Archiv der Kategorie: Marokko

Zuckersüß 127

Mit gar nicht so viel Pause, wie ich erwartet hätte, präsentiere ich euch hier das neueste Zuckersüß. Meine Lieblingslinks der Woche:

  1. Zweimal Blaubeereis: hier und hier.
  2. Ich habe leider keinen Grill in der Nähe, aber vielleicht könnt ja ihr diese Desserts ausprobieren.
  3. Pfirsich, Kardamom und Limonade – eine richtig sommerliche Kombination.
  4. Churros habe ich in Barcelona oft gegessen. Diese hier sind u. a. aus Maismehl gemacht.
  5. Diese interaktive Grafik ist gut gemacht: State of Africa.
  6. Ein uraltes Twitter-Hashtag-Spiel, die Einbuchstabedanebentiere, sind mittlerweile bis zu mir durchgedrungen. Ziemlich lustig!
  7. Digitaler Schlüsseldienst? Echt angsteinflößend!
  8. Was „öffentlich“ im Internet bedeuten kann: What is Public?
  9. Zeichnen mit GPS-Tracking, eine tolle Idee!
  10. Zucchini-Mais-Parmesan-Bratlinge, die mache ich bald mal!

Auf dem Foto: Die portugiesische Festungsanlage und der Hafen von Essaouira.

Vor vier Jahren: Schokomuffins mit Schokofrosting
Vor drei Jahren: Zwetschgen-Galettes
Vor zwei Jahren: Zwetschgen-Frangipane-Tarte
Letztes Jahr: Griacherl-Frangipane-Tarte

Neues aus Marokko

Mittlerweile bin ich schon mehr als zwei Wochen in Marokko. Gemeinsam mit den anderen Freiwilligen wohne ich momentan in Essouira, wo wir bei der Association Féminine de Bienfaisance El Khir einen vierwöchigen Darija(marokkanisches Arabisch)-Sprachkurs absolvieren. Die Organisation hilft Frauen in rechtlichen Angelegenheiten, betreibt einen Kindergarten und bietet Sprach- und Kochkurse (auch für Touristen) an. Außerdem hat sie erst im Juni diesen Jahres ein Kochbuch in französischer Sprache herausgebracht, das ich mir natürlich sofort zugelegt habe.

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Marokkanischen Minztee, pappsüß und siedend heiß, gibt es bestimmt dreimal täglich, hier zum Beispiel in unserer Vormittagspause. Das Brot daneben nennt sich Rghaif, es wird ohne Fett in der Pfanne gebacken und noch warm – manchmal mit Butter/Olivenöl und Honig – gegessen. Ich hoffe, ich kann ein Rezept dafür auftreiben und es hier in meine Zuckerbäckerei stellen, es ist nämlich unglaublich lecker.

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Was ich mir außerdem täglich genehmige, ist landestypisches Gebäck. Oft finden sich darin Mandeln, Sesam und Orangenblütenwasser. Am liebsten mag ich aber Speckia, ein Gebäck aus Sesamteig, das erst frittiert und dann mit warmen Honig übergossen wird. Leider habe ich davon noch kein Foto geschossen.

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In einer „Unterrichtsexkursion“ in dieser Woche kauften wir erst in der Medina auf arabisch ein und kochten anschließend landestypisch. Auf dem Foto oben sind in Salz eingelegte Zitronen zu sehen, die oft in Tajine Verwendung finden.

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Für unsere Unterrichts-Tajine verwendeten wir zwar keine Zitronen, dafür aber Kartoffeln, Karotten, Zucchini, Zwiebeln und Rindfleisch. Außerdem mitgekocht wurden eingelegte Oliven, Koriander und Petersilie.

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Kurkuma, Pfeffer und Ingwer dürfen in der marokkanischen Küche und auch in unserer Tajine keinesfalls fehlen.

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Meine Arabischlehrerin hat einige wirklich interessante Kochtechniken. Hier Karottenschälen ohne Sparschäler.

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Für die Beilage musste fast ein ganzes Kilo Zwiebeln geschält und geschnitten werden, eine sehr tränenreiche Angelegenheit für uns alle. Anschließend wurden sie mit Rosinen und Gewürzen eingekocht.

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Das Ergebnis war wirklich sehr lecker! Und das obwohl wir unsere Tajine nicht etwa im gleichnamigen Tongefäß, sondern in einem gewöhnlichen Topf zubereitet hatten.
Und damit ihr nicht nur Essen aus Marokko seht, meine liebsten Leser, zeige ich euch noch ein paar Schnappschüsse aus Essaouira, der wohl windigsten Stadt, in der ich je war:

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Am Sonntag könnt ihr euch übrigens wieder über ein Zuckersüß freuen und natürlich erwartet euch am nächsten Mittwoch ein weiterer Gastpost.

Das Geheimnis wird gelüftet…

Schon seit ein paar Monaten habe ich hier im Blog ein paar Andeutungen gestreut, was ich nach meinem Abitur vorhabe. Und jetzt endlich lüfte ich das Geheimnis (wenn ihr es nicht eh schon teilweise wisst, meine liebsten Leser):

Von heute an bin ich für etwas mehr als ein Jahr in Marokko. Dort werde ich einen Freiwilligendienst bei der Fondation Orient Occident in Rabat leisten. Die Organisation betreibt dort u. a. ein Kulturzentrum für Migranten aus Subsaharastaaten. In welchem Bereich ich genau arbeiten werde – es gibt Weiterbildungsangebote, eine Bibliothek, eine Kinderbetreuung und viele Veranstaltungen – weiß ich noch nicht ganz genau. Doch ich freue mich schon sehr!

Mein Freiwilligendiest läuft über EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst und wird weltwärts-unterstützt. Die Organisation kann auf eine lange Geschichte von Freiwilligendiensten zurückblicken, sie wurde schon 1957 gegründet. Heute sind Fachkräfte und Freiwillige in über 20 Ländern aktiv und setzen sich für die Friedensarbeit ein. Mein Profil (und meine Mitfreiwilligen) findet ihr hier.

Damit euch während meiner Anfangszeit in Marokko, in der ich sicher keine Möglichkeit zum Backen habe, nicht langweilig wird, habe ich viele nette Gastbloggerinnen engagiert, die ab nächsten Mittwoch jede Woche ein Rezept zur Zuckerbäckerei beisteuern.

Spätestens im Herbst will ich aber zurück zur Zuckerbäckerei kommen und selbst weiterbloggen, vielleicht sogar mit etwas orientalischem Einschlag ;)

Liebe Grüße und schöne Sommerferien!

P.S.: Die Kekse auf dem Foto sind nach dem Rezept für Oreos gebacken.