19: Guestpost: Lebkucheneis

Heute kann ich euch etwas wirklich besonderes präsentieren: Einen Guestpost von Adriana, die das wirklich wunderbare Blog Bittersweet Baker schreibt. Als ich Anfang des Jahres über ihre Seite stolperte, fügte ich sie gleich zu meinen Lieblingen hinzu. Später las ich dann, dass sie im selben Alter ist wie ich, was mich dann umso mehr freute. Es ist doch wirklich unglaublich: Eine genauso Foodblog-verrückte/besessene Teenagerin wie ich! Am allermeisten freut mich aber, dass sie sich bereiterklärt hat, einen Post für den Zuckerbäckerei-Adventskalender vorzubereiten. Im Folgenden findet ihr das „Original“ und wenn ihr dann noch etwas weiterscrollt meine Übersetzung davon. Das amerikanische Cup-Maß, eine der nervigsten Unarten dieses Kulturkreises, habe ich natürlich in „unser“ System übertragen, sodass ihr neben dem Volumen auch das Gewicht der erforderlichen Zutaten lesen könnt.
Zuletzt nochmals ein ♥-liches Dankeschön an Adriana für diesen wirklich gelungenen Post!
 

Late into the summer, Jana from Zuckerbaeckerei emailed me asking if I’d be interested in guest posting for her in preparation for Christmas. I didn’t hesitate in writing back right away to accept.  Because she blogs in German, she explained that she would translate my post for her readers.

I knew that I wanted to create a recipe of my own to share, though it something I haven’t had much experience doing, and that I wanted the recipe to embody wintertime. I wanted it to emulate the sharp spiciness of gingerbread and the frigidity that blankets the world come December.

Though winter has made its presence clear with its bitter wind nipping color into my cheeks and forcing me into thick sweaters, my insatiable craving for ice cream remained as strong as it was last summer.  It was with that realization that I found myself trying to replicate the exact taste of gingerbread to transform into ice cream.

The resulting ice cream was complete with the juxtaposing warmth of the spices and the chill of the ice cream. It couldn’t have painted winter onto my plate any better.  Ginger, cinnamon, cloves, and the full-bodied flavor of molasses are the wool blankets I find myself enveloped in every evening. The icy creaminess is the cold world outside. Together, they are winter.

Thank you so much for having me guest post, Jana!

Gingerbread Ice Cream

A Bittersweet Baker original
1 ½ c milk
1 ½ c cream
2/3 c sugar
Pinch of salt
5 egg yolks
1 cinnamon stick
¼ t cloves
1/8 t nutmeg
½ t ginger
½ c molasses

Warm the milk, ½ a cup of cream, the sugar, salt, and spices in a medium saucepan, and heat on low until steaming. Remove from heat and allow to infuse for 1 hour.

Combine the remaining cream and molasses in a large bowl, and set a strainer on top.  Whisk the egg yolks together, and slowly temper them into the hot milk mixture. Continue to cook slowly on medium heat, until the custard thickens ad coats the back of a spoon.

Nun folgt meine doch etwas holprige Übersetzung:

Im Spätsommer schon mailte mir Jana von der Zuckerbäckerei. Sie fragte mich, ob ich als Vorbereitung für Weihnachten einen Guestpost schreiben wollte. Natürlich zögerte ich nicht, ihr zuzusagen. Weil sie jedoch auf Deutsch bloggt, erklärte sie mir, dass sie den Post für ihre Leser übersetzen würde.

Obwohl ich nicht viel Erfahrung darin hatte, wusste ich, dass ich ein eigenes Rezept, das die Winterzeit repräsentieren sollte, kreieren wollte. Mit dem Rezept wollte ich die Schärfe des Lebkuchens und die Kälte, die die Welt im Dezember bedeckt, nachahmen.

Der Winter hat sich mit bitterkaltem Wind, der Farbe auf meine Backen bringt und mich in dicke Pullover zwingt, längst deutlich gemacht. Trotzdem blieb mein unstillbares Verlangen nach Eis so stark wie letzten Sommer. Deswegen versuchte ich, den exakten Geschmack des Lebkuchens zu kopieren und in Eis zu verwandeln.

Die entstandene Eiscreme war mit  Wärme der Gewürze und der Kälte des Eises perfekt. Ich hätte den Winter nicht besser auf den Teller bringen können. Ingwer, Zimt, Nelken und der vollmundige Geschmack von Melasse sind wie die Wolldecken, in die ich mich zur Zeit jeden Abend einwickle. Die eisige Cremigkeit ist wie die kalte Welt draußen. Zusammen ist es Winter.


Vielen Dank, dass ich diesen Guestpost schreiben durfte, Jana!
Lebkucheneis
ein Original-Bittersweet Baker-Rezept
350 ml Milch
350 ml Sahne
130 g Zucker
Prise Salz
5 Eigelb
1 Zimtstange
1/4 TL gemahlene Nelken
1/8 TL geriebene Muskatnuss
1/2 TL Ingwerpulver
120 ml Melasse/Zuckerrübensirup

Milch, etwa 100 ml Sahne, Zucker, Salz und die Gewürze bei geringer Temperatur erhitzen, bis die Mischung anfängt zu dampfen. Von der Hitze nehmen und eine Stunde zugedeckt ziehen lassen.

Die restliche Sahne und die Melasse in einer großen Schüssel verrühren und ein Sieb daraufsetzen.

Die Milchmischung nochmals erhitzen. Die Eigelbe verquirlen und dann vorsichtig unter die heiße Milch rühren. Bei mittlerer Hitze eindicken lassen.
Durch das Sieb in die große Schüssel gießen und alles gut verrühren. Bei gelegentlichem Umrühren auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann für mindestens eine Stunde kühlstellen.

Wenn die Masse kalt ist, nach Herstelleranweisung in einer Eismaschine verarbeiten.

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2 Gedanken zu „19: Guestpost: Lebkucheneis“

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