel

Bratäpfel gehören für mich zur kalten Jahreszeit wie der Holzofen, in dem sie meine Mama normalerweise immer backt. Jetzt bin ich nur leider weit weg von meiner Mama und unserem Holzofen und musste deshalb selber ran.

Ausnahmsweise habe ich mich voll und ganz ans „Rezept“ aus meinem Gedächtnis gehalten und schlicht und ergreifend Äpfel gefüllt mit karamellisierten Mandeln und Orangen, ganz ohne fancy Änderungen zubereitet. Ganz genauso wie es Mama immer macht, denn die kocht bekanntlich am Besten und darf das, weil ich genau weiß, dass sie das liest, als großes Lob empfinden 😉

bratäpfel_1

Zuerst werden Äpfel gewaschen, der „Deckel“ abgeschnitten und das Kernhaus ausgehölt. Damit sie nicht braun werden, kommt sogleich noch ein bisschen Zitronensaft darauf.

bratäpfel_2

Gemahlene Mandeln werden mit Butter und braunem Zucker karamellisiert und die Äpfel damit gefüllt. Orangensaft und gehobelte Mandeln darüber…

bratäpfel_3… und Deckel wieder drauf. Dann ab in den (Holz-)Ofen.

bratäpfel_5

Nach kurzem Abkühlen dann noch warm serviert…

bratäpfel_6… halbiert und dann voll und ganz verputzt.

9: Bratäpfel weiterlesen

Mandel-Krokant-Muffins

[ Dieser Post liegt nun seit Juli als Entwurf bei mir herum und ich weiß wirklich nicht, warum ich euch diese Muffins mit superleckerem Mandel-Krokant ganze drei Monate lang vorenthalten habe. Es war eines der letzten Rezepte, das ich noch „daheim“ gebacken, fotografiert und getippt habe. ]

Aus Langeweile blätterte ich kürzlich wieder in einem meiner vielen Kochbücher und stieß auf Erdnuss-Krokant-Muffins. Allerdings hatte ich weder Erdnüsse noch Erdnussbutter für eine spontane Backaktion zur Hand und so entschied ich mich für Mandeln als Ersatz. Vom ursprünglichen Rezept blieb am Ende nichts mehr außer der Idee, obenauf „Nuss“-Krokant zu tun. Doch die Kreation aus Mandelmuffins (in Anlehnung an dieses Rezept), Zartbitterganache und selbstgemachtem Mandelkrokant ist nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich ziemlich gut.

mandel-krokant-cupcakes

Mandel-Krokant-Muffins weiterlesen

Abiturkekse Pt. I: Studentenfutter-Haferkekse

Morgen ist meine erste schriftliche Abiturprüfung. Deshalb habe ich Kekse gebacken. Denn ohne anständige Verpflegung ist es gänzlich unmöglich während der 315 Minuten Deutschabitur konzentriert zu bleiben. Dank unzähliger Epochen, Stilmittel und Werkszusammenfassungen schwirrt mir ohnehin jetzt schon der Kopf, da ist Teigkneten eine gute Abwechslung.

Und weil ich sowieso keine Prüfung ablege, ohne dass ich mir vorher etwas dafür gebacken hätte, habe ich mir gedacht, ich mache einfach eine Rezeptserie daraus! Zu jeder Abiturprüfung ein Zuckerl: wahlweise Snack, War-doch-gar-nicht-so-schlimm-wie-gedacht-Kuchen oder wenns ganz schrecklich wird Wenigstens-hab-ichs-jetzt-hinter-mir-Cupcakes. Eigentlich begann die Serie schon letzte Woche mit diesen Scones, jetzt gehts also mit Studentenfutter-Haferkeksen weiter. Das Studentenfutter hier ist weit gefasst, ich habe einfach das genommen, was die Küche hergab: Walnüsse, Pistazien, Korinthen, Cranberries und Aprikosen.

studentenfutter-haferkekse1

Allen anderen bayerischen Zwölftklässlern wünsche ich für morgen ebenso leckere Kekse und natürlich viel Erfolg!

Abiturkekse Pt. I: Studentenfutter-Haferkekse weiterlesen