Archiv der Kategorie: Frühstück

Frühstücksbrot

Die vielen weißmehl-, zucker- und sonstwas-freien Rezepte die seit einiger Zeit nicht nur in der Blogosphäre so furchtbar in Mode sind, nerven mich ziemlich. Denn meistens verlangen sie nach irgendwelchen fancy Ersatzzutaten (Reismehl! Mandelmilch! Chiasamen!), die entweder schwierig aufzutreiben, unerschwinglich, oder gleich beides sind. Deshalb habe ich bis jetzt einen weiten Bogen um solche „Special-Diet“-Rezepte gemacht, denn ich finde, dass es für einen gesunden (aka nicht von Allergien geplagten) Menschen, überhaupt gar nicht nötig ist, solchen aufhebens zu machen.

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Bis jetzt. Denn der echt übermäßige Zucker- und Weißmehlanteil in der traditionell marokkanischen Ernährungsweise hat mich zum Nachdenken gebracht. Naja eher hat er mir die Lust an raffiniertem Zucker, der hier meist in „Würfeln“- eher Ziegelsteinen, mindestens zwanzigmal so groß wie normale Zuckerwürfel-  verkauft wird, verdorben.

Keine Angst, ich werde jetzt nicht zum supergesunde-Ernährungs-Apostel, immerhin heißt mein Blog Zuckerbäckerei. Doch ich bemühe mich ab jetzt hin und wieder einmal ein bisschen an Ungesundem zu sparen, ohne dabei auf Geschmack zu verzichten. In diesem Fall heißt das kein raffinierter Zucker und auch kein weißes Mehl. Spezialzutaten werdet ihr allein schon aus dem Grund, dass ich sie hier in Marokko wohl kaum auftreiben kann, auch nicht sehen.

kürbiskerne

Ich hatte nämlich mit den Kürbis- und Sonnenblumenkernen für dieses Rezept schon genug Mühe. Einen ganzen Spielfilm (Paulette ist übrigens sehr sehenswert) hat es mich gekostet, dieses Schüsselchen Kerne von den holzigen Schalen zu befreien, weil ich partout keine Geschälten finden konnte. Doch die Arbeit hat sich gelohnt: Datteln, Aprikosen, Körner, Nüsse und Volkornmehl verbinden sich mit Kardamom, Zimt und Muskat zu einem Frühstücksbrot, dass eigentlich weder als Brot, noch als Kuchen durchgeht, aber einfach super zum Frühstück schmeckt. Mit großzügig Butter obenauf noch viel besser:

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Mandel-Pancakes mit gebräunter Butter

Auf meinem Blog gibt es bereits ein paar Pancake-Rezepte (hier, hier, hier) , doch sie spiegeln bei Weitem nicht meinen eigentlichen Pancakekonsum wider (mein Instagram-Feed schon eher). Ich habe Pancakes schon mit dem Gaskocher auf Festivals gemacht, in allerlei fremden Küchen, zum Frühstück, Mittag-, Abendessen oder gar als Snack um 3 Uhr morgens nach dem Ausgehen. Und seitdem ich „nicht mehr daheim“ bei meinen Eltern wohne, also vollständig die Herrschaft in der Küche übernommen habe, gibts Pancakes auch mindestens einmal wöchentlich zum Frühstück.  Denn insgeheim sind Pancakes/Pfannkuchen unglaublich schnell gemacht, brauchen nicht viele Zutaten und sind praktisch unendlich variabel.

Eine meine Lieblingsvariationen in letzter Zeit beinhaltet ein kleines bisschen gebräunte Butter, die geschmacklich jedoch einen riesigen Unterschied macht. Im heutigen Rezept haben sich dazu noch ein paar gemahlene Mandeln eingeschlichen. Und dazu: selbstgemachte Pflaumenkonfitüre mit echter Vanille. Ein Traum!

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Mini-Scones mit Apfel

Montag, 19 Uhr. Der Abend vor meiner ersten Abiturprüfung. Keine Frage, etwas Süßes muss her! Und weil noch eine ganze Schale Erdbeeren da ist, mache ich einfach Joy the Bakers Tiny Strawberry Cream Scones. Guter Plan.

Zumindest, wenn die Erdbeeren brauchbar wären. Kaum hebe ich die unnötig doppelt in Plastik eingeschweißte Schale in die Hand, läuft mir auch schon Erdbeermatsch entgegen. Weißer Pelz hat sich durch die gesamte untere Schicht der Früchte verteilt. Klarer Fall: Ab in die Tonne.

miniscones mit apfel und mandeln

Doch englisches Gebäck zur Englisch-Prüfung ist einfach zu gut, um die Idee gänzlich zu verwerfen. Plan B: Statt Erdbeeren einfach Apfel und statt der weißen Schokolade Mandeln. Lecker!

Doch wie ich meine Prüfungszuckerl jetzt aussprechen soll, weiß ich leider nicht. Als ich zuletzt Scones gemacht habe, traf ich einen Neuseeländer, der mich für meine Aussprache (Scone reimte sich auf cone) gründlich rügte, denn es müsste Scone (reimt sich auf con) heißen. Nach kurzer Suchmaschinen-Recherche stellt sich aber heraus: Selbst das Blog des Oxford Dictionary kann sich für keine Variante entscheiden. Dass es in meiner Prüfung um Gebäck geht, ist aber sowieso ziemlich unwahrscheinlich. [Nachtrag: Es ging schließlich um Evangelicals und Facebook…]

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Rhabarber-Scones mit Ingwer

Endlich ist der Frühling da! Doch eine für mich recht unangenehme Nebenerscheinung meiner Lieblingsjahreszeit, die Blütenpollen, zwingen mich, sooft wie nur möglich in geschlossenen Räumen zu bleiben. Zumindest wenn ich nicht ständig für am Boden zerstört (verquollene Augen) oder schlimm erkältet (Husten und Schnupfen) gehalten werden will.

Deshalb hole ich mir den Frühling einfach nach drinnen und zwar mit Rhabarber! In Kombination mit Ingwer habe ich diesen noch nie vorher probiert. Das Ganze schmeckt dann erstaunlicherweise wirklich nach Scone-gewordenem Frühling!

Nur als kleine Erinnerung: Ich verlose bis Donnerstag nächste Woche eines der rundum-Blogger-Kochbücher, in dem auch ein Rezept der Zuckerbäckerei zu finden ist. Alle Infos findet ihr im Zuckersüß 112.

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Herzpancakes zum Valentinstag

Lieblingspancakes in Herzform – was gibt es Besseres zum Frühstück? Natürlich schmecken sie ganz gewöhnlich rund auch richtig lecker, doch dank dem nahenden Valentinstag sind Herzen in allen Variationen und alles klischeehaft Romantische wenigstens kurzzeitig gesellschaftlich anerkannt. Ich kann hier in der Zuckerbäckerei also alle Register ziehen und auch noch völlig aus der Saison gefallene frische Erdbeeren unter den Quark heben.

Doch wenn ihr nicht gerade eine(n) Süßigkeitenverweigerer(in) damit überraschen wollt, punktet ihr bestimmt mit diesem supereinfachen und recht schnellen Rezept!

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Granola mit Quinoa und Hanfsamen

Granola – es könnte, sieht man sich die Bestandteile an, auch gut als Vogelfutter durchgehen. Doch mit ein bisschen Zimt und Ahornsirup werden die Nüsse, Samen und Körner zu einem richtig leckeren – und was in der Zuckerbäckerei auch eher selten vorkommt – richtig gesunden Snack. Mit Joghurt und Früchten, Milch oder auch pur zum Knabbern taugt es als Frühstück, Nachspeise und Nachmittagssnack. Oder wahlweise auch als Knabberei während viel zu langweiliger Unterrichtsstunden in der Schule.

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Die Zutaten können nach Belieben ausgetauscht werden, hauptsache das Verhältnis zwischen Ahornsirup und allen „trockenen“ Zutaten ist einigermaßen ausgeglichen.

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Mandel-Quinoa-Granola mit Ahornsirup

Cornflakes frühstücken mag ich nicht, ich esse sie höchstens mal als Nachmittagssnack. Ganz anders sieht es da mit selbstgemachtem Granola aus. Dieses hier enthält sogar noch Quinoa, das ich noch nie vorher in anderer Form als in Bratlingen gegessen habe, also den noch-nie-ausprobiert-Bonus bekommt. Dank der Kombination mit Ahornsirup und Haferflocken, die ich sowieso am liebsten in jedem zweiten Rezept verwenden würde, wird dieses Granola mein neuer Frühstücksliebling!

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Quark-Pancakes mit Griacherln

Zum Ferienfrühstück durften diesmal ein paar Griacherl nicht fehlen. Mehr als eine handvoll waren es nicht, doch zum einen wird der Eimer leerer, ohne dass mir die Früchte verderben, zum anderen geben sie den Pancakes einen regelrechten Fruchtkick. Blaubeeren in Pancakes finde ich ziemlich langweilig und meistens sind sie auch noch viel zu süß. Mit Griacherln kann so etwas niemals passieren, denn selbst vollreif sind sie noch viel saurer als jedes andere Obst, das ich kenne. Zitronen könnten da vielleicht mithalten, aber die würde ich zumindest niemals einfach so pur essen.
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Champagnerwaffeln

Als Alltagsfrühstück sind Waffeln schlecht geeignet, wodurch sie fürs Wochenende und anderweitige Feiertage reserviert sind. Diese hier sind aber nochmal ein bisschen edler. Nein – kein Blattgold oder derartiges – Champagner ist die Geheimzutat! Und dadurch wird der Teig ganz feinperlig und geht wunderbar auf. Sogar so wunderbar, das mir bei der ersten Waffel der Teig aus dem Waffeleisen gequollen ist… Für einen Frühstücksliebling wie diesen lohnt sich die Schrubberei aber!

nach einem Rezept von Bravetart
Zutaten
110 g Mehl
40 g Zucker
2 TL Backpulver
Salz
30 g geschmolzene Butter oder Öl
1 Ei
etwas Rosenwasser
110 ml Champagner oder Sekt

für 2-3 Waffeln

Das Waffeleisen fetten und vorheizen.

Mehl, Zucker, Backpulver und Salz vermischen.

In einer zweiten Schüssel geschmolzene Butter, Ei, Rosenwasser und Champagner verrühren. Die Mehlmischung darübersieben und zügig unterrühren.

Etwas Teig in das Waffeleisen füllen und backen. Achtung: Diese Waffeln bräunen nicht sehr stark, also darauf achten, dass sie nicht zu trocken werden! Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Noch warm mit Sirup oder Marmelade servieren.

Kokoswaffeln

Was mich zu diesen richtig leckeren Waffeln gebracht hat, waren die Kokosflocken oben auf. Solche habe ich jetzt nämlich monatelang auf anderen Blogs bewundert und nie irgendwo zu kaufen gesehen. In Wien war ich aber mehrmals in einem Supermarkt für ausländische Lebensmittel und habe außer Reis- und Hirsemehl auch eben besagte Kokosflocken erstanden. Falls ihr das selbe Problem habt und keine findet, macht die Waffeln trotzdem, sie sind so lecker, dass sie eindeutig zu meinen Frühstückslieblings-Favoriten gehören!
nach einem Rezept von Pastry Affair

Zutaten
175 g Vollkornmehl
80 g Mehl
2 TL Backpulver
Salz
2 EL Honig
1 Ei
220 g Kokosmilch
120 ml Milch
3 EL Öl
+ Kokosflocken fürs Topping

für 4 Waffeln

Das Waffeleisen vorheizen und einfetten.

Vollkornmehl, Mehl, Backpulver und Salz vermischen.

Honig, Eier, Kokosmilch, Milch und Öl in einer zweiten Schüssel verrühren. Die Mehlmischung unterrühren, gerade bis alles vermischt ist. Der Teig kann ruhig etwas klumpig sein.

Den Teig im Waffeleisen backen. Die Waffeln mit Kokosflocken bestreuen und noch warm servieren.