Archiv der Kategorie: Tartes

Vegane Rhabarber-Tarte

Praktischerweise fiel mein Heimaturlaub genau in die Rhabarber-Erntezeit. Ausgestattet mit Küchenmesser und Kamera radelte ich deshalb schnellstmöglich zu meiner Oma, um großzügig Rhabarber mit nach Hause nehmen zu können.

Rhabarber-Ernte

Rhabarber-Ernte

Rhabarber-Ernte

Auf besonderen Wunsch wollte ich zumindest einen veganen Kuchen daraus backen, deshalb wandelte ich dieses Rezept von Linda Lomelino (entdeckt auf Instagram, wo auch sonst) ein kleines bisschen ab.

Ich hatte Angst, dass mir die Tarte, die ja ohne Form gebacken wird, wegen der Margarine zu sehr auseinander laufen würde. Das passierte glücklicherweise nicht, wahrscheinlich auch, weil ich den Teig recht lange kühlstellte.

vegane Rhabarber-Tarte

vegane Rhabarber-Tarte

Ein zweites Problem für eine vegane Version des Rezepts war das Ei, dank dem die Mandelsplitter kleben bleiben und die Ränder der Tarte beim Backen schön goldbraun werden sollten. Natürlich half auch hier das Internet weiter und ich lernte die gefühlt tausendste Zutaten-Kombination kennen, die ein Ei für einen ganz spezifischen Einsatzbereich ersetzen konnte. Getreidemilch und Agavensirup (zwei Dinge, die der ausgeprägten Vorratshaltung meiner Familie zu verdanken sind) erfüllten tatsächlich ihren Zweck!

vegane Rhabarber-Tarte vegane Rhabarber-Tarte

Und bevor ich das alles jetzt gleich wieder vergesse (s. vegane Schokocookies), verblogge ich es lieber gleich. Es folgt das erste (und dafür auch super einfache!) Rezept seit drei Monaten:

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Pumpkin Pie – oder Tarte?

Dieses Rezept ist eines der aufwändigsten, das ich seit langem gemacht habe. Aber dafür habe ich auch gleich zwei Tartes bekommen!

Tarte deshalb, weil die Füllung doch recht flach ist und den Titel Pie deshalb eigentlich nicht verdient. Eigentlich sollte auch doppelt so viel Füllung in den super Pie-Boden von Bravetart (auch für Pfirsich-Heidelbeer-Pie schon erfolgreich verwendet) kommen, aber meine Form ist nicht hoch genug…

Pumpkinpie

Gut, dass das Teigrezept ohnehin für zwei Pies (bzw. einen gedeckten Pie) ausgelegt ist – ich habe die Hälfte von Füllung und Teig einfach für ein paar Tage eingefroren.

Überhaupt bin ich in den letzten Monaten eine starke Verfechterin des Einfrierens geworden. Wie cool ist es, spätabends etwas aus dem Gefierfach zu ziehen (Chocolate Chip Cookies z.B. – schon wieder ein Bravetart-Rezept!) und ein paar Minuten später frisches Gebäck knabbern zu können? Ganz ohne Geschirr dreckig zu machen oder die Küche zu putzen?

Naja, zumindest bei diesem Rezept braucht es auch trotz vorgefertigten Komponenten etwas Zeit. Der Pie-Boden will nämlich ersteinmal blindgebacken werden, z.B. mithilfe von getrockneten Linsen:

Pumpkinpie

Nach einer guten halben Stunde im Ofen ist der Pie dann bereit zum Füllen:

Pumpkinpie

Leider nicht auf den Fotos: Der Weg zur Füllung. Dafür muss nämlich erstmal ein Butternusskürbis geröstet und püriert werden und Kondensmilch eingekocht werden. Letzteres geht zwar auch aus dem Supermarkt, aber anders als in den USA ist Kürbis-Püree in Dosen nicht standardmäßig in österreichischen Sortimenten. Da kann man ja gleich alles selber machen 😉 !

Pumpkinpie

Außer Kürbis und Kondensmilch sind übrigens auch noch viele Gewürze und, für die Stabilität, ein paar Eier in der Füllung.

Pumpkinpie

Nach einer weiteren halben Stunde im Ofen ist auch die Füllung durchgebacken (im besten Fall ohne annähernde Verbrennungserscheinungen). Anschneiden darf man die wunderbar duftende Tarte aber erst nach dem vollständigen auskühlen, nicht dass sonst noch die Hälfte davonläuft!

Pumpkinpie

Nach gefühlten Ewigkeiten in der Küche konnte ich dann endlich diesen amerikanischen Thanksgivingklassiker probieren. Damit habe ich wieder etwas aus der Liste der „berühmten“ Süßigkeiten abgehakt, das ich selbergemacht habe, bevor ich es irgendwoanders jemals probieren konnne (siehe auch: Oreos, Reese’s Cups und vielleicht auch Punschkrapferl).

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Schoko-Rosmarin-Shortbread-Tarte

Das hier ist eines der wenigen Rezepte, das ich innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal gemacht habe. Ich hatte es schon sehr lange auf meiner noch-zu-backen-Liste, mangels Rosmarin aber niemals umgesetzt.

Mit der Wohnungseinweihungsparty einer Freundin war aber letztlich endlich eine Gelegenheit gekommen, eine ganze Tarte zu backen, doch leider war es dann schon wieder dunkel und ein Foto nicht mehr drin.

Eine Woche später fand dann ein Uni-Sommerfest statt, für dessen Buffet ich ohnehin etwas beisteuern wollte. Weil diese Tarte beim ersten Versuch so gut schmeckte und super ankam, machte ich sie einfach nochmal -Rosmarin hatte ich eh noch übrig und bald viel mir auch kein Verwendungszweck mehr dafür ein.

Leider kam ich auch hier wieder ziemlich unter Zeitdruck, nicht nur wegen der einbrechenden Dunkelheit. Deshalb gibt es nur Fotos von der Tarte als Ganzes – im Rezeptteil unten immerhin noch die Fotos des ersten Versuchs aus der Instagram-Story.

Schoko-Rosmarin-Shortbread-Tarte

Also: Falls ihr einen unkomplizierten, aber raffinierten Kuchen braucht, macht unbedingt diese Schoko-Rosmarin-Shortbread-Tarte, sie gehört zu meinen neuen Lieblingen! Falls ihr mehr nach der Saison gehen wollt, empfehle ich euch die Frangipane-Tarte mit Kardamom und pochierten Marillen vom letzten Sommer.

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Zimtschnecken-Apfeltarte

Schon wieder eine Apfeltarte! Eine ganz andere als die letzte allerdings. Geschmacklich ist das Ganze ein solider Apfelkuchen ohne Schnickschnack. Das Aussehen ist hier ausschlaggebend – passenderweise habe ich das Rezept, an das ich mich hier anlehne, auf Instagram gefunden.

Zimtschnecken-Apfeltarte

Zimtschnecken-Apfeltarte

Schnell umgesetzt ist diese Tarte leider nicht, muss doch erst Teig geknetet, gekühlt, ausgerollt, gekühlt, geschnitten und drapiert werden. Aber für so einen schönen Kuchen stelle ich mich schonmal gerne länger in die Küche.

Zimtschnecken-Apfeltarte

Die coolen Geschirrtücher habe ich übrigens zum Geburtstag bekommen – nochmal ein Dankeschön an Maria! 🙂

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Apfeltarte mit Rosinen und Walnüssen und Gewürz-Eis

Viel zu lange schon habe ich jetzt nichts mehr gebacken, aber wenigstens für meinen Geburtstag musste ein richtig toller Kuchen her. Inspiration war mir der Herbst – weshalb jetzt Äpfel und Walnüsse (und Bourbon-Rosinen!) Hauptrollen spielen. Den Sommer will ich aber noch nicht ganz hergeben und ein Geburtstagskuchen braucht unbedingt ein Wow-Element, deshalb ist auch noch Eis dabei. Das erhält seinen Geschmack von einer Zimtstange, Nelken, Kardamom und selbstgemachtem Vanillezucker, harmoniert also richtig gut mit den Äpfeln auf der Tarte.

Apfeltarte mit Rosinen und Walnüssen und Gewürz-Eis

Apfeltarte mit Rosinen und Walnüssen und Gewürz-Eis

Das Eis machte ich gestern mitten in der Nacht, damit ich zum Frühstück Kuchen mit Eis essen konnte. Nur meine Müdigkeit (vielleicht auch der rote Sturm, den ich vorher getrunken hatte?) ließ mich unaufmerksam werden, sodass mir die Milch überkochte. Gefühlt die ganze Küche war dann von der klebrigen Mischung überzogen. Gut dass ich großzügige Vorräte horte und nach einer Putzaktion nochmal von vorne beginnen konnte…

Apfeltarte mit Rosinen und Walnüssen und Gewürz-Eis

Apfeltarte mit Rosinen und Walnüssen und Gewürz-Eis

Übrigens fällt dieser Kuchen unter meinen Geburtstagskuchen ziemlich aus der Reihe, denn eine Tarte gabs noch nie: Geburtstagsbrownies zum 15., zum 16. nicht dokumentiert (vermutlich Best Cocoa Brownies), Cranberry-Walnuss-Kuchen zum 17. (und gleichzeitig 3. Bloggeburtstag), Guinness-Brownies zum 18., Schoko-Bananen-Kuchen mit Streuseln zum 19. und Basilikum-Zitronen-Cupcakes zum 20.

Und jetzt fühl ich mich alt. So viele gebloggte Geburtstagskuchen!

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Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen

Diese Tarte habe ich einmal wieder recht umständlich getauft. Aber ich kann einfach keine der einzelnen Komponenten im Titel weglassen, denn sie sind alle so furchtbar lecker.

Leider habe ich kein Foto, auf dem man die Schichten im Querschnitt sieht, da ich sie (natürlich im Ganzen) als Gastgeschenk mitbrachte. Die Basis der Tarte bildet der süße Knetteig aus Michel Roux Ofenfrisch. Darauf kommen dann geröstete Mandeln in Form von Frangipane und ein Kardamom-Pudding aus Niki Segnits Geschmacksthesaurus. Die dekorative oberste Lage besteht aus pochierten Vanille-Marillen und Mandelblättchen.

Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen

Die ganze Arbeit und Zeit, die dieses Rezept erfordert, lohnt sich meiner Meinung nach wirklich – die Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen gehört zu meinen liebsten des bisherigen Jahres.

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Pfirsich-Heidelbeer-Pie

Pünktlich zum vierten Juli waren meine Feeds auf Facebook, Instagram und im RSS-Reader wieder voller US-Foodblogs mit dem amerikanischen Dessert schlechthin: Dem Pie.

Mit ihren unterschiedlichen Obstfüllungen und vor allem tollen Designs sahen sie alle ganz beeindruckend aus, aber hängen geblieben bin ich erst bei diesem Artikel auf Serious Eats. Stella Parks aka BraveTart schreibt dort regelmäßig sehr ausführlich und mit vielen (wissenschaftlichen) Hintergrundinfos über Rezeptklassiker und Backtechniken. Ihr Rezept für „Beautiful, Flaky Pie Crust the Old-Fashioned Way“ ließ meinen Pfirsich-Heidelbeer-Pie zu einem vollen Erfolg werden.

Pfirsich-Heidelbeer-Pie

Vorteilhaft bei der Zubereitung wäre aber eine kühle Küche – mein Teig wurde beim Ausrollen viel zu schnell wieder weich, weil die Sommerhitze kombiniert mit dem Ofen auch die Arbeitsflächen warm werden ließ. Das Gitter obenauf geriet deshalb ein bisschen schief, aber ein perfekter Pie wäre ja zum allerersten Versuch ein bisschen zu schön gewesen.

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Rhabarber-Frangipane-Tarte

Frangipane… Dieses Wort im Titel lässt die simple Blätterteigtarte gleich viel nobler klingen. Allerdings ist die so benannte Füllung aus gerösteten Mandeln auch das, was dieses Rezept so besonders lecker macht. Das Obst, das obenauf kommt, habe ich schon mehrmals variiert: Ganz am Anfang mit Zwetschgen, aber auch mit Griacherln und Äpfeln (nicht im Blog).

Die Bloggerin hinter dem Originalrezept, Jeanny von Zucker, Zimt & Liebe veröffentlichte kürzlich eine Version mit Kirschen – ihr seht, es ist fast alles möglich, Hauptsache die Früchte sind nicht zu süß.

Rhabarber-Frangipane-Tarte

Weil ich bei einem Besuch in meiner Heimatstadt vor kurzem noch den letzten Rhabarber aus Omas Garten (kein Vergleich zu dem aus dem Supermarkt! 😉 ) – zugesteckt bekommen habe, gibt es diese tolle Tarte also auch mit „Gemüse“. Falls ihr auch noch in diesen Genuss kommen wollt, müsst ihr aber schnell sein, die Saison neigt sich dem Ende.

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12: Kaki-Zimt-Tartelettes

Kakis sind Früchte, die ich nur vom Hörensagen kenne. Natürlich habe ich sie schon in Supermarktauslagen oder an Marktständen gesehen, noch nie aber probiert. Praktischerweise fand ich gut zwei Kilo davon in unserer WG-Küche, geradezu darauf wartend, dass ich etwas daraus backe. Ich erträumte mir also kleine Tartelettes mit Puddingfüllung, viel Zimt (der taucht ja ohnehin fast täglich im Adventskalender auf) und – einer Kaki.

Kaki-Zimt-Tartelettes

Das Ziel, möglichst viele weiterzuverarbeiten, ist mit diesem Rezept gescheitert. Aber ich kann mir ja nochmal etwas ausdenken….

Kaki-Zimt-Tartelettes

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Panna Cotta Tarte – Gastpost von Das Leben ist süß

Meine erste Marokkovertretung ist in dieser Woche Ineke von Das Leben ist süß. In ihrem Blog finden sich nicht nur süße Rezepte, auch Herzhaftes und Reiseberichte – alles gespickt mit wunderschönen Fotos. Schaut doch mal bei ihr vorbei! – Jana

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Ich habe das Glück, nur einmal über die Straße schlagen zu müssen und schon stehe ich mitten auf dem Marktplatz. Ich finde Märkte sind etwas Herrliches. Überall frisches Gemüse und Obst, der Duft von Kaffee und frischen Blumen, wuselnde Kinder und schwatzende Großmütter und wenn man ein bisschen später kommt das Rufen der Marktschreier, die versuchen die restliche Ananas für 2 Euro loszuwerden.

Jetzt im Sommer ist es besonders schön. Wenn ich das ganze Sommerobst sehe muss ich mich schon arg beherrschen um nicht den ganzen Markt leerzukaufen. Blaubeeren, Himbeeren, Erdbeeren und Pfirsiche werden von Woche zu Woche günstiger und schmackhafter. Das muss man natürlich ausnutzen und so konnte ich nicht an meinem Lieblingsstand vorbeigehen ohne zwei Schalen Himbeeren mitzunehmen. Das Rezept für diese Panna Cotta Tarte schwirrt nämlich seit einiger Zeit in meinem Kopf herum und mit frischen Himbeeren stellte ich mir das ganz besonders lecker vor.

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Vor einiger Zeit habe ich mir endlich eine quadratische Tarte Form gekauft und seitdem hin und her überlegt, was man damit tolles zaubern kann. Da die sommerlichen Temperaturen meistens nicht unbedingt den Wunsch in einem wecken auch noch den Ofen anzuschmeißen war mir klar, dass es etwas Kaltes sein muss. Ein Tarte Boden ist ja fix gemacht aber mit was soll der Gefüllt werden? Mascarpone-Quark-Creme oder ähnliches klingt schon verlockend aber als ich über das Rezept einer Panna Cotta Tarte gestolpert bin war ich begeistert. Die Idee ist einfach genial. Ich kann das ursprüngliche Rezept sehr empfehlen und die Kombination mit Rhabarber ist super. Aber ich konnte es doch nicht lassen, es ein bisschen abzuwandeln. Dazu bin ich einfach ein zu großer Fan von meinem Lieblings-Panna-Cotta und das musste natürlich auch diesmal benutzt werden. Die Mengen dieses Rezept passen auf eine quadratische Backform. Ein bisschen Panna Cotta bleibt über, das kann man gut in ein Glas geben und später so essen. Falls man eine Runde Tarte Form benutzt müssen die Mengenangaben eventuell etwas angepasst werden.

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