Zuckersüß 326

In dieser Woche ging so viel schief wie überhaupt nur möglich und dann konnte ich mir nichtmal Trost-Schokocookies (ggf. mit Ingwer) backen, weil ich eine Zahn-OP hatte.

Ich hielt mich also an Haferbrei (mit selbstgemachtem Vanillesirup!), matschig gekochter Linsensuppe nach Ottolenghi, Vanilleeis und gebackene Süßkartoffeln mit Joghurt und verschiedensten Gewürzen. Was freu ich mich auf knusprige Kekse, Brot mit Rinde und alles andere Essen, dass eins kauen muss…

Bis dahin mal meine liebsten Links der vergangenen Tage:

Rezepte

Rfissa Express. Fragrant Chicken and Lentils with Papardelle – My Moroccan Food
Rfissa ist eine meiner marokkanischen Leibspeisen. Statt Msimn/Trid wird dieses Rezept mit Pasta zubereitet. Spannend!

Chocolate Pistachio Cream Thumbprints – Love & Olive Oil
Erinnert mich an das wahnsinnig gute Pistaziencremeeis in Napoli. Die Zutaten für das Rezept sind wohl leider unendlich teuer…

blueberry cream cheese hamantaschen – molly yeh
Hamantaschen gibts traditionell zum jüdischen Purimfest (nächste Woche).

White Cake With Brown Butter and Toasted Sugar Recipe – Serious Eats
Ein neues Tortenrezept von Bravetart.

Texte

„Die Gletscher werden noch Jahrzehnte weiterschmelzen“ – futurezone.at
Der Klimastreik setzt immerhin langsam Themen in den Medien… Was ich nicht wusste:

Die Gletscher befinden sich in einem totalen Ungleichgewicht mit dem jetzigen Klima. Verglichen mit den Temperaturen der vergangenen Dekaden sind sie viel zu groß. Je größer der Gletscher, desto träger reagiert er. Der Grosse Aletschgletscher, der noch über 20 Kilometer lang ist, hat etwa 80 Jahre Reaktionszeit. Die dramatischsten Auswirkungen der Klimaerwärmung werden wir dort also erst in den kommenden Jahren und Jahrzehnten erleben.

Christchurch-Attentäter bezog sich auf rechte Soldaten in Bundeswehr – deren Netzwerk führt nach Österreich – DerStandard.at
WAS.

Franco A. ist nur ein Teil eines rechtsextremen Netzwerks aus aktiven und ehemaligen Soldaten und Polizisten, die sich in Chatgruppen miteinander über den Tag X austauschen – jenen Tag, an dem die staatliche Ordnung zusammenbricht. Folgt man ihren Spuren, landet man bei einem Verein für ehemalige Elitesoldaten, beim deutschen Verfassungsschutz, einem merkwürdigen Ritterorden in Österreich – und beim heimischen Verteidigungsministerium

Warum ich nach Christchurch Angst habe: Islamfeindlichkeit gibt es auch in Deutschland – bento
Ein Kommentar von Merve Kayikci (aka primamuslima):

Er hat nicht aus Angst vor Muslimen zur Waffe gegriffen. Er handelte aus Hass. Er wollte Angst schüren. Ich habe Angst. Davor, dass dieser Attentäter mehr Anhänger in Deutschland hat, als wir wahrhaben wollen. Angst um das freiheitlich-demokratische Miteinander. Das Attentat von Neuseeland sollte ein Weckruf sein. Wir sollten enger zusammenstehen. Die Botschaft an die Muslime in Deutschland und Europa sollte jetzt erst recht sein: Jeder darf hier seinen Glauben leben – und gehört dazu.

Can the Instagram Novel Really Get More People to Read Books? – Eye on Design
Über einen dieser Insta-Romane bin ich zum Account der New Yorker Stadtbücherei gekommen – aber nicht dazu, das Buch tatsächlich zu lesen…

“I think the goal or the accomplishment that this project achieves is being like a door—a door to people who are not used to reading,” he said. “You don’t need much to get hooked to a story; maybe you just need to read a couple of lines and then you start thinking and maybe want to learn more. And you’re not aware of it but you’re actually reading and you finished the first chapter and then the second and that’s it. So I think that’s a good door. I don’t think usual readers would go there to read.”

Donald Duck and the art of cartoon translation – DW (via @beritmiriam)
Kapitalismus, eh klar:

In the past, characters‘ names used to be translated to better reflect a country’s culture. Nowadays, names are often kept for merchandising purposes.
For example, Spider-Man was initially translated with the German word for spider, „Spinne.“ As the first animated films came out in Germany, Spider-Man magazines were then titled „Die Spinne genannt Spiderman“ (The spider called Spider-Man). Meanwhile, it’s simply Spider-Man, which makes it easier for marketing.

America’s Professional Elite: Wealthy, Successful and Miserable – The New York Times
Glück kann man nicht kaufen.

I feel like I’m wasting my life,” he told me. “When I die, is anyone going to care that I earned an extra percentage point of return? My work feels totally meaningless.” He recognized the incredible privilege of his pay and status, but his anguish seemed genuine. “If you spend 12 hours a day doing work you hate, at some point it doesn’t matter what your paycheck says,” he told me. There’s no magic salary at which a bad job becomes good. He had received an offer at a start-up, and he would have loved to take it, but it paid half as much, and he felt locked into a lifestyle that made this pay cut impossible.

Of course Kylie Jenner didn’t build that – Los Angeles Times
Vom Tellerwäscher zum Millionär funktioniert schon lange nicht mehr:

Even as inequality grows — particularly along race and gender lines — we want to believe that “self-made” millionaire status is as achievable for the African American daughters of unmarried teens in Mississippi as it is for Westchester-raised Exeter students and reality television stars.
It’s easier to praise the likes of Zuckerberg and Jenner than it is to focus on creating opportunities for people who start out like Winfrey.

Audio/Video

Ani DiFranco
Diese Sängerin hatte ich ja letzte Woche entdeckt und höre sie seitdem durchgehend im YouTube-Mix…

Foto

Nochmal ein Fußboden Foto aus der Krypta des Duomo di Napoli.

Backkatalog

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