Archiv der Kategorie: Eis

Pfirsich-Eis

Das Pfirsicheis hier ist sehr simpel, sehr pfirsich-ig und erinnert mich total an meine Kindheit. Sehr lange war nämlich meine Lieblings-Eissorte Joghurt-Pfirsich. Und genau wie in diesem Rezept waren im Eis von früher kleine Stückchen Sirup-Pfirsich.

pfirsich-eis

Die etwas grau anmutende Farbe des Eis kommt einerseits von den nicht besonders farbigen Pfirsichen, die ich verwendet habe, andererseits vom braunen Zucker, den ich zu Sirup verkocht habe. Um das zu vermeiden, könnte man einfach weißen Zucker nehmen, was aber wohl geschmackliche Einbußen zur Folge hat. Ein Weg daran vorbei könnte sein, karamellisierten Zucker (nach Bravetart/SeriousEats) zu benutzen, was ich aber nicht ausprobiert habe.

pfirsich-eis

Übrigens: Draußen bei 30° C Eis fotografieren ist… herausfordernd. Wie man sieht, ist das Eis schon nach etwa 10 Fotos einfach davongelaufen. Aber wenigstens begann das kurze Sommergewitter erst ein paar Minuten später, sodass mein Model, das Eis, die Kamera und ich nicht triefend nass wieder zurückkamen.

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Kernöl-Eis mit Kürbiskernkaramell

Eine meiner liebsten Eisdielen (Eissalons, für alle Österreicher_innen) in Wien ist der Eis-Greißler, von dem ich bestimmt schon mal geschrieben habe. Dort gibt es Kürbiskernöl-Eis, das mir erst als eine sehr seltsame Kreation erschien, nach dem ersten Probieren allerdings mein Favorit im besagten Eisladen wurde.

kernöleis mit kürbiskernöl

Früher oder später musste ich das Kernöl-Eis also auch mal selbst nachbauen. Weil ich großer Fan von knusprigen Komponenten in Eis bin, nahm ich auch noch ein paar Kürbiskerne und karamellisierte sie. Abgesehen von den Brandblasen an meinen Fingern eine sehr gute Idee!

Das Kürbiskernkaramell für sich ist übrigens schon ein super Snack, ich musste mich sehr zusammenreißen, nicht schon alles vorher aufzuessen!

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Bananen-Eis

Von Bananen-Eis träume ich schon ziemlich lange (vgl. Kokos-Bananenbrot vom Februar). Als ich mir dann letztes Wochenende das erste Eis-auf-die-Hand der Saison kaufte (Joghurt-Banane und Vanille vom biosk im Wiener Museumsquartier) musste ich den Traum einfach in die Realität übertragen.

Bananen-Eis

Angelehnt an ein Rezept von The Muffin Myth, die sich wiederum auf David Leibowitz bezog, röstete ich meine Bananen zuerst für 40 Minuten mit braunem Zucker. Das sah zwar irgendwann sehr seltsam aus, ließ aber die ganze Wohnung nach bananigem Karamell duften. Das wurde dann sofort püriert, damit es nicht erstarrte. Dazu Sahne und Milch und schon war die Grundmasse fertig.

Nach einer Nacht im Kühlschrank ließ ich sie in der Eismaschine gefrieren und genoss mein Bananeneis in drei aufeinanderfolgenden Tagen als Dessert, Frühstück und Snack.

Bananen-Eis

Falls ihr jetzt auch im Eis-Fieber seit, diese Sorten hätte ich auch noch im Angebot:

Basilikum-Eis, Joghurt-Straciatella-Eis, Tahini-Oreo-Eissandwiches

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Eis ohne Eismaschine (Himbeere und Karamellmandeln)

Am liebsten würde ich meine Eismaschine überall hin mitnehmen, wo ich länger als drei Tage bleibe (s. a. meine Ode an die Eismaschine beim Joghurteis mit Pfirsichröster). Mal ehrlich – Mixer gibts fast eh in jeder Küche oder können im Zweifel durch ausdauernde Muskeln ersetzt werden. Aber eine Eismaschine? Unersetzlich!

Eis ohne Eismaschine

Leider ist mein Eismaschine-in-der-Handtasche-Plan nicht realistisch, deshalb musste ich kürzlich auf sie verzichten. Das bot mir die Möglichkeit, endlich mal Eis auf Kondensmilchbasis zu machen, das ich schon ein ganzes Jahr gebookmarked habe. Ich habe mich lose an dieses Rezept von Half Baked Harvest gehalten und bin ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt davon.

Durch die Kondensmilch ist das Eis zwar unglaublich süß, kann aber an Cremigkeit durchaus mit „echtem“ Eis mithalten. Es scheint aber auch sehr schnell zu schmelzen bzw. seine Form nicht besonders gut zu halten. Die Hälfte der Grundmasse habe ich übrigens mit Himbeerpüree aromatisiert, unter die andere Hälfte habe ich karamellisierte Mandeln gehoben – eine leckere Kombi!

Eis ohne Eismaschine

Solltet ihr also nur ein Tiefkühlfach zur Hand haben, empfehle ich ab sofort dieses Rezept. Es ist wirklich einfach und genauso leicht abzuwandeln. Bei der nächsten Gelegenheit solltet ihr euch aber trotzdem eine Eismaschine zulegen! 🙂

Eis ohne Eismaschine

Danke an Laura fürs Eis-Halten!

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Joghurteis mit Pfirsichröster

Vielleicht ist es euch an den vergangenen Rezepten schon aufgefallen – ich mag Eis unglaublich gerne.

Abgesehen davon, dass ich nur schwer an einer Eisdiele (pardon, meine liebsten österreichischen Leser_innen, hier muss natürlich Eissalon stehen!) vorbeigehen kann, ohne eine Kugel einer möglichst ausgefallenen Eissorte mitzunehmen, mache ich ständig selber welches. Und mit ständig meine ich so oft, dass der Kühlakku meiner Eismaschine permanent einsatzbereit gehalten werden muss.

Joghurteis mit Pfirsichröster

Das ist jetzt nicht weiter ein Problem, denn meine Eismaschine aus den späten 1980ern werkelt auch in Dauerbetrieb immer und überall – sogar bei 30° in der Küche – zuverlässig. Leider haben die wenigsten Haushalte eine solche (oder auch nur irgendeine!) Eismaschine in ihrer Küchenausstattung. Und das ist ein Fehler!

Steckerleis oder eingeforerener Joghurt kommt einfach nicht an die Cremigkeit von Eismaschinen-Eis heran. Und selbstgemacht schmeckt allein wegen der freien Geschmackswahl schon viel besser als das aus dem Supermarkt und vielen Eisdielen!

Joghurteis mit Pfirsichröster

Also falls ihr die Chance auf eine Eismaschine habt, nutzt sie unbedingt! Nach Ofen, Herd und Küchenmaschine ist sie das Beste, was einer Zuckerbäcker_innen-Küche passieren kann.

Außer dem heutigen Rezept würde ich euch noch folgende Sorten ans Herz legen: Basilikum-Eis, Zimt-Eis und Zitroneneis.

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Vanilleeis mit Kürbiskernöl

Kürbiskernöl scheint mir hier in Österreich einen sehr wichtigen Stellenwert zu haben. Traditionell verwendet für Salat und auf Kürbissuppen ist mir allerdings auch eine süße Verwendung ans Herz gelegt worden, die mich anfangs stutzig machte: Offenbar kippt man in diesem Land auch Kürbiskernöl über Vanilleeis!

Vanilleeis mit Kürbiskernöl

Interessiert an Feinheiten „ausländischer“ Küche wie ich bin, musste ich das früher oder später selbst (aus-)probieren. Früher dann eher zufällig, als ich beim Eisgreissler gleich eine eigene Sorte Kürbiskernöl-Eis entdeckte und sofort überzeugt war. Später mit diesem Rezept für selbstgemachtes Vanilleeis. Selbstverständlich mit Kürbiskernölgarnitur.

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Zitroneneis

Zitroneneis. Wahrscheinlich denkt ihr jetzt, mein heutiges Rezept zeichnet sich vor allem durch stechend sauren und gleichzeitig pappsüßen Geschmack aus. Diese beiden Merkmale lassen zumindest mich meistens einen großen Bogen um Zitroneneis machen. Doch die New York Times, von der dieses Rezept stammt, platzierte ein paar Kugeln davon so oft in sämtlichen sozialen Medien, die ich gewöhnlich konsumiere, dass ich doch mal darauf klickte.

Zitroneneis

Was für eine gute Idee! Dieses Zitroneneis ist nämlich anders als das, was landläufig in Eisdielen erhältlich ist. Es greift nicht etwa auf den Saft oder das Fruchtfleisch der Zitronen zurück, sondern nur auf die Schale. Außerdem ist es nicht wie ein Sorbet hergestellt, sondern basiert, ganz anständig, auf einer klassischen Crème anglaise. Dadurch hat das Eis ein intensives Zitronenaroma und ist richtig cremig. Für noch mehr Cremigkeit habe ich gleich die Hälfte der Milch durch Sahne ersetzt – seeehr lecker!

Zitroneneis

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Cookie-Erdnussbutter-Schoko-Eissandwiches

Mehr ist manchmal mehr.  Auch bei dieses Eissandwiches:

Haferflocken-Cookies mit Schokosplittern (oder Chocolate Chips) + Erdnussbuttereis mit dunkler Ganache-Marmorierung. Dieser Overkill schlägt sich auch im Namen dieser Leckerei nieder – fällt euch vielleicht etwas Knackigeres ein als der aktuelle Titel?

Cookie-Erdnussbutter-Schoko-Eissandwiches

Einzelne Komponenten will ich im Namen nicht unterschlagen, denn aufwändig ist die Herstellung dieser allemal:  Cookieteig will geknetet und gekühlt, anschließend geformt und gebacken werden. Erdnussbutterpudding muss gekocht, zu Eis gefroren und mit frisch gerührter Ganache marmoriert werden. Dann noch Zusammensetzen, festfrieren und vorm Servieren wieder ein bisschen auftauen lassen… schon ist ein ganzer Nachmittag um!

Aber hey, es wird langsam Sommer! Da kann Eis schon mal wichtiger sein als Uniarbeiten…

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Schokoeis mit Walnüssen

Das Wetter vergangenen Sonntag war erstmals richtig toll, draußen flogen nur viele Pollen herum, die mich so kräftig ärgerten, dass ich mich nicht ins Freie wagte. Fürs Sommerfeeling drinnen half da nur noch Eis.

Weil Schoko ja jeder kann (hier kommt mal wieder meine Vorliebe für Nicht-Alltägliches hervor), entschloss ich mich, das Eis auf Karamellbasis und mit gerösteten Walnüssen zu machen.

Das mit dem Karamell ging nur leider beim ersten Versuch gründlich schief. Die Tücken des Induktionsherds in meiner (noch immer fast) neuen WG habe ich noch nicht gut genug im Kopf und verbrannte erstmal den ganzen Zucker. Und zwar so schlimm, dass ich doch alle Fenster aufmachen musste und dem Blütenstaub nicht mehr entkam. Beim zweiten Versuch wurde das Zuckerkochen was, aber leider schmeckt man das Karamell am Ende nicht so sehr durch. Aber lecker ist es trotzdem, das Sonntagseis!

Schoko-Walnuss-Eis

Der Eisbecher auf dem Foto hat übrigens seit dem Shoot the Food – Fotoworkshop im Herbst 2012, wo er in der Goodie-Bag war, auf einen ersten Einsatz gewartet… Was ich nicht alles in meiner Prop-Sammlung aufhebe!

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Tahini-Oreo-Eissandwiches

Eissandwiches sind mit diesem Rezept meine Lieblings-Dessert-Snack-Kategorie geworden. Die Bestandteile alleine haben beide gravierende Nachteile. Eis alleine erfordert mindestens eine Schüssel und einen Löffel, Oreo-Kekse alleine sind ziemlich trocken. Gemeinsam bilden sie aber die perfekte Symbiose: Cremig und knusprig, schokoladig und vanillig, einfach mit den Händen zu essen, und, am allerbesten: Zu jeder Tages- und Nachtzeit frisch aus dem Gefrierfach zu nehmen!

Tahini-Oreo-Eissandwiches

Das bedeutet (zumindest für mich) Eissandwiches als Nachspeise, Nachmittagssnack oder sogar als Betthupferl spätnachts/frühmorgens nach dem Weggehen. Oder auch To-Go als Wegzehrung in Richtung nachmittäglicher Uni-Veranstaltungen. Viele Gründe, dass auch ihr, meine liebsten Leser_innen, den Kühlakku eurer Eismaschine präpariert, Zutaten einkauft, Pudding kocht, Kekse backt und nach wenigen Stunden selbstgemachte Eissandwiches in Händen (oder zwischen euren Zähnen) haben könnt.

Tahini-Oreo-Eissandwiches

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