Eierlikör-Guglhupf

Eierlikörguglhupf aka Kuchenkuchen

Nachdem ich den vagen Wunsch eines meiner Mitbewohner nach Schichten-Schoko-Cheesecake in einen Schoko-Kaffee-Cheesecake verwandelt habe, forderte ein anderer „Kuchen-Kuchen“. Was das sein sollte? Kuchen mit Kuchengeschmack halt – inspiriert von asdf’s Pie mit Pieflavor (eine Memekultur-Referenz, die mir kein Begriff war).

Ich habe GIFs liebgewonnen!

In meiner Vorstellung entspricht „Kuchengeschmack“ einem einfachen Rührkuchen, nur einfache Rührkuchen mag ich nicht besonders gerne (laaaaangweilig!). Guglhupfs mit Eierlikör habe ich dagegen als zumindest richtig saftig in Erinnerung – für Eierlikör-Marmorguglhupfs gibt es auch schon ein Rezept im Blog, und übrigens auch eines für selbstgemachten Eierlikör.

Marmorkuchen war aber in der Vorstellung meines Mitbewohners wegen der paar Löffel Kakao schon wieder zu viel des Guten und damit sicher kein Kuchenkuchen. Also wurde es Eierlikörguglhupf ohne irgendetwas, angelehnt an ein Rezept des wohl bekanntesten Eierlikörherstellers (ich habe irgendeinen anderen genommen, der sich hinter den für Cocktails brauchbaren Spirituosen auf dem Küchenkastl fand).

Im Teig sind so viele Eier, dass meine Schüssel fast überging, als ich sie luftig schlug. Dann noch großzügig Eierlikör, sodass der Kuchen nicht nur Ei-Fluffig sondern auch Ei-gelb wurde. Die Konstistenz erinnert außerdem fast an Biskuit, was ich neben der vielen Luft auch dem hohen Stärkeanteil im Teig zuschreibe.

Eierlikör-Guglhupf, Vogelperspektive

Die Kerzerl sind übrigens nicht wegen meines Mitbewohners auf dem Kuchen, denn es war ein ganz gewöhnlicher Kuchenwunsch, kein Geburtstagsgeschenk. Grund dafür waren zwei digitale Geburtstagspartys, auf die ich am Backtag eingeladen war. Praktischerweise konnte ich den gleichen Kuchen zweimal „mitbringen“ und die Geburtstagskinder über die Webcam die Kerzen ausblasen lassen. Nur dumm, dass sich Kuchenstücke nicht übers Web verschicken lassen…

Eierlikörguglhupf aka Kuchenkuchen

nach einem Rezept von Verpoorten

5 Eier
180 g Zucker (ich habe selbstgemachten Vanillezucker genommen)
Salz
250 g Eierlikör
250 g neutrales Öl
150 g Speisestärke
100 g Mehl
1 Pck. Backpulver
+ Puderzucker zum Bestäuben

für eine Guglhupfform

Den Ofen auf 160° vorheizen und die Guglhupfform mit Öl fetten und mit Mehl ausstauben.

In einer großen Rührschüssel Eier mit Zucker und einer Prise Salz aufschlagen, bis die Masse ihr Volumen stark vergrößert, hell und feinporig ist.

Den Eierlikör einrühren.

Das Öl in einem dünnen Strahl (wie beim Mayonnaisemachen) unter Rühren dazuschütten.

Mehl, Speisestärke und Backpulver darübersieben und zuerst mit einem Schneebesen, dann mit einem Teigschaber unterziehen. Nicht zu lange rühren, damit die Masse nicht zusammenfällt, aber unbedingt auch darauf achten, dass nirgends Mehlklumpen versteckt bleiben.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und für 55 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen einen Gartest machen und ggf. wenige Minuten länger backen.

Aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Sobald die Form so weit abgekühlt ist, dass man sie mit bloßen Händen anfassen kann, den Guglhupf auf eine Servierplatte stürzen (ich habe den aufgegangenen, überstehenden Teil des Kuchens vorher abgeschnitten, damit er gerade steht). Mit Puderzucker bestäuben.

Ein Gedanke zu „Eierlikörguglhupf aka Kuchenkuchen“

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