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(Urgroß-)Tante Ruths Geburtstagskuchen alias Regenbogenkuchen reloaded

Danke an Georg fürs Fotografieren ;)

Diese Torte ist mein Beitrag zur Party anlässlich des 80. Geburtstag von meiner (Urgroß-)Tante Ruth. Ich habe sie grundsätzlich nach dem Regenbogenkuchenrezept gebacken, jedoch nur in Rottönen, mit Rosendekoration und etwas „abgespeckt“. Die Torte ist immer noch ziemlich süß und vor allem mächtig, ich konnte gerade einmal ein kleines Stückchen essen. Lecker und super anzuschauen war sie aber!


nach einem Rezept von Whisk Kid
Zutaten
Böden (am besten am Vortag backen)
450 g Mehl
3 TL Backpulver
Salz
250 g Butter, Raumtemperatur (!)
380 g Zucker
1 1/2 Vanilleschoten
5 Eiweiß, Raumtemperatur (!)
355 ml Milch, Raumtemperatur (!)
hochwertige rote Lebensmittelfarbe (am besten Pulver oder Gel, die „Schwartau Speisefarben“ färben viel zu wenig)
Frosting
250 g Butter, Raumtemperatur (!)
75 g Puderzucker
1/2 Vanilleschote
500 g Frischkäse
evtl. 1 TL Rosenwasser
Verzierung
Fondant
rote Lebensmittelfarbe
Rosenwasser
(oder fertige Zuckerrosen)
roter Zucker


für eine Torte (5 Böden) mit 22 cm Durchmesser

Mehl, Backpulver und Salz mischen.

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und eine Springform fetten und mit Mehl ausstäuben.

Das Mark aus den Vanilleschoten kratzen. In einer sehr großen Rührschüssel Butter mit Zucker und Vanillemark verrühren. Mindestens 7 Minuten weiterrühren, dann bei geringer Rührgeschwindigkeit das Eiweiß zugeben.

Erst jeweils die Hälfte der Mehlmischung und der Milch zugeben und einrühren, dann den Rest ebenfalls einrühren.

Den Teig in fünf gleich große Portionen teilen, die Erste davon gleich in die Form füllen und für 15 Minuten backen.

Die restlichen vier Teigportionen mit immer mehr roter Lebensmittelfarbe einfärben, sodass eine hellrosa, die nächste rosa, die nächste hellrot und die letzte kräftig rot ist.

Wenn der erste Boden fertig ist, diesen aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Die nächste Teigportion einfüllen und wieder 15 Minuten backen, dann aus der Form nehmen und abkühlen lassen. Mit den restlichen Teigportionen ebenso verfahren.

(Am nächsten Tag) Das Frosting zubereiten: Das Mark aus der Vanilleschote kratzen. Butter, Puderzucker und Vanillemark aufschlagen (mindestens 10 Minuten). Den Frischkäse zugeben und einrühren.

Den weißen Boden auf eine (vorrübergehende) Tortenplatte setzen und so viel Frosting darauf verteilen, dass eine etwa 0,4 cm dicke Schicht entsteht. Den nächstdunkleren Boden daraufsetzen und wieder Frosting darauf verteilen. So weiter machen, bis alle Böden aufeinandergeschichtet sind.

Die gesamte Torte außen dünn mit Frosting bestreichen, dann für mindestens eine Stunde kühlstellen. Das restliche Frosting ebenfalls kühlstellen.

Währenddessen den Fondant mit der roten Lebensmittelfarbe und dem Rosenwasser verkneten. Kleine Rosen formen und diese trocknen lassen.

Aus Papier eine Schablone für die Zahl/den Schriftzug/ etc. herstellen. Dabei unbedingt darauf achten, einen Bleistift zu verwenden, weil sonst das Frosting farbig werden könnte.

Die Torte und das Frosting aus dem Kühlschrank nehmen. Das restliche Frosting (oder auch etwas weniger) mit einer Winkelpalette so auf der Torte verteilen, dass nichts mehr davon durchblitzt und ein komplett weißer Kuchen entsteht. Die Torte vorsichtig auf die endgültige Tortenplatte setzen.

Die Schablone vorsichtig auf die Torte legen und mit rotem Zucker bestreuen. Dann die Schablone sehr vorsichtig wieder entfernen und die Fondantrosen auf die Torte setzen.

Kühl lagern und bald verzehren.

Kaffeebaiser

Dieses Rezept ist eigentlich das falscheste (kann man falsch überhaupt steigern??) was man bei dieser Hitze backen kann, denn durch die offene Ofentüre verwandelt sich die Küche selbst in einen Backofen. Nachdem man die Baisers aber gut unbeaufsichtigt lassen kann, solange man nach spätestens 2 Stunden doch kurz nachsieht, ob sie schon zerbröselt sind, sind diese leckeren „Übriges-Eiweiß-Verwerter“ doch machbar und man kann nebenbei wahlweise etwas Bräune (bzw. einen Sonnenbrand) gewinnen, oder sich, so wie ich, im Kühlen verstecken und warten bis die Hitzewelle abklingt…

Zutaten
1 Eiweiß
30 g Zucker
25 g Puderzucker
1 TL Speisestärke
1 TL Kaffeepulver
+ 1 EL Kaffeepulver zum Bestäuben

für etwa Stück

Den Ofen auf 100° C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Das Eiweiß in einer fettfreien Schüssel schaumig schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen.
Den Puderzucker darübersieben und die Masse sehr steif schlagen. Zum Schluss vorsichtig Speisestärke und Kaffeepulver unterheben.

Die Masse entweder in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und kleine Tupfen auf das Backblech spritzen oder einfach mit einem Löffel „Kleckse“ auf dem Backblech platzieren.

Das übrige Kaffeepulver in ein kleines Teesieb geben und die Baisers damit bestäuben.

Die Baisers 2- 3 Stunden bei leicht geöffneter Ofentüre trocknen.

"Internationale" Plätzerl

Bayern – Taiwan – USA

Das sind die Plätzerl zum „internationalen“ Weihafeia vom letzten Wochenende – ich hoffe, dass sie vor allem John aus Taiwan und Catie aus den USA geschmeckt haben ;)


Zutaten
Plätzerl
330 g Mehl
160 g Butter, in kleinen Stückchen
1 Ei
2 Eigelb
60 g Zucker
Vanillezucker
Verzierung
2 Eiweiß
2 EL Zuckersirup
Zitronensäure
50 g Puderzucker
50 g Puderzucker
blaue und rote Lebensmittelfarbe

für etwa 50 Stück (ca. 3×5 cm)

1 Alle Zutaten für die Plätzerl in eine große Rührschüssel geben und mit den Händen zu einer Teigkugel kneten. Diese für mindestens 20 Minuten kühlstellen.
2 Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
3 Die Arbeitsfläche und das Nudelholz mit Mehl bestäuben und den Teig auf 3-4 mm Dicke ausrollen. Mithilfe eines Ausstechers (oder irgendeinem anderen Rechteckigen, zum Teig Ausstechen geeigneten Gegenstand, im Notfall mit einer Kartonschablone und einem Messer) die Plätzerl ausstechen und mit 2 cm Abstand auf den Backblechen platzieren.
4 Die Plätzerl jedes Blechs für 8-10 Minuten auf mittlerer Schiene goldgelb backen. Dabei jeweils nur ein Blech backen, dieses evtl. nach der Hälfte der Backzeit umdrehen, damit die Plätzerl gleichmäßig bräunen.
5 Vollständig abkühlen lassen. Währenddessen die Eiweiße in einer hohen, fettfreien Schüssel schaumig schlagen, den Zuckersirup, die Zitronensäure und die ersten 50 g Puderzucker zugeben und steif schlagen.
6 Zwei Drittel dieser Masse auf zwei kleine Schüsseln aufteilen und eine davon rot, die zweite blau einfärben.
7 Das übrige Drittel mit den restlichen 50 g Puderzucker verrühren, dann diese festere Masse auf drei kleine Schüsseln aufteilen und eine davon rot, eine zweite blau einfärben – die letzte bleibt weiß.
8 Die Massen jeweils in einen Spritzbeutel mit 2 mm – Lochtülle, Spritzflaschen, -tuben, etc. füllen (Gefrierbeutel mit abgeschnittenen Ecken sind keinesfalls zu empfehlen):
Für die Bayern-Plätzerl mit der festeren, blauen Masse Rauten aufmalen. Diese mit flüssiger blauer und weißer Glasur füllen.
Für die Taiwan-Plätzerl mit der festeren blauen Masse links oben ein Rechteck malen, die Flagge außenherum mit festerer roter Masse umranden. Das Blaue „Kästchen“ mit blauer Glasur, das rote „Kästchen“ mit roter Glasur füllen. Auf das blaue Rechteck noch einen Tropfen weiße Glasur geben und mit einem Zahnstocher zu einem Stern ziehen.
Für die USA-Plätzerl mit der festeren blauen Masse links oben ein Rechteck malen, die restliche Fläche rot-weiß „streifen“. Das blaue Rechteck mit blauer Glasur füllen und kleine weiße Punkte aufmalen.
9 Vollständig trocknen lassen. Danach sind die Plätzerl stapelbar (außer bei zu großer Hitze).