Archiv der Kategorie: Rezept

Maple Walnut Chopped Chocolate Cookies

Wenn ich einen ganzen Tag lang lohn- oder uni-arbeitend auf einen Bildschirm gestarrt habe, werde sogar ich Internetbewohnerin manchmal etwas unrund.

Meine liebste Strategie gegen viereckige Augen und Konzentrationsprobleme: Irgendetwas cooles backen. Cookies hatte ich mir eh schon länger mal wieder vorgenommen, der Plan war eigentlich nochmal Bravetart’s Chocolate Chip Cookies zu machen. Ich hatte aber wenig Lust, 24 Stunden auf meine Kekse zu warten und blätterte deshalb durch ihr Buch.

Dieses Rezept ergibt wirklich eine ganze Menge Cookies

Darin gibt es ein ganz ähnliches Cookie-Rezept, das mit weniger Ei auskommt, aber dafür auch auf die Teigruhe verzichtet. Außerdem schlägt sie eine ganze Seite an Variationsmöglichkeiten vor – u. a. mit Walnüssen und Ahornsirup.

Ich habe immer noch einen 5kg-Sack mit Walnüssen aus dem letzten Sommer herumstehen und von unseren Nachbarn vor ein paar Tagen ähnlich viele bekommen, sodass mir das Rezept ganz gelegen kam. Letzlich dauerte das Nüsseknacken länger als die restliche Zubereitungszeit, aber was solls – es hielt mich ja auch vom Bildschirm weg!

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Schoko-Bananen-Muffins mit Kakaonibs und Weißer Schokolade

Als ich kürzlich in meinen Feedreader schaute, war ich schockiert: Nur etwas mehr als 400 unglesene Artikel! Das konnte nicht damit zu tun haben, dass ich schon alles weggelesen hatte, denn das hatte ich schon zu lange nicht mehr getan.

Ich befürchte fast, dass RSS-Feeds langsam uncool werden und beim Relaunch einfach übergangen werden, vor allem im Food-/Lifestyle-Bereich. Ich habe zwar auch unzählige „Feed-Leichen“ in meinem Reader, d.h. Blogs, deren letzter Post vor teilweise fünf Jahren erschienen ist (abonniert hatte ich sie vermutlich schon fünf Jahre länger), doch es scheint mir einen klaren Pivot zu Newslettern, oder hipper formuliert, Mailing Lists zu geben.

Muffins von der Seite
Weiße Schokolade und Kakaonibs

Ich weigerte mich lange Newsletter zu abonnieren, denn wofür gab es denn RSS-Feeds? Mittlerweile habe ich kapituliert und eine extra E-Mail-Adresse nur für diesen Zweck eingerichtet. Und dort trudeln tatsächlich täglich interessante Mails mit vielen Links ein – leider allesamt mit blödem Trackingzeug und verschleierter URL, ein klarer Nachteil gegenüber Blogs. Und Rezept-Newsletter sind sehr viel depperter als Rezept-Blogs – irgendetwas wiederzufinden ist nämlich ziemlich schwierig…

Vielleicht schreibe ich ja mal eine Über den Tellerrand-Newsletter-Liste, hier wollte ich ja eigentlich von diesen Muffins erzählen. Die entdeckte ich nämlich tatsächlich in meinem Feedreader. Und ich war motiviert genug, dass ich sie nur zwei Stunden aus dem WG-Ofen zog.

Aufgebrochener Muffin
Frisch aus dem Ofen ist die weiße Schokolade im Teig noch flüssig!

Dank weniger Zucker als im amerikanischen Originalrezept, einem Teil Vollkornmehl und leicht bitteren Kakaonibs sind sie gar nicht so süß. Ich fand sie als zweites Frühstück in der Arbeit super!

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Mini-Zwetschgenkuchen mit Mohn und Mandeln

Diesen Kuchen habe ich vor ein paar Wochen gebacken, als ich noch im Sommerkleid am Zwetschgenbaum (#amland, wo sonst) herumkraxeln konnte und so die frischesten und reifesten Früchte überhaupt zur Verfügung hatte. Jetzt müsste ich schon mit Mantel, Schal und Mütze zum Supermarkt gehen, aber ich finde Germknödel-Wetter ist trotzdem noch nicht. Und deshalb verblogge ich dieses super Mohn-Zwetschgen-Rezept noch, damit auch ihr die Chance auf leckeren Spätherbstkuchen habt, bevor es Winter wird.

Alles lila hier!
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Snickerdoodles

Es herbstelt. Also gibt es hier Herbstcookies!

Und zwar Snickerdoodles aus Stella Parks großartigem Buch Bravetart. Das besondere daran: Sie werden in einer Mischung aus handelsüblichem gemahlenen Zimt und frisch geriebenen Zimtstangen gewälzt.

Letztere sind erstaunlich scharf, sie erinnern beim Draufbeißen fast an Pfeffer und gleichen die unglaubliche Zuckermenge im Rezept aus. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob meine Reibe zu schlecht ist (sehr realistisch, ich habe keine Microplane, sondern nur so ein kleines 2€-Mini-Reiberl), ich die falsche Zimtstangensorte verwendet habe, oder es einfach grundsätzlich enorm mühsam ist, ganzen Zimt zu reiben, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Der Zimtduft beim Backen hüllt schnell die ganze Wohnung ein und einmal aus dem Ofen sind die Snickerdoodles schnell weg, sie schmecken einfach zu gut!

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Pfirsich-Quark-Tarte

Als die ersten Marillen in den Geschäften auftauchten, träumte ich von einer Tarte mit cremig-frischer Joghurt-Quark-Füllung (Topfen, ja eh) und in Vanille pochierten Marillen. Genau so eine Tarte machte ich dann auch, doch ich war nicht ganz zufrieden, weshalb ich innerhalb weniger Tage einen zweiten Versuch startete.

angeschnittene tarte und stück tarte in der vogelperspektive

Das hing nicht unbedingt mit meiner plötzlich gesteigerten Motivation zusammen, in kurzen Abständen das Gleiche zu Backen (was ich insgeheim schrecklich finde), sondern mit den gerade reif gewordenen Pfirsichen meines eigenen kleinen Bäumchens. Das hatte ich vor fünf Jahren (!?) zum Abitur geschenkt bekommen und im Garten meiner Familie eingepflanzt.

die angeschnittene tarte, daneben das stück auf einem teller

Diesen Sommer trug er so viele Früchte, dass er Stützhölzer brauchte, um an der Last nicht zu zerbrechen. Die Pfirsichsorte ist allerdings etwas komisch, entweder steinhart oder schon matschig. Die Marmelade, die ich daraus gemacht habe, ist wunderbar, auch in dieser Tarte schmecken sie gut – doch besonders fotogen sind die Pfirsichstücken nicht.

einn stück pfirsich-quark-tarte seitlich fotografiert
Die Pfirsichschicht zwischen Tarteboden und Quarkfüllung ist eher matschig – eine andere Sorte müsst her!

Aber wenigstens geben sie viel Farbe her, sodass der Pfirsichgussobenauf schön rosa wurde!

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Apfelradl – Frittierte Apfelringe

Apfelradl sind ein Dessert, das ich mit Omas verbinde und mit Bayern. Dabei habe ich – glaube ich – noch niemals bei einer meiner Omas Apfelradl gegessen. Die Bayern-Assoziation kommt wahrscheinlich davon, dass in vielen Rezepten ein Schluck Bier vorkommt.

Als ich kürzlich in den Bergen war, konnte ich nur dann Backen, wenn der Holzofen gut angeheizt war. Deshalb habe ich vorsichtshalber einer Flasche Pflanzenöl mitgenommen, um im Zweifel immerhin Frittieren zu können – was ich zuhause nie mache, weil ich den Fettgeruch in der ganzen Wohnung nicht ertrage.

Foodstyling auf der Alm: spartanisch wie die Küche

Eines Nachmittags wollte ich unbedingt einen süßen Snack haben. Ich hatte Äpfel zur Hand und die Möglichkeit zu frittieren, also wagte ich mich an Apfelradl. Ohne Bier (hatte ich nicht) oder Puderzucker (war aus). Dennoch waren sie außerordentlich gut, vielleicht frittiere ich zuhause doch mal wieder?

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Stachelbeer-Frangipane-Tarte

Bei Top With Cinnamon hatte ich kürzliche einen Stachelbeerkuchen gesehen und träumte seitdem davon, selbst einen zu machen. Aber ich wollte unbedingt Mandeln, genauer gesagt Frangipane, als Kontrast dabei haben, so ähnlich wie bei der simplen Rhabarber-Frangipane-Tarte oder der superaufwendigen Frangipane-Tarte mit Kardamomcreme und pochierten Marillen.

Und siehe da: ein paar Tage später tauchten magischerweise ein paar wenige Stachelbeeren in unserem Kühlschrank auf. Also eigentlich gehörten sie meiner Mitbewohnerin, die sie nicht aufessen wollte weil sie so sauer waren. Glücklicherweise fand ich auch noch eine handvoll Heidelbeeren, die weitaus süßer waren und mit denen ich die Tarte „auffüllen“ konnte.

ein stück stachelbeer-frangipane-tarte mit puderzucker auf einem dunklen teller
Ich hattee ein nicht unbedingt fotogenes Stück Tarte vor der Linse…

Gesagt, getan, die Tarte wurde ziemlich lecker!

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Marillen-Mascarpone-Kuchen

Vergangenes Wochenende wollte ich unbedingt mal wieder einen klassischen Kaffeeklatsch-Kuchen backen. In meinen Augen fällt in diese Kategorie alles, was man am Besten im Ganzen auf den Tisch stellt und vielen Leuten serviert – ganz im Gegensatz zu Cookies, Scones und ähnlichem Kleingebäck, das ich am liebsten als Uni-/Arbeits-Pausensnack in Tupperdosen mitnehme.

marillen-mascarpone-kuchen auf einem türkisen deckchen, daneben teller, tortenheber und gabel
In fremden Küchen bäckt sichs schwieriger, dafür gibts Abwechslung bei den Foto-Props!

Hier im Blog gibt es verhältnismäßig wenig solcher Rezepte, z.b. Biskuitroulade mit Aprikosenfüllung und Kardamom, Gestürzter Johannisbeer-Karamell-Kuchen oder Vanillekastenkuchen mit karamellisierten Lorbeerbirnen.

Auf der Suche nach einem neuen Kaffeeklatsch-Kuchen schaute ich zuersteinmal bei Joy The Baker vorbei, deren Blog ich schon abonniert hatte, als es die Zuckerbäckerei noch gar nicht gab. Und natürlich wurde ich fündig: Der Simple Fig and Mascarpone Cake war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Nur bin ich nicht in Kalifornien, sondern in Österreich und nahm statt den Feigen einfach Marillen. Schmeckt super!

marillen-mascarpone-kuchen angeschnitten von oben
ein stück marillen-mascarpone-kuchen
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Marillenmuffins

In diesen Muffins sind Marillen gleich zweifach verwertet: Einerseits die Frucht selbst – eh klar. Aber auch die Kerne! Eine Freundin hat mir nämlich ein kleines Glas mit gemahlenen Marillenkernen geschenkt. Bevor ich mich getraut habe, diese zu verarbeiten, habe ich ein bisschen herumgegoogelt – denn roh sind sie HOCHGIFTIG.

Die Großbuchstaben hier sind wirklich angebracht, denn schon 25 g rohe Kerne können für einen Erwachsenen lebensbedrohlich werden, da das enthaltene Amygdalin zu Blausäure (Cyanid) verstoffwechselt wird. Durch die Hitze im Ofen verflüchtigt sich der gefährliche Stoff laut niedersächsischem Verbraucherschutzamt allerdings. Übrig bleibt ein angenehm bitterer Geschmack – den man einfacher auch mit ungefährlichem Bittermandelaroma aus dem Supermarkt haben könnte.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter
Die einzigen Muffinförmchen im Haus bieten einen schönen Kontrast zu den Marillen

Den Teig mit gemahlenen Marillenkernen sollte man deshalb nicht probieren und erst recht vor Kindern fernhalten. Wer die Gefahr vermeiden will, kann auch einfach gemahlene Mandeln verwenden.

drei muffins, dazwischen marillen und mandelsplitter, von schräg oben fotografiert

Genug Warnhinweise, hier folgt das Rezept für sommerliche Muffins:

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Negron – oder so ähnlich

Einer meiner Mitbewohner wollte ein Getränk mit Basilikum haben, aber mag Gin überhaupt nicht. Mein Lieblings-Gin Basil Smash kam deshalb nicht in Frage. Beim Durchblättern des Cocktailian fand ich dann den Negron.

Ein Tischler als Handmodel

Der hat mit dem Negroni überhaupt nichts zu tun, sondern ist ein rituelles Getränk aus Kuba. Kubanischen Basilikum konnte ich auf die schnelle genauso wenig auftreiben wie Thai-Basilikum, der im Buch als Ersatz vorgeschlagen wird, aber „normaler“ Basilikum macht sich geschmacklich auch sehr gut. Durch das Sprudelwasser wird das Getränk übrigens halbwegs leicht und richtig gut für den Sommer.

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